KONTEXT Extra:
Fahrverbote beschlossen – Nordost-Ring vom Tisch

Wie ein Gespenst geisterte seit Wochen ein vor fast 40 Jahren beerdigtes Verkehrsprojekt durch die Debatte um Feinstaubalarmtage und Fahrverbote in der Landeshauptstadt: der Nordost-Ring. Jetzt hat Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) allen Spekulationen eine Absage erteilt. Auch deswegen, weil die Baumaßnahme entgegen den Behauptungen von Teilen der CDU keineswegs bereits im Bundesverkehrswegeplan steht. "Dort geht es um neun Kilometer der B 29", so Hermann nach dem heutigen Kabinettsbeschluss zu Fahrverboten ab 1.1.2018 an Feinstaubtagen, den schlussendlich auch die CDU-Landtagsfraktion mittrug.

Prompt gab es Lob von Umwelt- und Naturschützern. Hermann habe erkannt, so die BUND-Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender, "wenn nicht zeitnah effiziente Maßnahmen greifen, so werden die Gerichte die Entscheidungen zum Schutze der Bürger*innen treffen und die Politik das Heft aus der Hand geben müssen". Die Stuttgarter CDU ist noch nicht ganz so weit. Für den Kreisvorsitzenden Stefan Kaufmann sind Fahrverbote weiterhin "politisch klar abzulehnen". Und er träumt von Nordost-Ring: Jetzt gelte es "endlich neue Verkehrsprojekte wie den Nord-Ost-Ring auf den Weg zu bringen". Hermann machte dagegen deutlich, dass das nach dem eben erst in Kraft gesetzten Bundesverkehrswegeplan gar nicht möglich ist. 

In den Sechzigern und Siebzigern waren zwei Varianten durchdacht worden: eine größere mit einem Autobahnzubringer bei Mundelsheim und eine kleinere etwa auf der Gemarkungsgrenze zwischen Waiblingen und Fellbach. Schon damals vertraten Verkehrswissenschaftler allerdings die Ansicht, dass ein Ringschluss rund um Stuttgaart weniger die Stadt, sondern die Autobahnen im Westen und Süden entlasten würde.


Korntal: Opfervertreter verlangen mehr Engagement der Landeskirche

Die Aufarbeitung der Missbrauchsfälle in der evangelischen Brüdergemeinde Korntal ist unterbrochen. Die Opfervertreter verlangen einstimmig, dass sich Frank Otfried July endlich entscheidend einbringt. "Wir werden nicht mehr mit den Brüdern sprechen", so Netzwerk-Sprecher Detlev Zander. Jetzt müsse "der Oberhirte, also der Bischof, ran". Im Betroffenen-Netzwerk organisiert, werfen mehr als 300 ehemalige Heimkinder der Brüdergemeinde vor, in den 1950er- bis 1980er-Jahren in deren zwei Einrichtungen sexuell missbraucht, misshandelt und gedemütigt worden zu sein.

Dass mehr Engagement von July gefordert wird, ist nicht neu. Im Sommer 2016 hatte einer der Betroffenen in einem langen Schreiben an den Landesbischof appelliert: "Die Kirche ist mit in der Verantwortung und wenn Sie als Oberhirte weiter schweigen, machen Sie sich persönlich schuldig. Die Heimopfer warten auf ein klärendes Wort von Ihnen." Denn die Korntaler Fürsorge habe "einen menschlichen Scherbenhaufen hinterlassen". (20.02.2017)


NSU-Ausschuss will weitere Akten

Der zweite parlamentarische Untersuchungsausschuss zum "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) geht auf die Suche nach zusätzlichen Akten, um dessen Verbindungen nach Baden-Württemberg besser auszuleuchten. Die Abgeordneten meinen, beim Generalbundesanwalt und/oder im Bundesamt für Verfassungsschutz fündig werden zu können. Beauftragt ist Bernd von Heintschel-Heinegg. Der Rechtswissenschaftler war schon für den ersten Ausschuss des Landtags und als Sonderermittler auch für den Bundestag tätig.

