KONTEXT Extra:
Büttel der Bahn - nein danke

Vor dem S-21-Lenkungskreis am Donnerstag (30.6.) wird Verkehrsminister Winfried Hermann und Oberbürgermeister Fritz Kuhn (beide Grüne) heftig ins Gewissen geredet. Der Theologe Martin Poguntke vom Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 erklärt, die Projektgegner hätten es aufgegeben zu hoffen, dass "wir politische Helden an die Macht gebracht haben". Aber verlangt werden könne, dass sie ihr Amt "nicht so ganz der Würdelosigkeit preisgeben". Konkret bedeute das:

Fordern Sie von der Bahn die restlose Offenlegung aller Zahlen und deren Überprüfung durch eine wirklich unabhängige Stelle. Sie haben nicht das Recht, sich auf die Bahn einfach zu verlassen - denn Sie sind uns, dem Souverän, gegenüber verantwortlich.

Fordern Sie, dass die Bahn dem Vieregg&Rössler-Gutachten von mindestens 9,8 Milliarden nicht nur blumig widerspricht, sondern es Punkt für Punkt mit konkreten Zahlen widerlegt. Es geht hier nämlich nicht nur um eine Kostensteigerung von wenigen hundert Millionen, sondern seit 2009 sind die von der Bahn scheibchenweise eingestandenen Kosten um 3,4 Milliarden von 3,1 auf 6,5 Milliarden gestiegen - das sind über 100 Prozent in sieben Jahren.

Fordern Sie - wenn schon keinen Projekt-Abbruch - wenigstens ein Moratorium, bis alle strittigen Fragen geklärt sind. Denn in weniger als der Hälfte der geplanten Bauzeit hat die Bahn 99 Prozent des Risikopuffers von 1,5 Milliarden verbraucht. Es kann nicht sein, dass die Bahn jetzt immer weiter baut, immer mehr Verpflichtungen eingeht, ein immer höheres Erpressungspotenzial an schon ausgegebenem Geld aufhäuft - bevor geklärt ist, wie sie das bezahlen will.

Fordern Sie eine ergebnisoffene Gegenüberstellung der Chancen und Risiken von S21 mit den Chancen und Risiken eines Umstiegs auf den modernisierten Kopfbahnhof und verstecken Sie sich nicht hinter dem angeblichen Ergebnis der Volksabstimmung. Kein halbwegs verantwortlicher Politiker kann ignorieren, dass ein Umstieg auf eine Modernisierung des Kopfbahnhofs nur ca. 2 Milliarden kosten würde und dass nur 1,5 Milliarden des bereits verbauten Geldes wirklich verloren, also viele Milliarden gespart wären - dafür, dass wir einen besseren Bahnhof bekommen, als es S21 je hätte sein können.

Und schließlich bei all Ihren Forderungen: Nennen Sie Konsequenzen, für den Fall, dass Ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Was tun Sie, wenn die Bahn nicht auf Ihre Forderungen eingeht? Denn Forderungen ohne Ankündigung von Konsequenzen sind leeres Gerede fürs Publikum.

Zeigen Sie einmal, dass Sie nicht die Büttel der Bahn sind! Zeigen Sie einmal ein klein wenig politische Größe! Zeigen Sie einmal, dass der Lenkungskreis wirklich lenkt!


Ein Zeichen für Europa

Über Stuttgart wehen EU-Flaggen! Mit der Verkündung des amtlichen Endergebnisses der Volksabstimmung in Großbritainnien über den Austritt aus der EU werden auf der Villa Reitzenstein und dem Neuem Schloss in Stuttgart europäische Flaagen gehisst. Die grün-schwarze Koalition möchte damit ein Zeichen für Europa setzen. "Wir wollen unsere proeuropäische Haltung deutlich zeigen", so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Die gehöre in Baden-Württemberg "zur Staatsräson". Als "überzeugten Europäer" treffe ihn die Entscheidung der Briten "ganz persönlich ins Mark". Europa sei in den Grundfesten erschüttert.


