KONTEXT Extra:
Jetzt doch ein Koalitionsausschuss zu Afghanistan

Vor Weihnachten hatten Grünen und CDU eine inhaltliche Aussprache über die Abschiebepraxis nach Afghanistan vermieden. Stattdessen wurde im Koalitionsausschuss vor allem darüber diskutiert, ob Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand es "schäbig" nennen darf, wenn sein CDU-Pendant, Innenminister Thomas Strobl, auch alte oder kranke Menschen abschieben will. Zur bisher einzigen Sammelabschiebung wurde ein Mann sogar aus einer Psychiatrischen Klinik geholt, dann allerdings doch nicht ins Flugzeug nach Kabul gesetzt.

Am kommenden Dienstag werden dieser und andere Fälle sowie die grundsätzliche Vorgehensweise im Koalitionsausschuss diskutiert. Die Grünen, die die Debatte durchgesetzt haben, erinnern an die geltenden Leitlinien des Landes zu Abschiebungen und Rückführungen, nach denen eine Einzelfallprüfung ohnehin zwingend ist. Bisher hatte sich Strobl gegen eine inhaltliche Behandlung der von ihm mitinitiierten verschärften Abschiebepraxis im Koalitionsausschuss ausgesprochen. Die Grünen gehen davon aus, dass die Leitlinien und damit die Einzelfallprüfung bestätigt werden.

Auf dem Tisch liegt auch ein Papier der sogenannten G-Länder, also aller Koalitionen, an denen Grüne beteiligt sind. Diesem zufolge muss gewährleistet sein, "dass Ausreisepflichtige keinen Schaden an Leben und Gesundheit nehmen". Die Regierungspartner in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen "betonen eine Reihe von Grundlinien und Anforderungen bezüglich Rückführungen nach Afghanistan". Sie fordern die Bundesregierung aber auch auf, die Sicherheitslage in Afghanistan "erneut zu überprüfen". (14.1.2017)


Ein zweites Raumwunder für Geflüchtete

Engagement kann sich lohnen. Im September hatte Kontext über die Initiative der Künstlerin Martina Geiger-Gerlach berichtet, eine Wohnung in einem zum Abriss vorgesehenen Haus im Stuttgarter Stadtteil Steckfeld monatsweise Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig finden dort immer Ausstellungen statt, die Nachbarn und Interessierten Gelegenheit geben, Künstlern und Geflüchteten zwanglos zu begegnen. Nun hat der Vermieter, das katholische Siedlungswerk, der Künstlerin eine zweite Wohnung im selben Haus als Lernwohnung zur Verfügung gestellt, damit Geflüchtete, die im Trubel ihrer Unterkunft nicht zur Ruhe kommen, eine Rückzugsmöglichkeit finden. Zudem bleibt das Haus länger stehen: voraussichtlich zwei Jahre. Dem Siedlungswerk gefällt das Projekt so gut, dass Martina Geiger-Gerlach gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könnte, im Quartiersraum des Neubauareals an Stelle des früheren Olgahospitals eine Aufgabe zu übernehmen. Und: Ihr Wohnungs-Projekt ist für den Stuttgarter Bürgerpreis der Bürgerstiftung vorgeschlagen worden. Am 20. Januar um 19 Uhr eröffnet in der Karlshofstraße 42 in Steckfeld die nächste Ausstellung mit Gemälden von Ivan Zozulya und dem DJ Roman Levin. Am 31. Januar wird die Entscheidung zum Bürgerpreis bekannt gegeben. Jeder kann mit abstimmen!


Der Gewitterwanderer im Glück

Mitte November hatte der 33-jährige Göppinger Schriftsteller Kai Bleifuß noch geschimpft wie ein Rohrspatz. Der promovierte Goethe-Experte rackert sich seit Jahren mit Schreiben ab. Fabrizierte zuletzt einen Roman über den Dichterfürsten und wie der so wäre, würde er in unserer Zeit leben. "Goethes Mörder" heißt das gute Stück. Gutes Zeug. Guter Mann. Das weiß auch Bleifuß selbst. Kontext gegenüber machte er keinen Hehl daraus, dass er sich selbst für einen ziemlich duften Typen hält. Doch bislang schlug ihm seitens des ganzen "Literaturzirkus" und der Verlage kalter Wind entgegen. Niemand wolle mehr ein Risiko eingehen. Literatur würde immer mehr unter ökonomischen Abwägungen betrachtet, konstatierte der resolute Literaturnerd. "Schreiben ist das Idiotischste, was man machen kann. Nicht schreiben aber auch."

