KONTEXT Extra:
Ein Zeichen für Europa

Über Stuttgart wehen EU-Flaggen! Mit der Verkündung des amtlichen Endergebnisses der Volksabstimmung in Großbritainnien über den Austritt aus der EU werden auf der Villa Reitzenstein und dem Neuem Schloss in Stuttgart europäische Flaagen gehisst. Die grün-schwarze Koalition möchte damit ein Zeichen für Europa setzen. "Wir wollen unsere proeuropäische Haltung deutlich zeigen", so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Die gehöre in Baden-Württemberg "zur Staatsräson". Als "überzeugten Europäer" treffe ihn die Entscheidung der Briten "ganz persönlich ins Mark". Europa sei in den Grundfesten erschüttert.


AfD-Fraktion schließt Gedeon vorerst nicht aus

Die Zerreißprobe in der "Alternative für Deutschland" (AfD) ist aufgeschoben. Ihr Bundesvorsitzender Jörg Meuthen, zugleich Chef der baden-württembergischen Landtagsfraktion, hatte am Dienstag jedenfalls keine erforderliche Zweidrittelmehrheit für den Ausschluss von Wolfgang Gedeon. Über die Äußerungen Gedeons, Anhänger der antisemitischen "Protokolle der Weisen von Zion", wird jetzt statt dessen ein Gutachten bei drei Fachleuten in Auftrag gegeben – von Religionswissenschaftlern ist die Rede, ein Experte soll jüdischen Glaubens sein –, um die von Meuten selbst erhobenen Antisemitismus-Vorwürfe gegen den Singener Mediziner zu überprüfen. Der lässt vorerst seine Mitgliedschaft in der Fraktion ruhen und wird im Plenarsaal auch einen neuen Platz erhalten.

Fraktionsgeschäftsführer Bernd Grimmer erklärte nach den dreistündigen Beratungen, die für einen Ausschluss notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit sei nicht klar gewesen und etwa ein Drittel der Abgeordneten nicht bereit gewesen, Meuthen zu folgen. Sie schätzten den Stellenwert von Meinungsfreiheit höher ein als den einer "politisch korrekten Ausdrucksweise". Sollte die Fraktion nach der Sommerpause und der Bewertung des Gutachtens abermals nicht bereit sein, dem von Meuthen seit Tagen vehement verlangten Antrag auf Ausschluss Gedeons zuzustimmen, bleibt der dabei, seinerseits die Fraktion verlassen zu wollen. Außerdem gibt es Gerüchte, dass eine Handvoll Abgeordneter Gedeon – im Falle seines Ausschlusses – nicht allein gehen lassen, sondern mit ihm aus der Fraktion ausscheiden wolle.

Nicht nur im Internet tobt seit Tagen eine heftige Auseinandersetzung über den künftigen Kurs der Partei, die sich zur Retterin Deutschlands ernannt hat. Meuthens Co-Vorsitzende auf Bundesebene Frauke Petry hat sich öffentlich gegen ihn gestellt, ist damit aber im Bundesvorstand isoliert. Zahlreiche Mitglieder des rechten Flügels verlangen von dem Kehler Wirtschaftsprofessor, von sich aus die AfD zu verlassen. "Die Bewegung muss sich von Volksverrätern wie Meuthen trennen", postet ein Thorsten Baeuml. Und weiter: "Linksversiffte Gutmenschen braucht die Bewegung nicht! Ein Krebsgeschwür wird auch entfernt, so lange es noch geht und Meuthen hat sich zur Selbstoperation verdonnert. Gut so!" Den Ausdruck "linksversifft" hatte Meuthen selbst vor Wochen benutzt, ihn allerdings auf die ganze Bundesrepublik bezogen.


