KONTEXT Extra:
Zweiter NSU-Ausschuss: Geheimdienste auf der Theresienwiese?

Der zweite NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags hat in seiner konstituierenden Sitzung am Donnerstag die ersten zwei Zeugen benannt. Sie sollen nach den Worten des Vorsitzenden Wolfgang Drexler (SPD) Auskunft darüber geben, "ob sich am Tag des Anschlags auf die beiden Polizeibeamten in Heilbronn Geheimdienste am oder in der Nähe des Tatorts befunden" haben.

Im ersten Ausschuss in der vergangenen Legislaturperiode hatte der Journalist und NSU-Experte Rainer Nübel als Sachverständiger dazu Stellung genommen. "Er verwies", wie es im Abschlussbericht heißt, "zunächst auf die mutmaßliche Anwesenheit der Defence Intelligence Agency (DIA) zur Tatzeit am Tatort". Mitte November 2011 habe er, wie Nübel weiter zitiert wird, eine Nachricht von der "Stern"-Redaktion in Hamburg erhalten, wonach ein dort vorliegendes Papier ein mutmaßliches Observationsprotokoll des amerikanischen Militärgeheimdienstes DIA darstelle. Daraus gehe hervor, dass zur Tatzeit eine Observation von "M. K." und einer weiteren, nicht näher definierten Person durch US-Agenten stattgefunden habe. Zumindest eine dieser beiden Personen habe zuvor bei der Santander-Bank 2,3 Millionen Dollar oder Euro abgeholt. Und weiter: "Sicherheitsbeamte entweder aus Baden-Württemberg oder Bayern sollten präsent gewesen sein und die Operation aufgrund eines 'Shooting Incident' zwischen 'White Wings', also Neonazis bzw. Rechtsextremisten, und einer Polizeistreife abgebrochen worden sein."

Nübel hatte bei seinem Auftritt als Sachverständiger umfangreiche Ausführungen zu den eigenen Recherchen gemacht. Aus Zeitgründen und angesichts des Endes der Legislaturperiode, so Drexler, der auch den ersten Ausschuss führte, habe diesem Komplex aber nicht mehr detailliert nachgegangen werden können. Im Einsatzbeschluss des zweiten Gremiums heißt es jetzt, insbesondere sei zu klären, ob "Angehörige von ausländischen Sicherheitsbehörden auf der Theresienwiese oder in der Umgebung im Umfeld des Mordanschlags am 25. April 2007 anwesend waren, ob und welche Rolle diese beim Tatgeschehen gespielt und welche Erkenntnisse dazu bei deutschen Sicherheits- und Ermittlungsbehörden vorgelegen haben". Die erste öffentliche Sitzung des Untersuchungsausschusses findet am 19. September statt. Gehört werden zum Auftakt auch noch einmal vier Sachverständige.


Keine Nebenabsprache zu Stuttgart 21

Um Streit zu vermeiden, sind laut Winfried Kretschmann die bis zum Wochenanfang geheimen Nebenabreden mit der CDU zusätzlich zum Koalitionsvertrag getroffen worden. Die Aufregung darüber, dass Ausgaben von 1,3 Milliarden Euro ohne Finanzierungsvorbehalt an der Öffentlichkeit vorbei festgeschrieben wurden, versuchte der Regierungschef mit neuen Einblicken in seinen Politikstil zu kontern: "Auch ich muss mal mauscheln, auch ich muss mal dealen." Kein Mensch auf der Erde, der vernünftig Politik machen wolle, kriege das hin ohne Absprachen hinter den Kulissen. Da habe er kein schlechtes Gewissen, denn es sei "unspektakulär", einzelne Maßnahmen zu priorisieren, die grundsätzlich ohnehin im Koalitionsvertrag vereinbart seien.

Unter anderem ist im Detail aufgeführt, dass 325 Millionen Euro ohne Finanzierungsvorbehalt in die Digitalisierung fließen sollen, 100 Millionen in die bessere Ausstattung der Polizei oder 40 Millionen in die Elektromobilität. Der mit 500 Millionen Euro größte Betrag ist allerdings nicht mit konkreten Informationen versehen, die Summe steht für "Investieren/Sanieren (Straße/Schiene, Hochbau, Hochschulen, ...)" zur Verfügung. Der Ministerpräsident widersprach Mutmaßungen, dass in dieser halben Milliarde auch zusätzliche Mittel für Stuttgart 21 über den Kostendeckel hinaus versteckt sein könnten. Für die laufenden Zahlungen gebe es einen Sonderposten im Haushalt. Nebenabsprachen zu diesem Thema hätten nicht stattgefunden.