Zurückgestellt wurde in diesem Zusammenhang die Ladung von Mike Markus Friedel. Vor allem der NSU-Experte Hajo Funke hatte immer wieder darauf gedrängt, dass der gebürtige Sachse gehört wird. Dessen Name stand auf der sogenannten Garagenliste, die 1998 in Jena sichergestellt, aber erst mit großer zeitlicher Verzögerung detailliert ausgewertet wurde. Vor fast zwanzig Jahren zog er nach Heilbronn. "Markus Friedel war mit 'Erbse' (V-Mann), Torsten Ogertschnig, zusammen im Ländle im Gefängnis", schreibt Funke. Und von Friedel habe "Erbse" seine Kenntnisse über den NSU und Mundlos.

Bei einer Veranstaltung der "Anstifter" im Stuttgarter Kunstverein hat Rainer Nübel, der im ersten Ausschuss als Sachverständiger aufgetreten war, erneut von den Abgeordneten verlangt, sich ernsthafter mit der Anwesenheit ausländischer Geheimdienste am 25. April 2007 in Heilbronn zu befassen. An diesem Tag waren die Polizistin Michèle Kiesewetter ermordet und ihr Kollege Martin Arnold schwer verletzt worden. Der zweite Ausschuss hat bereits mehrere Zeugen vernommen. Jetzt ist ein Bericht beim Bundesnachrichtendienst angefordert.

Die nächste Ausschusssitzung beginnt am Freitag, den 24. Februar, um 9.30 Uhr im Landtag. Zwei Kriminalbeamtinnen sollen Auskünfte über die rechte Szene geben und die Verbindungen des NSU in den Südwesten. Geladen sind außerdem drei Zeuginnen, die Kontakt zu Beate Zschäpe gehabt haben sollen.

Auch die weiteren Sitzungstermine bis zur parlamentarischen Sommerpause sind festgelegt: 20. März, 28. April, 15. Mai, 19. Juni und der 17. Juli 2017.

Mehr zum Thema: "Geheimdienste im Fokus", "Eh-wurscht-Akten" 


WKZ liest mit

Anfang Januar hatte der Waiblinger Lokalhistoriker und Anstifter Ebbe Koegel sich darüber beschwert, dass das Land dem Firmengründer Andreas Stihl eine Kunstmedaille gewidmet hat. "Andreas Stihl war ein überzeugter Nazi, NSDAP-Mitglied seit 1933, seit 1935 SS-Mitglied mit dem Rang eines Hauptsturmführers (seit 1939)", schrieb er an Finanzministerin Edith Sitzmann. Die Waiblinger Kreiszeitung (WKZ) schwieg dazu - bis Kontext den Fall am 25. Januar aufgriff. Nun erschien am 11. Februar ein zweiseitiges Extra mit ausdrücklichem Bezug auf den Kontext-Artikel. Der Redakteur Peter Schwarz zitiert darin aus der 100-seitigen Entnazifizierungsakte. Die beiden Kinder Stihls, der langjährige IHK-Präsident Hans Peter Stihl und seine Schwester Eva Mayr-Stihl wurden befragt. Die Recherche ergibt, wie die WKZ selbst schreibt, ein "außerordentlich schillerndes Bild."

Der Redakteur zitiert mehrere Fremdarbeiter - den Begriff Zwangsarbeiter meidet er - die sich im Verfahren positiv über Stihl geäußert haben. Ein Slowake berichtet, Stihl habe einem Freund geholfen zu fliehen, der sich den Partisanen anschließen wollte. Ein Jugoslawe meinte, der Patriarch habe sich "mit großer Empörung geäußert über die Gemeinheit und den Terror des dritten Reiches", ein Holländer, er habe "gelitten, als er sehen musste, wie schmutzig dieses System war, und konnte doch nicht mehr von demselben weg." Der Betriebsrat sagte dagegen aus, Stihl sei "100 Prozent Nationalsozialist" gewesen, habe "mehrere seiner Lehrlinge zum Eintritt in die SS" bewogen und Regimekritiker als "Eiterbeulen" bezeichnet, denen er "in die Fresse" schlagen wolle. (16.2.2017)


Wüstenjubiläum: Fünf Jahre Parkräumung

Vor genau fünf Jahren, am 14. Februar 2012, räumten rund 2500 Polizeibeamte das Protestcamp der Stuttgart-21-Gegner im Mittleren Schlossgarten. Drei Tage später waren rund 180 teils bis zu 300 Jahre alte Bäume gefällt oder (ein kleiner Teil der jüngeren) verpflanzt, und einer der ehemals schönsten innerstädtischen Parks Deutschlands hatte sich in eine Schlammwüste verwandelt.

