KONTEXT Extra:
NSU-Ausschuss will weitere Akten

Der zweite parlamentarische Untersuchungsausschuss zum "Nationalsozialistischen Untergrund" (NSU) geht auf die Suche nach zusätzlichen Akten, um dessen Verbindungen nach Baden-Württemberg besser auszuleuchten. Die Abgeordneten meinen, beim Generalbundesanwalt und/oder im Bundesamt für Verfassungsschutz fündig werden zu können. Beauftragt ist Bernd von Heintschel-Heinegg. Der Rechtswissenschaftler war schon für den ersten Ausschuss des Landtags und als Sonderermittler auch für den Bundestag tätig.

Zurückgestellt wurde in diesem Zusammenhang die Ladung von Mike Markus Friedel. Vor allem der NSU-Experte Hajo Funke hatte immer wieder darauf gedrängt, dass der gebürtige Sachse gehört wird. Dessen Name stand auf der sogenannten Garagenliste, die 1998 in Jena sichergestellt, aber erst mit großer zeitlicher Verzögerung detailliert ausgewertet wurde. Vor fast zwanzig Jahren zog er nach Heilbronn. "Markus Friedel war mit 'Erbse' (V-Mann), Torsten Ogertschnig, zusammen im Ländle im Gefängnis", schreibt Funke. Und von Friedel habe "Erbse" seine Kenntnisse über den NSU und Mundlos.

Bei einer Veranstaltung der "Anstifter" im Stuttgarter Kunstverein hat Rainer Nübel, der im ersten Ausschuss als Sachverständiger aufgetreten war, erneut von den Abgeordneten verlangt, sich ernsthafter mit der Anwesenheit ausländischer Geheimdienste am 25. April 2007 in Heilbronn zu befassen. An diesem Tag waren die Polizistin Michèle Kiesewetter ermordet und ihr Kollege Martin Arnold schwer verletzt worden. Der zweite Ausschuss hat bereits mehrere Zeugen vernommen. Jetzt ist ein Bericht beim Bundesnachrichtendienst angefordert.

Die nächste Ausschusssitzung beginnt am Freitag, den 24. Februar, um 9.30 Uhr im Landtag. Zwei Kriminalbeamtinnen sollen Auskünfte über die rechte Szene geben und die Verbindungen des NSU in den Südwesten. Geladen sind außerdem drei Zeuginnen, die Kontakt zu Beate Zschäpe gehabt haben sollen.

Auch die weiteren Sitzungstermine bis zur parlamentarischen Sommerpause sind festgelegt: 20. März, 28. April, 15. Mai, 19. Juni und der 17. Juli 2017.

Mehr zum Thema: "Geheimdienste im Fokus", "Eh-wurscht-Akten" 


WKZ liest mit

Anfang Januar hatte der Waiblinger Lokalhistoriker und Anstifter Ebbe Koegel sich darüber beschwert, dass das Land dem Firmengründer Andreas Stihl eine Kunstmedaille gewidmet hat. "Andreas Stihl war ein überzeugter Nazi, NSDAP-Mitglied seit 1933, seit 1935 SS-Mitglied mit dem Rang eines Hauptsturmführers (seit 1939)", schrieb er an Finanzministerin Edith Sitzmann. Die Waiblinger Kreiszeitung (WKZ) schwieg dazu - bis Kontext den Fall am 25. Januar aufgriff. Nun erschien am 11. Februar ein zweiseitiges Extra mit ausdrücklichem Bezug auf den Kontext-Artikel. Der Redakteur Peter Schwarz zitiert darin aus der 100-seitigen Entnazifizierungsakte. Die beiden Kinder Stihls, der langjährige IHK-Präsident Hans Peter Stihl und seine Schwester Eva Mayr-Stihl wurden befragt. Die Recherche ergibt, wie die WKZ selbst schreibt, ein "außerordentlich schillerndes Bild."