(19.07.2016)


Die Reichen sind noch viel reicher

Einkommenserhebungen bei Spitzenverdienern aus mehr als 1300 Firmen haben ergeben, dass alle offiziellen Einschätzungen zur wachsenden sozialen Kluft in der Bundesrepublik die Situation beschönigen. Nach den Zahlen, die das ARD-Magazin "Monitor" in diesen Tagen veröffentlichte, verdienen Manager und Vorstände im Durchschnitt nicht 200 000 Euro jährlich, sondern rund eine halbe Million. Die 200 000 Euro sind aber offiziell im sogenannten Sozioökonomischen Panel (SOEP) ausgewiesen, welches wiederum wichtiger Eckpfeifer der bisherigen Armuts- und Reichtums-Berichterstattung in Bund und Ländern ist.

Das Bundesarbeitsministerium will die Daten dort jetzt einfließen lassen, ebenso wie die Erkenntnisse einer in der vergangenen Woche von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten Studie. Danach verdienen die einkommensstärksten zehn Prozent der Bevölkerung mehr als die unteren 40 Prozent zusammen. Und die Einkommensungleichheit wächst weiter. In "Monitor" präsentierte Wirtschaftsweise Peter Bofinger eine vergleichsweise einfache Lösung: "Aus meiner Sicht würde es naheliegen, wieder zu den Steuersätzen zurückzukehren, die wir in den Neunzigerjahren hatten, und das war ein Spitzensteuersatz in der Einkommenssteuer von 53 Prozent." Zurzeit liegt er bei 42 Prozent. Ab einer bestimmten Einkommenshöhe werden drei Prozentpunkte Reichensteuer hinzugerechnet. Von ihr sind aber nicht einmal ein halbes Prozent der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen betroffen.


Stuttgart 21: Großdemo und Umstiegskonzept

Zur Großdemo gegen Stuttgart 21 am kommenden Samstag erwarten die Initiatoren Tausende Teilnehmer. Kontext kommt auch. Mit hübschen neuen Postkarten und Aufklebern!

Heute, Freitag, hat eine Expertengruppe des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21 ihr Konzept "Umstieg21" vorgestellt, mit dem die derzeitige Projektbaustelle doch noch zu einem sinnvollen Ende finden könnte. Unter www.umstieg-21.de stellen die Planer ihre Ideen in einer umfänglichen Broschüre dar. "In meinen dreißig Jahren als Literaturkritiker im Fernsehen habe ich nie eine Prosa gelesen, die so wohltuend war, so sinnvoll wohltätig", schreibt der berühmte Schriftsteller aus Freiburg, Jürgen Lodemann, über das Heft. "Endlich wird da nicht mehr nur Nein gesagt, sondern entstand da eine wunderbare Broschüre, die mit Sorgfalt und mit großer Eisenbahnliebe und Stuttgartliebe reale Vorschläge macht, wie man aus dem unverantwortlichen Desaster noch jetzt 'positiv' aussteigen kann - und muss! - das spart tatsächlich immense Kosten und da bleibt im Herzen der Landeshauptstadt keine dauerhaft blamable Bau-Ruine, sondern es entstehen zahlreiche überaus einleuchtende Lösungen rund um einen tollen Kopfbahnhof!"


Gedeon: AfD leitet Parteiausschlussverfahren ein

Der Bundessprecher der "Alternative für Deutschland" Jörg Meuthen hat im Landtag mitgeteilt, dass am Dienstagabend per Beschluss des Landesvorstands ein Parteiausschlussverfahren gegen Wolfgang Gedeon eingeleitet wurde. Der Singener Abgeordnete war Anlass der Spaltung der AfD-Landtagsfraktion. Im Landesvorstand arbeiten führende Vertreter beider Gruppierungen allerdings weiterhin vereint. Meuthens Co-Vorsitzender auf Landesebene ist Bernd Grimmer, der die AfD-Fraktion nicht verlassen hat. Seine Stellvertreterin Christina Baum wollte Meuthen ebenfalls nicht folgen. In einer von der CDU-Fraktion beantragten Aktuellen Debatte kritisierte deren Vorsitzender Wolfgang Reinhart vehement, dass die Zusammenarbeit im Landesverband unverändert weiterlaufe. Die AfD sei "politisch und moralisch gescheitert". Sie habe den "Ungeist der Spaltung beschworen und sich darüber selber gespalten". Frühere Ausschlussverfahren waren auch an Meuthen persönlich gescheitert. So hatte er sich dafür eingesetzt, dass der Stuttgarter Stadtrat und Göppinger Landtagsabgeordnete Heinrich Fiechtner in der Partei bleiben durfte, nach dem er Stuttgarts OB Fritz Kuhn unflätig beschimpft und den Koran mit Hitlers "Mein Kampf" verglichen hat. Andere Untersuchungen, etwa im Zusammenhang mit Äußerungen des Freiburger Rechtsanwalts und Burschenschaftlers Dubravko Mandic, sind bisher im Sand verlaufen. Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz wies außerdem darauf hin, dass AfD-Landtagsabgeordnete, auch solche aus Meuthens Gruppierung, Kontakte zur rechtsnationalen "Identitären Bewegung" pflegten. Sie wird vom Verfassungsschutz beobachtet.


