KONTEXT Extra:
Jetzt doch ein Koalitionsausschuss zu Afghanistan

Vor Weihnachten hatten Grünen und CDU eine inhaltliche Aussprache über die Abschiebepraxis nach Afghanistan vermieden. Stattdessen wurde im Koalitionsausschuss vor allem darüber diskutiert, ob Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand es "schäbig" nennen darf, wenn sein CDU-Pendant, Innenminister Thomas Strobl, auch alte oder kranke Menschen abschieben will. Zur bisher einzigen Sammelabschiebung wurde ein Mann sogar aus einer Psychiatrischen Klinik geholt, dann allerdings doch nicht ins Flugzeug nach Kabul gesetzt.

Am kommenden Dienstag werden dieser und andere Fälle sowie die grundsätzliche Vorgehensweise im Koalitionsausschuss diskutiert. Die Grünen, die die Debatte durchgesetzt haben, erinnern an die geltenden Leitlinien des Landes zu Abschiebungen und Rückführungen, nach denen eine Einzelfallprüfung ohnehin zwingend ist. Bisher hatte sich Strobl gegen eine inhaltliche Behandlung der von ihm mitinitiierten verschärften Abschiebepraxis im Koalitionsausschuss ausgesprochen. Die Grünen gehen davon aus, dass die Leitlinien und damit die Einzelfallprüfung bestätigt werden.

Auf dem Tisch liegt auch ein Papier der sogenannten G-Länder, also aller Koalitionen, an denen Grüne beteiligt sind. Diesem zufolge muss gewährleistet sein, "dass Ausreisepflichtige keinen Schaden an Leben und Gesundheit nehmen". Die Regierungspartner in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen "betonen eine Reihe von Grundlinien und Anforderungen bezüglich Rückführungen nach Afghanistan". Sie fordern die Bundesregierung aber auch auf, die Sicherheitslage in Afghanistan "erneut zu überprüfen". (14.1.2017)


Ein zweites Raumwunder für Geflüchtete

Engagement kann sich lohnen. Im September hatte Kontext über die Initiative der Künstlerin Martina Geiger-Gerlach berichtet, eine Wohnung in einem zum Abriss vorgesehenen Haus im Stuttgarter Stadtteil Steckfeld monatsweise Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig finden dort immer Ausstellungen statt, die Nachbarn und Interessierten Gelegenheit geben, Künstlern und Geflüchteten zwanglos zu begegnen. Nun hat der Vermieter, das katholische Siedlungswerk, der Künstlerin eine zweite Wohnung im selben Haus als Lernwohnung zur Verfügung gestellt, damit Geflüchtete, die im Trubel ihrer Unterkunft nicht zur Ruhe kommen, eine Rückzugsmöglichkeit finden. Zudem bleibt das Haus länger stehen: voraussichtlich zwei Jahre. Dem Siedlungswerk gefällt das Projekt so gut, dass Martina Geiger-Gerlach gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könnte, im Quartiersraum des Neubauareals an Stelle des früheren Olgahospitals eine Aufgabe zu übernehmen. Und: Ihr Wohnungs-Projekt ist für den Stuttgarter Bürgerpreis der Bürgerstiftung vorgeschlagen worden. Am 20. Januar um 19 Uhr eröffnet in der Karlshofstraße 42 in Steckfeld die nächste Ausstellung mit Gemälden von Ivan Zozulya und dem DJ Roman Levin. Am 31. Januar wird die Entscheidung zum Bürgerpreis bekannt gegeben. Jeder kann mit abstimmen!


Der Gewitterwanderer im Glück

Mitte November hatte der 33-jährige Göppinger Schriftsteller Kai Bleifuß noch geschimpft wie ein Rohrspatz. Der promovierte Goethe-Experte rackert sich seit Jahren mit Schreiben ab. Fabrizierte zuletzt einen Roman über den Dichterfürsten und wie der so wäre, würde er in unserer Zeit leben. "Goethes Mörder" heißt das gute Stück. Gutes Zeug. Guter Mann. Das weiß auch Bleifuß selbst. Kontext gegenüber machte er keinen Hehl daraus, dass er sich selbst für einen ziemlich duften Typen hält. Doch bislang schlug ihm seitens des ganzen "Literaturzirkus" und der Verlage kalter Wind entgegen. Niemand wolle mehr ein Risiko eingehen. Literatur würde immer mehr unter ökonomischen Abwägungen betrachtet, konstatierte der resolute Literaturnerd. "Schreiben ist das Idiotischste, was man machen kann. Nicht schreiben aber auch."

Ein Bleifuß lässt sich aber nicht unterkriegen – und jetzt hat es gerappelt im Karton: Am vergangenen Sonntag sackte der Göppinger für seinen Text "Fünf Variationen auf das Unsagbare" den Autorenpreis "Irseer Pegasus 2017" ein. 150 Schriftsteller aus dem ganzen Land hatten sich mit ihren Werken beworben, doch Bleifuß hat den mit 2000 Euro dotierten Preis gewonnen. Neben ihm auf dem Siegertreppchen der Preisverleihung im Kloster Irsee im Allgäu strahlte David Krause aus Kerpen.

"Der glücklose Autor hatte endlich einmal Glück!", schrieb Goethe-Glücksbärchen Bleifuß voller Freude an Kontext, mit der Bitte unseren LeserInnen mitzuteilen, dass man am 27.1. ab 21:05 Uhr im BR2 sein Hörspiel "Pinball" senden werde. Machen wir doch gerne. (11.1.2017) 


Abstand halten von den Volksverrätern

Aus 594 Wörtern haben die Sprachwissenschaftler um die Darmstädter Professorin Nina Janich das Unwort des Jahres 2016 ausgesucht: "Volksverräter". Aus dem Erbe der NS-Diktatur werde das Wort von Pegida, AfD und anderen Rechtsaußen verwendet, um PolitikerInnen  zu diffamieren. Mit der Folge, dass das "ernsthafte Gespräch" und notwendige Diskussionen in der Gesellschaft abgewürgt würden, begründet die Jury. Auf den weiteren Plätzen folgen "postfaktisch", "Populismus", "Gutmensch" sowie eine "Armlänge Abstand". Mit in der fünfköpfigen Jury saß auch Kontext-Autor Stephan Hebel. (10.1.2016)


Sichere Herkunftsstaaten: Kretschmann schon lange für längere Liste

Winfried Kretschmann hat sich mit jüngsten Äußerungen zur Einstufung von Marokko, Tunesien und Algerien als sichere Herkunftsländer derart in die Nesseln gesetzt, dass sich sein Staatsministerium zu einer "Klarstellung" aufgerufen sah. Tatsächlich handelt es sich um einen durchsichtigen Versuch der Schadensbegrenzung. Der grüne Regierungschef hatte auf Anfrage der "Rheinischen Post" in einer Stellungnahme zur aktuellen Sicherheitsdebatte erklärt: "Die kriminelle Energie, die von Gruppierungen junger Männer aus diesen Staaten ausgeht, ist bedenklich und muss mit aller Konsequenz bekämpft werden." Zugleich sprach er sich für die Aufnahme der drei Maghreb-Staaten auf die Liste sicherer Herkunftsländer aus: "Baden-Württemberg wird der Ausweitung zustimmen, sofern die Bundesregierung das Ansinnen in den Bundesrat einbringt."