AfD-Fraktion schließt Gedeon vorerst nicht aus

Die Zerreißprobe in der "Alternative für Deutschland" (AfD) ist aufgeschoben. Ihr Bundesvorsitzender Jörg Meuthen, zugleich Chef der baden-württembergischen Landtagsfraktion, hatte am Dienstag jedenfalls keine erforderliche Zweidrittelmehrheit für den Ausschluss von Wolfgang Gedeon. Über die Äußerungen Gedeons, Anhänger der antisemitischen "Protokolle der Weisen von Zion", wird jetzt statt dessen ein Gutachten bei drei Fachleuten in Auftrag gegeben – von Religionswissenschaftlern ist die Rede, ein Experte soll jüdischen Glaubens sein –, um die von Meuten selbst erhobenen Antisemitismus-Vorwürfe gegen den Singener Mediziner zu überprüfen. Der lässt vorerst seine Mitgliedschaft in der Fraktion ruhen und wird im Plenarsaal auch einen neuen Platz erhalten.

Fraktionsgeschäftsführer Bernd Grimmer erklärte nach den dreistündigen Beratungen, die für einen Ausschluss notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit sei nicht klar gewesen und etwa ein Drittel der Abgeordneten nicht bereit gewesen, Meuthen zu folgen. Sie schätzten den Stellenwert von Meinungsfreiheit höher ein als den einer "politisch korrekten Ausdrucksweise". Sollte die Fraktion nach der Sommerpause und der Bewertung des Gutachtens abermals nicht bereit sein, dem von Meuthen seit Tagen vehement verlangten Antrag auf Ausschluss Gedeons zuzustimmen, bleibt der dabei, seinerseits die Fraktion verlassen zu wollen. Außerdem gibt es Gerüchte, dass eine Handvoll Abgeordneter Gedeon – im Falle seines Ausschlusses – nicht allein gehen lassen, sondern mit ihm aus der Fraktion ausscheiden wolle.

Nicht nur im Internet tobt seit Tagen eine heftige Auseinandersetzung über den künftigen Kurs der Partei, die sich zur Retterin Deutschlands ernannt hat. Meuthens Co-Vorsitzende auf Bundesebene Frauke Petry hat sich öffentlich gegen ihn gestellt, ist damit aber im Bundesvorstand isoliert. Zahlreiche Mitglieder des rechten Flügels verlangen von dem Kehler Wirtschaftsprofessor, von sich aus die AfD zu verlassen. "Die Bewegung muss sich von Volksverrätern wie Meuthen trennen", postet ein Thorsten Baeuml. Und weiter: "Linksversiffte Gutmenschen braucht die Bewegung nicht! Ein Krebsgeschwür wird auch entfernt, so lange es noch geht und Meuthen hat sich zur Selbstoperation verdonnert. Gut so!" Den Ausdruck "linksversifft" hatte Meuthen selbst vor Wochen benutzt, ihn allerdings auf die ganze Bundesrepublik bezogen.


S 21: BUND verlangt "Öffnung in Richtung Kombi-Lösung"

Der BUND Baden-Württemberg hat am Montag ein Positionspapier zu Stuttgart 21 vorgelegt, um "konstruktive Lösungen aus der Sackgasse" aufzuzeigen. Im Mittelpunkt steht der "Einstieg in eine Kombi-Lösung". Wie die Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender erläutert, könnten damit "einerseits die Kosten und Risiken von Stuttgart 21 deutlich gesenkt und andererseits finanzielle Spielräume zur Realisierung eines tatsächlich zukunftsfähigen Bahnknotenpunkts gewonnen werden". Außerdem sieht das Konzept vor, auf den unterirdischen Flughafenbahnhof zu verzichten und stattdessen einen oberirdischen Halt beim Messeparkhaus zu errichten. Zudem soll die Gäubahn über die bestehende Panoramabahn oberirdisch in den Hauptbahnhof geführt werden und "die Zuführungsstrecken zum Hauptbahnhof und die Wendlinger Kurve sollen leistungsfähig ausgebaut werden".

Dahlbender, die für die Tiefbahnhofgegner 2010 in der Schlichtung saß, nennt S 21 ein "auch heute noch in ganz wesentlichen Teilen weder vollständig geplantes noch vollständig genehmigtes Projekt". Es gebe weiterhin keine qualifizierten Aussagen zu Kosten und zum Zeitablauf. Für die SPD-Politikerin und Ulmer Gemeinderätin steht fest, dass deutlich mehr als acht Bahnsteiggleise unverzichtbar sind für einen Großknoten Stuttgart und eine Entmischung der S-Bahn, des Regional- und des Fernverkehrs. Eine nachhaltige Mobilitätswende müsse sich an den Wünschen der Bahnkunden und der tatsächlichen Verkehrsströme orientieren, "und das bedeutet einen Einstieg in die Diskussion einer Kombi-Lösung".

