KONTEXT Extra:
Kretschmann Schirmherr für 199 kleine Helden

Ihr Dokumentarfilm hat bei drei Kinderfilmfestivals Preise abgeräumt, zuletzt in Chicago. Klar, dass sich die Regisseurin Sigrid Klausmann über diese Auszeichnungen freut. Seit Jahren begleitet die Stuttgarterin für ihr Filmprojekt "199 kleine Helden" Kinder weltweit auf ihrem Schulweg. Sie redet mit ihnen über ihre Ängste und Wünsche und darüber, wie sich die kleinen Protagonisten die Zukunft vorstellen. Daraus hat Klausmann den preisgekrönten Dokumentarfilm "Nicht ohne uns!" gemacht. Bereits diesen Sonntag (4.12.) wird er im Stuttgarter Metropol Kino gezeigt (16 Uhr), der offizielle Kinostart ist am 19. Januar.

Dass Stuttgart so früh dran ist, liegt mit daran, dass der Stuttgarter OB Fritz Kuhn die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat. Zusammen mit der Schauspielerin Senta Berger, die sich nun allerdings altersbedingt zurückzieht. Demnächst werden Sigrid Klausmann und ihre kleinen Helden neue Schirmeltern bekommen: Winfried Kretschmann und Hannelore Kraft, die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Beide Länder unterstützen die kleinen Helden über ihre Landesfilmförderung.

Die Stuttgarter Preview am Sonntag wird ein Familienfest werden. Die Regisseurin Sigrid Klausmann wird ebenso vor Ort sein wie ihr Mann Walter Sittler (Produzent) und die Tochter Lea. Die Musikerin hat den Titelsong zum Film der Mutter komponiert. (2.12.2016)


Im Hajek-Haus soll wieder Feuer brennen

Das Trauerspiel um das Hajek-Haus mag jetzt zumindest die Fraktion SÖS/Linke/Plus nicht mehr mit ansehen. Sie will, per Antrag im Stuttgarter Gemeinderat, dass die Stadt das Kultur-Denkmal "vor dem Verfall" rettet. Wie in Kontext ausführlich berichtet steht die Villa an der Hasenbergsteige 65 seit dem Tod des Bildhauers (2005) leer. Vor fünf Jahren kaufte sie der Möbelfabrikant Markus Benz und ließ sie – Denkmalschutz hin oder her – entkernen. Das wiederum gefiel den behördlichen Denkmalschützern nicht, die sich auf den Gerichtsweg machten, bis heute ohne Ergebnis.

Und seitdem rottet das Haus in bester Halbhöhenlage vor sich hin. Die kulturpolitische Sprecherin der Fraktionsgemeinschaft, Guntrun Müller-Enßlin, vermutet, dass der Möbelmensch auf einen Abriss, und damit eine "verdeckte Immobilienspekulation" hin arbeitet. Stadträtin Laura Halding-Hoppenheit erinnert an die Tradition des Hauses, in dem auch schon Willy Brandt Rotwein trank. Die Villa sei ein Treffpunkt für Menschen gewesen, die etwas bewegen wollten, und dieses "Feuer muss weiter brennen", sagt sie.(30.11.2016)


Das Geschäft mit Waffen läuft

Heckler & Koch hat einen Großauftrag erhalten und wird französische Soldaten aller drei Teilstreitkräfte ab 2017 zehn Jahre lang mit 100 000 Sturmgewehren vom Typ HK 416 ausstatten. Es soll um ein Volumen von 300 Millionen Euro gehen. Der Rüstungsauftrag, heißt es in Paris, werde "die soliden Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich im Verteidigungssektor und besonders in der Rüstungsindustrie" stärken. Die Nachbarn stehen also auf der Liste der sogenannten "grünen Länder", denn – immerhin – nur die sollen weiter beliefert werden.

Am Montagmorgen wurde bekannt, dass der Oberndorfer Waffenhersteller Neugeschäfte allein mit Staaten abschließen will, die demokratisch und nicht korrupt sind. Nach einer Meldung der Deutsche-Presse-Agentur würden damit Kunden wie Saudi-Arabien, Mexiko, Brasilien, Indien oder die Türkei wegfallen. Alte Aufträge sollen allerdings abgewickelt werden, gerade auch mit den Saudis. Das Unternehmen wartet aktuell auf die Genehmigung deutscher Behörden zur Ausfuhr unter anderen von Bauteilen für eine Gewehrfabrik.

Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte bei seinem Auftritt kürzlich auf dem Bundesparteitag der Grünen in Münster ausdrücklich die Politik in der Pflicht gesehen: "Wohin wir exportieren, das muss die Politik entscheiden." Zugleich machte er klar, dass es für sein Unternehmen um 3500 von 100 000 Trucks gehe. Appelle, freiwillig auf deren Verkauf zu verzichten, verhallten bisher ungehört. (28.11.2016)


Bahnchef Grube mag Stuttgart 21 nicht mehr

Da rennt der Mann jahrelang rum und erzählt, wie großartig der Tiefbahnhof ist - und jetzt? Jetzt sagt Rüdiger Grube laut "Spiegel": "Ich habe Stuttgart 21 nicht erfunden und hätte es auch nicht gemacht". Nun wird schon spekuliert, ob es vielleicht ein Doppelgänger war, der diesen Satz beim Bundesverband Führungskräfte Deutscher Bahnen gesprochen hat, oder hier ein Fall von Persönlichkeitsspaltung vorliegt? Aber nein, es war der leibhaftige Grube.