Zum fünften Jahrestag der Parkräumung wollen die Parkschützer am heutigen Dienstag daran erinnern, mit einer Versammlung und Kundgebung an der Lusthausruine im Mittleren Schlossgarten um 17 Uhr. Es soll Reden, Musik und Gedichte geben, anschließend einen Demozug durch die Königstraße.

Kontext hat damals mit einer Reportage von der Parkräumung berichtet – und danach immer wieder von der erstaunlich langen Untätigkeit oder auch von Baufortschritt vorgaukelnden Alibi-Arbeiten. (14.2.2017)


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Ausgabe 136
Editorial

Dietrichs Pyrrhussieg

Von Von Jürgen Lessat
Datum: 06.11.2013
Das Urteil im Rechtsstreit zwischen dem Kommunikationsbüro Stuttgart 21 und der "Stuttgarter Zeitung" ist verkündet. Als Sieger darf sich Projektsprecher Wolfgang Dietrich fühlen. Zumindest vorläufig, es sei denn, der Zeitungsverlag geht in Berufung. Doch erreicht hat der Lautsprecher des umstrittenen Bahnprojekts Stuttgart 21 durch den Prozess nur wenig. Gewachsen ist dafür die Erkenntnis, wie kritische Journalisten bedrängt werden, während die Kritisierten ungeschoren davonkommen.

Kontext wollte wissen, ob der Schampus kaltgestellt ist. Doch das Kommunikationsbüro von Stuttgart 21 verweigerte die Aussage. Grund zu feiern bietet das Urteil des Stuttgarter Landgerichts ohnehin kaum. Es verbietet der "Stuttgarter Zeitung" lediglich, im Zusammenhang der jüngsten Sitzung des Bahn-Aufsichtsrats am 18. September 2013 über die spätere Inbetriebnahme des tiefergelegten Hauptbahnhofs mit angeschlossener Schnellfahrstrecke nach Ulm zu berichten. Das Blatt hatte berichtet, dass den Aufsichtsräten in genau dieser Sitzung die weitere Verzögerung mitgeteilt wird. Dies entspricht nicht den Tatsachen, urteilte die 11. Zivilkammer des Landgerichts. Nicht mehr und nicht weniger.

Doch was hat Projektsprecher Wolfgang Dietrich mit der siegreichen Unterlasssungsklage erreicht? Sich als Retter der Wahrheit verdient gemacht? Wohl kaum, wenn man bedenkt, was dem Aufsichtsrat der Deutschen Bahn hinsichtlich Leistung und Kapazität, Bauzeit und Inbetriebnahme, Finanzierung und Kosten bei Stuttgart 21 bislang alles präsentiert wurde. Vieles davon sind Behauptungen, die heute nicht mehr den Tatsachen entsprechen.

Die Wahrheit im Blick: Projektsprecher Wolfgang Dietrich. Foto: Martin Storz
Die Wahrheit im Blick: Projektsprecher Wolfgang Dietrich. Foto: Martin Storz

Getäuscht fühlen muss sich bei Stuttgart 21 jedoch vor allem die Öffentlichkeit, mit den Bürgern mithin die eigentlichen Finanziers des Projekts. Trotz monatelanger Schlichtung, teurer Turmforum-Ausstellung, aufwendigen Hochglanzbroschüren und fleißiger Pressearbeit durch das Kommunikationsbüro. Den berühmten "Kostendeckel" hatten Bahnmanager, Projektsprecher Dietrich wie befürwortende Politiker vom Schlage Schmiedel noch im Mund, als längst der Bundesrechnungshof – eine staatliche Prüfbehörde, kein projektkritisches Gutachterbüro wohlgemerkt – von Milliardensteigerungen ausging. Dank "Kostendeckel" verstrich eine Projektkündigungsfrist, mit seiner Hilfe wurde die Volksabstimmung überstanden. Diejenigen, die mit derartigen Versprechen und Versprechungen Entscheidungen in Parlamenten herbeiführten und öffentliche Meinungen beeinflussten, wurden bislang jedoch noch nie vor Gericht gezerrt.  