Ein Bleifuß lässt sich aber nicht unterkriegen – und jetzt hat es gerappelt im Karton: Am vergangenen Sonntag sackte der Göppinger für seinen Text "Fünf Variationen auf das Unsagbare" den Autorenpreis "Irseer Pegasus 2017" ein. 150 Schriftsteller aus dem ganzen Land hatten sich mit ihren Werken beworben, doch Bleifuß hat den mit 2000 Euro dotierten Preis gewonnen. Neben ihm auf dem Siegertreppchen der Preisverleihung im Kloster Irsee im Allgäu strahlte David Krause aus Kerpen.

"Der glücklose Autor hatte endlich einmal Glück!", schrieb Goethe-Glücksbärchen Bleifuß voller Freude an Kontext, mit der Bitte unseren LeserInnen mitzuteilen, dass man am 27.1. ab 21:05 Uhr im BR2 sein Hörspiel "Pinball" senden werde. Machen wir doch gerne. (11.1.2017) 


Abstand halten von den Volksverrätern

Aus 594 Wörtern haben die Sprachwissenschaftler um die Darmstädter Professorin Nina Janich das Unwort des Jahres 2016 ausgesucht: "Volksverräter". Aus dem Erbe der NS-Diktatur werde das Wort von Pegida, AfD und anderen Rechtsaußen verwendet, um PolitikerInnen  zu diffamieren. Mit der Folge, dass das "ernsthafte Gespräch" und notwendige Diskussionen in der Gesellschaft abgewürgt würden, begründet die Jury. Auf den weiteren Plätzen folgen "postfaktisch", "Populismus", "Gutmensch" sowie eine "Armlänge Abstand". Mit in der fünfköpfigen Jury saß auch Kontext-Autor Stephan Hebel. (10.1.2016)


Sichere Herkunftsstaaten: Kretschmann schon lange für längere Liste

Winfried Kretschmann hat sich mit jüngsten Äußerungen zur Einstufung von Marokko, Tunesien und Algerien als sichere Herkunftsländer derart in die Nesseln gesetzt, dass sich sein Staatsministerium zu einer "Klarstellung" aufgerufen sah. Tatsächlich handelt es sich um einen durchsichtigen Versuch der Schadensbegrenzung. Der grüne Regierungschef hatte auf Anfrage der "Rheinischen Post" in einer Stellungnahme zur aktuellen Sicherheitsdebatte erklärt: "Die kriminelle Energie, die von Gruppierungen junger Männer aus diesen Staaten ausgeht, ist bedenklich und muss mit aller Konsequenz bekämpft werden." Zugleich sprach er sich für die Aufnahme der drei Maghreb-Staaten auf die Liste sicherer Herkunftsländer aus: "Baden-Württemberg wird der Ausweitung zustimmen, sofern die Bundesregierung das Ansinnen in den Bundesrat einbringt."

Die Wirkung beider Sätze im Zusammenhang sind ihm und "meinen Leut", wie er seine engsten Mitarbeiter gern nennt, offenbar entgangen. Jedenfalls stellte "das Staatsministerium klar, dass die signalisierte Zustimmung weder aus aktuellem Anlass beschlossen wurde, noch ihre Begründung in der Gewaltbereitschaft mancher Gruppen junger Männer aus diesen Ländern hat". Vielmehr sei die Entscheidung "schon im Frühsommer 2016 nach einem langen Abwägungsprozess, in dem vor allem der Frage nachgegangen wurde, ob es angesichts der Menschenrechtssituation in den besagten Ländern vertretbar wäre, diese zu sicheren Herkunftsländern zu erklären (...), als sich die Bundesregierung dem Ministerpräsidenten gegenüber bereit erklärte, in einer Protokollerklärung festzuhalten, Personen aus sogenannten vulnerablen Gruppen wie Homosexuellen, verfolgten Journalisten, religiösen Minderheiten mit gleicher Sorgfalt zu prüfen wie Flüchtlinge aus sonstigen Ländern". Das Staatsministerium sagt allerdings nichts dazu, ob die Forderung erfüllt wurde und warum das Thema nicht längst endgültig ausgetreten ist. Denn laut dem Bundesamt für Flüchtlinge und Migration werden die drei Länder in der Statistik überhaupt nicht mehr einzeln ausgewiesen, weil die Zahl der einreisenden Asylbewerber so niedrig ist. Und bereits 2015 gehörten die drei Staaten nicht zu jenen zehn Ländern, aus denen die meisten Flüchtlinge nach Deutschland kamen. (5.1.2017)