Mehr dazu unter diesem Link.


Jetzt offiziell: Kefer geht späestens im Herbst 2017

Von einem "Eingeständnis des Scheiterns" sprechen die Parkschützer, von "großem Respekt und Wertschätzung" der Aufsichtsratsvorsitzende der DB Utz-Hellmuth Felcht. Auf jeden Fall wirft der für Stuttgart 21 zuständige Bahnvorstand Volker Kefer das Handtuch. Er stehe für eine Verlängerung seines im September 2017 auslaufenden Vertrags nicht zur Verfügung, teilte er dem Aufsichtsrat am Mittwochvormittag mit. Möglicherweise wird er, wenn seine Nachfolge geregelt ist, den Konzern aber schon deutlich früher verlassen. Hier werde kein "Bauer geopfert", so der Sprecher der Parkschützer Matthias von Herrmann. Vielmehr nehme sich ein "allzu stolzer Turm selbst aus dem Spiel": Der für Stuttgart 21 verantwortliche oberste Bahnmanager ziehe "nun offenbar seine persönliche Notbremse vor dem sicheren Aufprall auf dem Prellbock eines baulich, finanziell und kommunikativ völlig unkontrolliert taumelnden Projekts". Kefer ist seit 2009 bei der Deutschen Bahn und galt lange Zeit als möglicher Nachfolger von Bahnchef Rüdiger Grube, dessen Stellvertreter er auch ist. Kritisiert wird intern vor allem, dass der frühere Siemens-Vorstand den Aufsichtsrat zu spät über die Kostenexplosionen und die immer neuen Risiken bei Stuttgart 21 informiert hat.

Insider in Berlin sehen auch Grube selber nicht mehr sicher im Sattel, weil der nicht nur das nach seinen vielzitierten Worten "bestgerechnete" Milliardenprojekt nie wirklich in den Griff bekommen hat. Matthias von Herrmann erinnert an des marode, dringend sanierungsbedürftige Schienennetz und daran, dass trotz der groß angekündigten fernverkehrsoffensive nicht einmal mehr 78 Prozent der Züge pünktlich fahren: "Wir brauchen endlich wieder eine gute zuverlässige Bahn statt Tunnelwahn." Zum Vergleich: In der Schweiz treffen knapp 97 Prozent der Züge pünktlich im Bahnhof ein. (15.6.2017)


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Ausgabe 125
Wirtschaft

Weichen falsch gestellt

Von Hermann G. Abmayr
Datum: 21.08.2013
Jetzt packen Fahrdienstleiter aus: Nicht nur in Mainz klemmt es im Stellwerk der Bahn. Akute Personalnot herrscht auch im Stuttgarter Hauptbahnhof, wo das Milliardenprojekt Stuttgart 21 zusätzlich für Stress sorgt. Öffentlich beklagt Bahnchef Rüdiger Grube ein "Klima der Angst" im Konzern. Interne Kritiker jedoch werden gnadenlos abgestraft.

"Der Fall Mainz ist kein Einzelfall", sagt Hans Klozbücher. Personaleinsparungen in völlig unvertretbarer Höhe habe es überall gegeben. Der langjährige Stuttgarter Eisenbahner war Fahrdienstleiter und dann viele Jahre Lehrer an den Bundesbahnschulen im schwäbischen Kornwestheim sowie in Frankfurt. Gegen die Sparpläne der Bahnchefs habe es gelegentlich auch Widerstand gegeben, berichtet der Eisenbahner. Ein leitender Angestellter in Frankfurt, der im Bereich der Ausbildung sehr erfolgreich gearbeitet habe, sei von heute auf morgen entlassen worden, weil er den geforderten Personalabbau nicht umsetzte. "So erzeugt man Angst", sagt Klozbücher. Als weiteres Beispiel nennt der Eisenbahner den Hauptbahnhof Ulm, dessen  Betriebsleiter plötzlich nach Karlsruhe (straf-)versetzt worden sei. Dieser Beamte habe das Spardiktat des Bahnvorstands beim Personal kritisiert, da er dadurch den Bahnverkehr gefährdet sah.

Bei der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) bestätigt man den Vorgang zwar, sei aber über die Einzelheiten nicht informiert, sagt Baden-Württemberg-Chef Martin Herion. "Noch immer schieben die Fahrdienstleiter in Ulm aber 15 000 Überstunden vor sich her", sagt Hans-Peter Hurth von der EVG Ulm. Die Pressestelle der Deutschen Bahn (DB) lehnt zu dem Fall jede Auskunft ab.