S 21: BUND verlangt "Öffnung in Richtung Kombi-Lösung"

Der BUND Baden-Württemberg hat am Montag ein Positionspapier zu Stuttgart 21 vorgelegt, um "konstruktive Lösungen aus der Sackgasse" aufzuzeigen. Im Mittelpunkt steht der "Einstieg in eine Kombi-Lösung". Wie die Landesvorsitzende Brigitte Dahlbender erläutert, könnten damit "einerseits die Kosten und Risiken von Stuttgart 21 deutlich gesenkt und andererseits finanzielle Spielräume zur Realisierung eines tatsächlich zukunftsfähigen Bahnknotenpunkts gewonnen werden". Außerdem sieht das Konzept vor, auf den unterirdischen Flughafenbahnhof zu verzichten und stattdessen einen oberirdischen Halt beim Messeparkhaus zu errichten. Zudem soll die Gäubahn über die bestehende Panoramabahn oberirdisch in den Hauptbahnhof geführt werden und "die Zuführungsstrecken zum Hauptbahnhof und die Wendlinger Kurve sollen leistungsfähig ausgebaut werden".

Dahlbender, die für die Tiefbahnhofgegner 2010 in der Schlichtung saß, nennt S 21 ein "auch heute noch in ganz wesentlichen Teilen weder vollständig geplantes noch vollständig genehmigtes Projekt". Es gebe weiterhin keine qualifizierten Aussagen zu Kosten und zum Zeitablauf. Für die SPD-Politikerin und Ulmer Gemeinderätin steht fest, dass deutlich mehr als acht Bahnsteiggleise unverzichtbar sind für einen Großknoten Stuttgart und eine Entmischung der S-Bahn, des Regional- und des Fernverkehrs. Eine nachhaltige Mobilitätswende müsse sich an den Wünschen der Bahnkunden und der tatsächlichen Verkehrsströme orientieren, "und das bedeutet einen Einstieg in die Diskussion einer Kombi-Lösung".

Mehr dazu unter diesem Link.


Jetzt offiziell: Kefer geht späestens im Herbst 2017

Von einem "Eingeständnis des Scheiterns" sprechen die Parkschützer, von "großem Respekt und Wertschätzung" der Aufsichtsratsvorsitzende der DB Utz-Hellmuth Felcht. Auf jeden Fall wirft der für Stuttgart 21 zuständige Bahnvorstand Volker Kefer das Handtuch. Er stehe für eine Verlängerung seines im September 2017 auslaufenden Vertrags nicht zur Verfügung, teilte er dem Aufsichtsrat am Mittwochvormittag mit. Möglicherweise wird er, wenn seine Nachfolge geregelt ist, den Konzern aber schon deutlich früher verlassen. Hier werde kein "Bauer geopfert", so der Sprecher der Parkschützer Matthias von Herrmann. Vielmehr nehme sich ein "allzu stolzer Turm selbst aus dem Spiel": Der für Stuttgart 21 verantwortliche oberste Bahnmanager ziehe "nun offenbar seine persönliche Notbremse vor dem sicheren Aufprall auf dem Prellbock eines baulich, finanziell und kommunikativ völlig unkontrolliert taumelnden Projekts". Kefer ist seit 2009 bei der Deutschen Bahn und galt lange Zeit als möglicher Nachfolger von Bahnchef Rüdiger Grube, dessen Stellvertreter er auch ist. Kritisiert wird intern vor allem, dass der frühere Siemens-Vorstand den Aufsichtsrat zu spät über die Kostenexplosionen und die immer neuen Risiken bei Stuttgart 21 informiert hat.