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Ausgabe 171
Zeitgeschehen

Der Pseudo-Joschka von Heidelberg

Von Mario Damolin
Datum: 09.07.2014
Heidelberg war einst eine Metropole der 68er. Marx, Mao, Lenin oder Bakunin standen bei den Studenten-Rebellen hoch im Kurs. Unter ihnen war Michael Buselmeier, der heute ein Konservativer ist. Jüngst hat er den Gustav-Regler-Preis für sein Lebenswerk erhalten. Er sei der Joschka Fischer Heidelbergs gewesen, meint der vielfach prämierte Schriftsteller über sich selbst. Nur daran kann sich niemand erinnern.

Es war Mitte der Siebzigerjahre, als mir Michael Buselmeier ein Buch empfahl: "Das Ohr des Malchus" von Gustav Regler. In der Tat ein sehr interessantes und erhellendes Buch. Darin beschreibt der 1898 geborene Saarländer sein Leben: aus einer streng katholischen Familie zum Kommunismus konvertiert – und wieder zurück zum Katholizismus mit spiritueller Ausprägung. Ein Leben, wie ein Rezensent seiner Autobiographie schrieb, "als Tanz auf dem Vulkan": Erster Weltkrieg mit Giftgasverletzung; danach kommunistischer Funktionär; Reisen in die stalinistische Sowjetunion als "kommunistischer Musterschüler" (Oskar Maria Graf); Aktivist im Saarland gegen den Anschluss an Deutschland; "politischer Kommissar" im spanischen Bürgerkrieg, dort schwer verwundet; Bekanntschaft mit Hemingway; nach Abschluss des Ribbentrop-Molotow-Paktes Dissident und Flüchtling über Frankreich – dort kurzzeitig interniert – nach Mexiko; drei Ehen; 1963 Tod in Neu-Delhi. Was für ein Leben.

Michael Buselmeier 1978 beim Russell-Tribunal in Heidelberg. Foto: privat
Michael Buselmeier 1978 beim Russell-Tribunal in Heidelberg. Foto: privat

Im Mai dieses Jahres hat Michael Buselmeier in Saarbrücken den Gustav-Regler-Preis für sein Lebenswerk erhalten. In der Begründung heißt es unter anderem: "Seine Themen spiegeln die Brüche und Metamorphosen seiner politischen Biografie, vergleichbar mit Gustav Regler." Ein starker Vergleich. Denn Buselmeier, 1938 in Berlin geboren, verbrachte nahezu sein gesamtes Leben in Heidelberg, und dort entstand auch sein durchaus umfangreiches Werk an Romanen, Gedichten, Artikeln zu Politik und Kultur – prämiert mit Auszeichnungen wie der Richard-Benz-Medaille, dem Thaddäus-Troll-Preis oder dem Ben-Witter-Preis. Aber "Metamorphosen und Brüche, vergleichbar mit Gustav Regler"?

Buselmeier kannte eher den Stehblues in den Tiefen der Altstadt

Regler war ein Protagonist einer wahrhaft eruptiven Zeit, ein über Jahrzehnte politisch Bewegter, Unruhiger, Suchender. Buselmeier hat zwar in den Sechziger- und Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts ein paar Gewaltausbrüche in Deutschland aus der Ferne miterlebt, verglichen mit Reglers extremem "Tanz auf dem Vulkan" war das aber eher ein Stehblues in den Tiefen der Heidelberger Altstadt. In seiner Dankesrede zur Verleihung des Regler-Preises beschwor Buselmeier den "Künstler als Renegaten", als Abtrünnigen vom Mainstream seiner jeweiligen Zeit. Zwar habe er es im vergleichsweise liberalen Deutschland leichter gehabt, "die Rolle des Rebellen und Tabubrechers" zu spielen, aber als Renegat lässt er sich doch gerne bezeichnen.

Die öffentliche Aufmerksamkeit als Renegat kann nur erringen, wer vorher sich auch öffentlich genug positioniert hat. Bei Buselmeier geht das – in einem Interview mit dem Deutschland-Radio – folgendermaßen: "Meine große Zeit meiner revolutionären Karriere waren ja die 70er-Jahre, da war ich hier der Sponti-Häupt­ling, das, was der Joschka Fischer in Frankfurt war." Was in der Radiosendung als "Selbstironie" kommentiert wird, mag für den ersten Teil des Satzes noch zutreffen, aber spätestens beim Vergleich mit Joschka Fischer erweist sich der ernsthafte Kern solcherart fiktionaler Erzählungen. Einen solchen Gedanken muss man erst einmal im Kopf haben, um ihn aussprechen zu können. 