Auf die Reaktionen all seiner Freunde darf man gespannt sein. Vorneweg auf jene seiner Chefin Angela Merkel, die mit S 21 die Zukunftsfähigkeit Deutschlands verband. Oder auf die von Teufel, Oettinger, Mappus, Gönner usw., die stets vor dem Abseits warnten, sollte der unterirdische Bahnhof nicht kommen. Nur der amtierende Ministerpräsident Kretschmann kann heimlich sagen, dass er auch schon immer dagegen war. (25.11.2016)


S 21: Kein neuer Deal mit der Bahn

Das Land Baden-Württemberg und die Stadt Stuttgart zeigen der Deutschen Bahn die kalte Schulter und wollen die sogenannte Verjährungshemmungsvereinbarung nicht unterzeichnen. Damit versuchte die Bahn eine frühzeitige Entscheidung darüber zu vermeiden, ob sie eine Beteiligung von Stadt, Land und Region an den Mehrkosten des Milliardenprojekts einklagt. Alle Partner sollten einer Verlängerung der Verjährung für mögliche Ansprüche der Bahn auf zusätzliche Gelder für Stuttgart 21 zustimmen. Für die Stadt Stuttgart schlägt die Verwaltung dem Gemeinderat vor, diese Verlängerung abzulehnen. Endgültig entschieden wird am 8. Dezember.

"Die Vertragspartner sind der Auffassung, dass die DB Bauherrin ist und dass die Vertragspartner begrenzte und vor allem freiwillige Zuwendungen gewähren", erläuterte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) den mit der Stadt abgestimmten Standpunkt. Man werde sich "grundsätzlich auch gemeinsam gegen die Bahn verteidigen". Das Land sei mit der Stadt und der Region der Ansicht, "dass es ein falsches Signal wäre, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, weil die Vertragspartner die Ansprüche der DB für unbegründet halten".

Hermann erwartet jetzt eine vergleichsweise schnell eingereichte Klage, aber "viel länger hätte die DB ohnehin nicht gewartet". Denn bis zu einem letztinstanzlichen Urteil würden voraussichtlich mehrere Jahre vergehen, nach der Prognose des Minister werden aber "in ungefähr drei Jahren die vertraglichen Finanzierungsbeiträge der Vertragspartner erschöpft sein". Im Finanzierungsvereinbarung zu Stuttgart 21 ist der Kostenrahmen inklusive Risikopuffer auf 4,526 Milliarden Euro begrenzt. Bei weiteren Kostensteigerungen sind, unter Nutzung der Sprechklauseln, Gespräche vorgesehen. Im März 2013 hat der DB-Aufsichtsrat den Finanzierungsrahmen auf 6,526 Milliarden Euro erhöht und zugleich die Projektpartner aufgefordert, über weitere Beiträge zu verhandeln. Das lehnen diese allerdings strikt ab. (24.11.2016)


KONTEXT
per E-Mail:
Immer informiert:

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Datenschutz-Hinweis

Ausgabe 162
Gesellschaft

Wenn die Zeugen sterben

Von Anton Maegerle
Datum: 07.05.2014
Seit einem Jahr läuft in München der NSU-Prozess. Die Zeugenliste dünnt sich aus: Anfang April verstarb unerwartet der zweite Zeuge im Mord- und Terrorkomplex des Nationalsozialistischen Untergrunds mit Bezug zu Baden-Württemberg. Die Todesfälle ereigneten sich jeweils Stunden bevor Ermittler die Männer erneut vernehmen wollten.

Baden-Württemberg ist von den Taten des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) durch den Mord an der 22-jährigen Polizeibeamtin Michèle Kiesewetter und dem Mordversuch an ihrem Streifenpartner Martin Arnold am 25. April 2007 auf der Heilbronner Theresienwiese betroffen. Die mit einem gezielten Kopfschuss erschossene Polizistin aus dem thüringischen Oberweißbach (Landkreis Saalfeld-Rudolstadt) ist das mutmaßlich letzte Todesopfer des NSU. Der Fall Kiesewetter gilt als rätselhaftester Mord des NSU. Ob die Polizistin, die an Einsätzen teilgenommen hat, die im Zusammenhang mit Veranstaltungen im rechtsextremen Milieu standen, zufällig zum Opfer wurde, bleibt im Gegensatz zur offiziellen Version fraglich. Diese besagt, dass es dem NSU bei dem Anschlag auf die Polizisten "darauf angekommen" sei, die eigene Macht zu demonstrieren und zugleich die Ohmacht des Staates darzustellen." Die beiden Polizeibeamten seien als "Vertreter des vom NSU gehassten Staates angegriffen" worden, Kiesewetter sei ein "Zufallsopfer", konstatiert der am 12. Februar vom baden-württembergischen Innenminister Reinhold Gall (SPD) der Öffentlichkeit vorgestellte Bericht "Bezüge der Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) nach Baden-Württemberg". Der Bericht basiert auf der Arbeit der Ermittlungsgruppe Umfeld (EG Umfeld), die das baden-württembergische Landeskriminalamt im Januar 2013 eingerichtet hat.