Insider in Berlin sehen auch Grube selber nicht mehr sicher im Sattel, weil der nicht nur das nach seinen vielzitierten Worten "bestgerechnete" Milliardenprojekt nie wirklich in den Griff bekommen hat. Matthias von Herrmann erinnert an des marode, dringend sanierungsbedürftige Schienennetz und daran, dass trotz der groß angekündigten fernverkehrsoffensive nicht einmal mehr 78 Prozent der Züge pünktlich fahren: "Wir brauchen endlich wieder eine gute zuverlässige Bahn statt Tunnelwahn." Zum Vergleich: In der Schweiz treffen knapp 97 Prozent der Züge pünktlich im Bahnhof ein. (15.6.2017)


Hermann kritisiert S-21-Befürworter scharf

Der grüne Verkehrsminister Winne Hermann wirft den Befürworter von Stuttgart 21 "in der Politik und bei der Bahn" vor, jahrelang die Kosten heruntergerechnet und die Risiken des Milliardenprojekts nicht ernst genommen zu haben. Jetzt zeige sich immer mehr, wie richtig die Kritiker gelegen hätten. Als Beispiel nennt der S-21-Gegner seit Mitte der Neunziger im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk den Tunnelbau. Zehn Jahre sei über die Schwierigkeiten in dem Gestein diskutiert worden, das die Bahn aktuell für einen Teil der Kostensteigerungen verantwortlich mache.

Der DB wirft er zudem vor, die Glaubwürdigkeit zu "zerstören", wenn an die Landesregierung "kurz vor der Veröffentlichung dieser neuen Dinge beruhigende fünf Zeilen" geschickt würden, dass letztendlich alles in Ordnung sei. "Und dann liest man einen Tag später, es wird wieder teurer, und es wird wieder später", so Hermann weiter. Das mache misstrauisch. Einem Ausstieg erteilt er dennoch eine Absage: Die Bevölkerung habe "keinen Ausstieg beschlossen", und seitdem sei es für jeden in der Regierung Pflicht, das Projekt zu begleiten und zu befördern.


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Angst vor dem atomaren Inferno. Menschenkette über die schwäbische Alb. Foto: Christa Schnepf

Angst vor dem atomaren Inferno. Menschenkette über die schwäbische Alb. Foto: Christa Schnepf

Ausgabe 133
Überm Kesselrand

30 Jahre Hand in Hand

Von Hermann G. Abmayr
Datum: 16.10.2013
Großdemo oder ziviler Ungehorsam? Das war die Frage der Friedensbewegung 1983. Heraus kam eine Kompromiss, eine Menschenkette. Über deren Vor- und Nachgeschichte sprach Kontext mit dem Friedensforscher Wolfgang Sternstein.

Herr Sternstein, eine Menschenkette als Protestform, das war neu. Wie kam es dazu?

Die Kette ist wirklich geschlossen worden. Sie reichte vom EUCOM bis zu den Wiley Barracks in Neu-Ulm. Das EUCOM war damals die amerikanische Kommandozentrale für die Pershing-II-Raketen in Stuttgart-Vaihingen. In den Wiley Barracks sollte ein Drittel der Mittelstreckenraketen stationiert werden, die anderen zwei Drittel in Mutlangen und Heilbronn. An der Kette beteiligten sich etwa 400 000 Demonstranten. Es war ein seltsames Gefühl, über hundert Kilometer mit so vielen Menschen verbunden zu sein. Die Kette war lückenlos. Sie schlängelten sich über Berg und Tal, teilweise als Mäander, um die überzähligen Demonstrantinnen aufzunehmen. Ein Hubschrauber flog die Kette ab. Das war eine großartige logistische Leistung. Vorausgegangen war ein heftiger Streit in der Friedensbewegung im Südwesten. Es gab zwei Lager. Das eine forderte eine Großdemo, das andere setzte sich für Blockaden an den vorgesehenen Standorten ein. Ulli Thiel aus Karlsruhe schlug schließlich als Kompromiss die Menschenkette vor. 

Die Friedensbewegung war Anfang der 80er-Jahre sehr stark. Wie erklären Sie sich das?

Wolfgang Sternstein.
Wolfgang Sternstein.