Der Redakteur zitiert mehrere Fremdarbeiter - den Begriff Zwangsarbeiter meidet er - die sich im Verfahren positiv über Stihl geäußert haben. Ein Slowake berichtet, Stihl habe einem Freund geholfen zu fliehen, der sich den Partisanen anschließen wollte. Ein Jugoslawe meinte, der Patriarch habe sich "mit großer Empörung geäußert über die Gemeinheit und den Terror des dritten Reiches", ein Holländer, er habe "gelitten, als er sehen musste, wie schmutzig dieses System war, und konnte doch nicht mehr von demselben weg." Der Betriebsrat sagte dagegen aus, Stihl sei "100 Prozent Nationalsozialist" gewesen, habe "mehrere seiner Lehrlinge zum Eintritt in die SS" bewogen und Regimekritiker als "Eiterbeulen" bezeichnet, denen er "in die Fresse" schlagen wolle. (16.2.2017)


Wüstenjubiläum: Fünf Jahre Parkräumung

Vor genau fünf Jahren, am 14. Februar 2012, räumten rund 2500 Polizeibeamte das Protestcamp der Stuttgart-21-Gegner im Mittleren Schlossgarten. Drei Tage später waren rund 180 teils bis zu 300 Jahre alte Bäume gefällt oder (ein kleiner Teil der jüngeren) verpflanzt, und einer der ehemals schönsten innerstädtischen Parks Deutschlands hatte sich in eine Schlammwüste verwandelt.

Zum fünften Jahrestag der Parkräumung wollen die Parkschützer am heutigen Dienstag daran erinnern, mit einer Versammlung und Kundgebung an der Lusthausruine im Mittleren Schlossgarten um 17 Uhr. Es soll Reden, Musik und Gedichte geben, anschließend einen Demozug durch die Königstraße.

Kontext hat damals mit einer Reportage von der Parkräumung berichtet – und danach immer wieder von der erstaunlich langen Untätigkeit oder auch von Baufortschritt vorgaukelnden Alibi-Arbeiten. (14.2.2017)


Jörg Meuthen weiter an Björn Höckes Seite

Im vergangenen Sommer hatte der AfD-Rechtsaußen Björn Höcke seinen Bundesparteichef als "meinen verehrten Freund" begrüßt. Und Jörg Meuthen rückte sich selbst, auf dem Kyffhäuser-Treffen, zu dem ihn die Ultras geladen hatte, in die Nähe der besonders weit rechts stehenden parteiinternen Gruppierung "Der Flügel": Er wolle gar nicht als liberaler Kopf der Partei bezeichnet werden, sondern er stehe für "ein gemeinsames Wertefundament". Da hatte Höcke gerade alle anderen Parteien in Deutschland für "inhaltlich entartet" erklärt. Der Schulterschluss hält auch aktuell: Meuthen stellt sich gegen den Rausschmiss, den – wie am Montag bekannt wurde – der Bundesvorstand gegen den Thüringer Landes- und Fraktionschef anstrengt.

Nicht zum ersten Mal. Denn Höcke sollte 2015 schon einmal mit einem Verfahren überzogen werden. Da ging es ebenfalls um eine rassistische Rede, um Aussagen wie, man könne "nicht jedes einzelne NPD-Mitglied als extremistisch einstufen" und um den Vorwurf, Höcke schreibe unter Pseudonym für NPD-Publikationen. Meuthen äußerte sich reichlich schwammig, nahm für sich in Anspruch "als erster aus dem Bundesvorstand scharf reagiert zu haben". Zugleich erklärte er allerdings, dass Höckes "Äußerungen ohne weiteres als rassistisch interpretiert werden können – wobei man darüber diskutieren kann, ob sie es tatsächlich sind". Hans-Olaf Henkel, damals noch AfD-Mitglied, konterte unmissverständlich: "Herr Meuthen ist für mich ein klassischer Schattenboxer." Nach außen tue er immer wieder so, als würde er sich gegen den rechtsnationalen Flügel stellen, nach innen agiere er völlig anders. (13.2.2017)


NSU-Ausschuss: Schon wieder eine tote Zeugin

In seiner nächsten Sitzung wollte der NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags eine Zeugin hören, die in den Neunzigerjahren vermutlich zu einer Gruppierung von Rechtsextremisten im Raum Ludwigsburg gehörte. Und sie stand im persönlichen Austausch mit der Neonazi-Szene in Jena und Chemnitz. 1996 soll die Frau sich auch mit Beate Zschäpe, Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos getroffen haben und später mit einem aus Thüringen stammenden und in Baden-Württemberg lebenden Mitveranstalter diverser deklarierter Konzerte rechtsextremer Skinheadbands, darunter auch der Band "Noie Werte".