Die Wirkung beider Sätze im Zusammenhang sind ihm und "meinen Leut", wie er seine engsten Mitarbeiter gern nennt, offenbar entgangen. Jedenfalls stellte "das Staatsministerium klar, dass die signalisierte Zustimmung weder aus aktuellem Anlass beschlossen wurde, noch ihre Begründung in der Gewaltbereitschaft mancher Gruppen junger Männer aus diesen Ländern hat". Vielmehr sei die Entscheidung "schon im Frühsommer 2016 nach einem langen Abwägungsprozess, in dem vor allem der Frage nachgegangen wurde, ob es angesichts der Menschenrechtssituation in den besagten Ländern vertretbar wäre, diese zu sicheren Herkunftsländern zu erklären (...), als sich die Bundesregierung dem Ministerpräsidenten gegenüber bereit erklärte, in einer Protokollerklärung festzuhalten, Personen aus sogenannten vulnerablen Gruppen wie Homosexuellen, verfolgten Journalisten, religiösen Minderheiten mit gleicher Sorgfalt zu prüfen wie Flüchtlinge aus sonstigen Ländern". Das Staatsministerium sagt allerdings nichts dazu, ob die Forderung erfüllt wurde und warum das Thema nicht längst endgültig ausgetreten ist. Denn laut dem Bundesamt für Flüchtlinge und Migration werden die drei Länder in der Statistik überhaupt nicht mehr einzeln ausgewiesen, weil die Zahl der einreisenden Asylbewerber so niedrig ist. Und bereits 2015 gehörten die drei Staaten nicht zu jenen zehn Ländern, aus denen die meisten Flüchtlinge nach Deutschland kamen. (5.1.2017)


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Ausgabe 151
Gesellschaft

Boomtown Stuttgart: Eine Stadt baut ab

Von Jürgen Lessat
Datum: 19.02.2014
In Stuttgart wird gebaut und gebuddelt wie in kaum einer anderen deutschen Großstadt. Mega-Bauprojekte wie der Tiefbahnhof Stuttgart 21 sowie neue Shoppingmalls machen die Schwabenmetropole zur größten Baustelle der Republik. Doch der Boom hat auch Schattenseiten: 18.000 Baustellen bremsen in diesem Jahr Autofahrer und S-Bahn-Fahrgäste aus. Während Immobilienmakler Milliardenumsätze machen, zahlen Pendler drauf. Das Schneckentempo in Deutschlands Stauhauptstadt kostet einen Durchschnittshaushalt laut einer Studie viel Zeit – und knapp 1.000 Euro im Jahr.

Cannes ist berühmt für seine Filmfestspiele. Doch noch bevor im Mai wieder die Stars über den roten Teppich wandeln, geben sich andere ein Stelldichein. Die Immobilienmesse MIPIM bringt Projektentwickler, Makler und Gewerbeansiedler aus aller Welt vom 11. bis 14. März an die Côte d'Azur. Bereits zum 17. Mal beteiligt sich auch die baden-württembergische Landeshauptstadt Stuttgart an der MIPIM, die als weltweit wichtigster Branchentreff gilt. "Die Immobilienwirtschaft ist ein für die Stadt Stuttgart bedeutender Wirtschaftszweig", begründet Stuttgarts Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht die Teilnahme.

Dass die Schwabenmetropole momentan im Fokus der Investoren steht, verdeutlicht die Vielzahl der Bauprojekte in der Stadt. Fast an jeder Ecke wird gebaut und gebuddelt, gleich drei neue Shoppingmalls wachsen derzeit in den Himmel über der City. Zudem macht sich mitten im Stadtzentrum die größte Baustelle Europas breit: das Bahnhofsprojekt Stuttgart 21. Für einen Investitionshype sprechen auch die Umsätze. "Mit einem Transaktionsvolumen von über einer Milliarde Euro erzielte der Stuttgarter Immobilieninvestmentmarkt 2013 erneut einen weit überdurchschnittlich hohen Wert", berichtet Colliers International im aktuellen Marktbericht. Das sei ein "fulminantes Ergebnis", jubelt die Maklergesellschaft. Bereits 2012 hatten die Immobiliendeals an Neckar und Nesenbach überdurchschnittlich zugelegt. Nach unterschiedlichen Angaben wechselten in dem Rekordjahr private und gewerbliche Gebäude für bis zu 1,6 Milliarden Euro den Besitzer. Im Schwabenland ist die internationale Finanz- und Immobilienkrise von 2008 vergessen, für internationale Investoren ist die "Großstadt zwischen Wald und Reben", so ein älteres Tourismusmotto Stuttgarts, Beton-Boomtown.

So viele Kräne wie sonst nirgends: Shopping-Center-Baustelle "Milaneo".
So viele Kräne wie sonst nirgends: Shoppingcenter-Baustelle "Milaneo".

Doch der Boom hat auch Schattenseiten. Die Stadt und ihre Bewohner kämpfen mit den Baustellen, die an vielen Stellen inzwischen mehr als nur das Stadtbild beeinträchtigen. In der City, wo nahe dem Rathaus mit dem Einkaufs- und Bürovorhaben "Dorotheen Quartier" gerade ein weiteres Großprojekt in Angriff genommen wird, haben die Behörden längst kapituliert. Vorschriften und Verordnungen, wie Bauplätze und Bauarbeiten vom alltäglichen Leben zu trennen sind, scheinen außer Kraft gesetzt. Baugruben und Rohbauten sprengen die Enge des Stuttgarter Talkessels, was zu chaotischen wie gefährlichen Situationen führt. Kinder müssen sich auf dem Schulweg durch Karawanen von Schwerlastern kämpfen, Fußgänger sich in den Einkaufsstraßen unter Baggerschaufeln hindurchzwängen, Radler auf Fahrradwegen über einen Hindernisparcours von Baumaschinen und Abschrankungen zirkeln, Autofahrer oft Verkehrsregeln ignorieren, um ihr Ziel jenseits von Abbruchbirnen und Betonmischern überhaupt noch zu erreichen.