Ein Großteil der Bevölkerung hat die geplante Nachrüstung mit Cruise Missiles und Pershing-II-Raketen als Bedrohung empfunden. Bundeskanzler Helmut Schmidt dagegen meinte, der Westen sei durch die Stationierung der SS-20-Raketen im Osten gefährdet, weil er ihr nichts Gleichwertiges entgegensetzen könne. Das beruhte auf einer strategischen Fehleinschätzung. Die Sowjetunion war damals schon nicht mehr expansiv, sondern damit beschäftigt, ihr zerfallendes Imperium zusammenzuhalten. Der NATO-Doppelbeschluss aus dem Jahr 1979 stellte die Sowjetunion vor die Alternative: Entweder ihr zieht eure SS-20-Raketen aus der DDR und Polen ab, oder wir rüsten nach. Nach dem Scheitern der Verhandlungen hieß es, jetzt werden die neuen Raketen aufgestellt. Nun befürchtete Moskau aufgrund der kurzen Flugzeit und der hohen Treffgenauigkeit der Raketen einen atomaren Erstschlag. Es herrschte Panik im Kreml. Deutschland wäre im Fall eines Krieges zum nuklearen Schlachtfeld geworden. Das hat die Menschen in Angst und Schrecken versetzt.

Schon zehn Jahre vor der Menschenkette begannen die ersten Anti-Atomkraft-Proteste in Südbaden. Wie eng war die Verbindung zwischen Öko- und Friedensbewegung?

Der Erfolg des Anti-AKW-Protests in Wyhl am Oberrhein hat die Friedensbewegung stark beflügelt. Das gilt auch für mich. Ich war an beiden Bewegungen beteiligt, wie auch viele Mitstreiter. 

Sie sprachen sich schon früh für gewaltfreie Aktionen aus.

Die Einübung von zivilem Ungehorsam war in Deutschland etwas Neues. Zum ersten Mal wurden Platzbesetzungen und Blockaden in Wyhl praktiziert. Im Kampf gegen die AKWs Brokdorf und Grohnde im Norden der Republik übernahmen später militante und gewaltbereite Gruppen die Führung in der Bewegung. Das waren Leute, die das ganze System in Frage stellten. Das hat die gemäßigten AKW-Gegner verschreckt. Viele zogen sich enttäuscht und frustriert aus der Bewegung zurück. In Gorleben dominierten dann wieder die gewaltfreien Gruppen und konnten als großen Erfolg die Aufgabe der atomaren Wiederaufbereitungsanlage durch den niedersächsischen Ministerpräsidenten Albrecht erreichen. Dieser Traditionsstrang fand in der Friedensbewegung seine Fortsetzung. Man kann nicht mit Gewalt für den Frieden kämpfen, ohne unglaubwürdig zu werden. Die Losung hieß ja auch "Frieden schaffen ohne Waffen".

Der geplante Raketenstützpunkt in Mutlangen bei Schwäbisch Gmünd wurde immer wieder blockiert. Ziviler Ungehorsam war eine wichtige Protestform. Wie umstritten waren die Blockaden damals in der Bevölkerung?

Spätestens als sich prominente Leute wie die Schriftsteller Heinrich Böll und Günter Grass an den Blockaden vor dem Militärgelände in Mutlangen beteiligten, wurde diese Protestform in weiten Kreisen als legitim anerkannt. Selbst Erhard Eppler, der damalige SPD-Landesvorsitzende und frühere Bundesminister, beteiligte sich daran. Oskar Lafontaine und Heinrich Albertz, der vormalige Regierende Bürgermeister von Berlin, waren dabei. Die Weltpresse versammelte sich in dem Dorf Mutlangen. Ich erinnere mich noch an die Bemerkung von Roman Herzog – er war damals Innenminister in Baden-Württemberg und ein Law-and-Order-Mann –, er werde der Weltpresse doch nicht das Foto liefern, auf dem deutsche Polizisten den Nobelpreisträger Heinrich Böll von der Straße tragen. Herzog hat die Verbindung zum Raketendepot in Mutlangen an den drei Blockadetagen Anfang September 1983 mit Hubschraubern aufrechterhalten lassen. Das hat uns überrascht, denn wir haben damals alle damit gerechnet, dass geräumt wird.