Innenminister Reinhaold Gall (SPD): Eine Enquete-Kommissionen soll prüfen, ob es einen Untersuchungsausschuss geben wird. Foto: Joachim E. Röttgers
Innenminister Reinhold Gall (SPD): Enquetekommissionen statt Untersuchungsausschuss. Foto: Joachim E. Röttgers

V-Mann kannte Vorgesetzten und Mörder von Kiesewetter

Ein langjähriger V-Mann des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV), der sowohl den unmittelbaren Vorgesetzten von Kiesewetter als auch einen ihrer mutmaßlichen Mörder kannte, wurde am 3. April leblos von Vertretern einer Sicherheitsbehörde in seiner Wohnung im Paderborner Stadtteil Schloß Neuhaus aufgefunden. Der Neonazi Thomas Richter (Jg. 1974), gebürtig in Sachsen-Anhalt, sollte über eine kurz zuvor aufgetauchte Daten-CD mit dem Titel "NSU/NSDAP", die offenbar aus dem Zeitraum 2006 stammt, befragt werden. Auch als Zeuge beim NSU-Prozess vor dem Münchner Oberlandesgericht sollte Richter vernommen werden. Todesursache bei dem 39-jährigen soll eine unbemerkte Diabetes-Erkrankung gewesen sein.

Der V-Mann war 2012 enttarnt, vom BfV in einem Zeugenschutzprogramm untergebracht und mit neuer Identität – als "Thomas D." versehen worden. Die Top-Quelle der Behörde, von circa 1994 bis 2007 im Einsatz, kassierte das Spitzenhonorar von 180 000 Euro, die bisher größte bekanntgewordene Summe für einen V-Mann in der Geschichte der Bundesrepublik. Richter war als einziger Quelle des Bundesamts für Verfassungsschutz in Kontakt mit einem Mitglied des NSU-Kerntrios nachweisbar, hielt der NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages in seinem Schlussbericht fest. So fand sich Richters Name und Postfachanschrift (700512 in Halle an der Saale) auf der Telefonliste des NSU-Terroristen Uwe Mundlos, die am 26. Januar 1998 in der von Beate Zschäpe angemieteten Garage in Jena sichergestellt worden war. Richter und Mundlos hatten sich 1995 bei einem Rechtsrockkonzert in Dresden kennengelernt. Mundlos habe eine Kameradschaft in Jena gegründet, teilte Richter dem Bundesamt für Verfassungsschutz damals mit.

Abgebranntes Zwickauer Wohnhaus des mutmaßlichen NSU-Trios. Foto: André Karvath
Abgebranntes Zwickauer Wohnhaus des mutmaßlichen NSU-Trios. Foto: André Karvath

Als Spitznamen trug Richter in jenen Jahren den Namen "HJ Tommy". Die Hitlerjugend (HJ) war die Jugend-und Nachwuchsorganisation der NSDAP. Um die Jahrtausendwende war Richter einer der führenden Aktivisten der Neonaziszene in Sachsen-Anhalt, er meldete Demonstrationen an und baute Internetstrukturen auf. So lag die Internetpräsenz www.nd-b.com/ww der Szene-Publikation "Der Weiße Wolf" auf einem Server von Richter – als Adresse für den administrativen Kontakt war Richters Postfachadresse in Halle und dessen E-Mail-Anschrift "oikrach@oikrach.com" angegeben. Diese E-Mail-Anschrift fand sich unter anderem auch in den elektronischen Verteilern der Holocaust-Leugner Gerd Honsik, Gert Ittner und Horst Mahler. 

Dem "Weißen Wolf" ließ der NSU 2002 eine Geldspende in Höhe von 2500 Euro zukommen. In Ausgabe 18 aus dem Jahr 2002 bedankten sich die "Weißen Wölfe" mit den Worten: "Vielen Dank an den NSU." Dies war die erste bislang bekannte Erwähnung des NSU in der Öffentlichkeit, neun Jahre bevor das Kerntrio im November 2011 aufgedeckt wurde und im Zuge der Aufarbeitung des NSU-Komplexes immer mehr Ermittlungspannen und Verstrickungen der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern ans Licht kamen. Herausgegeben wurde der "Weiße Wolf" zeitweilig von David Petereit, heute einer der Landtagsabgeordneten der NPD in Mecklenburg-Vorpommern. 