Wie es das Kommunikationsbüro von Stuttgart 21 bis heute mit sachgerechter Information, nicht nur der Presse, hält, zeigte sich zuletzt auf den Fildern. Dort, wo Stuttgart 21 noch nicht einmal genehmigt ist, tingelten Projektsprecher Dietrich und seine Truppe jüngst mit niederschetternder Resonanz durch Gemeinde- und Bezirksbeiräte. Die Informationstour zum laufenden Planfeststellungsverfahren veranlasste selbst eingefleischte Projektbefürworter wie die ehemalige FDP-Bundestagsabgeordnete Judith Skudelny sowie die kommissarische CDU-Vorsitzende in Leinfelden-Echterdingen, Ilona Koch, zu bissiger Kritik. "Die aggressive Art der Diskussion durch einige der Beteiligten halten wir nicht für zielführend. Vielleicht sollten diejenigen, die für das Projekt in der Öffentlichkeit stehen, eine Weiterbildung und Supervision erhalten", regten die beiden laut "Stuttgarter Zeitung" in einem Beschwerdebriefen an Bahnchef Rüdiger Grube an.

Letztlich produziert die Unterlassungsklage vor dem Stuttgarter Landgericht nur Verlierer. Einen klagenden Projektsprecher, der nur im stillen Kämmerlein auf den Erfolg anstoßen kann. Eine beklagte Zeitung, die sich nur durch die Berichterstattung der Kontext:Wochenzeitung dazu durchringen kann, ihre Leser dürftig über den Prozess zu unterrichten. Eine Deutsche Presse-Agentur, die es nicht für nötig hält, den Vorgang durch eine Meldung einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Projektbefürwortende Lokalpolitiker im Stuttgarter Gemeinderat, die sich weniger um die Freiheit der Presse sorgen und lieber die mit auf der Anklagebank sitzenden StZ-Journalisten verspotten.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Juristisch gesehen hat Projektsprecher Wolfgang Dietrich uneingeschränkt das Recht, gegen ein Presseorgan gerichtlich vorzugehen, wenn es falsche Tatsachen veröffentlicht. Moralisch zählt er jedoch zu den Letzten, denen ein solcher Schritt zu empfehlen ist. Denn viel zu schnell, erst recht im konkreten Fall, kommt dabei der Verdacht auf, dass es um etwas ganz anderes geht. Zwar auch um die Wahrheit. Aber vor allem darum, kritische Journalisten daran zu hindern, diese weiter zu verbreiten.


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Kommentare

doctorwho, 14.11.2013 18:47
"didi" : " Es gab keine AR-Vorlage mit der verbindlichen Aussage der DB, daß S21 in 2022 in Betrieb genommen wird. " -------- das hat im wortlaut weder die stz noch kontext je behauptet . man sollte schon sorgfältig lesen und formulieren , sonst wird man nicht ernstgenommen . wie in diesem fall , "didi" . übrigens wurde hernn nauke schon einiges vorgeworfen . spannend war jedoch in der grössten zahl der fälle , dass die vorwürfe schon einer oberflächlichen überprüfung nicht standhielten . journalisten müssen halt nunmal mit der sogenannten "eselsrennbahn" leben . übrigens geht die stz in berufung .

Martha, 12.11.2013 13:40
DIe Stgt Zeitung hatte sich doch auf Unterlagen und Aussagen der DB selbst bezogen. Jetzt prozessiert sich das "Kommunikations"-Büro seine Wünsche zurecht. Erbärmlich!

Jörg Krauß, 09.11.2013 08:59
Ich beleuchte mal kurz andersherum. Warum ich diesen milliardischen Bahnhofsmist auch ablehne ist, das für alle handelnden Personen in Politik und Wirtschaft der kulturelle Kontext innerhalb der Gesellschaft und die weitere Finanzierung von Kulturangeboten aus der Breite der in aller Regel nichtkommerziellen Gestaltung durch Menschen wie Du und ich wie ein Abfallprodukt ihres Tuns erscheint und wirkt. Kultursponsoring auf amerikanisch, privater Sponsor oder Tür zu und Schlüssel weggeschmissen. Und die Frage, wenn dieses Projekt erst 2022 oder 2023 "fertiggestellt" wird ist ja auch die Frage von hunderten von Millionen Euronen, die S21 mehr kostet, was dem gegenüber auch im kulturellen Bereich an allen Ecken und Enden weiter fehlen wird. Von Schulsanierung bzw. Schulreformierung will ich gar nicht reden.