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Ausgabe 171
Zeitgeschehen

Der Pseudo-Joschka von Heidelberg

Von Mario Damolin
Datum: 09.07.2014
Heidelberg war einst eine Metropole der 68er. Marx, Mao, Lenin oder Bakunin standen bei den Studenten-Rebellen hoch im Kurs. Unter ihnen war Michael Buselmeier, der heute ein Konservativer ist. Jüngst hat er den Gustav-Regler-Preis für sein Lebenswerk erhalten. Er sei der Joschka Fischer Heidelbergs gewesen, meint der vielfach prämierte Schriftsteller über sich selbst. Nur daran kann sich niemand erinnern.

Es war Mitte der Siebzigerjahre, als mir Michael Buselmeier ein Buch empfahl: "Das Ohr des Malchus" von Gustav Regler. In der Tat ein sehr interessantes und erhellendes Buch. Darin beschreibt der 1898 geborene Saarländer sein Leben: aus einer streng katholischen Familie zum Kommunismus konvertiert – und wieder zurück zum Katholizismus mit spiritueller Ausprägung. Ein Leben, wie ein Rezensent seiner Autobiographie schrieb, "als Tanz auf dem Vulkan": Erster Weltkrieg mit Giftgasverletzung; danach kommunistischer Funktionär; Reisen in die stalinistische Sowjetunion als "kommunistischer Musterschüler" (Oskar Maria Graf); Aktivist im Saarland gegen den Anschluss an Deutschland; "politischer Kommissar" im spanischen Bürgerkrieg, dort schwer verwundet; Bekanntschaft mit Hemingway; nach Abschluss des Ribbentrop-Molotow-Paktes Dissident und Flüchtling über Frankreich – dort kurzzeitig interniert – nach Mexiko; drei Ehen; 1963 Tod in Neu-Delhi. Was für ein Leben.

Michael Buselmeier 1978 beim Russell-Tribunal in Heidelberg. Foto: privat
Michael Buselmeier 1978 beim Russell-Tribunal in Heidelberg. Foto: privat

Im Mai dieses Jahres hat Michael Buselmeier in Saarbrücken den Gustav-Regler-Preis für sein Lebenswerk erhalten. In der Begründung heißt es unter anderem: "Seine Themen spiegeln die Brüche und Metamorphosen seiner politischen Biografie, vergleichbar mit Gustav Regler." Ein starker Vergleich. Denn Buselmeier, 1938 in Berlin geboren, verbrachte nahezu sein gesamtes Leben in Heidelberg, und dort entstand auch sein durchaus umfangreiches Werk an Romanen, Gedichten, Artikeln zu Politik und Kultur – prämiert mit Auszeichnungen wie der Richard-Benz-Medaille, dem Thaddäus-Troll-Preis oder dem Ben-Witter-Preis. Aber "Metamorphosen und Brüche, vergleichbar mit Gustav Regler"?

Buselmeier kannte eher den Stehblues in den Tiefen der Altstadt

Regler war ein Protagonist einer wahrhaft eruptiven Zeit, ein über Jahrzehnte politisch Bewegter, Unruhiger, Suchender. Buselmeier hat zwar in den Sechziger- und Siebzigerjahren des vorigen Jahrhunderts ein paar Gewaltausbrüche in Deutschland aus der Ferne miterlebt, verglichen mit Reglers extremem "Tanz auf dem Vulkan" war das aber eher ein Stehblues in den Tiefen der Heidelberger Altstadt. In seiner Dankesrede zur Verleihung des Regler-Preises beschwor Buselmeier den "Künstler als Renegaten", als Abtrünnigen vom Mainstream seiner jeweiligen Zeit. Zwar habe er es im vergleichsweise liberalen Deutschland leichter gehabt, "die Rolle des Rebellen und Tabubrechers" zu spielen, aber als Renegat lässt er sich doch gerne bezeichnen.

