KONTEXT Extra:
Parkschützer helfen Wolfgang Dietrich beim VfB

Überraschende Hilfe für den früheren S 21-Sprecher Wolfgang Dietrich: Ermuntert durch das Kontext-Editorial ("Dietrich for President") finden sich im Bahnhofsgegner-Forum "Parkschützer" bereits Vorschläge für Sprechakte, die der 68-Jährige als VfB-Präsident vornehmen könnte. Besonders hübsch die Ansage, der Zweitligist plane den Kauf von Messi, Ronaldo und Ibrahimovic - "die Kosten dafür werden unseren Etat nicht belasten". Sehr schön auch der Plan, keinen Torwart einzusetzen, denn: "Ich bin sicher, wir bekommen eine Sondergenehmigung, unser Tor mit Brettern vernageln zu dürfen". Außerdem brauche der VfB keine elf Spieler - "unsere Mannschaft ist mit sechs Spielern 30 Prozent leistungsfähiger". Grundsätzlich habe der Abstieg in die 2. Liga keinerlei Auswirkungen auf das Ziel, 2017 Deutscher Meister zu werden: "Wir liegen da voll im Zeitplan". (28.7.2016)


Zwei Afd-Fraktionen im Landtag zulässig

Nach dem von der Landtagsverwaltung in Auftrag gegebenen Gutachten zur Vertretung der "Alternative für Deutschland" (AfD) im baden-württembergischen Parlament gibt es keine Handhabe gegen die Parallelfraktion. Die Professoren Christofer Lenz, Martin Morlok und Martin Nettesheim schreiben in ihrer 35-seitigen Stellungnahme: Der unter der Bezeichnung "Fraktion der Alternative für Baden-Württemberg im Landtag von Baden-Württemberg" auftretende Zusammenschluss von 14 der AfD angehörenden Abgeordneten sei "seit seiner Konstituierung am 06.07.2016 eine Fraktion im Sinne der Geschäftsordnung des Landtags". Einer Anerkennung bedürfe es nicht. Es bestünden keine über den Wortlaut Geschäftsordnung "hinausgehende, rechtliche Anforderungen an die Zulässigkeit einer Fraktionsbildung".

Auch das "Verbot der Fraktionsvermehrung" greift nach Einschätzung der Gutachter nicht. "Der Landtag würde die verfassungsrechtlichen Grenzen seiner Geschäftsordnungsautonomie aber nicht überschreiten", heißt es weiter, "wenn er eine Regelung erließe, die die Gründung einer 'Parallelfraktion' untersagt." Einer bereits bestehenden Fraktion ist der Status aber auch dadurch nicht zu nehmen. Denn: "Eine derartige Regelung dürfte nur mit Wirkung für die Zukunft erlassen werden, zweckmäßigerweise zum Zeitpunkt des Zusammentritts des neuen Landtag."

Damit müssen sich die anderen Fraktionen, wenn der AfD-Bundes- und Landessprecher Jörg Meuthen mit den Bemühungen eines Zusammenschlusses unter seiner Führung keinen Erfolg hat, weiterhin mit mindestens zwei rechtspopulistischen Rednern und Rednerinnen zu jedem Tagesordnungspunkt abfinden. Die geschätzen Kosten der Spaltung für die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen liegen bei drei Millionen Euro. Denn auch die zweite AfD-Fraktion hat ein Recht auf die allen anderen zustehende finanzielle Ausstattung. (25.7.2016)


Zweiter NSU-Ausschuss: Geheimdienste auf der Theresienwiese?

Der zweite NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags hat in seiner konstituierenden Sitzung am Donnerstag die ersten zwei Zeugen benannt. Sie sollen nach den Worten des Vorsitzenden Wolfgang Drexler (SPD) Auskunft darüber geben, "ob sich am Tag des Anschlags auf die beiden Polizeibeamten in Heilbronn Geheimdienste am oder in der Nähe des Tatorts befunden" haben.

Im ersten Ausschuss in der vergangenen Legislaturperiode hatte der Journalist und NSU-Experte Rainer Nübel als Sachverständiger dazu Stellung genommen. "Er verwies", wie es im Abschlussbericht heißt, "zunächst auf die mutmaßliche Anwesenheit der Defence Intelligence Agency (DIA) zur Tatzeit am Tatort". Mitte November 2011 habe er, wie Nübel weiter zitiert wird, eine Nachricht von der "Stern"-Redaktion in Hamburg erhalten, wonach ein dort vorliegendes Papier ein mutmaßliches Observationsprotokoll des amerikanischen Militärgeheimdienstes DIA darstelle. Daraus gehe hervor, dass zur Tatzeit eine Observation von "M. K." und einer weiteren, nicht näher definierten Person durch US-Agenten stattgefunden habe. Zumindest eine dieser beiden Personen habe zuvor bei der Santander-Bank 2,3 Millionen Dollar oder Euro abgeholt. Und weiter: "Sicherheitsbeamte entweder aus Baden-Württemberg oder Bayern sollten präsent gewesen sein und die Operation aufgrund eines 'Shooting Incident' zwischen 'White Wings', also Neonazis bzw. Rechtsextremisten, und einer Polizeistreife abgebrochen worden sein."