Endstation Tiefbahnhof: Noch bis zur S21-Inbetriebnahme muss das alte Stellwerk sicher funktionieren. Ersatzteile gibt es schon lange nicht mehr. Foto: Martin Storz
Endstation Tiefbahnhof: Noch bis zur S-21-Inbetriebnahme muss das alte Stellwerk sicher funktionieren. Ersatzteile gibt es schon lange nicht mehr. Foto: Martin Storz

Auch bei den DB-Sprechern herrscht offensichtlich die von Rüdiger Grube öffentlich beklagte Angst. Wenn Journalisten das Stellwerk im Stuttgarter Hauptbahnhof besuchen wollen, werden sie von der Stuttgarter Presseabteilung des Konzerns abgewiesen. Keine Besichtigung, keine Bilder, keine Gespräche mit Mitarbeitern, heißt es. Und dies gelte bundesweit. Nur so viel: "Die Stellwerke in Baden-Württemberg sind absolut arbeitsfähig." Einem Fernsehteam des Südwestrundfunks wurde sogar die Drehgenehmigung für eine Zugfahrt von Mainz nach Dresden verweigert.

Lehrstellwerke noch in den 90er-Jahren dichtgemacht

Ganz anders im Lehrstellwerk in Kornwestheim nördlich von Stuttgart. Hier sind Medien willkommen, denn die Anlage wird von einem Verein betrieben. In der Einrichtung wurden seit den 30er-Jahren des vorigen Jahrhunderts viele Generationen von Fahrdienstleitern ausgebildet. Bis das Lehrstellwerk nach der Gründung der privatrechtlich organisierten Deutschen Bahn AG Mitte der 90er-Jahre dichtgemacht wurde. Mühsam stemmten sich einige Bahnenthusiasten ohne Genehmigung und Auftrag gegen den Verfall. "Einer von uns, ein Signaltechniker, hatte einen Schlüssel", sagt Gerhard Fischer, der Vorsitzende des Fördervereins. Der Kollege habe in seiner Freizeit dafür gesorgt, dass die Anlage nicht verkommt. Heizung und Wasser seien abgestellt worden, erzählt Fischer. Strom allerdings hätten die Eisenbahner weiter von der Bahn bezogen. Ohne zu zahlen und ohne, dass es jemand gemerkt habe. Erst später habe man einen Mietvertrag abgeschlossen.

Gerettet wurde das Lehrstellwerk vor allem dadurch, dass das Denkmalamt den technischen Schatz entdeckte und unter Schutz stellte. Damit konnte die Bahn das Gebäude nicht mehr plattmachen und den Grund meistbietend verhökern. Inzwischen hat Kornwestheim die Einrichtung samt Außenanlage mit Weichen, Signalen und Oberleitungen übernommen. Die traditionsreiche Eisenbahnstadt stellte auch Geld für die Sanierung zur Verfügung. Ein außergewöhnliches und voll funktionsfähiges Technikdenkmal entging so der Zerstörung.

Eisenbahner Hans Klozbücher. Foto: Martin Storz
Eisenbahner Hans Klozbücher. Foto: Martin Storz

Die Kornwestheimer können von den ersten königlichen Stellwerken über die mechanischen Stellwerke der 20er-Jahre bis zur elektromechanischen Spurplantechnik aus den 60er-Jahren alle wichtigen Zugsicherungstechniken vorführen. "Dieses Stellwerke sind zum Teil heute noch im Einsatz", berichtet Hans Klozbücher, sogar das über hundert Jahre alte.

Vor einem Jahr rief die Ausbildungskoordinatorin aus der DB-Zentrale in Berlin in Kornwestheim an. Sie wollte wissen, ob der Konzern das Lehrstellwerk wieder für den Unterricht nutzen könne, erzählt Vereinsvorstand Fischer. Die Bahn habe zu wenig Kapazitäten in der Fahrdienstleiterausbildung, so die Begründung. Für 2013 wurden 15 Einführungslehrgänge geplant – jeweils eine Woche lang. "Hier können die Grundlagen gezeigt werden, auf denen die moderne Zugsicherungstechnik aufbaut", sagt Hans Klozbücher. Vor allem deshalb schätzten die Lehrer des Konzerns die Einrichtung.