In Heidelberg hat die Selbstdarstellung des Schriftstellers nur verwundertes Kopfschütteln ausgelöst. Weder gab es hier in den 70er-Jahren einen "Sponti-Häuptling", noch gab es einen "Stamm", der einem solchen Häuptling hätte folgen können oder wollen. Dass Buselmeier der "Joschka Fischer Heidelbergs" gewesen sein soll, ist eine schiere Halluzination. Die noch in Heidelberg lebenden alten Kämpen der Studentenbewegung erzählen, dass der angebliche Sponti-Häuptling allenfalls am Straßenrand mit seinem Dackel, später mit seiner kleinen Tochter bei Demonstrationen gesehen wurde. Ja, und das soll nicht verschwiegen werden, er war dabei, als 1978 das letzte deutsche selbst verwaltete Studentenwohnheim, das "Collegium Academicum", ein linkes Zentrum mitten in der Stadt, mittels einer Tausendschaft Polizisten aufgelöst wurde. Doch körperliche Auseinandersetzungen hat Buselmeier, ganz anders als Joschka Fischer mit seiner Frankfurter "Putztruppe", schon immer gescheut.

Das eigene Renegatentum mit Bedeutung aufladen

Was also bewegt einen mehr als siebzigjährigen Altlinken und anerkannten Schriftsteller ohne Not dazu, derlei krude Geschichten zu erzählen? Offensichtlich ist – neben einer nicht zu verkennenden Alterseitelkeit – das Bemühen, sein eigen konstatiertes Renegatentum mit Bedeutung aufzuladen. Und das hat eine lange Tradition in der Geschichtsschreibung ehemaliger Studenten-Rebellen der 68er-Zeit – nicht nur in Heidelberg. In einem legendären taz-Streitgespräch im Jahr 2007 zwischen der Journalistin Katharina Rutschky und dem Historiker Götz Aly reagierte Rutschky auf die groteske These Alys ("Die Kinder der deutschen Massenmörder sind damals einem Massenmörder hinterhergerannt. Ich habe auch eine Mao-Plakette getragen. Wir waren alle Maoisten") kurz und bündig: "Ich bin kein Kind eines Massenmörders (...) Ich war kein Maoist (...) Herr Aly, Sie reden, wie Renegaten es oft tun, über sich – und verallgemeinern."

Studentenprotest in Heidelberg 1968. Foto: www.heidelberg68.de
Studentenprotest in Heidelberg 1968. Foto: www.heidelberg68.de

Bei Buselmeier ist das Verallgemeinern seiner erlebten oder imaginierten Geschichte biografische Methode und zugleich politische Botschaft. Er ist ein Meister der "Wir-Erzählung", einer, der, um sein Renegatentum ins rechte Licht setzen zu können, nicht davor zurückschreckt, sich selbst erst einmal als "wir" zu dämonisieren. Das erhöht den Effekt der "Kehrtwendung". Und so fabuliert der Schriftsteller in Interviews, Artikeln und Büchern unentwegt: 

"Wir haben alles falsch analysiert" (...) "Wir haben den Kapitalismus falsch eingeschätzt als un­ter­gehend und als "präfaschi­stisch" (...) "Wir haben den Stalinismus verharmlost" (...) "Wir haben China erschreckend darge­stellt als 'Kulturrevolution'" (...) "Wir sind als Linke durch die Vorlesungen in einer Radikalität getobt wie die Nazi-Studenten 1933 durch die Vorlesungen der linken und der jüdischen Professoren" (...) "Wir haben die RAF bewundert" usw. usf. Wir, wir, wir.