Nübel hatte bei seinem Auftritt als Sachverständiger umfangreiche Ausführungen zu den eigenen Recherchen gemacht. Aus Zeitgründen und angesichts des Endes der Legislaturperiode, so Drexler, der auch den ersten Ausschuss führte, habe diesem Komplex aber nicht mehr detailliert nachgegangen werden können. Im Einsatzbeschluss des zweiten Gremiums heißt es jetzt, insbesondere sei zu klären, ob "Angehörige von ausländischen Sicherheitsbehörden auf der Theresienwiese oder in der Umgebung im Umfeld des Mordanschlags am 25. April 2007 anwesend waren, ob und welche Rolle diese beim Tatgeschehen gespielt und welche Erkenntnisse dazu bei deutschen Sicherheits- und Ermittlungsbehörden vorgelegen haben". Die erste öffentliche Sitzung des Untersuchungsausschusses findet am 19. September statt. Gehört werden zum Auftakt auch noch einmal vier Sachverständige.


Keine Nebenabsprache zu Stuttgart 21

Um Streit zu vermeiden, sind laut Winfried Kretschmann die bis zum Wochenanfang geheimen Nebenabreden mit der CDU zusätzlich zum Koalitionsvertrag getroffen worden. Die Aufregung darüber, dass Ausgaben von 1,3 Milliarden Euro ohne Finanzierungsvorbehalt an der Öffentlichkeit vorbei festgeschrieben wurden, versuchte der Regierungschef mit neuen Einblicken in seinen Politikstil zu kontern: "Auch ich muss mal mauscheln, auch ich muss mal dealen." Kein Mensch auf der Erde, der vernünftig Politik machen wolle, kriege das hin ohne Absprachen hinter den Kulissen. Da habe er kein schlechtes Gewissen, denn es sei "unspektakulär", einzelne Maßnahmen zu priorisieren, die grundsätzlich ohnehin im Koalitionsvertrag vereinbart seien.

Unter anderem ist im Detail aufgeführt, dass 325 Millionen Euro ohne Finanzierungsvorbehalt in die Digitalisierung fließen sollen, 100 Millionen in die bessere Ausstattung der Polizei oder 40 Millionen in die Elektromobilität. Der mit 500 Millionen Euro größte Betrag ist allerdings nicht mit konkreten Informationen versehen, die Summe steht für "Investieren/Sanieren (Straße/Schiene, Hochbau, Hochschulen, ...)" zur Verfügung. Der Ministerpräsident widersprach Mutmaßungen, dass in dieser halben Milliarde auch zusätzliche Mittel für Stuttgart 21 über den Kostendeckel hinaus versteckt sein könnten. Für die laufenden Zahlungen gebe es einen Sonderposten im Haushalt. Nebenabsprachen zu diesem Thema hätten nicht stattgefunden.

(19.07.2016)


Die Reichen sind noch viel reicher

Einkommenserhebungen bei Spitzenverdienern aus mehr als 1300 Firmen haben ergeben, dass alle offiziellen Einschätzungen zur wachsenden sozialen Kluft in der Bundesrepublik die Situation beschönigen. Nach den Zahlen, die das ARD-Magazin "Monitor" in diesen Tagen veröffentlichte, verdienen Manager und Vorstände im Durchschnitt nicht 200 000 Euro jährlich, sondern rund eine halbe Million. Die 200 000 Euro sind aber offiziell im sogenannten Sozioökonomischen Panel (SOEP) ausgewiesen, welches wiederum wichtiger Eckpfeifer der bisherigen Armuts- und Reichtums-Berichterstattung in Bund und Ländern ist.

Das Bundesarbeitsministerium will die Daten dort jetzt einfließen lassen, ebenso wie die Erkenntnisse einer in der vergangenen Woche von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten Studie. Danach verdienen die einkommensstärksten zehn Prozent der Bevölkerung mehr als die unteren 40 Prozent zusammen. Und die Einkommensungleichheit wächst weiter. In "Monitor" präsentierte Wirtschaftsweise Peter Bofinger eine vergleichsweise einfache Lösung: "Aus meiner Sicht würde es naheliegen, wieder zu den Steuersätzen zurückzukehren, die wir in den Neunzigerjahren hatten, und das war ein Spitzensteuersatz in der Einkommenssteuer von 53 Prozent." Zurzeit liegt er bei 42 Prozent. Ab einer bestimmten Einkommenshöhe werden drei Prozentpunkte Reichensteuer hinzugerechnet. Von ihr sind aber nicht einmal ein halbes Prozent der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen betroffen.