Und diese Grundlagen sollen jetzt bundesweit hundertfach neu gelegt werden. 1000 neue Fahrdienstleiter sollen ausgebildet werden, versprach Rüdiger Grube nach einer Krisensitzung mit Gewerkschaftsvertretern. "Allein, uns fehlt der Glauben", kommentiert ein Eisenbahner, der von dem Bahnchef tief enttäuscht ist.

Über Grube, der von Airbus und Daimler kam, gehen die Meinungen an der Basis weit auseinander. "Solange er noch bei seiner Frau in Calw wohnte, kam er kurz vor Weihnachten bei uns vorbei", berichtet ein beamteter Bahner, der im Stellwerk des Stuttgarter Hauptbahnhofs Dienst schiebt. "Und zwar ohne Medien." Die jährliche informelle Informationsvisite wurde dem Kumpel-Typ, der sich gern als "ehrbarer Kaufmann" verkauft, hoch angerechnet. Nicht Grube sei verantwortlich für die Misere, heißt es, sondern seine Führungskräfte.

Bahnchef muss über Zustände Bescheid wissen

Grubes Besuche an der Basis beweisen aber auch, dass er entgegen seinen aktuellen Beteuerungen genau im Bild sein muss. Im Stuttgarter Hauptbahnhof hat er gesehen, dass das einst modernste Stellwerk Europas, das sogar ein chinesische Verkehrsminister besucht hatte, in einem "äußerst maroden Zustand" ist, wie ein Fahrdienstleiter sagt. Die Relaistechnik stammt aus den 60er-Jahren und wurde bei SEL in Stuttgarter Stadtbezirk Zuffenhausen hergestellt. Ersatzteile baut die Bahn in einer eigenen Abteilung in Wuppertal aufwendig nach. Aber nicht nur die Sicherungstechnik ist überaltert. Inzwischen sind sogar die Klimaanlage und der Aufzug des Gebäudes neben Gleis 16 defekt.

Die Bahn machte mal mobil: Zuletzt präsentierte der bundeseigene Konzern das modernisierte Stuttgarter Stellwerk 1990 der Presse. Heute sind Besucher unerwünscht. Foto: Jo E. Röttgers
Die Bahn machte mal mobil: Zuletzt präsentierte der bundeseigene Konzern das modernisierte Stuttgarter Stellwerk 1990 der Presse. Heute sind Besucher unerwünscht. Foto: Jo E. Röttgers

Die Zahlen der Dienstpläne seien geschönt, sagt ein altgedienter Stuttgarter Bahnbeamter. Und die Arbeit werde immer komplizierter, da sich wegen der Stuttgart-21-Baustelle täglich Änderungen ergeben. "Da möchte ich für die Frischlinge, die noch nicht fit sind, nicht die Hände ins Feuer legen", meint der Eisenbahner. Allein wegen den ständigen Umbauten im Gleisvorfeld, häufigen Weichen- und Bahnsteigsperrungen, alles "vorbereitende Maßnahmen" für das Tiefbahnhofprojekt, hätte der Personalschlüssel aufgestockt werden müssen. Aber nichts geschah. Stattdessen würden die Leute im Fahrdienst einen Berg von Überstunden und nicht genommenen Urlaubstage vor sich herschieben. Ein Kollege habe über 800 Überstunden. Der müsste ein halbes Jahr freinehmen, um sie abzufeiern.

Andere Eisenbahner berichten über Zwölfstundenschichten in Stuttgarts Stellwerk. Oder etliche aufeinanderfolgende Früh- und Spätschichten, zwischen denen es gerade mal neun Stunden Pause gibt. Mancher Fahrdienstleiter musste gar sechs, sieben oder acht Wochenenden hintereinander arbeiten. "Alles freiwillig, versteht sich." Und ein Ende des stressigen Arbeitseinsatzes sei nicht absehbar. Auch zu diesen Vorwürfen schweigt die Pressestelle der Bahn.

Beinahe-Zugunglück in Mainz

"Wir tragen als Fahrdienstleiter eine ähnliche Verantwortung wie ein Fluglotse", betont einer unserer Gesprächspartner. Er koordiniere den Bahnverkehr, stelle Weichen oder übernehme bei Störungen den Betrieb manuell. Das müsse gelernt sein. Und zwar für jedes Stellwerk mit einer etwa dreimonatigen Einarbeitungszeit. "Die Kollegen arbeiten in den sicherheitsrelevantesten Bereichen des Eisenbahnbetriebs", bestätigt auch Lokführer Thilo Böhmer, der viele Fahrdienstleiter kennt. Wegen kleiner Fehler seien schon schwere Unfälle passiert.