Ein "ideeller Gesamtlinker", der alle Sünden auf sich nimmt

Buselmeier – und da ist er nicht der Einzige – ernennt sich einfachheitshalber zum "ideellen Gesamtlinken", mit all jenen sinnlosen Gewaltaktionen, würdelosen Exzessen und theoretischen Amokläufen, die es in dieser radikalen Jugend- und Studentenbewegung der 60er- und 70er-Jahre natürlich auch gab. Und gerade in den Universitätsstädten dieses aufgeblasene "Revolutionstheater" oder der nicht seltene wichtigtuerische Aktionismus. Aber er, Michael Buselmeier, ist derjenige, der all diese "Sünden" auf sich nimmt, um sie sogleich wieder auf das "Wir" abzuladen. Er simuliert sich als Maoist und Kulturrevolution-Fan, Stalinist und Gulag-Verdränger, linker Nazi, RAF-Bewunderer und heimlicher Terror-Sympathisant – ein unendlich erweiterbares multiples "Ich", das im "Wir" seine finale Bestimmung findet. Als fiktionaler Stoff etwa eines Romans durchaus entwicklungsfähig – aber nicht geeignet als ernst zu nehmende Rückschau, die ein auch nur annährend kritisches Reflexionsniveau für sich beanspruchen kann.

Katharina Rutschky 2007 zu Götz Aly und dessen Thesen, 1968 sei ein "Spätausläufer des europäischen Totalitarismus" gewesen: "Unangenehm ist, dass Sie jetzt im Nachhinein so wahnsinnig schlau sind." Es gibt nicht wenige aus der 68er-Generation, die sich – wie Buselmeier – im Nachhinein so unglaublich geläutert und wissend präsentieren, die ihre eigene Geschichte immer wieder aufwärmen, sozusagen mit warnendem Zeigefinger, um sich die Gelegenheit geben zu können, als Renegaten fröhliche Wiederauferstehung zu feiern. Und bei manchen ist der Weg vom ehemaligen "Revolutionär" zum "Klassenfeind" schnell zurückgelegt, etwa von der Anti-Springer-Demonstration in die Führungsetagen von Springers "Welt" oder vom Frankfurter "Pflasterstrand" in die Glaspaläste von BMW.

Buselmeier hat diesen Weg nicht eingeschlagen. Er arbeitet an seiner Geschichtsschreibung. Seine angeblichen Brüche und Metamorphosen hin zum Konservativen, sein mitunter altbacken-abweisendes Verhältnis zu allem, was "modern" und "technisch" ist, finden in der lokalen Monopolpresse, die früher über ihn und seinesgleichen gerne als "Linksfaschisten" herzog, freudige Abnehmer. So wie Heidelberg, früher eine Metropole der Studentenbewegung und Sitz mancherlei seltsamer(Polit-)Sekten, heute eine befriedete "Wohlfühl-Stadt" ist, hat sich der einstmalige "Rebell" wohlig in der Rolle eines mahnend-konservativen Spät-Spätromantikers eingerichtet.

"Haben Sie uns gebraucht?", fragte Michael Buselmeier einmal anlässlich eines öffentlichen Interviews den früheren Heidelberger Oberbürgermeister Reinhold Zundel, den er in den Siebzigerjahren ob dessen brachialer Art der Stadtpolitik publizistisch aufs Heftigste bekämpft hatte – um sogleich entschuldigend hinzuzufügen: "Wir haben Sie gebraucht."

Eine vermuffte Gesellschaft hat die Jugend nicht gebraucht

Das ist die völlige Geiselnahme des "Wir" durch das "Buselmeier-post-68er-Ich", das Ende aller Geschichtsschreibung, das Ende aller kritischen Reflexion. Denn die Nachkriegsjugend in Westdeutschland hätte ursprünglich sicher einiges "nicht gebraucht", was dann später – 1968 – zur unvermuteten Initialzündung für Rebellion und Protest wurde: eine postfaschistische, verkrustete, vermuffte und verklemmte Gesellschaft, schweigende Eltern, prügelnde Lehrer, falsche Autoritäten, alte Nazieliten wieder in Amt und Würden, die Droge des Vergessens. Das alles wurde so nicht "gebraucht", aber es war da – eben wie im richtigen Leben.

"Völlige Geiselnahme des 'Wir' durch das "Buselmeier-post-68er-Ich". Miacheal Buselmeier hier mit Kind. Foto: Privat
"Völlige Geiselnahme des 'Wir' durch das "Buselmeier-post-68er-Ich". Michael Buselmeier, hier mit Kind. Foto: privat

Gustav Regler in seiner Autobiografie zum Moment seiner "Kehrtwendung" Anfang der Vierzigerjahre im mexikanischen Exil: "Man teilte nicht mehr alles ein, wie die Gedankenarmut der politischen Fanatiker es gebot, man fühlte sich stark genug, den Reichtum der Ideen über sich ergehen zu lassen (...) man war zum Aufbruch nach immer neuen Horizonten bereit." Sein Renegatentum brachte ihm gesellschaftliche Isolierung, das "Gift des Abscheus" ehemaliger Freunde und Genossen und massive existenzielle Bedrohungen. 