Allerdings ist die Zeugin seit einigen Tagen tot. Ihr Leichnam wurde eingeäschert, ehe der Ausschuss Aufklärung verlangen konnte. "Ich habe dem Justizministerium sofort mitgeteilt", so der Vorsitzende Wolfgang Drexler (SPD), "dass wir großes Interesse daran haben, zu erfahren, ob die Zeugin eines natürlichen Todes gestorben ist und Fremdeinwirkung oder Fremdverschulden bei ihrem Tod ausgeschlossen werden kann." Am Donnerstag teilte das Ministerium mit, dass an der Leichenschau "wohl auch ein forensisch erfahrener Mediziner" mitgewirkt habe. Die Abgeordneten wollen sich jetzt in ihrer nächsten Sitzung am 24. Februar 2017 mit dem Fall befassen. Er sei sicher, so Drexler, "dass die weiteren Abklärungen ebenso wie die Information des Ausschusses und der Öffentlichkeit mit der gebotenen vollständigen Gründlichkeit, Sorgfalt und Umsicht durch die zuständigen Behörden betrieben werden", nicht zuletzt, weil "die Behörden ihre Lektionen gelernt haben".

Ende März 2015 war die 20-jährige Melisa M., eine frühere Freundin des im September 2013 auf dem Cannstatter Wasen verbrannten rechten Aussteigers Florian Heilig, überraschend verstorben, nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Karlsruhe als Folge eine Motocross-Unfalls. "Es dürfte sich aus dem unfallbedingten Hämatom im linken Knie ein Thrombus gelöst und letztlich die Embolie verursacht haben", hieß es damals in der Pressemitteilung. Auch ein technisches Gutachten zum Zustand ihrer Maschine wurde vorgelegt - ohne Hinweise auf technische Manipulation. Ein knappes Jahr später hatte sich ihr Verlobter Sascha W. das Leben genommen. (10.2.2017)

Mehr zum Thema gibts hier.


KONTEXT
per E-Mail:
Immer informiert:

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Datenschutz-Hinweis

Schöner neuer Name. Fotomontage: Kontext

Schöner neuer Name. Fotomontage: Kontext

Ausgabe 248
Wirtschaft

Annington heißt jetzt Vonovia

Von Dietrich Heißenbüttel
Datum: 30.12.2015
Weil der Name Deutsche Annington einen zu schlechten Ruf angenommen hatte, hat sich das größte deutsche Wohnungsunternehmen einfach umbenannt. Nun macht es unter dem Namen Vonovia mit schlechtem Service zu überhöhten Preisen Kasse.

"Vonovia ist mehr als ein Vermieter. Vonovia gibt Ihnen ein Zuhause", heißt es auf der Website der Wohnungsgesellschaft. Eigentlich hat das Unternehmen, das bis vor einem halben Jahr noch Deutsche Annington hieß, niemandem ein Zuhause gegeben, sondern immer nur das Zuhause sehr vieler Menschen aufgekauft. 367 000 Wohnungen befinden sich im Besitz der Immobiliengesellschaft, darunter die 19 800 in Baden-Württemberg, die früher der Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) gehört hatten und erst vor drei Jahren von der LBBW an das Augsburger Patrizia-Konsortium verkauft wurden.