Die öffentliche Aufmerksamkeit als Renegat kann nur erringen, wer vorher sich auch öffentlich genug positioniert hat. Bei Buselmeier geht das – in einem Interview mit dem Deutschland-Radio – folgendermaßen: "Meine große Zeit meiner revolutionären Karriere waren ja die 70er-Jahre, da war ich hier der Sponti-Häupt­ling, das, was der Joschka Fischer in Frankfurt war." Was in der Radiosendung als "Selbstironie" kommentiert wird, mag für den ersten Teil des Satzes noch zutreffen, aber spätestens beim Vergleich mit Joschka Fischer erweist sich der ernsthafte Kern solcherart fiktionaler Erzählungen. Einen solchen Gedanken muss man erst einmal im Kopf haben, um ihn aussprechen zu können. 

In Heidelberg hat die Selbstdarstellung des Schriftstellers nur verwundertes Kopfschütteln ausgelöst. Weder gab es hier in den 70er-Jahren einen "Sponti-Häuptling", noch gab es einen "Stamm", der einem solchen Häuptling hätte folgen können oder wollen. Dass Buselmeier der "Joschka Fischer Heidelbergs" gewesen sein soll, ist eine schiere Halluzination. Die noch in Heidelberg lebenden alten Kämpen der Studentenbewegung erzählen, dass der angebliche Sponti-Häuptling allenfalls am Straßenrand mit seinem Dackel, später mit seiner kleinen Tochter bei Demonstrationen gesehen wurde. Ja, und das soll nicht verschwiegen werden, er war dabei, als 1978 das letzte deutsche selbst verwaltete Studentenwohnheim, das "Collegium Academicum", ein linkes Zentrum mitten in der Stadt, mittels einer Tausendschaft Polizisten aufgelöst wurde. Doch körperliche Auseinandersetzungen hat Buselmeier, ganz anders als Joschka Fischer mit seiner Frankfurter "Putztruppe", schon immer gescheut.

Das eigene Renegatentum mit Bedeutung aufladen

Was also bewegt einen mehr als siebzigjährigen Altlinken und anerkannten Schriftsteller ohne Not dazu, derlei krude Geschichten zu erzählen? Offensichtlich ist – neben einer nicht zu verkennenden Alterseitelkeit – das Bemühen, sein eigen konstatiertes Renegatentum mit Bedeutung aufzuladen. Und das hat eine lange Tradition in der Geschichtsschreibung ehemaliger Studenten-Rebellen der 68er-Zeit – nicht nur in Heidelberg. In einem legendären taz-Streitgespräch im Jahr 2007 zwischen der Journalistin Katharina Rutschky und dem Historiker Götz Aly reagierte Rutschky auf die groteske These Alys ("Die Kinder der deutschen Massenmörder sind damals einem Massenmörder hinterhergerannt. Ich habe auch eine Mao-Plakette getragen. Wir waren alle Maoisten") kurz und bündig: "Ich bin kein Kind eines Massenmörders (...) Ich war kein Maoist (...) Herr Aly, Sie reden, wie Renegaten es oft tun, über sich – und verallgemeinern."

Studentenprotest in Heidelberg 1968. Foto: www.heidelberg68.de
Studentenprotest in Heidelberg 1968. Foto: www.heidelberg68.de

Bei Buselmeier ist das Verallgemeinern seiner erlebten oder imaginierten Geschichte biografische Methode und zugleich politische Botschaft. Er ist ein Meister der "Wir-Erzählung", einer, der, um sein Renegatentum ins rechte Licht setzen zu können, nicht davor zurückschreckt, sich selbst erst einmal als "wir" zu dämonisieren. Das erhöht den Effekt der "Kehrtwendung". Und so fabuliert der Schriftsteller in Interviews, Artikeln und Büchern unentwegt: 

"Wir haben alles falsch analysiert" (...) "Wir haben den Kapitalismus falsch eingeschätzt als un­ter­gehend und als "präfaschi­stisch" (...) "Wir haben den Stalinismus verharmlost" (...) "Wir haben China erschreckend darge­stellt als 'Kulturrevolution'" (...) "Wir sind als Linke durch die Vorlesungen in einer Radikalität getobt wie die Nazi-Studenten 1933 durch die Vorlesungen der linken und der jüdischen Professoren" (...) "Wir haben die RAF bewundert" usw. usf. Wir, wir, wir.