Jahrhundertprojekt raubt Anwohnern den Schlaf

Nicht viel besser sieht es in den Außenbezirken aus, wo auch immer mehr Menschen von reger Bautätigkeit betroffen sind. Im Vorort Untertürkheim kämpft eine Bürgerinitiative gegen den Lärm, der von "vorbereitenden Arbeiten" für das Megaprojekt Stuttgart 21 ausgeht. Auf dem Papier schreibt die Planfeststellung zwar genau vor, wann und wie laut die Emissionen sein dürfen. Anfangs rissen nächtliche Rammarbeiten die Anwohner jedoch brutal aus ihrem Schlaf. Mit einer spontanen Baustellenbesetzung zwangen Betroffene damals die vorübergehende Einstellung der Arbeiten. Viel ruhiger ist es seitdem nicht geworden. Die Initiative verlangt, dass Aufsichtsbehörden wie das Eisenbahnbundesamt endlich einschreiten. Bislang vergeblich.

Alltäglicher Stau am Gebhard-Müller-Platz, einem Hauptverkehrsknoten Stuttgarts.
Alltäglicher Stau am Gebhard-Müller-Platz, einem Hauptverkehrsknoten Stuttgarts.

Während es im Bausektor rasant vorangeht, stockt es auf den Straßen. Stuttgart ist mittlerweile die Stauhauptstadt Deutschlands. Im Schnitt benötigen Autofahrer für ihre Fahrten ein Drittel länger, als es bei ungehindertem Verkehrsfluss möglich wäre, ermittelte der Navigationshersteller TomTom. Während der Rushhour am Morgen und Abend braucht es noch mehr Geduld. Wer üblicherweise eine halbe Stunde bis zur Arbeit hat, steht im Jahr so geschlagene 85 Stunden auf verstopften Straßen nutzlos im Stau.

"Stuttgart liegt an hoch belasteten Autobahnen, und durch die Stadt führen zwei stark frequentierte Hauptachsen", erklärt Ralf Thomas von der städtischen Verkehrsleitzentrale die Malaise. Wenn es auf der Autobahn klemmt, würden viele Autofahrer durch die Stadt ausweichen. "Das macht unser Straßennetz dann nicht mehr mit", so Thomas. Doch Schleichfahrten allein erklären das tägliche Schneckentempo nicht. Es ist Stuttgarter Realität, dass immer mehr Baustellen auch immer stärker den Verkehr in der City ausbremsen, bestätigt das städtische Ordnungsamt. Beeindruckende Zahlen untermauern dies. So verdoppelte sich die Zahl der Baustellen zwischen 2005 und 2011 nahezu, von 8476 auf 14 777. In diesem Jahr rechnet das Ordnungsamt mit rund 18 000 Baustellen im Stadtgebiet. Straßensperrungen, Umleitungen, Fahrbahnverengungen, Tempobeschränkungen – das volle Stauprogramm hat derzeit Hochkonjunktur.

Kanalverlegung soll Fahrstreifen kosten

Ironischerweise beschert den Schwaben das milliardenschwere Tiefbahnhofprojekt Stuttgart 21, das als neues Herz Europas dereinst mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene bringen soll, vielleicht bald den endgültigen Verkehrskollaps. Vor Kurzem kündigte die Bauherrin Bahn an, am Gebhard-Müller-Platz, einem der wichtigsten Verkehrsknoten der Stadt, mehrere Fahrspuren sperren zu wollen, um den Hauptabwasserkanal der Stadt unter den künftigen Tiefbahnhoftrog verlegen zu können. Dabei verlangt die Planfeststellung, sprich die Baugenehmigung für die neue Zugstation, explizit, dass während der Bauzeit alle Fahrspuren beibehalten werden.

Umleitung auch für Bahnkunden: Die S21-Baustelle am Stuttgarter Hauptbahnhof.
Umleitung auch für Bahnkunden: die S-21-Baustelle am Stuttgarter Hauptbahnhof.

Die Planfeststellung verpflichtet die Bahn auch, im Innenstadtbereich öffentliche Straßen für Bautransporte zu meiden. Auf einer eigenen Baulogistikstraße sollen in Spitzenzeiten täglich 2400 Lkw Gestein und Material zwischen der Bahnhofsbaustelle und einem Umschlagplatz mit Schienenanschluss im Stuttgarter Norden hin- und herkarren. Doch von Förderbändern und Fahrwegen ist bislang kaum etwas zu sehen. Stattdessen karren seit Monaten Dutzende Schwerlaster täglich Aushub vom künftigen Südportal des Tiefbahnhofs quer durch die Stadt zu ausgeräumten Steinbrüchen im Landkreis Rottweil, rund 80 Kilometer südlich von Stuttgart. Erst Mitte des Jahres soll der Lkw-Verkehr über die Logistikstraße fließen.

S-21-Tunnel blockiert Stuttgarter Cityring

Autofahrer müssen sich auf weitere Behinderungen während der mehrjährigen S-21-Bauphase einstellen. Unter anderem durch ein Tunnelbauwerk, das am Rande des neuen Europaviertels in offener Bauweise errichtet werden muss. Der S-Bahn-Tunnel wird den autobahnähnlich ausgebauten Cityring kreuzen – und sich um mehrere Meter über das heutige Straßenniveau erheben. Über Jahre bleibt das Hindernis nur über eine steile und enge Rampe umfahrbar. "Die Rampe wird zu einem Nadelöhr", warnen Projektkritiker schon heute. Auch in einigen Außenbezirken der Stadt müssen während der mehrjährigen Bauzeit von Stuttgart 21 Straßen gesperrt und Fahrbahnen verengt werden. Die Lkw-Karawanen benützen dort öffentliche Straßen. "Beste Voraussetzungen, Staus bereits an der Stadtperipherie zu generieren", monieren die Kritiker.

Unzuverlässig wie noch nie: Stuttgarts S-Bahnen.
Unzuverlässig wie noch nie: Stuttgarts S-Bahnen.

"Wir werden von den größten Bauarbeiten nicht viel mitbekommen, da sie fast ausschließlich auf Bahngelände oder im Tunnel stattfinden", hatte dagegen der damalige Stuttgarter Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU), ein bekennender Tiefbahnhof-Befürworter, im Dezember 2009 in einem Interview in den "Stuttgarter Nachrichten" behauptet. Schusters Versprechen erwies sich wenig später für Millionen Fahrgäste des öffentlichen Nahverkehrs als schlechter Witz: Kurz nach dem offiziellen Baustart von Stuttgart 21 im Februar 2010 demontierte die Bahn an einem S-Bahn-Gleis überstürzt ein Signal, was zu monatelang zu chaotischen Zuständen im Schnellbahnsystem mit Verspätungen und Zugausfällen führte.