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S21-Projektsprecher Wolfgang Dietrich (zweiter von re.) diktiert der Presse, wann der Tiefbahnhof fertig ist. Foto: Martin Storz

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Ausgabe 135
Medien

Das Schweigen der Zeitungen

Von Jürgen Bartle
Datum: 30.10.2013
Über die "Stuttgarter Zeitung" wird geredet, seit ihr die Bahn gerichtlich vorschreiben will, was sie über das Milliardenprojekt Stuttgart 21 schreiben darf. Die Unterlassungsklage, die Kontext vergangene Woche öffentlich machte, beschäftigt inzwischen die Politik. Die Stuttgarter Blätter selbst schweigen weiterhin. Update: Ein Urteil ist verkündet - siehe Bericht innen.

Der Bericht "Bahn verklagt Zeitung", der am 23. Oktober online gestellt wurde, war die am zweithäufigsten gelesene Story des Jahres 2013 in Kontext. Sie wurde von Internetportalen ("Meedia", "turi2", "Drehscheibe", "Nachdenkseiten") aufgegriffen und über Facebook und Twitter gepostet. Auch andere Medien, darunter die Deutsche Presse-Agentur (dpa), recherchierten, rangen sich aber bisher nicht zu einer Berichterstattung durch. StZ-Chefredakteur Joachim Dorfs mauerte: "Wir kommentieren den Vorgang nicht."

Wie berichtet, hatte das Kommunikationsbüro für Stuttgart 21 vor dem Landgericht Stuttgart eine Unterlassungsklage gegen die "Stuttgarter Zeitung" (StZ) angestrengt, wonach diese künftig nicht mehr behaupten darf, das Milliarden-Bauprojekt der Bahn werde voraussichtlich später als geplant in Betrieb gehen: nämlich erst 2022, anstatt  ein Jahr früher, 2021. Anlass zu der Klage hatte unter anderem ein am 17. September in der StZ erschienener Bericht gegeben, der als Quelle eine aktuelle Vorlage an den Aufsichtsrat der Bahn angab. Das Dokument wurde sogar ausrissweise im Blatt gezeigt.

Top-Story beim Branchen-Portal Meedia. Screenshot: meedia.de
Top-Story beim Branchenportal Meedia. Screenshot: meedia.de

Dennoch verlief die Verhandlung vor der 11. Zivilkammer des Landgerichts am 17. Oktober keineswegs nach Wunsch der Zeitung. In einer eigens einberufenen Krisenkonferenz wurden die Kollegen dahingehend informiert, dass man in dieser Instanz wohl nicht gewinnen werde. Wie das Bild tatsächlich war, das die StZ-Vertreter vor Gericht abgaben, wird sich bei der  Urteilsverkündung zeigen.

+++ Update 4. 11. 2013, 13.00 Uhr:

Urteil des Landgerichts Stuttgart in der Sache Kommunikationsbüro Stuttgart 21/"Stuttgarter Zeitung":

Der Unterlassungsklage des S-21-Kommunikationsbüros wird stattgegeben. Die "Stuttgarter Zeitung" darf nicht mehr behaupten, dass der Bahn-Aufsichtsrat in der Sitzung am 18. September 2013 über eine verspätete Inbetriebnahme von Stuttgart 21 und der Neubaustrecke Wendlingen–Ulm im Jahr 2022 informiert wurde.


Laut Kammer ging es in dem Verfahren nicht darum, wann die beiden Projekte tatsächlich in Betrieb gehen.

+++ Wir berichten ausführlich in Kontext Nr. 136, online ab Mittwoch, 6. 11. 2013, 0 Uhr  +++

Der von Kontext öffentlich gemachte und als "Zäsur im Umgang der Bahn mit kritischen Medienberichten" kommentierte Vorgang hat inzwischen auch die Kommunalpolitik beschäftigt. "Maulkorb für die Presse" überschrieb zwei Tage nach der Kontext-Veröffentlichung die Stuttgarter Gemeinderatsfraktion der Grünen eine Pressemitteilung und fragte darin, ob "nach Bäumen, Park und S-Bahn" nun auch "die Pressefreiheit S 21 geopfert werden" solle. Darüber berichtete die StZ genau so wenig wie über eine Sitzung des Ältestenrats des Stuttgarter Gemeinderats, in dem der Vorgang ebenfalls diskutiert wurde, und zwar ziemlich kontrovers.

Dafür aber aus gutem Grund: Schließlich wird das Kommunikationsbüro von einem Verein getragen, in dem die Stadt Stuttgart ebenso Mitglied ist, wie sie sich an den Kosten des Büros beteiligen muss. Über die Frage, ob es zum einen Aufgabe einer mit öffentlichen Geldern finanzierten Institution sein könne, die Berichterstattung der Medien gerichtlich einschränken zu lassen, und ob zum anderen die Stadt als Träger eingeweiht war, beharkten sich denn auch im Ältestenrat die Kombattanten aus Befürwortern und Gegnern des Bauprojekts. Erst recht, als Baubürgermeister und Projektbefürworter Matthias Hahn (SPD) einräumen musste, von der Klage gewusst zu haben, allerdings nicht davon, dass als Kläger der Verein auftritt. Hahn will angenommen haben, der Chef des Kommunikationsbüros, Wolfgang Dietrich, sei persönlich der Kläger.