Ein "ideeller Gesamtlinker", der alle Sünden auf sich nimmt

Buselmeier – und da ist er nicht der Einzige – ernennt sich einfachheitshalber zum "ideellen Gesamtlinken", mit all jenen sinnlosen Gewaltaktionen, würdelosen Exzessen und theoretischen Amokläufen, die es in dieser radikalen Jugend- und Studentenbewegung der 60er- und 70er-Jahre natürlich auch gab. Und gerade in den Universitätsstädten dieses aufgeblasene "Revolutionstheater" oder der nicht seltene wichtigtuerische Aktionismus. Aber er, Michael Buselmeier, ist derjenige, der all diese "Sünden" auf sich nimmt, um sie sogleich wieder auf das "Wir" abzuladen. Er simuliert sich als Maoist und Kulturrevolution-Fan, Stalinist und Gulag-Verdränger, linker Nazi, RAF-Bewunderer und heimlicher Terror-Sympathisant – ein unendlich erweiterbares multiples "Ich", das im "Wir" seine finale Bestimmung findet. Als fiktionaler Stoff etwa eines Romans durchaus entwicklungsfähig – aber nicht geeignet als ernst zu nehmende Rückschau, die ein auch nur annährend kritisches Reflexionsniveau für sich beanspruchen kann.

Katharina Rutschky 2007 zu Götz Aly und dessen Thesen, 1968 sei ein "Spätausläufer des europäischen Totalitarismus" gewesen: "Unangenehm ist, dass Sie jetzt im Nachhinein so wahnsinnig schlau sind." Es gibt nicht wenige aus der 68er-Generation, die sich – wie Buselmeier – im Nachhinein so unglaublich geläutert und wissend präsentieren, die ihre eigene Geschichte immer wieder aufwärmen, sozusagen mit warnendem Zeigefinger, um sich die Gelegenheit geben zu können, als Renegaten fröhliche Wiederauferstehung zu feiern. Und bei manchen ist der Weg vom ehemaligen "Revolutionär" zum "Klassenfeind" schnell zurückgelegt, etwa von der Anti-Springer-Demonstration in die Führungsetagen von Springers "Welt" oder vom Frankfurter "Pflasterstrand" in die Glaspaläste von BMW.

Buselmeier hat diesen Weg nicht eingeschlagen. Er arbeitet an seiner Geschichtsschreibung. Seine angeblichen Brüche und Metamorphosen hin zum Konservativen, sein mitunter altbacken-abweisendes Verhältnis zu allem, was "modern" und "technisch" ist, finden in der lokalen Monopolpresse, die früher über ihn und seinesgleichen gerne als "Linksfaschisten" herzog, freudige Abnehmer. So wie Heidelberg, früher eine Metropole der Studentenbewegung und Sitz mancherlei seltsamer(Polit-)Sekten, heute eine befriedete "Wohlfühl-Stadt" ist, hat sich der einstmalige "Rebell" wohlig in der Rolle eines mahnend-konservativen Spät-Spätromantikers eingerichtet.

"Haben Sie uns gebraucht?", fragte Michael Buselmeier einmal anlässlich eines öffentlichen Interviews den früheren Heidelberger Oberbürgermeister Reinhold Zundel, den er in den Siebzigerjahren ob dessen brachialer Art der Stadtpolitik publizistisch aufs Heftigste bekämpft hatte – um sogleich entschuldigend hinzuzufügen: "Wir haben Sie gebraucht."

Eine vermuffte Gesellschaft hat die Jugend nicht gebraucht

Das ist die völlige Geiselnahme des "Wir" durch das "Buselmeier-post-68er-Ich", das Ende aller Geschichtsschreibung, das Ende aller kritischen Reflexion. Denn die Nachkriegsjugend in Westdeutschland hätte ursprünglich sicher einiges "nicht gebraucht", was dann später – 1968 – zur unvermuteten Initialzündung für Rebellion und Protest wurde: eine postfaschistische, verkrustete, vermuffte und verklemmte Gesellschaft, schweigende Eltern, prügelnde Lehrer, falsche Autoritäten, alte Nazieliten wieder in Amt und Würden, die Droge des Vergessens. Das alles wurde so nicht "gebraucht", aber es war da – eben wie im richtigen Leben.

"Völlige Geiselnahme des 'Wir' durch das "Buselmeier-post-68er-Ich". Miacheal Buselmeier hier mit Kind. Foto: Privat
"Völlige Geiselnahme des 'Wir' durch das "Buselmeier-post-68er-Ich". Michael Buselmeier, hier mit Kind. Foto: privat

Gustav Regler in seiner Autobiografie zum Moment seiner "Kehrtwendung" Anfang der Vierzigerjahre im mexikanischen Exil: "Man teilte nicht mehr alles ein, wie die Gedankenarmut der politischen Fanatiker es gebot, man fühlte sich stark genug, den Reichtum der Ideen über sich ergehen zu lassen (...) man war zum Aufbruch nach immer neuen Horizonten bereit." Sein Renegatentum brachte ihm gesellschaftliche Isolierung, das "Gift des Abscheus" ehemaliger Freunde und Genossen und massive existenzielle Bedrohungen. 