Signalstörungen & more: S-Bahnen fahren Fahrplan hinterher

Weitere Baupannen mit teils dramatischen Folgen für den Nah- und Fernverkehr im Großraum Stuttgart folgten. In der Umbauphase des Gleisvorfelds entgleisten mehrfach Intercity-Züge. Zeitweilig war der Stuttgarter Hauptbahnhof auf der Schiene nicht erreichbar. Immer wieder bringen Gleissperrungen, Signal- und Weichenstörungen den Regional- und Fernverkehr aus dem Takt. Erst am vergangenen Montag sorgte wieder eine Signalsteuerung am Stuttgarter Nordbahnhof für ein Chaos im abendlichen Zugverkehr. Tags darauf bestätigte die Bahn, dass Erdarbeiten für Stuttgart 21 Auslöser der Panne waren, bei denen ein Signalkabel durchtrennt wurde. Projektkritiker vermuten die schon länger auch bei früheren Störungen.

Rot heißt unpünktlich, grün (nahezu) fahrplanmäßig. Quelle: s-bahn-chaos.de
Rot heißt unpünktlich, grün (nahezu) fahrplanmäßig. Quelle: s-bahn-chaos.de

Bis heute hat das Stuttgarter S-Bahn-System seine frühere Zuverlässigkeit nicht wiedergewonnen, wie auch Statistiken der Deutschen Bahn zeigen. Neben den S-21-Bauarbeiten und einer offensichtlich maroden Infrastruktur trug zuletzt auch die mangelhafte Türtechnik einer neuen Fahrzeuggeneration dazu bei, dass die Pünktlichkeit der S-Bahn seit 2010 kontinuierlich zurückging.

Geduldsprobe: S-Bahnen verspäteten sich am 17.2.2014 bis zu 65 Minuten. Quelle: s-bahn-chaos.de
Geduldsprobe: S-Bahnen verspäteten sich am 17. 2. 2014 bis zu 65 Minuten. Quelle: s-bahn-chaos.de

Dabei spiegeln die offiziellen Bahndaten aus Kritikersicht nur ungenügend die Realität vieler Berufspendler mit Verspätungen und Zugausfällen wider. "Die Bahnstatistiken zur Pünktlichkeit sind eine Mogelpackung", sagt Matthias Lieb, Landesvorsitzender des Verkehrsclubs Deutschland (VCD). Gemeinsam mit den Betreibern der Internetplattform "S-Bahn-Chaos.de" berechnet der Club selbst eine Verspätungsstatistik, die die Zahl der Fahrgäste der einzelnen Züge berücksichtigt. Das Ergebnis verdeutlicht: In der Hauptverkehrszeit fährt bereits jede vierte S-Bahn dem Fahrplan um drei Minuten und mehr hinterher. Da alle Bus- und Bahnanschlüsse auf eine Drei-Minuten-Pünktlichkeit abgestimmt sind, bedeutet dies für viele S-Bahn-Berufspendler verpasste Anschlüsse.  "Das sind dann nicht mehr nur drei Minuten, sondern gleich 15 oder oft 30 Minuten Verspätung", sagt Lieb mit Hinweis auf längere Taktzeiten der Anschlusslinien.

Besserung ist nicht in Sicht. Vielmehr droht der Stadt neben der S-Bahn-Misere bald auch ein Stadtbahnchaos, weil für den Bau des Tiefbahnhofs auch die Stadtbahnhaltestellen Staatsgalerie und Türlenstraße verlegt werden müssen. Bis voraussichtlich 2019 bleiben dafür wichtigste Tunnelstrecken der Stadtbahn gesperrt, Bahnen und Fahrgäste erreichen derweil nur über zeitraubende Umwege ihr Ziel. Während der Provisorien droht am Hauptbahnhof, dem zentralen Umsteigeknoten von Bussen und Bahnen, der Kollaps. Die unterirdische Klett-Passage, die als Verteilerebene zwischen den Verkehrssystemen dient, ist schlicht zu klein für den erwarteten zusätzlichen Ansturm an umgeleiteten Fahrgästen. Zumal während des Tiefbahnhofsbaus wichtige Zugänge der Passage wegfallen. "Die Beeinträchtigungen für die Bürger entstehen in erster Linie während des Umbaus der beiden Stadtbahnhaltestellen", hatte selbst Stuttgarts Ex-OB Schuster im Zeitungsinterview 2009 prophezeit.

Muss verlegt werden: Stadtbahnhalt Staatsgalerie.
Muss verlegt werden: Stadtbahnhalt Staatsgalerie.

Doch was sagt die örtliche Wirtschaft zu Megastaus und Schneckentempo, verpassten Anschlüssen und verspäteten Mitarbeitern? "Nur mit einem hohen Maß an Mobilität können Wirtschaftsstandorte heute erfolgreich sein. Die Region Stuttgart mit ihren exportorientierten Unternehmen kann ihre internationale Wettbewerbsfähigkeit für die Zukunft nur dann sichern, wenn die notwendige Verkehrsinfrastruktur mit den Anforderungen der gewerblichen Wirtschaft Schritt hält", heißt es in einem Positionspapier der Stuttgarter Industrie- und Handelskammer (IHK). Doch Kritik am Bahnprojekt Stuttgart 21 ist damit nicht gemeint. "Mit dem kompletten Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofes und dem Ausbau der Schnellbahntrasse nach Ulm (Stuttgart 21) wird bis zum Jahr 2019 ein wichtiger Meilenstein zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes im europäischen Wettbewerb realisiert werden", lobpreist die IHK das Megaprojekt auf ihrer Website, auch wenn das Fertigstellungsdatum längst Makulatur ist. Während einer IHK-Sondersitzung am vergangenen Dienstag wurde eine Diskussion über Behinderungen des Einzelhandels in der Stuttgarter Innenstadt durch Baumaßnahmen durch trickreiche Geschäftsordnungsanträge unterbunden.

Stuttgarts Staus kosten jährlich knapp eine Milliarde

Dabei generieren Stau- und Stopp-and-go-Verkehr enorme volkswirtschaftliche Schäden. "Verkehrsstaus verursachen für Haushalte in den 22 größten deutschen städtischen Gebieten pro Jahr 7,5 Milliarden Euro zusätzliche Kosten – das sind 509 Euro pro Haushalt, die durch direkte und indirekte Staukosten entstehen", beziffert eine aktuelle Studie vom Centre for Economics and Business Research (Cebr) die wirtschaftlichen Folgen. Die Forscher haben auch den Schaden im Großraum Stuttgart untersucht, wo werktäglich fast eine Million Menschen mit dem Auto zur Arbeit fahren.