Schadenfreude im Ältestenrat

Derweil ließen andere Projektbefürworter im Ältestenrat sogar Schadenfreude gegenüber der "Stuttgarter Zeitung" und insbesondere gegenüber dem Autor Jörg Nauke erkennen. Sätze wie "Das geschieht denen doch recht" und "Der Nauke gehört schon lang verklagt" sollen am Rande der Sitzung gefallen sein. Das nährt den in Journalistenkreisen zirkulierenden Verdacht, die Aktion des ohnehin umstrittenen Projektsprechers Dietrich ziele vor allem darauf ab, mit Nauke und Thomas Braun zwei projektkritische Journalisten in der StZ-Redaktion mundtot machen zu wollen. Denn auch ein Artikel von Braun, der zwei Tage nach Naukes Beitrag erschien, ist Teil der Klage. Darin hatte der Autor angemerkt, dass die Bahn in der bereits erwähnten Aufsichtsratsvorlage zwar eine von ihr in Auftrag gegebene Emnid-Umfrage vom Februar 2013 erwähnt hatte, derzufolge die Zustimmung zu dem Projekt bei 67 Prozent liege, nicht jedoch die wesentlich aktuellere Bürgerumfrage der Stadt Stuttgart, in der eine knappe Mehrheit gegen S 21 war.

Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse im Stuttgarter Gemeinderat, wo die S-21-Befürworter in der Überzahl sind, und angesichts der Stimmung im Ältestenrat ist verständlich, dass sich Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) auf Anfrage von Kontext "zu dem Vorgang nicht äußert". Dass aber die "Stuttgarter Zeitung" und ihr Schwesterblatt "Stuttgarter Nachrichten" (StN) weiter schweigen, verwundert zumindest. Apartes Detail am Rande: Bei der Verhandlung vor dem Landgericht war auch ein StN-Gerichtsreporter anwesend – ohne bis dato eine Zeile darüber veröffentlicht zu haben.

Das dürfte der Konzernraison geschuldet sein, denn beklagt waren die beiden StZ-Geschäftsführer Martin Jaschke und Alexander Paasch, die innerhalb der Südwestdeutschen Medienholding (SWMH) in Personalunion auch die Chefs der StN sind. Die beiden hatten sich vor Gericht vertreten lassen von StZ-Lokalchef Holger Gayer und dem Hausjuristen der ebenfalls zum Konzern gehörenden "Süddeutschen Zeitung" (SZ) in München. Dass sich der in Stuttgart-Möhringen ansässige drittgrößte Medienkonzern Deutschlands in solchen Fällen keine hiesigen Anwälte mehr leistet, gehört übrigens zu den zahlreichen Sparmaßnahmen, von denen vor allem die beiden Stuttgarter Blätter seit Ende 2007 betroffen sind. Damals kauften die Stuttgarter gut 60 Prozent der SZ-Anteile und sind seither hoch verschuldet.

Nur online "in eigener Sache". Screenshot: stuttgarter-zeitung.de
Nur online "in eigener Sache". Screenshot: stuttgarter-zeitung.de

Ins Bild passt auch der Umgang mit der jüngsten Krise. Zwar musste StZ-Chefredakteur Joachim Dorfs aufgrund der vorausgegangenen Kontext-Anfrage mit einer Veröffentlichung rechnen, dennoch vergingen im zweiten Stock des Möhringer Pressehauses zwei ganze Arbeitstage, bis erstmals über die Sache geredet wurde. Ergebnis der Krisensitzung: Lokalchef Gayer sollte am Donnerstag vergangener Woche in der heimischen Schreibstube verbleiben, um einen Text zur Lage der Dinge zu verfassen. Der scheint irgendwo in den Prüfinstanzen hängen geblieben zu sein, denn es dauerte weitere geschlagene vier Tage, ehe die StZ am Montagnachmittag eine dürre Nachricht online stellte.

Unter der Überschrift "In eigener Sache" und gut versteckt bei den S-21-Themen hieß es: "Die Stuttgarter Zeitung befindet sich derzeit in einem Rechtsstreit mit dem Kommunikationsbüro Stuttgart 21. Das Kommunikationsbüro hat eine Unterlassungsklage gegen die Zeitung eingereicht aufgrund der Berichterstattung über das Bauprojekt Stuttgart 21. Da es sich um ein laufendes Verfahren handelt, können wir uns nicht zu den Inhalten äußern und geben keine Stellungnahme dazu ab. Wir bitten um Verständnis."

Die Leser der gedruckten Ausgabe wurden mit dem Vorgang nicht behelligt. Vielleicht, um der Frage vorzubeugen, ob die "Stuttgarter Zeitung" nun ab sofort jedwede Berichterstattung von Gerichtsverhandlungen einstellt? Denn nach dieser Logik wäre alles ein laufendes Verfahren – bis zum letztinstanzlichen Urteil.


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Kommentare

Edelseele, 07.11.2013 09:50
Habe eben mal in die Seite von Herrn Diethelm Gscheidle hineingeschaut, danach bin ich mir sicher, dass der Mensch, der diese Seite gemacht hat, ein großer Witzbold sein muss. Ernst nehmen kann man diese Seite wirklich nicht. Ich finde es auch witzig, was er über Stuttgart 21 schreibt, das muss ja selbst ein Befürworter des Projekts witzig finden. Also bitte nicht ernst nehmen, was dieser Mann schreibt.