Richter war Namensgeber und Initiator des "Nationalen Widerstands Halle" an der Saale. In einem internen Bericht des Bundeskriminalamts über "Rechtsextremistische Kameradschaften" wurde er damals als Einziger aus Sachsen-Anhalt namentlich genannt. Zeitweilig fungierte Richter als Herausgeber der Anti-Antifa-Postille "Nationaler Beobachter". "Die VS-Spitzel sind Tieren gleich, sie kennen keine menschlichen Gefühle, Anstand oder Ehrlichkeit sind ihnen fremd. Meist sind es sehr einsame, wirklich kranke Gestalten, die dafür um so gefährlicher sind", war im Jahr 2000 im "Nationalen Beobachter" über V-Männer zu lesen.

Richters Neonazilaufbahn begann als Mitglied der "Nationalistischen Front" (NF). Seine Mitgliedschaft in der 1992 vom Bundesminister des Innern wegen Wesensverwandtschaft mit der NSDAP verbotenen NF ließ sich Richter 15 Mark im Monat kosten. Das NF-Hauptquartier, ein 1989 erworbenes Anwesen in der Quellenstraße 20 in Detmold-Pivitsheide, wurde auch nach dem Verbot für rechtsextreme Umtriebe genutzt. Einer der Hausbewohner war Richter. So schaltete er unter dieser Adresse 1993 Anzeigen in diversen Neonazipostillen für sein Jugendmagazin "Der Bunker". "Der Bunker" erschien zeitweilig in einer beachtlichen Auflage von 2000 Exemplaren. 

Im gleichen Jahr meldete sich Richter in der rechtsextremen Zeitschrift "Bürger-Forum" zum Thema "Vaterlandsliebe" zu Wort: "Fürs Vaterland will ich alles geben, für ein freies Deutschland streben. Und wenn ich auch mein Leben opfern müßt. Denn ich wüßt, daß es nicht umsonst gewesen ist!" 

Im Jahr 2000 schloss sich Richter dem rassistischen Geheimbund "European White Knights of the Ku Klux Klan – Realm of Germany" (EWK KKK; Postfachanschrift 010606) an. Mehrfach war Richter bei Klan-Treffen in der Wohnung ihres Führers Achim Schmid (Jg. 1975) in Schwäbisch Hall. Richter, der den Rang eines "Kleagle", also eines Anwerbers, innehatte, war unter anderem zuständig für den Betrieb des internen Internet-Forums. Der Spitzel war es auch, der den Verfassungsschutz auf Polizeibeamte in den Reihen des Klans hinwies; darunter auch auf eine Polizeianwärterin aus dem Stuttgarter Raum, die im Bereich der Rauschgiftkriminalität tätig sei und einen "Hass auf Schwarze" habe.

Gruppenführer von Kiesewetter: Vollmitglied beim "Ku Klux Klan"

Als Vollmitglied gehörte Timo H., Gruppenführer von Kiesewetter, dem Klan von Dezember 2001 bis Sommer 2002 an. H. hielt sich am Tattag der Ermordung von Kiesewetter nur wenige Hundert Meter vom Tatort entfernt am Bahnhof auf. Geworben für die Kapuzenmänner wurde H. von seinem Kollegen Jörg W., der ebenfalls bei der Böblinger Dienststelle tätig gewesen war. W. selbst wiederum wurde von dem Polizeibeamten Jörg B. geworben. Dessen Bruder Steffen (Jg. 1976) war neben Schmid Gründungsmitglied des EWK KKK. Einem internen Schreiben des baden-württembergischen Landesamts für Verfassungsschutz an das baden-württembergische Landeskriminalamt vom 9. März 2012 ist zu entnehmen, dass Steffen B. im Zeitraum von Juni 1997 bis Oktober 2002 an Treffen und Konzerten der Skinheadszene teilnahm.

Die Kapuzenmänner der EWK KKK waren jedenfalls sichtlich stolz, dass unter ihnen auch Vertreter der Staatsmacht waren. "Bei uns sind keine Verlierer und Versager, wir haben Mitglieder ... vom Maurer bis zum Polizisten", gaben sie im Internet kund.

Die Klan-Polizisten wollen, so ihre späteren Aussagen, nicht gewusst haben, dass die Kapuzentruppe eine rassistische Organisation ist. Beim Sprechen des Glaubensbekenntnis der Klan-Jünger, das besagt, dass die "Blutslinie zu Gott ... nicht durch Vermischung gebrochen werden darf", scheinen die Polizeibeamten demnach taub gewesen zu sein. "Ich frage mich, wie viel Dummheit oder Weltfremdheit in einem Polizeibeamten stecken darf, ohne dass er aus dem Dienst entfernt wird", kommentierte Andre Schulz, Bundesvorsitzender des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, die offenkundige Schutzbehauptung.

Trotz ihrer Mitgliedschaft in der Geheimgesellschaft blieben die Polizisten im Dienst. Sie wurden lediglich 2005 beamtenrechtlich mit Rügen bedacht. Die Affäre um die Klan-Polizisten kam durch Zufall im Rahmen der Opferumfeldermittlungen im Fall Kiesewetter ans Licht der Öffentlichkeit. 