Zeitungleser, 07.11.2013 19:25
Ich nehme an, sehr verehrter Herr König, dass Sie die gleichen Maßstäbe, die Sie an andere anlegen, auch von sich selbst fordern. Sie schreiben ja u. a.:

"Auch hier in der Kontext wird gegen diese Grundsätze ja immer verstoßen und ungeprüft oder sogar wider besseres Wissen Unwahrheiten geschrieben und teilweise ganz unverfroren gelogen."

Sie haben für Ihre Behauptung sicherlich eindeutige und klare Beweise. Nur für den Fall, dass "hier" jemand auf die Idee kommen sollte, Sie wegen Ihrer Behauptung vor's Gericht zerren zu wollen.

rosenstein, 07.11.2013 14:44
Um den Prozess gewinnen zu können, hätte die STZ ihren Informant preisgeben müssen. Das wäre ihr Ende.

history_repeating, 07.11.2013 12:51
Will Herr Dietrich auch den Spiegel verklagen, oder traut er sich dort nicht?
Der Spiegel hat schon mehrfach berichtet, dass #S21 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wohl erst 2022,23 oder gar erst 2024 fertig werden wird: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/stuttgart-21-bahnhof-wird-wahrscheinlich-erst-2022-fertig-a-912738.html

Wir brauchen in diesem land dringend ein Whistleblowerschutzgesetz. Darüberhinaus auch ein Schutzgesetz für die kritische Presse und eine Haftung für Projektmanager und Sprecher für ihre PR-Aussagen.

adabei, 07.11.2013 00:18
So richtig verstehe ich die Aufregung um diese Hans Königs, Zeitungskritikers und Didis überhaupt nicht. Von denen beschimpft zu werden, ist für jeden Journalisten und jeden, der eins und eins zusammenzählen kann, doch ein wahrer Ritterschlag. Und ob die nun mit Klarnamen oder Pseudonym schreiben, ist für mich persönlich letztlich völlig unerheblich. Dass es diesen „Gutbürgern“ in Wirklichkeit doch gar nicht um die Sache geht, weiß man längst, sie wollen nur auf der Seite der Sieger stehen, mitmarschieren halt. Hatten wir das nicht schon einmal?

Pühchen, 06.11.2013 15:51
Lieber Herr Spreer,

vermutlich können Sie es sich nicht vorstellen, aber es gibt tatsächlich Menschen, die ein Interesse daran haben MÜSSEN, Privates (dazu zählt z.B. die politische Einstellung) nicht mit Beruflichem zu vermischen.

Bitte beachten Sie dies doch zukünftig, bevor Sie einfach mal alle anonymen Schreiber mit Ausdrücken wie "Geheimniskrämerei" abwatschen.

Im Übrigen hinkt der Vergleich: Ich trage nämlich auch im Reallife meinen Namen nicht auf meiner Stirn eintätowiert. Sie vermutlich schon? Oder vielleicht den Perso an einer Kette um den Hals? Falls nicht, sollten gerade Sie als hochanständiger Mensch dringend mal darüber nachdenken! ;)

Es grüßt
Das Pühchen

Andreas Spreer, 06.11.2013 14:58
Die bisherigen Kommentatoren nennen sich: Didi, Zeitungskritiker, Hans König, hajomueller, tauss, Stefan, Stuttgarter, P. Rottmann und Kornelia. Von diesen 8 äußern sich die ersten 3 sehr kritisch zu dem Kontext-Beitrag. Der Name "Didi" sagt gar nichts (kokettiert wohl mit Projektsprecher Dietrich selber), "Zeitungskritiker" noch weniger. "Hans König" ist mit hoher Wahrscheinlichkeit auch ein Pseudonym, wenn man sich seine sonstigen Kommentare bei der Stuttgarter Zeitung vor Augen hält. Auf der einen Seite also nur Pseudonyme. Auf der anderen Seite gibt es ein klares Pseudonym ("Stuttgarter"), ansonsten wahrscheinlich 3 eindeutige Namen und 2 Vornamen. Vorbildlich: Jörg Tauss. Warum machen es nicht alle wie er?