Die altlinken "Renegaten" wie Buselmeier, die das politische Exil nur vom Hörensagen kennen, sind von solcherart Bedrohungen nicht betroffen – im Gegenteil. Sie dürfen heute die Preise in Empfang nehmen, die nach jenen Personen benannt sind, welche tatsächlich radikale lebensgeschichtliche Brüche vollzogen haben. Der Gustav-Regler-Preis an den Heidelberger wurde, wie die "Saarbrücker Zeitung" monierte, von einem "Klüngel" Buselmeier-Freunde organisiert: vorgeschlagen von seinem alten Freund Arnfrid Astel, einer Jury, gespickt mit guten Bekannten, und die Laudatio hielt sein Heidelberger Lyrikkollege Michael Braun. Fehlt nur noch, dass Buselmeier demnächst zum "Gustav Regler Heidelbergs" ernannt wird.

 


Mario Damolin ist Autor von TV-Dokumentationen und Reportagen und seit 1998 Dozent an der Filmakademie Baden-Württemberg. Begonnen hatte er seinen journalistischen Weg als Student bei der Zeitschrift "Carlo Sponti"; später dann über die "Heidelberger Rundschau" Mitbegründer der Heidelberger Wochenzeitung "Communale", Redakteur bei "psychologie heute" und Buchautor. Artikel für die taz, FR, FAZ, "Die Zeit" und den "Freitag".


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Kommentare

elmex, 24.07.2014 20:20
Das hat er gut geschrieben, der Damolin. Vor 40 Jahren hätt' ich das nicht vermutet.

Michael Schiffmann, 22.07.2014 16:05
Lächerlich, wie dieses spillerige Figürchen, das schwerlich ernst zu nehmen war, sich als großer Oberboss inszeniert und sich Sünden aufs Haupt lädt, die es nie begangen hat. Das mea culpa, das bei Koestler, Regler, Münzenberg und anderen durchaus ernst zu nehmen war, wird hier zur Farce.

Hellmut G. Haasis, 10.07.2014 17:48
BUSELMEIER – KEIN STEINEWERFEN
unmaßgebliche älbler notiz von hellmut g. haasis

es scheint zeit zu sein, den buselmeiner zu steinigen. hat wieder einer zu laut geschrien, der seit längerem mit dem BEKEHRTWERDEN kokettiert. – lasst ihn. wenn er lust dazu hat, wird er eben wieder katholisch. man kann auch religionslos und freidenker, humanist werden. ich gehe lieber zu URIEL DA COSTA weiter, dem jüdischen ketzer, der von den orthodoxen in den freitod getrieben wurde. lang ist’s her. zum rückwärtsgang in die religion passt er nicht. nicht marktgängig.

an buselmeier können wir sehen, wie schnell man sich VERLUPFEN kann, wenn man zu altmeistern greift. GUSTAV REGLER als reckstange, um sich daran hinaufzuziehen? solche qualität müssen einem die NACHGEBORENEN bescheinigen, EIGENE NACHRUFE stehen einem autor nicht gut zu gesicht.

mit buselmeier hatte ich zu tun, als ich 1981 dem wunderhorn verlag mein buch über das hambacher fest einreichte. buselmeier verhielt sich ganz und gar nicht wie ein JOSCHKA FISCHER, er strotzte nicht von angeberei, schuhriegelte mich nicht, gab sich nicht als der große zampano. und er hielt mir nie seine GEWALTIGEN WERKE vor, noch weniger seine heroische rolle im klassenkampf oder so was ähnlichem. mit respekt las ich seinen roman „der untergang von heidelberg“ (1981). dann verloren wir uns aus den augen.

lange später kreuzten sich unsere wege, wenn auch nur literarisch, beim JUSTIZERMORDETEN joseph süß oppenheimer, 1738 in stuttgart vor 12000 zuschauern am galgen hochgezogen. ich las buselmeiers „literarische führungen durch heidelberg“ (1996). was ich da über den seit eh und je verleumdeten heidelberger geschäftsmann lesen musste, zog mir die schuhe aus. es geht nicht darum, dass sich ein stadtführer nicht auch irren darf. nein, buselmeier schüttete einen antisemitischen jauchekübel über süß aus. da man es nicht glauben will, muss ich zitieren, auch wenn einige auflagen später diese peinliche stelle korrigiert werden musste.

als die wormser sich 2011 auf dieter wedels theaterklamotte über joseph süß vorbereiteten, begann ich im wormser ratssaal mit einem warnenden rückgriff auf buselmeier.