Das Ergebnis ist vernichtend: Stuttgarter verbringen im Schnitt jedes Jahr mehr als 59 Stunden im Stau. Autofahrern entstehen so etwa eine Milliarde Euro direkte und indirekte Kosten – das sind etwa 981 Euro pro Stuttgarter Pendlerhaushalt im Jahr und damit fast doppelt so viel wie im bundesweiten Durchschnitt. Höhere Lebenshaltungs- und Betriebskosten führen dazu, dass die Kosten für Arbeitsstunden in der baden-württembergischen Landeshauptstadt ebenfalls höher als im großen Rest der Republik sind, so die Cebr-Forscher. 

Staus werden damit zum Standortnachteil. Die Gefahr wächst, dass Firmen und Unternehmen Stuttgart den Rücken kehren. Namhafte Konzerne verlassen bereits die Landeshauptstadt: Die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young geben ihren Standort im Stuttgarter Norden in direkter Nachbarschaft zu einem S-Bahn-Halt auf und beziehen außerhalb des Stadtgebiets am Flughafen einen Neubau. Und der französische Technologiekonzern und Bahnausrüster Thales wechselt von Stuttgart-Zuffenhausen auf die grüne Wiese nach Ditzingen, Autobahnanschluss inklusive. Zahlen bestätigen den Trend: Zwischen 2009 und 2012 registrierte Stuttgart ein negatives Wanderungssaldo bei Firmenumzügen (minus 115), während die Region insgesamt mehr Zu- als Wegzüge verzeichnete.

Trotz Bauboom schwächelt der Arbeitsmarkt

Stuttgarts Wirtschaftsförderin Ines Aufrecht sieht alles weniger dramatisch. "Wegzüge sind immer der mangelnden Flächenverfügbarkeit anzulasten", sagt sie. Stuttgart habe die geringste Leerstandsquote deutscher Großstädte bei Büroflächen. "Wenn also Unternehmen Stuttgart verlassen, so folgt eine Kompensation durch andere Unternehmen, sonst hätten wir sicher mehr Leerstand", argumentiert Aufrecht. Im Fall Thales seien die geforderten Flächen kurzfristig nicht verfügbar gewesen.

Stadt und Region Stuttgart: Schlusslicht bei Entwicklung der Arbeitslosenrate. Screenshot: spon
Stadt und Region Stuttgart: Schlusslicht bei Entwicklung der Arbeitslosenrate. Screenshot: SPON

Weitere Statistiken bestätigen die Bedenken. So entwickelt sich etwa die Erwerbstätigkeit in Stuttgart zuletzt auffällig verhaltener als in anderen Städten und Regionen. Landesweit stieg die Zahl der Erwerbstätigen 2011 im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent. Im Stadtkreis Stuttgart nahm ihre Zahl dagegen nur um 1,3 Prozent zu. Eine schlechtere Performance in der Region Stuttgart lieferte lediglich der Kreis Böblingen (+ 0,4). Bei längerfristiger Betrachtung schneidet die Landeshauptstadt noch bescheidener ab. Seit dem Jahrtausendwechsel legte die Erwerbstätigenzahl hier nur um 1,7 Prozent zu, was ihr einen der hinteren Plätze im landesweiten Ranking beschert. Landesweit zählten die Statistiker seit der Jahrtausendwende dagegen 5,5 Prozent mehr Erwerbstätige. Den Spitzenplatz belegt der Bodenseekreis mit 17,6 Prozent Zuwachs. Selbst der Kreis Böblingen konnte mit 4,6 Prozent zulegen.

Auch eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), die analysiert, wie gut die Regionen von dem Boom nach der Wirtschafts- und Finanzkrise vor fünf Jahren profitieren konnten, bringt ein schlechtes Ergebnis. Auch hier hält Stuttgart mit einem Erwerbslosenzuwachs von 0,6 Prozent die rote Laterne, gleichauf mit strukturschwachen Regionen im Ruhrgebiet.

Die Statistiken verdeutlichen: Viele Bagger und Kräne, kleine und große Jahrhundertprojekte und ein boomender Immobilienmarkt in einer Stadt sind noch lange keine Garanten für den Wohlstand ihrer Bürger. Doch das ist kein Thema auf der kommenden Immobilienmesse MIPIM in Cannes.


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Kommentare

Jörg Krauß, 28.02.2014 08:44
Bei Ulrich Frank "flieht" die Kulturszene aus dem Land, aus der Stadt. Da hat er recht und doch sind das zumindest für mich Prozesse, die der "Karawane des Kapitalverkehrs" permanent quasi imanent sind. Und hier wird auch sichtbar das zwar MIlliarden in Stuttgart verbuddelt werden, die Kunst und die Kultur dabei aber wie immer aus Portokassenbeträgen gespeist werden oder "ihren Beitrag" zur Haushaltskonsolidierung zu leisten haben (siehe Musikhochschulen). Da aus meiner Sicht hier das Betongold incl. Tunnelbahnhof und Carre´s wie Milaneo und andere einem gesamtwirtschaftlichen wie gesellschaftlichen Mehrwert- und Wachstumskodex unterworfen sind und dies politisch auch unter Grün nicht mehr zu ändern ist, habe ich i.M. wie immer die Hoffnung aus der Tatsache, das aus Verwaltungen, aus renditeorientierten Kreisen wie Investoren oder Banken noch nie auch nur die kleinste künstlerische oder kulturelle Leistung mit Langzeitwirkung ihren Ursprung für die Gesellschaft fand. Der Mensch hat die Pflicht und die Verantwortung sich dessen Gewahr zu werden und in die Handlung zu kommen. Und wenn hier nichts in die Handlung kommt, dann ist es der altgediente Zweizeiler, der sagt, dass das Volk immer die Kultur/Politik bekommt, die es verdient. Meine Generation hat für die soziokulturelle Zentrumsbewegung der 70er und 80er Jahre des letzten Jahrhunderts viel Zeit und Herzblut nicht nur in eigener Sache investiert. Der Umbau Stuttgarts ins 21. Jahrhundert verspricht zumindest temporär betongoldarmierte kulturelle Diaspora im Glitzerlook. Ich bin aber sehr zuversichtlich, das die jungen Generationen irgendwann den komprimierten Arbeits- wie Lebensphilosophien der politischen angeführten Wachstumsgesellschaft (Time Bandits genannt) und deren Globalkaufkettenarmada ihren kreativen, dann eben landfluchtbezogenen Pausenstempel aufdrücken werden.

Ulrich Frank, 23.02.2014 17:48
Anzumerken wäre, daß bei der gewaltigen Bautätigkeit in diesem Ort kaum etwas entsteht was diskutierbaren Qualitätsmaßstäben entspricht und die Stadt in irgendeiner Form attraktiver machen würde. Das Fragwürdige überwiegt.