Wer gehörte zur Friedensbewegung, welche Schichten, welche Altersgruppen?

Es war vornehmlich die Jugend, aber auch ältere Leute, viele Künstler und Intellektuelle. Es gab eine sehr lebendige Debatte und unzählige Veröffentlichungen.

"Der Erfolg hat sich erst später eingestellt." Menschenkette 1983 vom Hubschrauber aus. Foto Manfred Grohe
"Der Erfolg hat sich erst später eingestellt." Menschenkette 1983 vom Hubschrauber aus. Foto Manfred Grohe

Die Raketen wurden trotzdem stationiert. War alles umsonst?

Der Erfolg hat sich erst später eingestellt. Das ist bei sozialen Bewegungen häufig so. Der Vertrag über die Verschrottung der landgestützten Mittelstreckenraketen, den der damalige russische Generalsekretär Michail Gorbatschow mit US-Präsident Ronald Reagan 1987 abschloss, ist nicht zuletzt eine Spätwirkung der Friedensbewegung. Gorbatschow sagte mehrmals, dass er seine Friedenspolitik intern nicht hätte durchsetzen können ohne die Friedensbewegung im Westen. Denn die Russen waren nach zwei Weltkriegen und vielen Millionen Toten eine traumatisierte Nation. Gorbatschow konnte mit dem Argument überzeugen, das friedensbewegte Deutschland sei nicht mehr das Deutschland, das man aus der Hitlerzeit kannte.

Welchen Einfluss hatte die Friedensbewegung auf spätere soziale Bewegungen?

Die Menschen wurden in den 80er-Jahren selbstbewusster. Das betraf viele gesellschaftliche Bereiche. Denken Sie an die Frauenbewegung. Frauen haben damals öffentlich bekannt, sie hätten abgetrieben. Das war zu der Zeit noch strafbar. Schließlich wurde der Paragraf 218 aufgehoben. Dann gab es in jener Zeit eine sehr lebendige Alternativbewegung, die die heutige Diskussion über eine nachhaltige Wirtschaftsverfassung vorwegnahm. Leider sind diese Ansätze für eine menschengemäße und naturverträgliche Lebensform in den 90er-Jahren nach dem Kollaps des Sowjetimperiums wieder eingeschlafen.

Vergleichen Sie bitte die Friedensbewegung mit der Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21.

In den 70er- und 80er-Jahren war die Gegenseite noch unerfahren; sie wusste mit solchen Protesten nicht umzugehen. Zum Beispiel Wyhl: In Offenburg saßen Landesminister mit den Exponenten der Bürgerinitiativen am Verhandlungstisch, mit hoch angesehenen Bürgern aus der Region, aber auch mit Leuten, die mit der Bauplatzbesetzung Gesetze gebrochen hatten. Die politische Führung in Stuttgart, die intern auch noch durch den Kampf zwischen Falken und Tauben geschwächt war, war verunsichert durch den überwiegend gewaltfreien Widerstand, der sogar von einigen evangelischen Pfarrern unterstützt wurde. Folglich gab es Zugeständnisse an die AKW-Gegner. Die Landesregierung sagte zu, den besetzten Platz nicht räumen zu lassen, bevor die Verwaltungsgerichte gesprochen hätten. In der "Offenburger Vereinbarung" stand sogar, dass sämtliche Straf- und Zivilverfahren eingestellt werden. Damit hatten sich innerhalb der CDU die Tauben um Lothar Späth gegen die von Hans Filbinger geführten Falken durchgesetzt. Dennoch hielt die Landesregierung noch viele Jahre an ihrem Ziel, das AKW in Wyhl zu bauen, fest. Selbst Späth war und blieb jahrzehntelang ein Atomfreund.

Zurück zum Vergleich mit den Protesten gegen den Stuttgarter Tunnelbahnhof ...