Die altlinken "Renegaten" wie Buselmeier, die das politische Exil nur vom Hörensagen kennen, sind von solcherart Bedrohungen nicht betroffen – im Gegenteil. Sie dürfen heute die Preise in Empfang nehmen, die nach jenen Personen benannt sind, welche tatsächlich radikale lebensgeschichtliche Brüche vollzogen haben. Der Gustav-Regler-Preis an den Heidelberger wurde, wie die "Saarbrücker Zeitung" monierte, von einem "Klüngel" Buselmeier-Freunde organisiert: vorgeschlagen von seinem alten Freund Arnfrid Astel, einer Jury, gespickt mit guten Bekannten, und die Laudatio hielt sein Heidelberger Lyrikkollege Michael Braun. Fehlt nur noch, dass Buselmeier demnächst zum "Gustav Regler Heidelbergs" ernannt wird.

 


Mario Damolin ist Autor von TV-Dokumentationen und Reportagen und seit 1998 Dozent an der Filmakademie Baden-Württemberg. Begonnen hatte er seinen journalistischen Weg als Student bei der Zeitschrift "Carlo Sponti"; später dann über die "Heidelberger Rundschau" Mitbegründer der Heidelberger Wochenzeitung "Communale", Redakteur bei "psychologie heute" und Buchautor. Artikel für die taz, FR, FAZ, "Die Zeit" und den "Freitag".


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Kommentare

elmex, 24.07.2014 20:20
Das hat er gut geschrieben, der Damolin. Vor 40 Jahren hätt' ich das nicht vermutet.

Michael Schiffmann, 22.07.2014 16:05
Lächerlich, wie dieses spillerige Figürchen, das schwerlich ernst zu nehmen war, sich als großer Oberboss inszeniert und sich Sünden aufs Haupt lädt, die es nie begangen hat. Das mea culpa, das bei Koestler, Regler, Münzenberg und anderen durchaus ernst zu nehmen war, wird hier zur Farce.

Hellmut G. Haasis, 10.07.2014 17:48
BUSELMEIER – KEIN STEINEWERFEN
unmaßgebliche älbler notiz von hellmut g. haasis

es scheint zeit zu sein, den buselmeiner zu steinigen. hat wieder einer zu laut geschrien, der seit längerem mit dem BEKEHRTWERDEN kokettiert. – lasst ihn. wenn er lust dazu hat, wird er eben wieder katholisch. man kann auch religionslos und freidenker, humanist werden. ich gehe lieber zu URIEL DA COSTA weiter, dem jüdischen ketzer, der von den orthodoxen in den freitod getrieben wurde. lang ist’s her. zum rückwärtsgang in die religion passt er nicht. nicht marktgängig.

an buselmeier können wir sehen, wie schnell man sich VERLUPFEN kann, wenn man zu altmeistern greift. GUSTAV REGLER als reckstange, um sich daran hinaufzuziehen? solche qualität müssen einem die NACHGEBORENEN bescheinigen, EIGENE NACHRUFE stehen einem autor nicht gut zu gesicht.

mit buselmeier hatte ich zu tun, als ich 1981 dem wunderhorn verlag mein buch über das hambacher fest einreichte. buselmeier verhielt sich ganz und gar nicht wie ein JOSCHKA FISCHER, er strotzte nicht von angeberei, schuhriegelte mich nicht, gab sich nicht als der große zampano. und er hielt mir nie seine GEWALTIGEN WERKE vor, noch weniger seine heroische rolle im klassenkampf oder so was ähnlichem. mit respekt las ich seinen roman „der untergang von heidelberg“ (1981). dann verloren wir uns aus den augen.

lange später kreuzten sich unsere wege, wenn auch nur literarisch, beim JUSTIZERMORDETEN joseph süß oppenheimer, 1738 in stuttgart vor 12000 zuschauern am galgen hochgezogen. ich las buselmeiers „literarische führungen durch heidelberg“ (1996). was ich da über den seit eh und je verleumdeten heidelberger geschäftsmann lesen musste, zog mir die schuhe aus. es geht nicht darum, dass sich ein stadtführer nicht auch irren darf. nein, buselmeier schüttete einen antisemitischen jauchekübel über süß aus. da man es nicht glauben will, muss ich zitieren, auch wenn einige auflagen später diese peinliche stelle korrigiert werden musste.

als die wormser sich 2011 auf dieter wedels theaterklamotte über joseph süß vorbereiteten, begann ich im wormser ratssaal mit einem warnenden rückgriff auf buselmeier.