"Vonovia investiert in Wohnungen für die Zukunft", verkündet die Website weiter. Das kann man wohl sagen: Das Unternehmen hat immer sehr viel Geld in den Erwerb von Wohnungen investiert. Inzwischen gehört Vonovia als erster Dax-notierter Immobilienkonzern zu den 30 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland und will nun auch die Deutsche Wohnen übernehmen: 14 Milliarden bietet der Konzern für die bald 160 000 Wohnungen des zweitgrößten deutschen Vermieters. Es wäre der größte Immobiliendeal in der Geschichte des Landes. Vorstand und Aufsichtsrat von Deutsche Wohnen empfehlen allerdings den Aktionären, das Angebot auszuschlagen. Es sei zu niedrig, sagen sie, die in Aussicht gestellte Prämie unterhalb des Üblichen und die versprochenen Synergieeffekte nur teilweise realisierbar. Bis zum 26. Januar haben die Aktionäre Zeit sich zu entscheiden.

"Senioren sollen so lange wie möglich in ihren Wohnungen bleiben können", erklärt Vonovia seine Strategie zum "zukunftsfähigen Wohnen". Manche der Senioren, die in den Vonovia-Wohnungen leben, können sich die Mieten freilich kaum noch leisten. In den rund 2000 Wohnungen des Stuttgarter Nordbahnhofviertels lag die Miete mit 10 bis 11 Euro pro Quadratmeter allerdings auch zuvor schon am Rand des Zulässigen. Daran hat sich nicht viel geändert. Auch die Hausmeister sind geblieben. Allerdings setzt Vonovia sie gehörig unter Druck. Eine Stunde wöchentlich soll ausreichen, um einen ganzen großen Hinterhof sauber zu halten. Da wird es dann wohl bald aussehen wie in den verwahrlosten Vonovia-Wohnsiedlungen im Ruhrgebiet.

Was aber das Unternehmen nicht hindert, den schlechten Service den Mietern umso höher in Rechnung zu stellen. Fenster aus der Nachkriegszeit bezeichnet der Vermieter als neu, die Nähe zum Stuttgart-21-Baustellenverkehr als "Lage mit Vorteilen" und schlägt gern auf die Kaltmiete noch eine Renovierungspauschale drauf. Um dann pünktlich nach 15 Monaten wieder die Miete zu erhöhen.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!

Kommentare

Tommy, 11.01.2017 21:27
der neue Name bringt halt wirklich nix ...
bei uns in der WG ist es nicht besser.
Nichts wird gemacht, geholfen wird uns nicht und wenn wir mal ein anliegen haben bekommen wir nur vorgedruckte Formulare die alles andere als feierlich sind oder es kommen Sätze wie "Sie haben jederzeit die Möglichkeit die Wohnung zu kündigen und sie als Nachmieter zu empfehlen" .....

Werden uns da demnächst auch rechtliche Unterstützung holen müssen :(

Ich hoffe ich lande nie wieder in einer Vonovia-Wohnung!!

Manu, 30.09.2016 23:19
Vonovia ist eine Firma die nicht geht. Der eine weiß nicht was der andere macht.
Sie haben viel Altenwohnungen wo man einfach trotzdem drei Monate Kündigungsfrist hat. Finde ich persönlich nicht okay da es bei alten Leuten schnell sein kann das sie in heim oder so müssen.
Ich hatte noch nie so ein hick Hack wegen einer Kündigung als bei denen.
Es wurden sogar Leute zur wohnungbesichtigung bestellt wo ich a nichts da von wusste und b sie die Personen zwei mal vor der Türe stehen gelassen haben und einfach nicht aufgetaucht sind!!
Und man brauch auch viel Rente um die Wohnung überhaupt zu bekommen. Bürgen geht nicht, wobei man das auch nicht so hundert pro sagen kann weil der eine sagt es so und der nächste Kollege wieder so!
Also ich habe wirklich keine gute Erfahrungen gemacht Vorallem wenn man kündigt.