Zuletzt kam es am 1. August im Mainzer Hauptbahnhof um Haaresbreite zu einem Zugunglück. Eine S-Bahn war auf ein falsches Gleis geraten und auf einen Gegenzug zugerast. Die Bahnen kamen nach einer Notbremsung nur knapp voneinander entfernt zum Stehen. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Verantwortliche der Bahn. Der ungeheure Verdacht steht im Raum, dass wegen Personalmangels im Mainzer Stellwerk unzureichend qualifizierte Fahrdienstleiter eingesetzt waren.

Seit Mitte der Neunzigerjahre hat die Deutsche Bahn AG ihr Personal halbiert. Die Folgen schlagen auch intern zu Buche: rund eine Million Überstunden bundesweit allein bei Fahrdienstleitern. Engpässe gibt es auch in den Werkstätten, bei den Lokführern oder den Zugbegleitern. In der Netzsparte, die im Konzernvorstand Volker Kefer verantwortet und zu der auch der Betrieb der Stellwerke gehört, beträgt das Durchschnittsalter der Beschäftigten inzwischen 47 Jahre. In wenigen Jahren werden die Alten gehen, ohne dass die Bahn auf ausreichend qualifizierten Nachwuchs zurückgreifen kann. Personalplanung sieht anders aus.

Viel Verantwortung, wenig Geld

Junge Eisenbahner fallen jedenfalls auf. Und sie sind völlig unterbezahlt. Sein 23-jähriger Kollege in Stuttgart tue ihm leid, sagt ein "alter Hase". "Der Junge geht mit gerade mal 1300 bis 1500 Euro netto nach Hause. Mit allen Zuschlägen und trotz Wochenendarbeit und Nachschicht. Wer will schon für so wenig Geld so viel Stress auf sich nehmen?"

In der Eisenbahnerstadt Kornwestheim war man einst stolz auf die Bahn, erzählen die Veteranen im Lehrstellwerk. In den 60er-Jahren hieß die Werbebotschaft noch "Alle reden vom Wetter. Wir nicht. Wir fahren immer". Heute fällt die Bahn nicht nur bei Sonne und Schnee aus, sondern ist nicht einmal gegen eine Grippewelle gefeit – wie in Mainz. "Der einzige Zug, der in Mainz pünktlich fährt", scherzt Thilo Böhmer, "ist der Rosenmontagszug."

Die Bahn sei kaputtgespart worden, so der Lokführer. Und die Zahlen geben ihm recht: Im europaweiten Pro-Kopf-Investitionsvergleich für die Schieneninfrastruktur nimmt Deutschland den vorletzten Platz ein. Die Schweiz gibt siebenmal so viel Geld für ihre Bahn aus. Und im Land der unterirdischen Jahrhundertprojekte schweigen die meisten verbliebenen Bahnbeschäftigten, weil sie Angst haben. Stolz auf "ihre Eisenbahn" sind sie schon lange nicht mehr.


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Kommentare

Cathrin, 28.08.2013 21:01
@ Heidi Malzacher

sie irren nur in einem Punkt. Bei einem Unglück wird es einen Schuldigen geben - den Lokführer. Und es wird kaum jemanden interessieren wie die Arbeitsbedingungen aussahen und warum das unausweichlich war.

Dann wird es ein paar schönme Reden geben, das alles besser werde so wie jetz auch und es wird weiter gespart.

Ändern tut sich nur etwas wenn es andere Mehrheitsverhältnisse in diesem Land gibt, Aber wer weiter schwarz, grün, gelb rot wählt wird das auch so weiter bekommen.

thomas a, 28.08.2013 04:48
Der Rote Faden ist die Firmenstrtegie , welche bei der "Privatisierung" gewählt wurde. diese sharehouldervalue - Methode war eben 1993 allgemein in Mode . Die meisten großkonzerne in Deutschland haben in der Wirtschaftskrise 1993 sich eben am seinerzeit erfolgreichsten Unternehmen der Welt, GenerelElectric, orientiert. Wesentlich dabei ist sparen in einem großen Schritt , und hinterher das Zusammenkehren der Scherben. Falsches Sparen drückt sich bei der DB deutlich bei den Güterzug-Sparbremsbeläge aus. Die Folgeschäden für andere Züge auf den gleichen ruinierten Gleisen und damit deren Ausfälle, werden nicht mitbilanziert. Es gibt aber auch eine andere mögliche Strategie, die der Kundenorientierung. Diese von Toyota propagierte Strategie soll vor allem langfristig den Eigentümern Gewinne bescheren. Glückliche Kunden sind Mittel zum Zweck, und sie sind glücklich ! Dabei wird ohne Unterlass in "kleinen Schritten" optimiert.
Erbärmlich ist, daß die DB am wenigsten aus dem weltweiten Scheitern der sharehouldervalue-Wirtschaft zu lernen scheint. Der frühere Chef von GenerelElectric hat sich immerhin öffentlich für sein ursächliches Verschulden an dieser Wirtschaftskrise entschuldigt.