„Er [Joseph Süß Oppenheimer] war eine schillernde, aus dem Dunkel kommende Persönlichkeit. Als seine Eltern gelten jüdische Komödianten. Doch hält sich auch die Version, er sei ein UNEHELICHER SOHN des Feldmarschall-Leutnants von Heidersdorf gewesen, der 1693 als Kommandant von Heidelberg beim Anrücken der Franzosen die besten Stellungen ohne Not räumen ließ und damit seinen Soldaten das Signal zur Flucht gab.
Süß Oppenheimer war ein genialer Karrierist, ein moderner Geist, der schon in jungen Jahren zahlreiche Reisen bis nach Prag und Wien unternahm und in Mannheim mit Waren, vor allem mit Geld handelte. Schließlich wurde er Ratgeber und Bankier des Herzogs Karl Alexander von Württemberg und bekam den Titel Geheimer Finanzrat.
Er erschloss dem Herzog durch MÜNZMANIPULATIONEN, den Verkauf von Ämtern, Titeln und Privilegien stets neue Geldquellen und machte sich fast unersetzlich. Doch bereits 1738, nach dem plötzlichen Tod seines Herrn, fiel er der VOLKSWUT ZUM OPFER, die zum Teil dem Herzog selbst galt: Er wurde GEHENKT.“ (Michael Buselmeier: Literarische Führungen durch Heidelberg. 1991, S. 86)

hier ist so ziemlich alles falsch und stammt aus tiefbraunen schichten unserer überlieferung, viel älter als die nazis. buselmeier hätte das spüren und nachprüfen müssen. schade, michael, das hätte nicht sein müssen.

dennoch möchte ich buselmeier keine steine hinterher werfen. eine billige reaktion auf einen NEUBEKEHRTEN. dass er sich für stalinistische verirrungen usw. schämt, ehrt ihn. viel übler verhielt sich da ein funktionärstyp wie kd wolff, roter stern verlag frankfurt. oder günter maschke, der zu den rechtsradikalen überlief. die maostischen stalinisten waren schon damals nicht unwidersprochen. lieber michael, es gab auch antistalinisten unter uns. meine kleine figur, immer fröhlich provinziell beschränkt, war rätesozialist, libertär, syndikalist. unsere strömung war schmal, die maoisten haben alles niedergetrampelt. wir blieben. wir brauchen uns nicht zu bekehren – oder doch? zu merkel? zum neoliberalismus? zum papst? ich weiß, von der „bekehrung“ kann man publizistisch leben. der „markt“ wünscht so was. wer sich da heimisch fühlt, soll zugreifen.

zum schluss ein blick hinter die kulissen von preis-vergaben. buselmeier bekam 1995 den thaddäus troll preis. bei der verleihung in heidelberg hielt es der große literat der stadt für wichtig, die jury und den vorsitzenden martin blümcke zur schnecke zu machen: warum er, der buselmeier, so spät entdeckt werde? 1990 hatte ich denselben preis bekommen. als ich mit dem jury-vorsitzenden überlegte, wie es weitergehen könnte, schlug ich die kurpfalz vor, diese ecke baden-württembergs sei noch nicht vertreten. - ja, wer denn? – buselmeier, wichtiges buch über heidelbergs untergang. - war in stuttgart unbekannt. die mühlen brauchten fünf jahre. die jury war so liberal, einen preis, der ursprünglich für schwäbische autoren gedacht war, auch in die rechtsrheinische pfalz zu vergeben.

zuletzt rate ich als märchenclown DRUIKNUI, lasst das STEINEWERFEN. wenn schon, dann übt euch im KUGELSTOSSEN. ist gesünder und lustiger.
michael, BLEIB XOND, um den doktor zu sparen.
Hellmut G. Haasis, Reutlingen