Klan-Gründer und V-Mann

Der Klan-Gründer Achim Schmid alias "Radler" spitzelte von Mitte der 90er-Jahre bis November 2000 als V-Mann des baden-württembergischen Landesamts für Verfassungsschutz.

Brennendes Kreuz als Symbol des Klans. Foto: Freiindlich/Wikipedia.com
Brennendes Kreuz als Symbol des Klans. Foto: Freiindlich/Wikipedia.com

Noch vor der "offiziellen" Gründung der Kapuzentruppe am 1. Oktober 2000 verfügte die Gruppierung bereits ab Herbst 1998 über eine Homepage. Aktiv waren die Klan-Aktivisten bis in das Jahr 2003 hinein. Zuletzt ohne den vormaligen Metzgerlehrling Schmid, der Ende 2002 aufgrund von Verfehlungen aus dem EWK KKK ausgeschlossen worden war. Das baden-württembergische Landesamt für Verfassungsschutz will Schmid im November 2000 abgeschaltet haben, nachdem dieser die Mitgliedschaft im EWK KKK geleugnet hatte. Zuvor waren bei einer Hausdurchsuchung bei Schmid am 14. Oktober 2000 Belege für seine Klan-Mitgliedschaft entdeckt und beschlagnahmt worden. Ein Bericht des baden-württembergischen Landesamts für Verfassungsschutz vermerkt, dass die V-Person Schmid "in ihrer Zeit als Quelle nachrichtenehrlich, jedoch nicht zuverlässig gewesen sei".

Unter dem Aliasnamen Ryan Davis war Schmid Klan-Führer der "patriotischen weißen Geheimorganisation". Ideologischer Grundpfeiler der "European White Knights of the Ku Klux Klan" war ein Pseudochristentum, gepaart mit einem ausgeprägten Hang zum Antisemitismus und Rassismus. In einer Veröffentlichung heißt es: "Kann ich Mitglied werden bei den EWK? ... Wir lehnen Bewerber ab, die: ... nicht weißer Hautfarbe sind oder jüdische Vorfahren besitzen." "Die European White Knights stehen für den Erhalt der Zukunft des weißen Europäers!"

"Wir vertreten die Meinung, die in der Bibel steht, dass Mischlinge nicht in die Gemeinde des Herrn kommen", so "Davis" in einem Schreiben vom 15. Juli 2001. Sympathie zeigte "Davis" für die US-amerikanische Terroristenbande "The Order". "Ich persönlich bewundere die Mitglieder von 'The Order' für ihre Standhaftigkeit, wie man jeden bewundern sollte der für seine Ideale einsteht", gab er kund. Die rechtsterroristische Neonazi-Gang aus den USA verübte in den Jahren von 1983 bis 1985 unter anderem einen Bombenanschlag auf die Synagoge im US-amerikanischen Bundesstaat Idaho und ermordete den jüdischen Rundfunkmoderator Alan Berg in Denver im Bundesstaat Colorado.

Noch während Schmid als V-Mann zugange war, nahmen ihn sächsische Verfassungsschützer ins Visier. Sie schrieben den Klan-Führer am 7. März 2000 auf eine Liste mit den Namen von weiteren 22 Personen. Diese Personen, davon gingen die Verfassungsschützer aus, unterhielten Kontakte zu NSU-Unterstützern beziehungsweise dem Kerntrio. Schmid hatte seit den 90er-Jahren Kontakte zu Chemnitzer Neonazis, die man beschattete, um das Kerntrio aufzuspüren.

Die Klan-Tätigkeit von Schmid war in der Neonaziszene nur bedingt bekannt. Hinreichend bekannt und beliebt war Schmid, der sich circa 1990 der Skinheadszene angeschlossen hatte, dagegen als "Liedermacher Achim" und Solist "Wolfsrudel" sowie als Sänger der Neonazi-Bands beziehnugsweise Musikprojekte "Celtic Moon" und "Höllenhunde". Ende der 90er-Jahre war Schmid einer der bekanntesten Neonazimusiker. In den Jahren 1998 bis 2000 trat er bei Neonazi-Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet, darunter auch bei der NPD und den Jungen Nationaldemokraten (JN), auf. Bei einem "großen Kameradschaftsabend" der baden-württembergischen JN am 20. März 1999 in Herbertingen (Landkreis Sigmaringen) wusste Schmid "das Publikum mit seinen systemkritischen Balladen zu begeistern", so die JN in einem Bericht über die Saalveranstaltung. Redner der Veranstaltung war Mike Layer, Amtsleiter für Öffentlichkeitsarbeit im JN-Bundesvorstand und zu diesem Zeitpunkt V-Mann des baden-württembergischen Landesamts für Verfassungsschutz.