Klaus, 28.09.2016 18:25
In der Tat, der Service ist tatsächlich ziemlich schlecht, Reparaturmeldungen werden tagelang ignoriert! Egal, ob man diese telefonisch oder per Kontaktformular meldet!

elke19880, 04.07.2016 23:40
Wäre einer der die VONOVIA so lobt , Mieter bei denen und wären
diese Schreiber in meiner Lage,, würden die anders schreiben und die nicht Loben.Ich kämpfe seit 8 Jahren um mein Geld. Im Jahre 2008 haben Arbeiter dieser Firma eine neue Heizung eingebaut, die bis heute nicht richtig funktioniert, Die Arbeiter haben kosten habe, aber Sie sich auf Schäden von in Höhe von 4500 Euro angerichtet, bis heute habe ich keinen Cent erhalten, Im September 2014
Wasserschaden drei zugelaufene Räume Hilfe Fehlanzeige. Schaden bis heute nicht der Gebäudeversicherung gemeldet,
meine Wohnung war über 4 Monatie unsere Häuser aufgekauft ahben bevor de nicht richtig bewohnbar.
Habe die Miete gekürzt, Die haben ein Mahnverfahren s nicht eingeleitet, ich lebe heute von weniger so soer als 100 Euro, weil ich durch diese Firma hohe Schulden habe. Zudem bin ich Herzkrank und kann mir meiste Zeit meine Medikamente kaufen. Diese Firma handelt Menschenverachtent und Respektlos den Mietern gegenüber. NUR im abkassieren und Abzocken sind die wirklich gut. Noch mehr INFOS gefällig??? Wie soll es da SCHÖN sein bei denen zu Wohnen?? gute Vermieterfirmen sehen anders aus, war früher so beovor die sich die Häuser unter den Nagel gerissen haben.

Uwe, 27.03.2016 12:46
Glaube, die letzten Kommentarschreiber stehen der dt. Annington / Vonovia nahe oder arbeiten für die.
Umsonst hat diese Firma ja nicht den schlechten Ruf weg.
Ich wohne auch in einer Wohnung dieser ach so seriösen Firma.
Das erste Ziel ist nur Geld machen. Investiert wird fast nichts. Dann kommen bei einer Gerichtsverhandlung Behauptungen der Dt. Annington über den überdurchschnittlichen Instandhaltungszustand der Wohnungen und Gebäude.
Peinlich nur, eine nach der anderen konnten diese Behauptungen durch mich wiederlegt werden.
Noch schlimmeres folgt bald für die dt. Annington. Das Gericht hat mittlerweile wohl auch die Schnauze voll über immer neue Behauptungen die nicht stimmen.
Nach dem 4. AG Termin im April entscheidet das Gericht, ob die Verhandlung weiter vor dem Amtsgericht geht oder die dt. Annington ein Verfahren bei der zuständigen Staatsanwalt- schaft wegen versuchten Prozessbetruges bekommt.
Was kann man dazu noch sagen, Ehrlichkeit währt doch am längsten.
Wenn die vielen gutgläubigen, hochglanz Prospekt geblendeten Aktionäre wüßten, was für Schrottimmobilien die dt. Annington / Vonovia regelrecht zusammen geramscht hat, kann man nur sagen, gute Nacht Annington / Vonovia.

Mary, 13.03.2016 14:09
Die Vonovia macht sich ja auch in Ks und Niedersachsen breit bietet unmengen Wohnungen zu günstigen Mietpreisen einschließlich NK an,meine erfahrungen wir haben Wohnungen in Ks genauso wie in Gö gesucht und suchen immer noch,die Vonovia Kundenservice unfreundlich und Menschenverachtend,wir haben unsere Gründe das wir wieder in die Stadt ziehen wollen .Ich habe 2 telefonate mit dem Kundenservice getätigt und das reicht.Wir leben z.zt.von Harz IV im SGBII gibt es Wohnungsgrößen betreffend bestimmte Gesetze ist von Landkreis und Stadt unterschiedlich,2 Personen stehen dann 60 m2 zu ja aber auch gibt es im SGBII sofern man Alleinerziehend stehen 75 m2 und wenn ein Kind Schwerbehindert genauso,bei Vonovia die haben dann in Ihrem lediglich die 60m2 eingegeben und an andere Wohnungen kommen die gar nicht dran bestimmungen des SGBII sind erst gar nicht von Interesse ,und von daher ist die Vonovia unten durch genau der gleiche Vermieter wie Annington Gafah der letzte Schrott brauch man nicht in seinem Leben.