Mich ödet dieses Versteckspiel an. Wenn ich jemanden auf der Straße anpöbele, dann hat dieser das Recht mich deswegen anzuzeigen. Mindestens laufe ich dabei Gefahr meinen Ruf zu ruinieren. Im Internet kann jeder ungeschoren die übelste Rufschädigung betreiben. Ich verstehe das nicht, schon gar nicht, wenn man bedenkt, dass bestimmte Leute sowieso alles mitverfolgen können. Wozu also diese Geheimniskrämerei? Klarnamen bitte, alles andere ist unseriös, Internet-Brauchtum hin oder her. Gerade ein kritisches Organ wie die Kontext-Wochenzeitung sollte sich überlegen, die IP-Adresse oder etwas Entsprechendes mit den Einträgen zu veröffentlichen, anhand derer Autoren identifiziert werden können.

Kornelia, 06.11.2013 12:22
Mit diesem "Urteil" kann sch ab jetzt jeder Aufsichtsrat herauswinden! Er braucht bloß Sitzungs"protokolle" ausstellen, die belegen dann, was ein Apparat wusste, wie viel ihm zugetragen wurde (und wenn es heikel wird schickt man den Protokollanten halt aufs Klo...siehe Mappus vor 30. ) und damit kann er jederzeit seine eigene Entlastung vorbereiten.......
Eigentlich genial für die gut verdienenden Aufsichts-RÄTE, nur schlecht für die Gemeinschaft!
Und DIE Presse? Da bin ich gar nicht so sicher worum es da eigentlich geht: denn laut Richter darf STZ doch schreiben:
Projekt geht erst später in die Vollendung, sie darf nur nicht schreiben, obwohl mehrfache Belege da sind, der Aufsichtsrat wusste davon, und sie darf nicht schrieben dass der Dietrich dem Aufsichtsrat gesagt bzw. nicht gesagt hat...

Die Pressefreiheit ist DA in Gefahr wenn Presse nicht verschiedene Informationen zusammen nehmen darf und dann zu durchaus sinnvollen Schlüssen kommt....
(und sie darf auch nicht davon ausgehen, dass Aufsichtsräte sich bildende Menschen sind ;-)
Sie darf nur Obrigkeits-legitimierte PR-Verkündigungen wiedergeben!
(macht STZ, STN und SWR und andere sowieso schon dauernd, oder?)
und
Presserat: gibt es den noch? Ich höre ihn schon seit Jahren nicht! obwohl die Presse-FREIHEIT gigantisch in Gefahr ist! Von innen, aber auch von außen!

Und
An den Kommentaren hier zeigt sich, dass die Parlamentarier noch viel Arbeit haben, wenn sie den gigantischen Riss, der durch die Bevölkerung läuft jemals wieder kitten wollen! Und sie müssten viel tun, denn die "unerträglicher Borniertheit" und der Ver-Urteilungen der Reflex-gegen-Gegner ist nicht mehr so einfach weg zu kriegen.

P. Rottmann, 06.11.2013 12:16
Ich würde den Kommentatore empfehlen, nicht auf Polemik von Herrn König hereinzufallen. Es handelt sich um eine gezielte Diskreditierung von Herr Nauke und Herrn Lessat.

Der Stein des Anstoßes ist das lächerliche Wort "vorsehen". Hat der Konzern in dem Dokument in der Textspalte eine Jahreszahl "vorgesehen", die 2022 lautet oder hat sie eine Jahreszahl "unterstellt", die 2021 lautet?

Das Ganze zielt darauf ab, den Konzern später verbal unangreifbar zu machen, falls es doch zu Verzögerungen kommt. "Vorsehen" könnten Juristen SPÄTER als Vorsatz bzw. als konkrete Kenntnis auslegen, die dann auch dem Aufsichtsrat bekannt war. Für den Konzern wäre das schlecht.

Die Polemik, mit der "Hans König" und andere nun versuchen, durch Emotionalisierung davon abzulenken, darf nicht auf fruchtbaren Boden fallen.
Sie soll nur dafür sorgen, eine Scheinrealität aufzubauen, damit irgendwas Anrüchiges an den Redakteuren hängen bleibt, um sie später dann weiter als "Lügen-Nauke" etc. zu beschädigen. Irgendwas würde schon hängenbleiben. So versuchte man es ja auch mit Verkehrsminister Hermann.