Im NPD-Handbuch "Alles Große steht im Sturm. Tradition und Zukunft einer nationalen Partei", 1999 herausgegeben vom späteren NPD-Bundesvorsitzenden Holger Apfel, wird Schmid neben einschlägigen Szenemusikern wie Jörg Hähnel und Frank Rennicke als "junge(r) Künstler aus den Reihen der Jungen Nationaldemokraten" gelobt. Im gleichen Jahr hatte auch das Bundesamt für Verfassungsschutz Schmid auf seinem Schirm. Die Kölner Verfassungsschützer stuften den V-Mann Schmid als einen von damals offiziell bundesweit gezählten acht rechtsextremen Liedermachern in ihrer als Verschlusssache deklarierten Broschüre "Rechtsextremistische Skinhead-Musik in Deutschland" ein. Zeit fand Schmid in jenen Jahren auch als Betreiber eines der ersten Neonazi-Internetradios unter dem bezeichnenden Namen "whitepowerradio.de". Die Domain lautete auf seine Privatanschrift in Schwäbisch Hall.

Aus Liebeskummer Selbstmord?

Am Morgen des 16. September 2013 verbrannte der 21-jährige Azubi und Neonazi-Aussteiger Florian Heilig aus Eppingen (Landkreis Heilbronn) im Pkw seines Vaters auf dem Cannstatter Wasen in Stuttgart, wenige Kilometer vom Landeskriminalamt entfernt. Offiziellen Verlautbarungen zufolge beging er aus Liebeskummer Selbstmord. Seine Familie glaubt bis heute nicht an einen Selbstmord. Heilig war am Todestag vom Landeskriminalamt einbestellt, um von der Ermittlungsgruppe Umfeld wiederholt vernommen zu werden. Bereits im Mai 2011 soll Heilig Bekannten berichtet haben, dass Kiesewetter von Neonazis ermordet worden sei. Er selbst war zum Tatzeitpunkt erst 16 Jahre alt. Bei einer Vernehmung durch LKA-Beamte am 17. Januar 2012 berichtete Heilig von einer angeblich in Brackenheim gegründeten rechten Terrorgruppe namens "Neoschutzstaffel" (NSS), die dann nach Öhringen umgezogen sei. Beweise für seine Aussagen blieb Heilig jedoch schuldig. In der Neonaziszene war Heilig aufgrund seines jugendlichen Alters keine große Nummer. Bekannt ist, dass er wegen öffentlichen Zeigens des Hitlergrußes verurteilt wurde und am 1. Mai 2011 an einer Neonazi-Demostration des "Nationalen und sozialen Aktionsbündnisses" in Heilbronn teilnahm. Vor Ort waren rund 750 Neonazis, darunter auch Redner aus der Schweiz, Tschechien und Schweden. Bei einer folgenden Hausdurchsuchung sollen bei Heilig Waffen gefunden worden sein, die er für die Szene aufbewahrt haben will.

NSU-Untersuchungsausschuss in Baden-Württemberg 

Vor wenigen Tagen hat der Vorsitzende des Zentralrats der Sinti und Roma, Romani Rose, die Aufarbeitung der Pannen bei den NSU-Mordermittlungen kritisiert und die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses in Baden-Württemberg gefordert. Fakt ist, dass ein Untersuchungsausschuss Akten sichten, Zeugen und Sachverständige laden, Aussagen genauer überprüfen und auch den Autopsiebericht zum Tod von Heilig einsehen könnte. Fakt ist ebenso, dass parlamentarische Untersuchungen in Bund und Bundesländern Details über das Versagen staatlicher Instanzen im Zusammenhang mit den NSU-Morden zutage gefördert haben. Auch in Baden-Württemberg ist dies nicht auszuschließen. Vorbildliche Arbeit leistet bis heute der NSU-Untersuchungsausschuss des Thüringischen Landtags. In kriminalistischer Kleinarbeit gehen einzelne hoch motivierte und engagierte Ausschussmitglieder allen denkbaren Spuren akribisch nach, hinterfragen hartnäckig Zeugenaussagen, zerlegen das neonazistische Netz in seine Einzelteile, um dann fakten- und detailreich größere Zusammenhänge zu erschließen. Beispielhafter Parlamentarismus vom Feinsten! 

Im baden-württembergischen Untersuchungsausschussgesetz heißt es: "Ein Untersuchungsausschuss des Landtages hat die Aufgabe, Sachverhalte, deren Aufklärung im öffentlichen Interesse liegt, zu untersuchen und dem Landtag darüber Bericht zu erstatten." Anfang Mai beschloss der Stuttgarter Landtag mit der grün-roten Mehrheit, eine Enqueteommission zum Rechtsterrorismus einzusetzen. Das Gremium soll "Konsequenzen aus der Mordserie des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU)" ziehen, die "Entwicklung des Rechtsextremismus in Baden-Württemberg" nachzeichnen sowie "Handlungsempfehlungen für den Landtag und die Zivilgesellschaft" erarbeiten. 


Gefällt Ihnen dieser Artikel?