Thomas Rothschild, 10.07.2014 09:26
Das Widerwärtigste an Buselmeier ist, dass er, wie alle Renegaten seines Typs, den neuen Gönnern ständig beweisen muss, dass er tatsächlich ein Bekehrter und Bereuender ist, dass er sein eigenes Mittelmaß verstecken muss, indem er seine früheren Genossen, die ihm nicht auf dem Weg in die bürgerliche Geborgenheit gefolgt sind, denunziert. Indem er sie als unbelehrbar karikiert, beansprucht er für sich, weise geworden zu sein. Als gäbe es nicht eine Altersdemenz. Es gehört zu ihren Eigenschaften, dass man sie an sich selbst nicht diagnostizieren kann. Die Liste von Hake ist eindrucksvoll und ließe sich mühelos erweitern, zumal wenn man über den Heidelberg-Frankfurter Raum hinaus blickt. Aber was immer man Joschka Fischer vorwerfen mag: So opportunistisch und verlogen wie Buselmeier ist er mit seiner Vergangenheit und der Vergangenheit seiner (Ex-)Freunde niemals umgegangen. Anders als dieser hat er die Botschaft des Marquis von Posa an Don Carlos nie ganz vergessen: „Sagen Sie/ Ihm, dass er für die Träume seiner Jugend/ Soll Achtung tragen, wenn er Mann sein wird“.

Hake, 09.07.2014 19:27
Ja, kann man drüber schmunzeln, und Buselmeier war nun wirklich nicht Frontschwein noch herausragend, eher, wie auch selbstbezeugt, Hase, Bedenkenträger, also gar kein Joschka-Fischer-Steineschmeisser; Joschka Fischer's wahrer Häuptling war übrigens ein anderer, der Joscha Schmierer, der auch in Heidelberg den Politgranden gespielt hat und ab und an im Heidelberger Cave auflief, mit Hofstaat und der ist auch der wahre Häuptling geblieben, hinter den Kulissen, bis hinein ins Aussenministerium und in den strategischen Planungsstab der Republik, noch so ein schöner Treppenwitz der (68er-)Geschichte.

Mich beschleicht beim Lesen das Gefühl, dass hier ein letzter Mohikaner dem anderen vorwirft, ein falscher letzter Mohikaner zu sein... Nur die Liste dubioser letzter Cowboys (Rocker) allein aus dem Heidelberger-Frankfurter Raum ist so erschreckend lang, da wird einem schlecht, wenn man die Biographien bedenkt. Eine kleine Auswahl: Fischer, Schmierer, Cohn-Bendit, Bütikofer (das Heidelberger Frontkämpferlein von Joscha Schmierer 1978, der stand im CA mit Schreitüte und Pflasterstein), Kretschmann, Fücks... die spielen alle den Buselmeier, zur Unterhaltung, wenn's sein muss, und richten nebenbei noch ordentlich Schaden an.

Da ist mir ein wunderlich (poetisch) verkorkster Buselmeier lieber, wie auch ein Damolin, da bekommt das Ganze beim Lesen etwas geradezu Unschuldiges, Verzeihliches. Man schaut beim Zurechtrücken der Lebensverse zu. Gerade weil dabei die Fallhöhe so erschreckend gering ist oder sei's halt der Abgrund zwischen angeblichen Brüchen, zeigt sich wie ungebrochen und wichtig die Mentalität der Protagonisten ist: nichts hat sich geändert, alles hat sich nur ein wenig abgewetzt und übertragen auf die wichtigeren Figuren kann man/frau von ausgehen, sogar mit Bestimmtheit sagen, dass die heute, mit Verlaub, die selben Arschlöcher sind, die sie damals schon waren.

massac, 09.07.2014 15:36
Bravo Damolin

FernDerHeimat, 09.07.2014 07:57
Achja, Buselmeiers Sagen und Legenden.

"Unter ihnen war Michael Buselmeier, der heute ein Konservativer ist."

Nein, nein. Der war ganz gewiss schon IMMER ein Konservativer - aber hat sich eben noch entscheiden müssen, in welcher Partei.

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Hallo Herr Barolo (wie immer Sie heißen mögen), Sie fragen, warum ich von "Schwabe" wissen möchte, wer in Deutschland zum "tiefen Staat" gehört? Naja, weil er behauptet hat, dass es ihn gibt. Und das wird er ja wohl nicht aus dem...

Ausgabe 277 / Crowdfunding für Denkmalschutz / Wolfgang Jaworek, 22.07.2016 10:34
Warum beschleicht mich bei der Lektüre der durchaus kenntnis- und detailreich recherchierten Beiträge von Dietrich Heißenbüttel zu seinem (und meinem) Herzensthema Denkmalpflege immer wieder ein ungutes Gefühl? So auch wieder bei...

Ausgabe 276 / Hagen, der Lokführer / Herbert Marko, 22.07.2016 09:24
Sehr geehrter Herr Hagen! Als sei es gestern gewesen! So meine schöne Erinnerung mit ihnen bei den Filmaufnahmen im Ybbstal. Ich durfte den Eisenstrassenschmied spielen und ihnen ein kleines Präsent aus dem Ybbstal...

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