Dieses spitzfindige Wort wird nur juristisch diskutiert, weil die DB AG Angst hat, vor Regressforderungen durch die Projektpartner. Herr Nauke hat sauber recherchiert und die Zeitung ihre journalistische Pflicht getan. Punkt.

Alles andere ist interessensgeleiteter, gezielter Rufmord. Ich empfehle den Redaktionen bei Kontext und auch der StZ, dass ggf. rechtliche Schritte unternommen werden, um diese Leute zu enttarnen und Material an Herrn Nauke auszuhändigen, um ggf. eine Anzeige wegen übler Nachrede oder Verleumdung vorzubereiten.

P. Rottmann

Stuttgarter, 06.11.2013 11:46
"Es ging nicht um die Frage, wann Stuttgart 21 tatsächlich fertiggestellt wird"

Die StZ hat wohl aus einem internen Bahnpapier zitiert und dies ausschnittsweise als Faksimile öffentlich gemacht, nicht jedoch in der Verhandlung als Beweisstück vorgelegt. Vielleicht aus guter Überlegung heraus, vielleicht sind sie einfach vorsichtig im Hinblick auf ihre Quellen. Festzuhalten ist, dass die StZ ihre Aussage über den kommunizierten Fertigstellungstermin in jener Sitzung am 18. September nicht belegt hat - ob sie es nicht konnte oder wollte steht auf einem anderen Blatt und das kennen nur wenige.

Stefan, 06.11.2013 10:46
Oh Gott, Hans König auf der Kontext. Und labert halt auch nur Mist.

tauss, 06.11.2013 10:38
Vielen Dank für den Kommentar. Dass die s21 Lobbyisten nervös werden, ist eigentlich ein gutes Zeichen. Dass das Lügenpack nicht selbst vor Gericht steht, ein Schlechtes. Ganz offensichtlich hat sich die bad.-württ. Justiz insgesamt selbst im Gestrüpp des unsäglichen Projekts verirtt. Insofern kann sich Wahrheit und Pressefreiheit nur gegen sie selbst richten. Das muss natürlich auch juristisch unterbunden werden.

Niemand der Verantwortlichen schert die Verzögerungen, die so selbstverständlich kommen werden wie die (weiteren und künftigen) Überschreitungen des "Kostendeckels" zur Täuschung des Steuerzahlers. Es darf eben nur zur Unzeit, also zuvor, nicht gesagt werden. Und sobald es rauskommt, sind eben bereits wieder neue, unveränderliche Fakten für die Zerstörung der funktionierenden Infrastruktur geschaffen. Dieses verlogene Spiel begleitet das Projekt von Anbeginn. Leider kann ich nicht dagegen klagen, als Abgeordneter des deutschen Volkes zu Stuttgart 21 belogen worden zu sein.

Dass ich es wurde, wie übrigens auch Bahnaufsichtsräte, ist Fakt.

Jörg Tauss, Mitglied d. deutschen Bundestages 1994-2009

hajomueller, 06.11.2013 10:36
@ Hans König, Zeitungskritiker und Didi,

es erschreckt mich immer wieder, wie recht Albert Einstein mit seiner Aussage über die Unendlichkeit hatte.
Wie wäre es, wenn Sie mal all die Sauereien, die in der Sache S21 in den letzten 20 Jahren geschehen sind, schön säuberlich in 2 Spalten - eine für die S21 Befürworter, eine für S21 Gegner - aufführen würden. Was denken Sie, welche Spalte die längere sein würde.
Dazu gehört auch die Aussage von Herrn Zielke (StZ), dass ohne die StZ S21 niemals soweit gekommen wäre. Das ist die wahre Mediensauerei, nicht ein oder zwei Artikel des Herrn Nauke, die Sie nun meinen kritisieren zu müssen.
Ich weiß nicht, wie weit Sie sich in S21 eingearbeitet haben, aber eine Frage sei gestattet, hätten Sie alle Verträge, die die DB den Vertragspartnern unter die Nase gehalten hat, unterschrieben? Vermutlich geht es bei Ihner Reaktion auf S21 aber gar nicht darum. Ich gehe davon aus, dass Ihre Wolle so konservativ gefärbt ist, dass es Ihnen wie Gotteslästerung erscheint, wenn der normale Bürger sich mit den wahren Verhältnissen in dieser Gesellschaft beschäftigt. Und er hat allen Grund dazu, wie S21, aber auch BER, die Automobil- und Energielobby sowie NSA zeigen, um nur ein paar wenige Baustellen aufzuführen.