Smoke, 31.12.2015 15:59
Was für ein Schwachsinn hier teilweise geschrieben wird. Der vonovia Konzern hat weniger als 2 % am Gesamtwohnungsmarkt in Deutschland und Makler handeln Inder Regel im Auftrag eines Wohnungseigentümers!
Ergo treiben diese die Preise wohl kaum in die Höhe!
Der deutsche Wohnungsmarkt ist so etwas von überreguliert, dass man als Wohnungseigentümer sich die Frage stellen sollte warum man überhaupt noch vermieten soll!
Wenn man i.d.R. 1 Jahr braucht bis ein säumiger Mieter aus einer Wohnung rausgeklagt wurde oder man sieht wie Mieter mit fremden Eigentum umgehen ist man regelmäßig fassungslos.

Des Weiteren tragen die Mieter selber häufig dazu bei, dass eine Siedlung verwahrlost. Jeder schmeißt seinen Müll hin, putzt nicht und das ist nicht schuld von Konzernen wie vonovia!

Alexander, 31.12.2015 14:20
Ganz ehrlich, liest man diesen Artikel, kann man nur zu dem Ergebnis kommen, dass hier überhaupt nicht recherchiert wurde, sondern es nur darum geht, ein Unternehmen zu verunglimpfen!

Schon der erste Satz: "Weil der Name Deutsche Annington einen zu schlechten Ruf angenommen hatte, hat sich das größte deutsche Wohnungsunternehmen einfach umbenannt" ist eine Frechheit.
Würde der Autor mal prüfen worüber er schreibt, wüsste er, dass die Deutsche Annington und die Gagfah fusioniert haben. Somit benötigte man einen neuen Namen. Fertig, aus!

Dann der Satz: "In den rund 2000 Wohnungen des Stuttgarter Nordbahnhofviertels lag die Miete mit 10 bis 11 Euro pro Quadratmeter allerdings auch zuvor schon am Rand des Zulässigen."
Und jetzt ist Vonovia der große, böse, weil man nicht Wohnungen kauft und direkt mal die Mieten senkt oder wie? Macht ja auch sonst jeder, ODER?????!!!!

Ich würde mich freuen hier neutrale Artikel zu lesen zu denen entsprechend recherchiert wurde.
DIESER Artikel hat überhaupt gar nichts mit Information zu tun.

Plakative Dresche, 31.12.2015 13:07
Kann da den Vorrednern Harry und Fabian nur recht geben.

Der Artikel macht es sich mit seiner pauschalen Hetze aber deutlich zu einfach und verkennt komplett die Komplexixzität der Materie und den historischen Kontext der letzten Jahre.

Klar lief bei den von angelsäschsichen Investoren gesteuerten Unternehmen einige Jahre vieles (gerade in puncto Nachhaltigkeit) in die falsche Richtung. Aber dieser Entwicklung hat doch die öffentliche Hand gefördert, die mit Ihren Teils in die Jahre gekommenen Beständen noch das schnelle Geld machen wollten und den Sanierungsstau weitergaben, der sich in der Folge durch eben die eher kurzfristig interessierten Investoren noch weiter verstärkt hat.

Heute ist die Investorenstruktur bei der Vonovia eine gänzlich andere und breit gestreut - im Gegenatz zu den Zeiten bei der Deutschen Annington und der GAGFAH - wo ein einzelnes Unternehmen die Mehrheit der Anteile besaß. Seitdem hat sich auch vieles in der Bewirtschaftung geändert und die Investitionen in Instandhaltung und Modernisierung sind quasi explodiert (ein gewissenhafter Journalist würde so etwas dann auch einmal recherchieren!).

Klar ist die Vonovia ein börsennotiertes Unternehmen, welches mit seinen Produkten versucht seinen Profit zu maximieren. Das dem Unternehmen vorzuwerfen ist ja vollkommen absurd, da könnte man auch dem Nil vorwerfen abwärts zu fließen. (ich ärgere mich auch über die Margen bei Apples Iphone6, die Dreistigkeit von Amazon, den Betrug von VW, die nicht weitergegebenen Gaspreissenkungen, die Aufschläge der Spritpreise vor Ferien etc. , widerrechtliche Preisabsprachen bei Brauern , Gleisvererlegern etc. pp) Und wenn man sich jetzt meine Beispiele anschaut: Dann gibt es Betrug und einfach nur das Ausnutzen der Bandbreite der Marktverhältnisse. Letzteres ist nicht schön, aber leider im Kapitalismus so vorgesehen. Kein Mensch muss sich ein Iphone kaufen oder in einer Vonovia Wohnung wohnen!