Die Architektur ist serielle Massenware von der Stange - wird aber mit einer Inflation aufgeblasener und hergeholter Wörter aus Geistesblitz-Anflügen von vagierenden Managern - Milaneo, Citygate, alle möglichen Carrés - aufzuhübschen gesucht. Allenfalls soll wertig anmutendes Baumaterial Qualität vortäuschen. Es wird aber schiere imponierende Langeweile präsentiert.

Allerdings scheint die neue Stadtarchitektur auch nicht zufällig hochgradig polizeikompatibel - so eignet sich das hochgepriesene Europaviertel mit Pariser Platz sehr gut für große Polizeiaufmärsche, mitsamt Polizeivehikeln, die dann auf dem Platz und in den Bankendurchgängen parken können und deren Besatzungen in die Stadt einmarschieren und die Bürger zur Vernunft bringen können. Dicht bei den Banken, die ja hauptsächlich zu schützen sind. Denn im neuen Europa kommen Banken und deren Schutz immer noch vor Bürgern und deren Interessen. Das historische Paris hat ja den Zweck solcher Umgestaltungen deutlich gemacht. Und wie es mit europäischer Zusammenarbeit bei der Disziplinierung von Bürgern steht kann man hier nachlesen: "Internationale Polizeiübungen gegen Blockupy und Hausbesetzungen", http://www.heise.de/tp/artikel/41/41041/1.html. (Siehe auch: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2013/04/21/uebungs-stadt-errichtet-bundeswehr-probt-fuer-den-buergerkrieg/)

Immerhin wird man in Zukunft von hochgestochen-schwurbeligen "Metropol(is)bussen" zu diesen Destinationen verbracht werden können.

Auch scheinen Plätze in dieser Stadt nicht nur vom in der Stadtverwaltung vorherrschenden kahlen Symmetriewahn beherrscht - vom Marienplatz bis etwa zum Untertürkheimer Kelterplatz - auch sie scheinen nach dem Gesichtpunkt der polizeilichen Einsehbarkeit - ohne Ausstieg aus dem Fahrzeug - konstruiert zu werden.

Die Unfähigkeit der hiesigen Stadträte und Stadtplaner/innen ist nicht von der Hand zu weisen. Auch wenn manch einer den architektonischen Diskurs (mit seinen Ausreden) beherrscht - "nicht durch Brücke zu verschandelnde Ästhetik des Neckarknies" - so sieht es doch duster aus. Unsymmetrische Angelegenheiten nehmen in dieser Stadt die Gestalt von "unter Hempels Sofa" an.

Der Geist wurde, unter dem Druck der Investoren welchen ein Herr Schuster hemmungslos Zutritt in die Stadt gewährt hatte und mithilfe entsprechender Bürgermeister und Ämter, der Bautätigkeit hier völlig ausgetrieben, teils auch weil dann beim zwanghaften städtischen Gleichtun mit dem Bauwahn der Stadt das Geld wieder ausging und Details eingespart werden mußten: Galerie am Schloßplatz, Bibliothek 21 (ganz abgesehen von mangelhafter Konzeption die hohe Unterhaltungskosten und teure Reparaturen zur Folge hatte). Wogegen aber von einer geistig teilnahmslos und offensichtlich ohne Anflug von Bedenken mitagierenden Riege unter Kotz, Blind u.a. kein Einspruch eingelegt wurde.

Dort hopft man ja auch gerne weg, ins Ausland: Studium der Wahlergebnisse auf Mauritius, Heirat in einer Schloßkirche außerhalb, etc. etc. Man fragt sich wieviel Kopf von diesen flexiblen Vertretern überhaupt bei dieser Stadt ist, ob diese Stadt mehr ist als Geldquelle für diese Leute.

Vielmehr läßt man/frau im Rathaus sich bereitwillig plätten durch Vokabeln wie "Stararchitekt", und babbelt Entschuldigungsdiskurse nach. Irgendwo hat man/frau das oder Ähnliches ja schon auf den Auslandsreisen gesehen, also muß es auch her, damit Stuttgart global "unabgehängt" bleibt. Daß mit dem "introvertierten Charakter" der Bibliothek 21 keine zwingende Notwendigkeit angesprochen wird die das deprimierende Äußere in seiner ganzen Stagnation verbergen kann muß klar sein - einschließlich Parodie von Bonsai-Rasenumgebung und verschämte Eingangstüren a la (südstaatliche) Abtreibungsklinik - man betritt das Gebäude nicht - man sucht darin zu verschwinden.

So bekommt Bürger/in - so er sich nicht einlullen läßt von ihm vorgegebenen Interpretationen - nicht das, was er/sie von einer Stadtverwaltung, die weder ihre Versprechen lösen kann (Feinstaub) noch sich distanzieren kann vom vorhergehenden Regiment - Grüne Gemeinderäte scheinen ja nicht nur keine eigenen Kandidaten für Nebenbürgermeisterämter aufstellen zu können, sondern auch noch den die Wichtigkeit des "ungestörten Verkehrsflusses" zur Hauptsache machenden überlieferten Ordnungsbürgermeister mitzuwählen.

Daß dann, wie neuerdings berichtet wird, die Kulturszene aus dem Land flieht, ist nicht verwunderlich. Stuttgart ist zwar nicht das Land, aber doch ein zentraler Punkt der etwas Geist zum Ausdruck bringen könnte, in seinen politischen Vertretern wie auch in seiner (Neu-)Bausubstanz. Nichts dergleichen. Der alte OB zeigte seine geistige Plätte durch Aussprüche wie (zum Parkschützerlager) "im Park übernachten Leute die das Hotel nicht bezahlen können". Der neue Herr OB macht dann jetzt auch lieber noch ein neues Wahlkampf-Faß auf. Das "kann" er.

Die Situation ist schon trauriġ

Liane, 21.02.2014 11:33
@Magdalena: so wie positiver Krankheitsgewinn, oder die Diskussion welche positiven Gründe Krankheit haben kann?
als Signalgeber, man wird gepflegt.... etc....
oder Kriegsgewinnler?
Im Krieg wachsen Menschen zusammen, einige werden unglaublich reich...etc.....
und wenn Schuttgart zu betoniert ist, dann freu ich mich schon drauf, die vielen Ratten-Gräber(ein Architekt vor 20 Jahren zu den Beton-Beeten) zu bestaunen, die mit Blumen aus fernen Ländern die Natur suggerieren sollen?
und ich freu mich drauf, dass unsere tollen Ingenieure so tolle biologisch/genetisch Stadt-verträgliche Erfindungen kreieren wie die Beton-Bäume, die keine Wurzeln haben und irgendwie auch nicht größer werden als es ihnen GOTT Ing. erzählt hat?
Und wenn das nächste Mal meinem Kind fast die Füsse abgefahren werden sag ich ihm: "sieh es positiv, da fährt die Stärke Schuttgarts? Und das Tier- und Pflanzensterben, mein Lieber, sind einfach Kollateralschäden auf dem Weg in eine tolle leuchtende Zukunft21? und freu dich, dass das Land immer weniger Geld hat, so fallen doch -super- immer mehr Stunden aus."