Hans König, 06.11.2013 06:41
Es war nicht nur eine Frage nach der gebotenen journalistischen Sorgfalt, welche diese Klage begründete und ggf sogar erforderlich machte.

Auch hier in der Kontext wird gegen diese Grundsätze ja immer verstoßen und ungeprüft oder sogar wider besseres Wissen Unwahrheiten geschrieben und teilweise ganz unverfroren gelogen.

Gerade wenn man die journalistische Freiheit und die damit einhergehenden Privilegien erhalten will, kann man dies so aber nicht betreiben und muss eben damit rechnen, auch durch die Gerichte Einhalt geboten zu bekommen.

Die Klage diente also eher der Pressefreiheit, auch wenn das hier aufgrund unerträglicher Borniertheit niemand wahrhaben will.

Zeitungskritiker, 06.11.2013 05:40
Liebe Redaktion,
Zu bewerten was moralisch richtig und was falsch ist, oder moralisch zu empfehlen oder nicht, überlasse ich dem Verfasser dieses Kommentars. Ihm steht es ja augenscheinlich zu, wie so vielen anderen sich überhöhenden Stuttgartern :-)
Fakt ist: auch Journalisten müssen sich an das Gesetz halten und scheinbar haben Sie es in diesem Fall nicht getan.
Es gibt nicht nur das Recht auf Pressefreiheit, sondern daraus ableitend auch Pflichten. Wo kommen wir hin in unserer Gesellschaft wenn man unter dem Deckmantel der Pressefreiheit alles einfach mal behaupten darf?
Das Einteilen in "gut " & "böse" in der Sache ist einfach nur Dumm und zeugt von einem simplen Weltbild.
Ich habe im Übrigen nicht das Gefühl das in unserem Land der "Untergang des Abendlandes" droht.
Mit freundlichen Grüßen aus dem Stuttgarter Süden.

Didi, 06.11.2013 03:14
Hoppala, liebe Kontext! Eure Einschätzung klang aber letzte Woche noch ganz anders? Da war doch keinerlei Zweifel an der Berichterstattung von Herrn Nauke zu erkennen. Sondern die Bahn macht auf "Einschüchterung der Presse". Nun hat das Gericht - nicht mehr und nicht weniger - festgestellt, daß Herr Nauke von der Stuttgarter Zeitung FALSCH berichtet hat. Es gab keine AR-Vorlage mit der verbindlichen Aussage der DB, daß S21 in 2022 in Betrieb genommen wird. Ganz genau dies hat aber aber Herr Nauke in seinem Vorabartikel behauptet. Nun kann man natürlich darüber grübeln, wer lt. der Kontext-Wochenzeitung moralisch in diesem Staat klagen darf. Sicherlich niemand der S21 in irgendeiner Weise nahe steht! Das Klagerecht steht ausschliesslich den Gegnern des Tiefbahnhofs zu. Allerdings hat sich Herr Nauke bei der Leserschaft - die nun mal vorwiegend aus denkenden Menschen besteht - schon lange ins Abseits geschrieben. Durch immer wieder sensationelle Aufmacher die in aller Regel nach 1-2 Tagen vom eigenen Blatt gewaltig revidiert werden mussten. Übrigens ähnlich wie die Kontext-Wochenzeitung! Wo sind nochmals die Nachfolgeartikel zu Mappus am 30.09. im Park abgeblieben? Das war doch DIE Enthüllung! Es kann keine freie Presse geben, wenn man aus finanziellen Gründen ca.1000 Menschen nach dem Mund schreiben muss. Das ist wohl das tiefliegende Problem der Kontext. Da jeder - wirklich - objektive Beitrag ja automatisch Abo-Kündigungen nach sich zieht. Mit Journalismus hat dies jedoch wenig zu tun.

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