Natürlich ist die Wohnungsbranche ein sensibleres Thema als Handys, Autos oder Versandhandel (deren Konzerne mindestens ebenso Aktionärsorientiert handeln, wie die Wohnungskonzerne und die alle die Kundenzufriedenheit nur soweit im Auge haben, das der Absatz und die Kundenbindung noch stimmt).

Aber dann ist tatsächlich die Politik gefragt: Das (unter anderem von der FDP so hoch gehaltene) Prinzip "schlanker Staat" fördert ja die Hilflosigkeit der Bürger vor den Unternehmen. Das sich die Länder und Kommunen von Ihren Wohnungsbaugesellschaften verabschiedet haben war doch unverantwortlich. Hier hätte über Bautätigkeit das Angebot und damit der Preis reguliert werden können!

Das die Gesetzgebung versucht Ihre Energiesparziele über Bauverordnungen zu erreichen, aber die dabei gesetzten Hilfen und Anreize nicht groß genug sind, das tatsächlich auch neu gebaut wird, ist auch Teil des Dilemmas!

Helfen kann m.E. nur die Förderung von Neubauten. Solange Wohnraum knapp ist werden natürlich die Preise steigen mit, oder ohne Großkonzerne!

Also bitte einfach mal die Stoßrichtung der Kritik ändern... das könnte dann wirklich zu einer Verbesserung der Verhältnisse führen!

Harry, 30.12.2015 19:08
Was ist das denn für ein Artikel? :-D Einfach unsinnig...

Fabian, 30.12.2015 15:45
Ich finde das immer wieder interessant, wie die großen Immobilien Konzerne schlecht gemacht werden. Die Mieten treiben doch nicht die großen Konzerne in die Höhe, sondern die Kleinanleger, die die Wohnungen für teueres Geld vermieten. Statistiken haben mittlerweile gezeigt, dass die großen Immobilienkonzerne unter dem Durchschnitt Mieten verlangen.

Aber das schlimme sind doch nicht die Konzerne, sondern die Politik mit iherer Überregulierungen. Blender behautpet, die Politik sollte noch mehr regulieren. Ich behaupte das Gegenteil. Wohin hat die Regulierung denn geführt? Mietpreisbremse, Mietspiegel, etc.? Die großen Konzerne kommen gar nicht an die Mietpreisbremse dran und was bringt ein Mietspiegel, wenn die Konzerne eh unter dem Mietspiegelsatz sind?

Die Politik sollte dem Markt mehr Möglichkeiten bieten, mehr Wohnungen kostengünstig zu bauen. Die Baukosten sind momentan durch die Energieeinsparverorundungen und gesetzlichen Regelungen so teuer geworden, dass man einen Neubau gar nicht günstig vermieten kann. Wenn die Politik hier mal Lösungen geben würde (Reduzierung bürokratischer Aufwand, Förderung Neubau durch Subventionen, etc.), dann würden auch mehr neue Wohnungen gebaut, die Nachfrage würde durch das höhere Angebot sinken und so würde sich der Markt selber eingegulieren.

Aber nein, es ist einfacher, den Konzernen die Schuld zu geben. Die Konzerne, die früher größten Teils in Staats- oder Länder oder Kommunenhand waren und bei denen diese schnell Geld machen wollten. Es gilt immer das alte Prinzip: Angebot und Nachfrage! Daher mein Aufruf an die Politik: Schafft mehr kostengünstigen Wohnraum, der Rest regelt der Markt von selber.