Benno Mehring, 27.08.2013 18:45
Spielwiese Bahn
Ja, wir haben die Bahn, die wir verdienen! Jahrelang ließen wir uns von den Privatisierern und Deregulierern einreden, ein Börsengang des Staatsbetriebs wende alles zum Besseren. Der AEG-Plattmacher Heinz Dürr wollte das Land mit mehr als einem Dutzend 21-Tiefbahnhöfen beglücken, von München bis Magdeburg. Dann sollten es der Staatssekretär Johannes Ludewig, schließlich die Rambos Hartmut Mehdorn und Rüdiger Grube richten. Ergebnis: Management by Chaos. Ohne Rücksicht auf Ruf, Sicherheit und Personal wurde alles auf Rendite getrimmt. Mainz oder Fernzüge mit verschlossenen Toiletten sind nur die Spitze des Eisbergs Bahnmisere. Sieben Verkehrsminister ließen den Niedergang geschehen, sofern sie ihn nicht sogar nach Kräften beförderten: Matthias Wissmann, Franz Müntefering, Reinhard Klimmt, Kurt Bodewig, Manfred Stolpe, Wolfgang Tiefensee, Peter Ramsauer. Fazit: Die Bahn - Spielwiese für Dilettanten und Egomanen.

Hinweis, 26.08.2013 10:04
Bei allen Hinweisen und Schimpfen über die DB - immer beachten: wer ist eigentlich der Eigentümer? .... Ach ja, der deutsche Staat.

Somit sind die grundlegenden Problem die, die wir wählen.
Übrigens, demnächst wieder!!!!!

Dennis Schäfer, 24.08.2013 11:24
Der Beitrag ist hochinteressant. Die Personalpolitik von DB Netz ist mir persönlich bekannt. Hier speziell Karlsruhe. Ich wurde als Fahrdienstleiter ausgebildet. Diente dann knapp ein Jahr als Kanonenfutter. Angeblich sollte mein Vertrag verlängert werden. Pustekuchen. Angebliche Unterlagen dafür sind bei mir nie eingetroffen.Man lügt und schiebt sich alles zurecht wie es die DB Netz. Das mit dem Gehalt von 1475 bis knapp 1650 Zuschläge kann ich nur bestätigen. Nun arbeite ich für ein Fremdunternehmen und werde als Fdl an die DB Netz vermittelt. Verdiene jezzt aber dadurch ca. 2000 bis 2200 netto. D.h. dieBahn zahlt so an meinen Arbeitgeber zwischen 5500 und 66500 Euro. Ausserdem kann mein neuer Arbeitgeber von meinen DB Qualifikationen nur profitieren. U.a Fahrdienstleiter Lokführer oder Disponent. Nur als kleiner Kommentar. Das die Technik veraltet ist kann ich nur bestätigen. Mein letztes Stellwerk war Flörsheim. Uralte Technik. Eletronisch mit Mechanisch vermischt. Ohje.

Pustekuchen, 24.08.2013 05:19
Zum Thema Angst:
Ich habe mich jahrelang! weitergebildet um mein volles können im Unternehmen einzubringen. Alles privat finanziert. Nun habe ich meinem Arbeitgeber angeboten Seminare anzubieten UNTERANDEREM zum Thema "Stressbewätigigung am Arbeitsplatz". Was folgte was die Aussage "es gibt bei uns keinen Stress oder Burn-Out"! Nichst desto trotz habe ich mir ein Meinungsbild verschafft unter ca. 700 Kollegen und 80% haben definitives "Interesse" an Seminaren zum Thema Stress-Bewätigung gehabt. Alles schön und gut. Von der Führungskraft WORTWÖRTLICH gesagt bekommen "Man hätte mich zuerst FRISTLOS KÜNDIGEN WOLLEN" wegen meiner Umfrage ....aber es blieb bei einer ABMAHNUNG! Und wortwörtlich "Man hat genug Durckmittel gegen mich in der Hand". IST DAS UNTERNEHMES-PHILOSOPHIE?? NEIN das ist KRANK!! Bin mittlerweile in Therapie....und HASSSE DIE FIRMA!! P.S.: PresseAnfragen GERNE DISKRET AN MICH!!!