Antibiotikum, 05.11.2013 12:11
Danke Jürgen Bartle für diesen öffentlichen Einblick!
Kalabrien war gestern. Ungeheurlich welchen Vorgängen wir hier passiv zuschauen.
Und dabei geht es doch „nur um einen Bahnhof“!

Paul, 04.11.2013 13:55
nach dem Urteil ist vor dem Urteil:
"ich habe verstanden"
< Die Stuttgarter Zeitung darf nicht mehr behaupten, dass der Bahn-Aufsichtsrat in der Sitzung am 18.September 2013 über eine verspätete Inbetriebnahme...im Jahr 2022 informiert wurde.<

Also
Aufsichtsrat hat eh schon Bammel wg Haftung....
die neue Gesellschaft haftet nur zu 25 000 Euro, oder?
ergo: Aufsichtsrat DURFTE nicht wissen...
und deswegen darf auf keine Fall Zeitung sagen dass sie wussten...., weil sie dann ja hätten wissen können... logisch, oder?

denn in Deutschland gilt

-wir wussten von nix
-wir waren nicht dabei
-wir konnten nix tun

puh danke Gericht
damit sind Deutschlands Grundgesetze wieder hergestellt!! (sonst müssten wir ja genetische Manipulationen vornehmen lassen ;-)

Ralf Schmidt, 02.11.2013 23:53
Die Betonfraktionen im Stuttgarter Gemeinderat sehen trotz des Bundestagswahlergebnisses in Stuttgart, bei dem die Bundesparteien der Betonfraktionen gut wegkamen, Gefahr für sich beiden nächsten Stuttgarter Gemeinderatswahlen.
Was die verschwiegenen Umfragen so alle ergeben haben?

Vati Kretsch in Baden-Würtemberg, Schwiegersohn Kuhn als Oberberbürgermeister in Stuttgart, Mutti Angela in Berlin und was wird aus den anderen Familienmitgliedern im Stuttgarter Gemeinderat ?

Der Betonbürgermeister Hahn macht immer mehr Fehler - Fernsehturm, Nordbahnhofviertel, Baugenehmigungen für jedes nur erdenkliche Investorengrab, alles darf gebaut werden, wie in irgendwelchen nachgereichten Begehren beantragt usw.
Ist der Herr Hahn - und andere - auf dem Sprung, wird er nach oder bereits vor den nächsten Gemeinderatswahlen einen neuen Job haben, bei Bahn, Bau oder Baumaschinen?

In Stuttgart werden an verschiedenen Ortenbald alle paar Minuten volle LKW und leere LKW durch die Wohngebiete brettern, und wie im Nordbahnhofviertel wird es keine Einschränkungen von Seiten der Behörden des Herrn Hahn geben. Ob die Opfer immer noch die Betonfraktionen CDU, SPD, Freie Wähler und FDP bei den nächsten Gemeideratswahlen wählen?

Die Nichtbürger dürfen an Wahltagen Demokratie spielen und die "Macher" machen, was sie immer machen, ihre "Spielchen" mit den Nichtbürgern spielen. Wer da wie und wieviel profitiert?
Aber was gut für die deutsche Industrie, die Zugang zu Mutti hat, und deren Eigentümer ist, ist das auch gut für die Nichtbürger?

Die logische Konsequenz ist, man wähle "extremistische" Parteien - DKP, NPD, MLPD, Republikaner, AfD, Linke usw.
Aber was soll der Nichtbürger denn tun, wenn alle "etablierten" Parteien nach der Pfeife weniger, d.h. Eliten tanzen?

Es dann läuft - wie üblich - wieder die Propagandamaschine der Medien, der veröffentlichten Meinung an und verunglimpft die Nichtbürger, die nicht brav die wählen, die stets verkaufen, verraten, ausplündern und sich in Koalitionsverhandlungen stets nur um Posten streiten und alle Inhalte und "Wahlversprechen" vergessen.
Etwas was sie sich bei den "Eliten" nicht leisten können.

Fernweh, 01.11.2013 20:56
Offenbar reicht es der S21-Bereicherungsmafia - samt ihren politischen Handlangern - schon nicht mehr, allerlei Bezahlschmierer und pathologische Fälle "pro S21" (Klartext, Degerlocher usw.) in die Foren der Stuttgarter Printmedien zu "schicken", wenn jetzt schon zur groben Kelle gegriffen wird...

Hoffentlich ist das ein Zeichen, dass dieses ganze unselige Projekt kurz vor dem Scheitern steht. Die krampfhaften und illegalen Versuche der Bahn durch schnelle Abholzungen und Baumassnahmen vollendete Tatsachen ("alternativlos") zu schaffen, sprechen gleichermassen dafür.