Blender, 30.12.2015 09:30
Hier müsste man mal von Seiten der Politik und der Kartellämter regulieren. Vonovia und Maklerverbände treiben die Mieten und Immobilienpreise in einem konzertierten Zusammenschluss immer mehr in die Höhe, zum Schaden der Bürger und auch der Städte die damit unattraktiver werden.

Kommentar hinzufügen




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.


* Pflichtfeld!

Letzte Kommentare:

Ausgabe 307 / Kritik ist Lüge / Frank Passau, 18.02.2017 23:35
Rolf Steiner: "....der Kopp-Verlag mit den dümmsten und vor allem die Demokratie schädigenden Publikationen erscheint." Merkwürdiges Demokratieverständnis. Steiner würde gerne dem unmündigem Bürger vorschreiben, wo er sich...

Ausgabe 306 / "Die Ungerechtigkeit schreit zum Himmel" / Klingstedt, 18.02.2017 20:02
Phoenix Sendung,Sonnabend. (HÜTTER) Die Zahlen hätte ich mal gerne die sie genannt haben. Also die Prozentualen absenkungen,für Superreiche. Das sind Wahlkampfzahlen die wirken. MfG Ch.Klingstedt

Ausgabe 307 / Sitzen verboten / Gertrud Klartext, 18.02.2017 19:33
Jeder Arbeitnehmer hat einen fest definierten Arbeitsbereich den er ausfüllen muss und für den er bezahlt wird. Man erwartet von einem Chef, oder Direktor,dass er sich darum kümmert ,dass die Angestellten ihre Arbeit entsprechend...

Ausgabe 307 / Sitzen verboten / Isolde Vetter, 18.02.2017 18:44
!***Aufruf zur FALTHOCKER-Spende für die AufseherInnen*** Hiermit rufe ich uns Leser zur Spende für FALTHOCKER für die AufseherInnen auf! Es soll welche geben, die kaum größer als ein Taschenschirm in der Hülle und ganz leicht auf-...

Ausgabe 307 / Kein Haus für alle / Dieter Seewald, 18.02.2017 18:26
Ein wunderbares "potemkinsches Dorf", das sich OB Burschardt hier mit seinem Gefolge aufgebaut hat. Kompliment für Herrn Lünstroth, der in diese Eiterbeule sticht.

Ausgabe 307 / Entfesselte Kettenhunde / Gela, 18.02.2017 17:54
Den Aussagen von Hans Christ stimme ich zwar weitgehend zu, aber ich möchte diem Probleme doch ein bisschen anders gewichten. Die Rückkehr totalitärer Muster und der "Kampf gegen die Wahrheit" ist beängstigend und dass die Angst vor...

Ausgabe 307 / Sitzen verboten / Kunstfreundin aus Berlin, 18.02.2017 14:39
Endlich! Endlich findet sich eine kritische Stimme, die noch lange nicht alle Machenschaften der Stasi-Galerie erwähnt hat. Mobbing und Bossing - das ist der Stil des Vorstandes. Nein, liebe Frau Ministerin, diese Direktorin gehört...

Ausgabe 307 / Raffkes mit Mandat / Hartmut Hendrich, 18.02.2017 12:51
Es war sehr vernünftig, unseren Abgeordneten damals den Weg in die gesetzliche Rente zu öffnen. Dass ihnen der Arbeitgeberbeitrag dazu überlassen wurde, war wohl richtig, hatten sie so die Freiheit, auch eine andere Form der...

Ausgabe 307 / Verbote werden kommen / Schwabe, 18.02.2017 12:23
@thomase Wie wäre es für Sie mit Vanillepudding (ÖPNV)? Den können Sie sich bedenkenlos schmecken lassen! Ein flächendeckend landes-, besser noch bundesweiter Ausbau eines nachhaltigen und demokratisch kontrollierten öffentlichen...

Ausgabe 83 / Rassismus im Kinderzimmer / Hans Dierke, 17.02.2017 22:51
Man muss sich manchmal schon fragen, wo man eigentlich mit diesem linkspopulistischen um nicht zu sagen linksextremistischen Blödsinn in diesem Land hin will. Dürfen wir bald Alle nur noch die taz, die süddeutsche oder die Reinkarnation...

Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!