Datenschutz !, 23.08.2013 18:04
Sehr geehrte Leser und Leserinnen,

willkommen in der Wirklichkeit, denn was alles in den Medien verbreitet wurde ist noch nicht alles. Die Überlastung in manchen Bereichen hat wirklich zugenommen, egal ob Lokführer oder Fahrdienstleiter und es wird immer mehr.

Das ganze vorhaben der Personalgewinnung geht in meinen Augen nur schleppend voran, wegen Eignung und Motivation der Bewerber.

Es geht schon los mit der Arbeitssituation:

Welcher junge Mensch geht denn heut zu tage noch freiwillig am Wochenende bzw. Feiertagen arbeiten ? 3 Schichtsystem ? Wo andere feiern am Wochenende muss man arbeiten. Oder bis zu 6 Tage die Woche arbeiten ? Und dann für einen Lohn ,wo sich ein anderer Arbeitnehmer aus einem anderen Großkonzern sagen würde, da gehe ich nie arbeiten.

Und das mit der Überarbeitung der Personalplanung mit den Mitarbeitern zusammen. Mit welchen denn mit den ausführenden wie Fahrdienstleiter, Lokführer oder andere ? Oder doch eher mit den Geschäftsführern einzelner Unternehmensbereichen ? In meinen Augen ist das alles Augenwischerei, um die Öffentlichkeit zu beruhigen !! Naja nächstes Jahr laufen die Tarifverträge aus und dann werden wir ja sehen wie gut die Personalplanung geworden ist.

Max Gruber, 22.08.2013 08:38
Ich kann mich der Heidi Malzacher nur anschließen. Diesen S-21--Unsinn wollen unsere Politiker, nicht aber das Volk beziehungsweise der Bürger. Was hoffentlich auch hilft, ist nicht zur nächsten Bundestagswahl zu gehen. Sollten viele machen, dann ist der Erfolg am größten und für unsere ach so tollen Politiker die größte Blamage ihrer Karriere!

Es läuft eigentlich bei Großprojekten immer gleich ab: Zuerst mal alles zersören, was im Wege steht, dann gucken. Dieses Diktatur-System wird irgendwann mal zusammenbrechen. Es ist überall leider so, das das wichtigste der Profit zählt, dann der Mensch. Ich fahre jeden Tag mit der DB zur Arbeit und retour. Ich bin manchmal entsetzt, wie der Zustand mancher Züge ist (auch wie voll sie sind). Wie es im Stellwerk am Saarbrücker Hauptbahnhof aussieht (falls dieser Bahnhof einen hat), kann ich nicht sagen.

Oben bleiben!!!

MfG Max Gruber

Peter Boettel, 21.08.2013 20:44
Mir sagte mal ein DB-Mitarbeiter, er fahre nicht mit der Bahn, weil er nicht lebensmüde sei.

Dem ist angesichts dieses Desasters nichts mehr hinzuzufügen, aber unsinnige Projekte wie S 21 in die Welt setzen, wenn die Gegenwart nicht einmal beherrscht wird.

Heidi Malzacher, 21.08.2013 15:48
Gibt es noch deutlichere Zeichen?! Ich habe schon vor einigen Jahren von einem Bekannten, der früher bei der Bahn im Bereich "Sicherheit" gearbeitet hat, gehört, wie entsetzt er war, wie es bei der Bahn in der Zwischenzeit mit der Sicherheit bestellt sei. Jede Woche, bald jeden Tag eine neue Hiobsbotschaft zum Thema "Deutsche Bahn". Es ist eine
S-auerei in Potenz 21, was sich die Bahn leistet. Und man wundert sich nur, dass dies so lange getragen wird. Es ist Menschenverachtung, was da alles aufs Spiel gesetzt wird nur um der Macht und des Profits willen.
Wenn dann irgendwann mal ein größeres Unglück passiert, dann hat niemand die Verantwortung.
Ich verachte das Verhalten der Bahn und unserer Regierenden aufs Höchste!

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