Ironie aus!

Michaela, 21.02.2014 10:56
Wenn sich jemand etwas gutes tun möchte stelle er sich vor - an dem Ort an dem er sich gerade befindet (z.B. in der Stuttgarter City) - wie die Situation um ihn herum sich wohl anfühlen würde ohne den individuellen Autoverkehr (die Ruhe, die Stimmung, etc.)

Frickleburt Frogfart, 21.02.2014 08:16
Ein Aspekt bleibt bei der Diskussion völlig außen vor: Die meisten der Ortsansässigen sind völlig überfordert damit, dass das Bewegen eines Fahrzeugs in einem System wie dem Straßenverkehr Fähigkeiten wie soziale Interaktion, Analyse, Vorausschau und Empathie bedingt. Oder anders gesagt: Die Stuttgarter können nicht Autofahren. Punkt. Das wird von jedem, der hierherzieht, mit Verwunderung und Abscheu bestätigt. Eine derartige massive Häufung von auf frühkindlicher Entwicklungsstufe stehengebliebener Autisten im Strassenverkehr wie hier habe ich noch in keiner größeren Stadt der westlichen Hemisphäre erlebt. Von daher dürfte sich eine Reduzierung der Baustellen - zumindest was den Straßenverkehr betrifft - nicht nennenswert auf die Stausituation auswirken.

Fedor Außerhalb, 20.02.2014 20:11
Immer diese Stuttgarter Beton-Neurose! Willkommen in der (Spät-) Moderne! Die arme Natur muss gegen die böße Zivilisation verteidigt werden, es ist soo schlimm.
Mich würde interessieren auf welche Statisitken sich der Autor beruft, wenn er sagt, Stuggi sei die "größte Baustelle der Republik". Also dass viel gebaut wird ist in München, Frankfurt und Berlin auch der Fall und woanders eher in größerem Ausmaß als ausgerechnet in Stuttgart zwischen "Wald und Reben". Das ist einfach so super subjektiv, nach dem Motto: Wir Schtuttgarter haben halt immer die Superlative, gell! Dabei ist das Phänomen der profitablen Immobilienwirtschaft ist doch kein genuin Stuttgarter Problem. Kapitalakkumulation und -Konzentration findet überall statt. Bitte ein bisschen mehr Distanz zu so relativen Begriffen wie Stauhauptstadt, Baustellenhauptstadt und Boom-Hauptstadt!

Horst Ruch, 20.02.2014 19:36
Frank B. hat recht........ ja, was hat die "Staats"Bahn nicht alles seit 1990 verlottern lassen um dann dieses großartige "Geschenk" als Sanierungsfall an die "Stadt" zu übereichen. Frage ist, wer ist Stadt?
Es ist doch der Zynismus pur eines Dr. Grube sich mit solch einer Aussage vom 10.09.2010? an die Öffentlichkeit zu wagen. Ein Grundstücks-Gesch(enk)äft, dass die "Stadt" mit einer halben Milliarde aus Großmannsucht unter der Beratung der IHK vom Staatsunternehmen Bahn"AG" im Jahre 2002 finanziert hat, um deren "AG"-Staats-Bilanz aufzupolieren ist doch einfältig. Dazu die "Clevernis" des Stadtparlaments jährlich den nicht -so wie gedacht- rund laufenden S(21)chwachsinn mit Werbekostenzuschuss in 6-stelliger Höhe zu fördern.
Wie ich heute in der StgZ gelesen habe, steht die IHK nach wie vor zu S21, da es sich um ein Volkswirtschaftliches "Produkt" handele. Wenn man den Grundstücksdeal der IHK mit ihrem "Abriss"gebäude hin und her betrachtet, dann sieht man doch wie abgekartet der volkswirtschaftliche Nutzen schon seit Jahren vorbereitet wurde, nämlich die 20 000 Arbeitskräfte aus Europas endlegensten Stellen herzukarren um somit das "Stuttgarter" Sozialproduktmodell zu steigern......ha.ha...
S21 wäre sicherlich nicht dauernd in den negativen Schlagzeilen, wenn es denn ein Zukunftsvorzeigeprojekt laut Animation und Idee wäre. Wie der Fortschrittslaie seit Jahren feststellt, ist das Fundament dieses Projekts jedoch ein einziges Lügengebilde. Das ist so peinlich für das vermeintliche Hightechland BadenWürttemberg. Erst das ganze Stadtgefüge zerstören, mit manipulierten Daten den Fortschritt verkünden um letztendlich die Landeshauptstadt zur WildwestProvinzstadt verkommen zu lassen. Hauptsache die täglich verarbeitenden Betonmassen können mit denen Vororten Paris und Bratislava konkurieren.

Cooper, 20.02.2014 10:59
@ Magdalena Klein, 20.02.2014 10:22:
Ja, das ist genauso richtig wie jede andere Binsenweisheit auch.

Magdalena Klein, 20.02.2014 10:22
@Cooper: Ich habe nicht gesagt es sei falsch sondern das es zudem auch noch Positives oder Gutes zu berichten gibt, was ist daran falsch?

Frank B., 20.02.2014 10:03
@ Hans
Nein, nicht nachvollziehbar. Für Sie hole ich aber gerne etwas aus.

Die PFLICHT zur Instandhaltung des Schienenetzes, genau wie die PFLICHT zur Instandhaltung des Stuttgarter Kopfbahnhofes, wurde über Jahrzehnte bewußt vernachlässigt. An die Bahn flossen für den Kopfbahnhof hierfür rießige Summen an Steuergeldern. Was hat die Bahn mit dem Geld gemacht? Antwort: Sie ging und geht weltweit auf "Einkaufstour" (shoppen) und brüstet sich weltweit größter Logistigkonzern zu sein (wovon hierzulande niemand etwas hat außer Schwierigkeiten).
Etwas bewußt herunterwirtschaften um dann der überwiegend nicht angemessen informierten Bevölkerung zu sagen das es jetzt etwas neues braucht das weitere zig Milliarden ihrer Steuergelder kostet halte ich für doppelten Betrug (Gelder für die pflichtmäßige Instandhaltung veruntreuen und daraus Forderungen weiterer Milliarden Steuergelder für Neubauten ableiten).
Und jetzt aufpassen Hans! Hätte eine dauernde Insatndhaltung des Schienennetzes und des Kopfbahnhofs stattgefunden gäbe es zwischen der Neubaustrecke und dem bestehenden Netz keine Zeitersparnis von lächerlichen 25 Minuten da die "alte" Strecke (fast) gleich schnell wäre (eine Instandsetzung ist immer noch möglich!). Haus- und Wohnungsbesitzer können sicherlich nachvollziehen wie wichtig eine ordentliche Instandhaltung ist.
Vor diesem Hintergrund ist es m.E. nicht unbegründet anzunehmen, dass eine überwiegende Mehrheit der Bevölkerung es nicht befürwortet durch das m.E. vorsätzliche Verschulden von Bahn und bürgerlicher Politik Milliarden an Steuergeldern sinnlos auszugeben die an anderer Stelle wie Schulen, Kindergärten, Freizeiteinrichtungen, etc., etc. dringenst gebraucht würden.