„Er [Joseph Süß Oppenheimer] war eine schillernde, aus dem Dunkel kommende Persönlichkeit. Als seine Eltern gelten jüdische Komödianten. Doch hält sich auch die Version, er sei ein UNEHELICHER SOHN des Feldmarschall-Leutnants von Heidersdorf gewesen, der 1693 als Kommandant von Heidelberg beim Anrücken der Franzosen die besten Stellungen ohne Not räumen ließ und damit seinen Soldaten das Signal zur Flucht gab.
Süß Oppenheimer war ein genialer Karrierist, ein moderner Geist, der schon in jungen Jahren zahlreiche Reisen bis nach Prag und Wien unternahm und in Mannheim mit Waren, vor allem mit Geld handelte. Schließlich wurde er Ratgeber und Bankier des Herzogs Karl Alexander von Württemberg und bekam den Titel Geheimer Finanzrat.
Er erschloss dem Herzog durch MÜNZMANIPULATIONEN, den Verkauf von Ämtern, Titeln und Privilegien stets neue Geldquellen und machte sich fast unersetzlich. Doch bereits 1738, nach dem plötzlichen Tod seines Herrn, fiel er der VOLKSWUT ZUM OPFER, die zum Teil dem Herzog selbst galt: Er wurde GEHENKT.“ (Michael Buselmeier: Literarische Führungen durch Heidelberg. 1991, S. 86)

hier ist so ziemlich alles falsch und stammt aus tiefbraunen schichten unserer überlieferung, viel älter als die nazis. buselmeier hätte das spüren und nachprüfen müssen. schade, michael, das hätte nicht sein müssen.

dennoch möchte ich buselmeier keine steine hinterher werfen. eine billige reaktion auf einen NEUBEKEHRTEN. dass er sich für stalinistische verirrungen usw. schämt, ehrt ihn. viel übler verhielt sich da ein funktionärstyp wie kd wolff, roter stern verlag frankfurt. oder günter maschke, der zu den rechtsradikalen überlief. die maostischen stalinisten waren schon damals nicht unwidersprochen. lieber michael, es gab auch antistalinisten unter uns. meine kleine figur, immer fröhlich provinziell beschränkt, war rätesozialist, libertär, syndikalist. unsere strömung war schmal, die maoisten haben alles niedergetrampelt. wir blieben. wir brauchen uns nicht zu bekehren – oder doch? zu merkel? zum neoliberalismus? zum papst? ich weiß, von der „bekehrung“ kann man publizistisch leben. der „markt“ wünscht so was. wer sich da heimisch fühlt, soll zugreifen.

zum schluss ein blick hinter die kulissen von preis-vergaben. buselmeier bekam 1995 den thaddäus troll preis. bei der verleihung in heidelberg hielt es der große literat der stadt für wichtig, die jury und den vorsitzenden martin blümcke zur schnecke zu machen: warum er, der buselmeier, so spät entdeckt werde? 1990 hatte ich denselben preis bekommen. als ich mit dem jury-vorsitzenden überlegte, wie es weitergehen könnte, schlug ich die kurpfalz vor, diese ecke baden-württembergs sei noch nicht vertreten. - ja, wer denn? – buselmeier, wichtiges buch über heidelbergs untergang. - war in stuttgart unbekannt. die mühlen brauchten fünf jahre. die jury war so liberal, einen preis, der ursprünglich für schwäbische autoren gedacht war, auch in die rechtsrheinische pfalz zu vergeben.

zuletzt rate ich als märchenclown DRUIKNUI, lasst das STEINEWERFEN. wenn schon, dann übt euch im KUGELSTOSSEN. ist gesünder und lustiger.
michael, BLEIB XOND, um den doktor zu sparen.
Hellmut G. Haasis, Reutlingen