Kommentare

triptrap, 14.05.2014 06:30
Interessant finde ich auch, dass die Seite de KKK iN Deutschland seit Jahren unbehelligt bei Google (Blogspot) gehostet wird: http://kukluxklandeutschland.blogspot.de/ . Weder Google nioch entsprechende Stellen fanden es bisher nötig auf entsprechende Hinweise auch nur zu antworten. Daraus kann man nur vermuten, dass diese Gruppe bewusst in Deutschland geduldet wird. Rein inhaltlich gäbe es genug Gründe sie vom Netz zu nehmen. Also hören wir auf daraüber zu lamentieren, welche Inhalte es überall im Ausland gibt und deutsche Behörden können nichts dagegen tun. Solange zum Mord an Fremden aufgerufen wird, ist in Deutschland fast alles erlaubt.

Andromeda, 12.05.2014 09:08
Buchtitel Dr.Daniele Ganser/Unii Zürich ,orell füssli -Verlag : Nato-Geheimarmeen in Europa ; Kapitel Belgien , Mordserie von Brabant ; ist das Gleiche

Grünholz, 08.05.2014 16:02
Gegen eine Enqueteommission - Die einzige Alternative ist ein Untersuchungsausschuss!!!

Der Grün Rote Stuttgarter Landtag macht einen schweren Fehler! Die Printmedien schrieben damals vom "Kriminalfall" des Jahrhunderts. Die Aufklärung des Polizistenmordes galt höchste Priorität. Und nun? Nachdem es die "Zigeuner" nicht waren, sondern kriminelle aus rechtsradikalen Kreisen ist das Interesse an einer Aufklärung des Jahrhundertfalls nicht mehr relevant. Ich gehöre der Enkelgeneration von Holocaustopfern an. Ich habe 27 Familienangehörige in den NS Lagern verloren. Die Polizeibehörden des Landes Baden Würtenberg haben im "Zigeuner-Milieu" ermittelt, dabei wurden Holocaustüberlebende Sinti zu den Verhören vorgeladen. Das erschüttert meine Vorstellung an einen Rechtsstaat. Weil die Polizistin keine Türkin oder Griechin war und man es somit nicht der Türken oder Griechenmafia zuordnen konnte, hat man als Sündenböcke die deutschen Sinti verantwortlich gemacht.

Ulrich Frank, 07.05.2014 16:01
Über die mangelnde Energie und das hartnäckige In-Sich-Kreisen der Untersuchungen zum NSU-Komplex in weitesten Teilen der Republik - in Form einer praktischen Weigerung Zusammenhänge aufzudecken - kann man, gelinde gesagt, nur noch den Kopf schütteln. Den Auskünften der staatlichen Stellen - Gerichte, Behörden, Minister - zu trauen wäre grundfalsch.

"Sowohl die rot-grüne Koalition in Baden-Württemberg als auch die schwarz-grüne in Hessen stemmen sich mit allen Mitteln gegen die Einberufung neuer Untersuchungsausschüsse. Dabei haben weder der Ausschuss in Berlin noch das Gerichtsverfahren gegen Zschäpe bisher auch nur ansatzweise Licht in das dunkle Dickicht aus Neonazis und Behörden gebracht. Allein seine Ausmaße zeichnen sich deutlicher ab als je zuvor.
Professor Hajo Funke warnt und spricht von einer kriminellen Energie, mit der die Sicherheitsexekutive die Aufklärung des NSU-Skandals verhindern will. ...." (http://www.heise.de/tp/artikel/41/41671/1.html "NSU: Nationales Selbstmord-Unternehmen").

Wie im "öffentlich-rechtlichen" Rundfunk mit dem Nachfragen umgegangen wird, ist im folgenden aktuellen telepolis-Artikel nachzulesen: http://www.heise.de/tp/artikel/41/41676/1.html
"Der Moderator bedauert den Verlauf des Gesprächs".

Der Rechtsstaat ist hier am Ende. Er sitzt höchstens noch fotogen am Schreibtisch, wie Herr Gall.

DCe, 07.05.2014 11:52
Bleiben Sie dran!!!

FernDerHeimat, 07.05.2014 10:09
Warum nennt niemand endlich einmal Ross und Reiter?

Es werden systematisch wichtige Zeugen ermordet und das geschieht aus denselben heraus wie in anderen Ländern, wo die Politik, Geheimdienste, Exekutive und Justiz mafiös vernetzt sind und auch so agieren.

Diese Kreise haben nämlich durchaus (noch) etwas zu verlieren, wenn ihre Beteiligung am systematischen Aufbau und den - offensichtlich tolerierten - Verbrechen einer rechtsradikalen Organisation einer grösseren Öffentlichkeit offenbart wird!