Ulrich Frank, 31.10.2013 16:21
Wow!, und gestern (30.10: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.3d-rundgang-durch-die-stz-redaktion-besuchen-sie-uns-im-stz-newsroom.eb293b49-4095-4b80-adc5-06b0051501d6.html) bekamen online-Leser von der StZ einen virtuellen Durchgang durch den ominösen "newsroom", nach amerikanischem Muster, spendiert. Daß mit solch einem freizügig gestatteten Blick ins Innere tatsächlich Zweck und ultima ratio echter Berichterstattung: Transparenz geliefert wird (und nicht eine Art Ersatz oder Ablenkungsmanöver) ist aber doch zweifelhaft. Eher ist es eine andere ultima ratio. Zumal bis dato kein einziger (skeptischer) Kommentar freigeschaltet wurde. - Man durfte - ins kindliche Niveau versetzt - erraten, welches Obst z.B. auf des Chefredakteurs Schreibtisch liegt - und Gutscheine gewinnen - fürs shopping in Stuttgart. Doch stattdessen würde Leser/in doch eher, im Interesse wahrer Transparenz, interessieren, wer denn da am Redaktionstelefon sich melden könnte wenn es klingelt - Herr Kefer? Herr Dietrich? Ein ece-Vorstand? Mit Anspruchsdenken bzw. Genehmigungen hinsichtlich der Berichterstattung?

Wenn man sich schon, mit einem newsroom, einem angelsächsischen bzw. amerikanischen Muster anbequemt - welches aber, und dies wurde hier glaube ich in der Kontextwochenzeitung bereits dargestellt, bei der StZ gar nicht so gut funktioniert, könnte man sich auch ruhig /mehr/ gewisser Prinzipien der amerikanischen Presse annehmen - zu nennen wäre hier eben der investigative, nachforschende Journalismus. Vor langen Jahren antwortete einmal der Herausgeber oder Chefredakteur - das kann noch herausgefunden werden - einer großen amerikanischen Tageszeitung, in einem Interview zum Anlaß seines frühzeitigen Rückzugs aus dem Geschäft, auf die Frage wie es denn mit Abhängigkeiten einer Zeitung steht sinngemäß: das Problem der finanziellen oder politischen Abhängigkeit von Interessen sei nicht so gravierend wenn dem lesenden Publikum anregender oder aufregender Journalismus geliefert würde, der Mann nannte es "holy shit"-Journalismus - d.h Aufklärungstitel welche beim Frühstück zu solchen Ausrufen führen - wie etwa die Aufklärung des Watergate-Skandals. Dann würde eine Zeitung nämlich auch /gekauft/. Zu solchen "holy shit"-Reaktionen auf Seiten der Leser/innen gäbe es für den Journalismus in dieser Stadt hier und in diesem Land hier jede Menge Anlaß, wenn man das Niveau der unsensiblen Gewöhnung ans business as usual nicht schon so hochgeschraubt hätte.

- Im übrigen danach gefragt wieso denn er sich schon vor dem üblichen Pensionsalter aus dem Geschäft zurückziehe, sagte dieser Mann: retire as long as your marbles are still intact. Nun, bezogen auf die (Chef)Redaktion zumindest der StZ müßte man im übertragenen Sinne schon sagen: dort sind die Murmeln schon lange pulverisiert. - Journalismus, der, wie diese online-Zeitung hier, einen Gegenpol zu den ortsüblichen Medien, samt IHK-Funktionär in der Aufsicht wie z.B. beim swr, mit ihren Politikern hingehaltenen Mikrophonen und anderen vorgefilterten Inhalten, darstellt, findet sich m.E. im übrigen auch im heise online-Magazin telepolis.

Peter Leidinger, 31.10.2013 12:03
Es wird Zeit, dass Deutschland einen höchsten Medienwächter und obersten Zensor ernennt, der die Medien endlich in eine staatskonforme Richtung lenkt ...

Jo, 31.10.2013 09:21
"Ein Land, das Medien hat, braucht keine Zensur."
(Peter Hacks, DDR-Dramatiker)

Shoobidoo, 31.10.2013 09:20
Mal im Ernst: Um in diesem lächerlichen Fall zu obsiegen, müsste die Bahn nachweisen können, dass die Behauptung falsch ist, Stuttgart 21 werde später als 2021 fertig. Wie soll das bei einem Prognose-Datum, das in der Zukunft liegt, gelingen?
Man darf gespannt sein, wie die Zeitung zu der Einschätzung kam, der Fall sei in dieser Instanz nicht zu gewinnen - und noch interessanter wird sein, wie das Gericht, gesetzt den Fall, man lag damit richtig, dies begründen wird.
Der tatsächliche und potentielle Schaden für die Pressefreiheit ist immens! Eine Zeitung, die sich dieser Pressefreiheit verpflichtet fühlte und noch einen Rest journalistischer Selbstachtung hätte, würde die Redakteure ermutigen, die angegriffene Aussage Tag für Tag zu wiederholen, am besten auf der Titelseite!
Solange, bis auch die/der letzte LeserIn verstanden hat, wie unsäglich, peinlich, grotesk, lächerlich – aber auch gefährlich für eine freiheitliche Gesellschaft der Vorstoß der Bahn ist.
Dass dies bei der Stuttgarter Zeitung nicht passiert, wundert niemanden. Zu lange und zu oft hat diese Zeitung in vorauseilendem Gehorsam Selbstzensur betrieben.
Ob das ganze am Ende nur Theaterdonner ist, um die Redakteure loszuwerden, die nicht in die geschmeidige Nicht-Haltung, vulgo: "Blattlinie" dieser Zeitung passen?