Sowohl die Anti-AKW-Bewegung als auch die Friedensbewegung betrafen eine bundesweite Auseinandersetzung. Der Stuttgarter Widerstand ist vor allem örtlich, allenfalls regional. Damit ist die Außenwirkung geringer. Und noch ein Unterschied: Früher war der Anteil der jüngeren Leute viel höher. Doch die Protestformen sind ähnlich. Hier wie dort gab es Blockaden und Besetzungsaktionen. Am 20. Juni 2011 haben beispielsweise Hunderte Demonstranten für einige Stunden das Gelände des Grundwassermanagements (GWM) besetzt, das die Bahn für das Ausheben der riesigen Baugrube für den Tiefbahnhof braucht. Diese Aktion kann man gut mit den Besetzungen am Oberrhein vergleichen. Die Auseinandersetzungen in Wyhl waren sogar weit härter. Es gab schlimme Verletzungen durch den Schlagstockeinsatz der Polizei. Das habe ich selbst gesehen.

Und in Stuttgart?

Die Bürgerbewegung hier ist gemäßigter. Man hat sich auf gewaltfreien Widerstand geeinigt. Ich bin übrigens auch wegen schweren Landfriedensbruchs am 20. Juni 2011 angeklagt, denn ich war wie viele andere auf dem GWM-Gelände. Es war ein großes Volksfest. Leider kam es zu Sachbeschädigungen wie damals in Wyhl. Aufgrund der Offenburger Vereinbarung wurden sämtliche Straf- und Zivilverfahren eingestellt. Hier in Stuttgart war das ganz anders. Die Polizei hat den Schaden maßlos übertrieben. Für Oberstaatsanwalt Bernhard Häußler scheint es eine Herzensangelegenheit gewesen sein, gegen die "Straftäter" zu ermitteln. Das erinnert mich an den Amtsrichter Werner Offenloch in Schwäbisch Gmünd, der gegen die Sitzblockierer in Mutlangen mit harter Hand durchgriff.

Protestplakat 1983.
Protestplakat 1983.

Und zuletzt waren alle Urteile wegen Nötigung nichtig?

So ist es. Später wurden aufgrund eines Verfassungsgerichtsurteils sämtliche Verurteilungen aufgehoben und die Geldstrafen zurückerstattet. Die Richter erklärten, sich für den Frieden einzusetzen, sei nicht verwerflich. Auch sei es keine Gewalt, sich friedlich auf die Straße zu setzen und sich dem Risiko auszusetzen, überfahren zu werden. Das war juristisch und politisch ein großer Sieg. Ich habe von diesem Urteil auch profitiert, denn ich habe ein paar Tausend Mark Haftentschädigung erhalten. Ich bin ja wegen zivilen Ungehorsams insgesamt neunmal im Gefängnis gesessen, da ich die Geldstrafe nicht bezahlte.

Im Gegensatz zu Wyhl blieben der aktuelle Protest in Stuttgart erfolglos, zumindest bisher.

Die Entscheidung für Stuttgart 21 ist in Berlin gefallen. Zuletzt im März dieses Jahres, als die drei Staatssekretäre im Aufsichtsrat der Bahn gerne ausgestiegen wären. Doch die Kanzlerin hat sie zurückgepfiffen. Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf. Doch die Bahn will Fakten schaffen, damit es kein Zurück mehr geben kann. Dieser Tag rückt immer näher. Sie kennen den trivialen Satz "Nichts ist so erfolgreich wie der Erfolg". Das gilt leider auch umgekehrt. Nichts ist so frustrierend wie der Misserfolg. Das führt zwangsläufig zu Aggressionen und internen Konflikten unter den S-21-Gegnern. Das macht mir zurzeit große Sorgen.