Tillupp, 07.05.2014 09:39
Die Todesstrafe gibt es in Deutschland nicht für Täter sondern nur für Zeugen. Unerkannter Diabetes??? dass ich nicht lache, wie soll das denn gehen. Nur zu viel Insulin führt schnell zum Tod? Hohe Glukose gleicht der Körper erst mal durch viel Trinken (Polydipsie) aus, und das merkt man selbst, oder die Umwelt. Verfassungsschutz abschaffen. Es war auch kein Selbstmord bei den beiden NSU-Mördern. Nach 15 Jahren Haft wären sie entlassen worden und Helden ihrer Community. Keiner schießt sich in den Bauch um zu sterben und zündet danach noch das Auto an. Wozu sollte das gut sein, wenn man eh Tot ist. Die offiziellen Verlautbarungen sind nicht plausibel. Geschredderte Akten, gestorbene Zeugen. Tschäpe wusste schon warum sie sich der Polizei gestellt hat, sonst wäre sie auch schon gestorben. Hirnblutung, Lungenembolie, Autounfall, etc..., irgend sowas.

thomas a, 07.05.2014 02:35
Erstaunlich wie weit V-Leute amtlich beobachtet abdriften dürfen. Und die Diabetis dürfte sehr kurzfristig aufgetreten sein. Langsam kommt jedoch der Punkt dass weitere Enthüllungen Fundamentalschaden anrichten.

Kommentar hinzufügen




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.


* Pflichtfeld!

Letzte Kommentare:

Ausgabe 296 / Achtung Kontrollverlust / Elke Friedel, 04.12.2016 16:15
Warum naive Stadtisten? Sollten diese Flächen tatsächlich bebaut werden, gilt es, sich einzumischen. Es im Nachgang zu bereuen, dass man sich nicht einbrachte und alles geschehen ließ, bringt überhaupt nichts. Das sollten wir...

Ausgabe 296 / Solidarität ist eine Bank / Gela, 04.12.2016 15:52
Es wäre gut und Kontext würdig, wenn nicht nur Emotionen geschürt, sondern auch die Fakten richtig dargestellt würden. So sollte man wissen, dass die Sitzplätze nicht einfach abgebaut, sondern nur umgestellt werden sollen, damit sich...

Ausgabe 296 / Vereint in rechter Hetze / Rolf Steiner, 04.12.2016 15:06
Ein Zeichen von Verwahrlosung: wenn aus "free speech" eine verkommene Hass-Orgie wird. Dasselbe Phänomen eines durchgängig sichtbaren Verlustes von Anständigkeit und von einem die menschliche Würde vernichtendem Hass ist in den...

Ausgabe 296 / Vereint in rechter Hetze / hessekopp, 04.12.2016 13:07
"Free Speech" impliziert zwangsläufig "Free Hate Speech". Eine der logischen Kröten, welche die Anhänger der PC Ideologien schlucken lernen müssen, sofern sie sich noch dem Lager der Demokraten, oder wenigstens dem der...

Ausgabe 296 / Geisterfahrer unterwegs / Günther, 04.12.2016 12:34
Leider ist Herr Strobel seiner Aufgabe nicht gewachsen, wenn er so weitermacht wird er zum Steigbügelhalter für Rechtsextreme AFD ler und Nazis.

Ausgabe 296 / Geisterfahrer unterwegs / Schwabe, 04.12.2016 11:10
Populismus ist eine Form des Opportunismus, bei der ein Politiker oder auch eine ganze Partei dem Volk das verspricht, was dieses seiner Meinung nach hören will. In einer Demokratie scheint das ein recht erfolgversprechender Weg zu sein,...

Ausgabe 296 / S 21: Ein bodenloses Projekt / Dr. Stefan+Kissinger, 04.12.2016 00:02
S21 war und ist ein Fehler. Am 30.11.2016 hat die DB AG ihr lustiges touch&travel-System nach 5 Jahren Mißerfolg eingestellt. Tocu&Travel ist das unnötige "Dinges" mit den blauen Tafel an jedem Bahnhof mit ICE Anschluss. Trotz kritischer...

Ausgabe 296 / Achtung Kontrollverlust / Jonas, 03.12.2016 22:53
Bei diese naiven Stadtisten muss man immer wieder den Kopf schütteln. Mit ihrem Wattebäuschenkurs werden sie gar nichts erreichen. Zum Schluß werden die Investoren komplett alles diktieren. Ein Boykott der Rosensteinshow und ein Kampf...

Ausgabe 296 / Vereint in rechter Hetze / Andreas Bitz, 03.12.2016 22:04
Wie wäre es mal mit etwas Selbstkritik? Die elitären Mainstream-Medienschaffenden haben sich Auflagen- und Bedeutungsverlust selbst zuzuschreiben, diesen aber offensichtlich noch nicht verarbeitet... Sind Sie auf der Linie mit Herrn...

Ausgabe 296 / Geisterfahrer unterwegs / Andreas Bitz, 03.12.2016 21:37
Populismus pur Ja, das Vorhaben von Herrn Strobl ist populistisch - aber deshalb nicht von vorneherein falsch. Wer kein Bleiberecht hat muß gehen. Und wer nicht geht muß abgeschoben werden. Und zwar in großem stil - über 500 Tsd....

Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.