Jörg Krauß, 31.10.2013 07:29
Es ist schon super spannend, immer mehr zu sehen, das der Bürger das Grundgesetz gegen die "Lohnempfänger" des Kapitals und der Politik verteidigen muss. S21 ist da nur eine Stelle, wo die "Schrauben" klemmen. "Bürger hört die Signale.....

Dr. Diethelm+Gscheidle, 31.10.2013 06:53
Sehr geehrte/s Frau/Fräulein Cindy,

selbstverständlich habe ich recht! Schließlich bin ich Verkehrswissenschaftler und habe mich in diversen Auftragsstudien mit Stuttgart-21 beschäftigt. In diesem Rahmen bin ich zu dem Schluss gekommen, dass ein auch nur mit einem kleinen Funken Verstand ausgestatteter Mensch Stuttgart-21 nur befürworten kann - wie kann man denn ein Projekt mit dreifacher Leistungsfähigkeit, das zusätzlich noch zu einer Steigerung des Umweltschutzes (Stadtparkerweiterung - praktischerweise geschieht dies auch noch in den Außenbezirken der Stadt, wo der Park nicht von irgendwelchen Halunken und Demonstranten-Hallodris genutzt wird, wie schön!) und einer riesigen Konjunkturankurbelung führt, für schlecht halten! Dies können Sie alles auf der Internetz-Seite meines verkehrswissenschaftlichen Institutes nachlesen (http://omec.us/ddg) - ich bin mir sicher, nach der Lektüre dieser aufklärerischen Artikel (u.a. auch über die gemeinen Machenschaften des unredlichen "Widerstands") werden auch Sie eine glühende Befürworterin dieses Umweltschutz-Projektes sein!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Diethelm Gscheidle
(Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)

P.S.: Hetzerei begehen höchstens Stuttgart-21-Gegner wie der unredliche Herr Nauke, der dafür hoffentlich eine langjährige Haftstrafe verbüßen wird!

duck soup, 30.10.2013 21:21
Ein abgekartetes Spiel?
Zur Frage von Wolfgang Claar bieten sich zwei Thesen an:
1) Erreichen STZ und DB beim Gerichtstermin, dass NICHT mehr über einen fixen Fertigstellungstermin geschrieben werden darf, wird auch nicht mehr über die Frage der anfallenden Mehrkosten informiert. Da der berühmte "Kostendeckel" schon längst gerissen ist, und man ja hinlänglich weiß, dass solche Megaprojekte IMMER teurer werden als anfangs geplant, wird es jetzt sehr leicht, ins "Blaue" zu planen und alles, was dann an Mehrkosten anfällt, wird einfach nachgereicht, Stück für Stück.
2) Sollte es sich tatsächlich um einen "Schaukampf" handeln, so haben wir es hier mit einem Ablenkungsmanöver zu tun. Es geht von Anfang an um ein neues Stadtviertel (mit Banken und Luxuswohnungen) und nicht um einen Bahnhof in erster Linie. Die Bahn hatte damals die Grundstücke vom Schlossgarten bis hin zum Gleisvorfeld zum Rosensteinpark vom früheren OB Schuster sehr günstig erworben. Die kann sie nun gewinnbringend verpachten (oder verkaufen) an all die Investoren und Baufirmen, die an S 21 beteiligt sind - für diese Parteien ist es eine klare Win-Win-Situation. In die Röhre schauen nur die Stuttgarter Bürger und jene, die auf grüne Oasen in der Stadt angewiesen sind. Das kann man aber jetzt noch nicht so offen kommunizieren.
PS: Ich wünsche den Herren Nauke, Braun und auch Herrn Müller ein starkes Rückgrat und eine weiterhin scharfe Feder. Es gibt kaum noch kritische, wirklich investigative Journalisten.

Cindy, 30.10.2013 19:38
Der Beitrag des Herrn Gscheidle zeugt von einer Art Schizophrenie!
Er glaubt nur er hat recht und meint die Leser seines Kommentars mit Gehirnwäsche umpolen zu können. Herr Gscheidle seien Sie gescheit und unterlassen sie Ihre Hetzerei!

Wolfgang Claar, 30.10.2013 16:36
Kann es ein zwischen Zeitungsspitze und Bahnspitze abgekartetes Spiel sein?