 

Wolfgang Sternstein (74) ist promovierter Politikwissenschaftler und seit Jahrzehnten als Friedens- und Konfliktforscher tätig. Er beteiligte sich an etlichen Protestbewegungen und stand wegen gewaltfreier Aktionen mehrmals vor Gericht. Unter dem Titel "Auf Gandhis Spuren" hat der SWR vor zehn Jahren ein Porträt über Sternstein und seine Frau Gise gesendet. In diesen Tagen ist sein neues Buch erschienen, Titel: "'Atomkraft – nein danke!' Der lange Weg zum Ausstieg". Ebenso neu erschienen ist der Sammelband "Aufbruch, Protest und Provokation. Die bewegten 70er- und 80er-Jahre in Baden-Württemberg", herausgegeben von Reinhold Weber.


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Kommentare

Kornelia, 24.10.2013 12:53
"...........betrafen eine bundesweite Auseinandersetzung. Der Stuttgarter Widerstand ist vor allem örtlich, allenfalls regional....."

betrafen.... genau DER Unterschied.... betroffen FÜHLTEN sich damals bundesweit menschen aller Generationen, aller Professionen, aller Regionen. die Vereinsamung in Deutschland macht sich zu S21 bemerkbar...
"Es betrifft mich nur noch wenn es mich direkt betrifft"

Universitäten: die Entwicklung der Universitäten zu reinen Lern-Institutionen hat jeder sozial-politische Kritik im Keim erstickt. Ja, man kann sagen aus einem Dichter- und Denker Land ist ein abschreibendes und nachplapperndes Land geworden.
In Stuttgart gut zu erleben: die Wissenschaft ist auf der einen zu einer marktkonformen den Auftraggeber verpflichteten geworden (und ist sich dann auch nicht zu fein dem Grube mit Preisen hinterherzuhecheln) und gleichzeitig zu einer beschreibendes und beobachtenden geworden: elitär-elitär-akademisch wird die Bewegung beobachtet: Wissenschaftler nehmen den Stand eines "Kolonialisten" ein. der die "Wilden" beschreibt!
Diese Profit-Schmarozzer teilen sich in 2 Gruppen: die Einen sind eher hämisch-kritisch-mobbend unterwegs, damit machen sie dann Karriere und werden bekannt!
die Anderen sind distanziert kritisch, dafür nehmen sie dann AKTIV an den Vorteilen teil:
sie reHabilitieren sich und ihre Profession (ist die Sozialwissenschaft nicht schon längst in der Versenkung verschwunden?) jetzt gibt es eine Professur für Bewegung
Sie nehmen Stellungen ein bei bezahlten neu oder alten Stellen: Allianzen der Bewegung, neue Vorträge, neue Kurse müssen entwickelt werden, die "denen dann beibringen sollen".... Noch in den 80ern wurden Impulse universitär aufgegriffen und kritisch begleitende Veranstaltungsreihen spontan entwickelt.
In Stuttgart ist die Universität quasi nicht vorhanden.
Aktiv werden sie höchsten noch bei Jauch, Illner und co, wo sie im konjunktiv Stil von den Schieflagen der Gesellschaft erzählen!
Dabei sein wie in den 60/70/80ern.... zu anstrengend und schlecht fürs Renommee

Kultur-Schaffende: auch sie schaffen es ja nicht mal, solidarisch in den eigenen Reihen zu wirken. die Schneise arm/reich, die Marktkonforme Kultur vs der kritischen Kultur driftet immer mehr auseinander. Auch sie ist also mehr mit den eigenen Geldtöpfen und dem Überleben als dass sie sich für System-Kritisches einsetzen würde...