Thomas Rothschild, 10.07.2014 09:26
Das Widerwärtigste an Buselmeier ist, dass er, wie alle Renegaten seines Typs, den neuen Gönnern ständig beweisen muss, dass er tatsächlich ein Bekehrter und Bereuender ist, dass er sein eigenes Mittelmaß verstecken muss, indem er seine früheren Genossen, die ihm nicht auf dem Weg in die bürgerliche Geborgenheit gefolgt sind, denunziert. Indem er sie als unbelehrbar karikiert, beansprucht er für sich, weise geworden zu sein. Als gäbe es nicht eine Altersdemenz. Es gehört zu ihren Eigenschaften, dass man sie an sich selbst nicht diagnostizieren kann. Die Liste von Hake ist eindrucksvoll und ließe sich mühelos erweitern, zumal wenn man über den Heidelberg-Frankfurter Raum hinaus blickt. Aber was immer man Joschka Fischer vorwerfen mag: So opportunistisch und verlogen wie Buselmeier ist er mit seiner Vergangenheit und der Vergangenheit seiner (Ex-)Freunde niemals umgegangen. Anders als dieser hat er die Botschaft des Marquis von Posa an Don Carlos nie ganz vergessen: „Sagen Sie/ Ihm, dass er für die Träume seiner Jugend/ Soll Achtung tragen, wenn er Mann sein wird“.

Hake, 09.07.2014 19:27
Ja, kann man drüber schmunzeln, und Buselmeier war nun wirklich nicht Frontschwein noch herausragend, eher, wie auch selbstbezeugt, Hase, Bedenkenträger, also gar kein Joschka-Fischer-Steineschmeisser; Joschka Fischer's wahrer Häuptling war übrigens ein anderer, der Joscha Schmierer, der auch in Heidelberg den Politgranden gespielt hat und ab und an im Heidelberger Cave auflief, mit Hofstaat und der ist auch der wahre Häuptling geblieben, hinter den Kulissen, bis hinein ins Aussenministerium und in den strategischen Planungsstab der Republik, noch so ein schöner Treppenwitz der (68er-)Geschichte.

Mich beschleicht beim Lesen das Gefühl, dass hier ein letzter Mohikaner dem anderen vorwirft, ein falscher letzter Mohikaner zu sein... Nur die Liste dubioser letzter Cowboys (Rocker) allein aus dem Heidelberger-Frankfurter Raum ist so erschreckend lang, da wird einem schlecht, wenn man die Biographien bedenkt. Eine kleine Auswahl: Fischer, Schmierer, Cohn-Bendit, Bütikofer (das Heidelberger Frontkämpferlein von Joscha Schmierer 1978, der stand im CA mit Schreitüte und Pflasterstein), Kretschmann, Fücks... die spielen alle den Buselmeier, zur Unterhaltung, wenn's sein muss, und richten nebenbei noch ordentlich Schaden an.

Da ist mir ein wunderlich (poetisch) verkorkster Buselmeier lieber, wie auch ein Damolin, da bekommt das Ganze beim Lesen etwas geradezu Unschuldiges, Verzeihliches. Man schaut beim Zurechtrücken der Lebensverse zu. Gerade weil dabei die Fallhöhe so erschreckend gering ist oder sei's halt der Abgrund zwischen angeblichen Brüchen, zeigt sich wie ungebrochen und wichtig die Mentalität der Protagonisten ist: nichts hat sich geändert, alles hat sich nur ein wenig abgewetzt und übertragen auf die wichtigeren Figuren kann man/frau von ausgehen, sogar mit Bestimmtheit sagen, dass die heute, mit Verlaub, die selben Arschlöcher sind, die sie damals schon waren.

massac, 09.07.2014 15:36
Bravo Damolin

FernDerHeimat, 09.07.2014 07:57
Achja, Buselmeiers Sagen und Legenden.

"Unter ihnen war Michael Buselmeier, der heute ein Konservativer ist."

Nein, nein. Der war ganz gewiss schon IMMER ein Konservativer - aber hat sich eben noch entscheiden müssen, in welcher Partei.

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Ausgabe 302 / Hilfe für Snowdens Helfer / Florian S. Müller, 17.01.2017 21:14
Den Vortrag von Sönke Iwersen beim 33C3 ist unter diesem Link anzuschauen und runterzuladen: https://media.ccc.de/v/33c3-8416-the_untold_story_of_edward_snowden_s_escape_from_hong_kong#video&t=830 Am Anfang gab es technische...

Ausgabe 302 / Eliten mit Sehschwäche / Renate Knapper, 16.01.2017 12:10
Hallo Kontext-Redaktion, Ich finde es super, dass ihr das Thema reich/arm zum Schwerpunkt machen wollt. Und dass ihr gleich in BaWü anfangt und v.a. auch Namen nennt. Bitte weiter so!! Hoch spannend ist in meinen Augen auch die Aussage...

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