Ulrich Frank, 30.10.2013 15:38
Stuttgart 21 initiiert als weiteren Kollateralschaden auch den Kernzerfall der bürgerlichen Freiheiten, jetzt auch die Pressefreiheit . Es zeigt sich, wie die lange Hand der Finanzinteressen nicht nur ins Rathaus reicht - mit, wie es scheint, "demokratischen" Vertretern die, schamfrei, an Demokratie nicht das geringste Interesse haben dafür aber umsomehr am Mundtotsein von Stimmen, sondern auch mit terminierender Wirkung in die angeblich "überparteilichen" und "unabhängigen" Redaktionen eingreift.
Wenn schon ein Chefredakteur wie Joachim Dorfs nicht das Gewicht einer Persönlichkeit hatte diesem Versuch der bisherigen Indienstnahme einer Zeitung zur positiven Darstellung des mit hohen Risiken behafteten Projekts entgegenzuwirken so ergibt sich - leider folgerichtig - jetzt ein Schweigen ("keine Stellungnahme") mit Hinweis auf das laufende Verfahren.
Dabei gäbe es hochgradig gültige und wirksame Gründe den Leser/innen versuchte brachiale Einflußnahme auf die Berichterstattung zu dokumentieren. Daß dies nicht geschieht, ist ein GANZ SCHLECHTES ZEICHEN und läßt Raum für Spekulationen. Ist etwa das für November von der Schwesterzeitung praktisch nur mit Projektvertretern (Reger etc.) besetzte Foyer schon ein Akt der Buße?
Die Stuttgarter Lokalpresse wandelt sich zunehmend zur von Herrn Grube versprochenen aber nicht gelieferten regelmäßigen "Baustellenzeitung". Soeben wurde den Bürgern ja - service bis ins letzte Detail - ein S21-"Sorgentelefon" nahegebracht. Über Veranstaltungen und Inhalte der Projektkritiker wird in der bekannten hochgradig nachlässigen Art und Weise (nicht) berichtet. - Daß dann noch ein Herr Holger Gayer, der das Projekt dieses Frühjahr völlig unbegründet für "durchfinanziert" erklärt hatte (die Rechnung wird erst am Schluß geschrieben), mit Rechtfertigungen betraut wird, gibt das allerschlechteste Zeichen. Es ist im Grunde Diktatur-Berichterstattung.

Der "Kontextwochenzeitung" und ihren Redakteuren gebührt Dank, und dies in außerordentlichem Maße, daß sich in solchen Artikeln für das immer noch interessierte Publikum ein Blick hinter die Kulissen eröffnet. Den Redakteuren Nauke und Braun sind starke Nerven zu wünschen.

Ulrich Scheuffele, 30.10.2013 15:16
Peter Leidingers Beitrag um 9.32 gehört zensiert.
Geschmacklos.

Dr. Diethelm Gscheidle, 30.10.2013 15:01
Sehr geehrte Damen und Herren,

diese Klage ist sehr redlich! Was erdreistet sich dieser Herr Nauke auch, irgendein Haar in der Suppe von Stuttgart-21 zu finden? Stuttgart-21 ist bekanntlich das beste jemals geplante Bauprojekt seit dem Turmbau zu Babel! Und es wird nach Umsetzung einiger Kosteneinsparpotenziale meines verkehrswissenschaftlichen Forschungs-Instituts (Weglassen von überflüssigem Schnickschnack wie Treppen, Brandschutz, Bodenbelag, Signale, Rolltreppen, Grundwassermanagement, Mineralwasserschutz etc. - alles nachzulesen auf der Internetz-Seite meines Institutes) bereits 2016 fertiggestellt sein, und das zum Spott-Preis von nur noch 3 Mrd Euro! Wenn wir die Bahnhofs-Grube offen lassen und auf die Gleise verzichten, ist sogar 2015 möglich! Daher ist es sehr redlich, Herrn Nauke und seine Schwarzmalerei vor den Kadi zu zerren. Ich fordere 1 Jahr Ordnungshaft bei Wasser und Brot für jedes erlogene Verzögerungsjahr, also 2022 - 2016 = 6 Jahre für diesen Schmierfinken! Dann wird sich dieser Schreiberling künftig überlegen, ob er dieses hoch-redliche Bahnprojekt künftig noch weiter in den Schmutz ziehen wird!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Diethelm Gscheidle

Bürger /nicht meister, 30.10.2013 14:57
Pressefreiheit , Bürgerfreiheit, zuletzt die Gedankenfreiheit.
Orwell läßt grüßen.
Armes Deutschland.
Was weiß die NSA dazu ?

Roland Reichelt, 30.10.2013 14:52
Deckt sich mit meinen Erfahrungen bei der Bürgerfragestunde in 75365 Calw. Antwortverweigerung, so unwirtschaftlich machen wir weiter und in diesem Zusammenhang 3 x Belogen.
Der Generalstaatsanwalt sieht darin keine strafbare Handlung.
Da werden wir uns halt noch eine ganze Menge Talk- und Magazin-Sendungen gefallen lassen mit der schier nicht zu beantwortenden Frage: Woher kommt die Politikverdrossenheit?

@rechtsrat, 30.10.2013 14:45
Laut Aushang beim Landgericht Stuttgart soll der Verkündungstermin am 4. November um 11.30 Uhr sein, Saal 156.

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