Hans, ich glaube Sie liegen falsch mit Ihrer Annahme das "man" sich darüber freut!

Übrigens, mit Blick auf anstehende Wahlen bitte nie vergessen: Bahn = Bundesregierung (Eigentümer)

Cooper, 20.02.2014 09:54
@ Magdalena Klein, 20.02.2014 07:56:
Stuttgart ist kein Luftschloss, sondern eine reale Stadt im Kessel. Mit Vor- UND Nachteilen. Die Darstellung der Nachteile kommt bei den lokalen Medien tendenziell leider etwas zu kurz. S21, bei dem sich die Eigentümer von STZ und STN zur aktiven Projektförderung mit vorhersehbaren Folgen für die Berichterstattung bekannt haben, ist ein besonders krasses Beispiel. Kontext hilft, das komplette Bild darzustellen. Was ist daran falsch?

Magdalena Klein, 20.02.2014 07:56
Liebes Kontext-Team,
ich weiss, in Stuttgart ist alles schlecht und schrecklich, keiner möchte mehr hier wohnen (vielleicht verbessert sich bald die Wohnungssituation), die Politiker führen die armen Bürger nur an der Nase rum.
Auf Missstände aufmerksam machen ist ja wichtig, es gibt aber sicherlich sehr viel Positives und Interessants zu verkünden, auch sowas darf eine Zeitung berichten.

FernDerHeimat, 20.02.2014 05:18
Schau, schau, der Hans ist jetzt kein "König"...

Auf der SWP ist wohl gerade kein S21-Artikel zum Astro Turfing?

Hans, 19.02.2014 21:38
Fred Heine hat zurecht darauf hingewiesen. dass kein Verkehrsweg nur
zwischen dem Anfangs- und Endpunkt benutzt wird.
Ihn da misszuverstehen erfordert schon eine sehr einfache Denkweise.
Nochmal für alle: Auch wer nur von Stuttgart nach München oder Wien
fährt, freut sich über die schnellere Magistrale. Und natürlich auch in
umgekehrter Richtung.
Frank B. - nachvollziehbar? -

Frank B., 19.02.2014 21:02
@Fred Heine
Das irgend jemand irgendwann froh ist das es diese Magistrale (Paris/Bratislava) gibt - interessantes Argument um Milliarden für eine unnötige Neubaustrecke auszugeben Herr Heine.
Abgeleitet aus Ihrer m.E. äußerst fragwürdigen Schlußfolgerung "Ich bin gelegentlich auf der A7 unterwegs und froh das es diese Magistrale gibt". Mehr kann ich Ihrem Ausfluss leider nicht entnehmen (haarsträubend triffts auch ganz gut).

Hans, 19.02.2014 18:50
Mit großem Interesse und Freude verfolge ich die dynamische
Investitionstätigkeit der Stadt Stuttgart und übrigens auch der
großen Kreisstädte um Stuttgart, wie Böblingen, Ludwigsburg u. a.
Einzelne Objekte, wie die neue Bücherei sind schon fertig und zeigen
einen interessanten Ausblick in die Zukunftsgestaltung Stuttgarts.
Schön ist zum Beispiel die kraftvolle Entwicklung von Porsche,
die es ermöglicht eine bedeutende Investition in Leipzig zu tätigen
und auch dort Arbeitsplätze zu schaffen.
Stuttgart mit seinen rd. 600 000 Einwohnern muss als Kern einer
Wirtschaftsregion von 2,5 Mio. Einwohnern gesehen werden. Gewerbliche Arbeitsplätze werden weiter aus dem Zentrum heraus verlagert. Das ist ein natürlicher Vorgang und keine Schwäche
der Stadt Stuttgart.
Selbst Kretschmann und Kuhn können die Dynamik des Wirtschafts-
raums nicht ausbremsen. Wahrscheinlich wollen sie das auch gar
nicht. Das freudige Gesicht mit der Kretschmann seinen neuen
SKlasse Mercedes kürzlich bestiegen hat zeigt, daß man in einem
bequemen Auto auch ein bißchen Stau überleben kann.
Wenn noch ein paar Meckerer nach NRW abwandern ischs au recht.

Fred Heine, 19.02.2014 18:25
maguscarolus, 19.02.2014 17:30
Die Magistrale Paris-Bratislava wird nicht gebaut, damit Menschen schneller mit dem Zug von Paris nach Bratislava fahren können. Die nehmen für diese Strecke in der Regel lieber das Flugzeug. Die A7 von Flensburg nach Füssen wurde schließlich auch nicht nur für die paar Leutchen gebaut, die tatsächlich von Flensburg nach Füssen fahren. Ich bin gelegentlich auf der A7 unterwegs und froh, dass es diese "Magistrale" gibt. Aber Flensburg-Füssen wäre mir mit dem Auto dann doch zu weit.

maguscarolus, 19.02.2014 17:30
Und die Bauzeit: Viele der jetzigen Stuttgarter Bürger werden die Fertigstellung des "Bahnhofsbaus zu Babel" voraussichtlich nicht erleben - falls man von einer Fertigstellung je wird reden können - kriegen aber für den Rest ihres Lebens Staub, Dreck, ständige Planungsprobleme und Verspätungen frei Haus geliefert!

Aber das ist natürlich kein triftiges Argument gegen die "Magistrale Paris - Bratislava", wo doch in Paris schon ganze Völkerscharen mit den Hufen scharren, um irgendwann mal - um wie viele Minuten? - früher nach Bratislava zu kommen als heute.

Ein Jahrhundertwerk!

Gaigeler, 19.02.2014 14:22
Ergänzung zum Kommentar von Leselotte:
Vor allem, wie viele wochenweise herangekarrte Werkverträgler aus dem Ausland, für die hier keine Sozialleistungen fällig werden stecken darin?

FernDerHeimat, 19.02.2014 13:01
Ohje, der arme "Peter LEIDINGER" ist völlig überfordert...

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