Kirchen haben während der Friedensdemonstrationen eine wichtige rolle gespielt.... in Stuttgart sind sie offiziell die "neutral", halten sich raus, bzw. nutzen den Streit von Stuttgart um sich selbst in der Allmacht zu bestärken " ...Stuttgart 21.... Den Bürgerinnen und Bürger müsse ein attraktives Angebot zur verstärkten Beteiligung gemacht werden. .......... dass Bürgerbeteiligung nicht nach dem Prinzip "Wer am lautesten protestiert, bekommt am Ende Recht" funktionieren könne.... Orientierungshilfe zu leisten."(http://kirchensite.de/aktuelles/kirche-heute/kirche-heute-news/datum////beteiligung-der-buerger-in-der-politik-staerken/)
Also brauchen die Kirchenschafe das Oberhaupt, die sie unterweisen!
(von "Pfarrer beider Konfessionen solidarisierten sich mit den Demonstranten. " wie in Wyhl keine Rede)

Journalisten: obwohl es in ihren eigenen Häusern brennt und zündelt und am Wassern ist.... obwohl sie seit Jahrzehnten immer mehr zu Schreibtisch-Tätern werden, der Boulevard-Stil incl Berlusconisierung in den letzten 20Jahren unglaublich um sich gegriffen hat.... keine Reaktion der Schreiberlinge! "Investigation" demonstriert wird wenn wieder mehr Geld im eigenen Portemonnaie sein soll! auch hier -wie bei den Wissenschaftlern lethargisches dabeistehen oder mobbendes beschreiben oder distanziert/kritsches beobachten!
..."Wutbürger" aus einem als "Essay" getarnten Schüleraufsatz des Spiegel Hasspredigers Dirk Kurbjuweit .... Proteste sind Ausdruck einer skeptischen Mitte, die bewahren will, was sie hat und kennt, zu Lasen einer guten Zukunft des Landes..."
dazu T. WIECZOREK: "..Moment mal: sind die Kämpfer gegen profitorientierte gewissenlose Umweltzerstörung, Korruption bei Bauaufträgen und Steuergeldverschwendung die wahren Egoisten oder die Neoliberalten. die die skrupellosen, über Leichen gehende Habgier zum wahren Lebensmotto und solidarische, selbstlose, umweltbewusste und integere menschen zu "armen Irren" erklären?....
Welch ein Wandel des Spiegels: noch selber davon profitiert (Spiegel-Affäre), dass Bürgerbewegung dieses Blatt zur 4.Gewalt aufgebaut hat... und auch wie anders ihr Bericht zu Wyhl http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41533916.html
Und da ja alles im eigenen Topf schmort ist keine kritische Auseinandersetzung mit "Journalismus gestartet worden, im Gegenteil: man schreibt voneinander" ab oder interviewt einander....
Dass hier Externe mittlerweile investigativ und gesellschafts-kritisch sind... merken die "Edelpfauenfedern" (T. WIECZOREK) nicht!

Ergo die Stuttgarter Bewegung wird ausgelutscht anstatt diesen Keim massiv und tatkräftig zu unterstützen!!!
Die die sehen und denken könnten sind mehr mit dem eigenen Kakao und dem Gejammere beschäftigt, sind mehr mit dem eigenen Edelpfauen-Spiegel beschäftigt denn mit System 21! Und wenn, dann aus der elitär-feudalen nicht-betroffenen Haltung!
Bei "Römisch-dekadent", bei "sozialer Hängematten" Diffamierung hätten viele mal in den eigenen Spiegel schauen sollen!

Schlussfolgerung:
die Kesselung (Eingrenzung) der eigenen Stärken und Grössen in "Klein-Klein" -verantwortet von den "Köpfen" der Bewegung- einerseits und die Lethargie, die mangelnde Solidarisierungs-fähigkeit, die Ich-AGisierung Stuttgarter aber auch deutschland-weiter Gruppen andererseits nimmt der Bewegung den Atem und die Power und das Groß-sein-können...
Zynisch: ich werde das Gefühl nicht los, dass wenn es um irgendeinen Eisbär gegangen wäre, dass hätten wir deutschland-weite Beteiligung!
aber: die menschen-art-gerechte Umwelt, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Finanzplanung, Gesundheits-und Lebensplanung ist nur noch Thema sonntags in den Kirchenkanzleien.

Dass die Bewegung dennoch besteht ist den Schwaben zu verdanken: "Wir kommen langsam in die Gänge, aber dann sind wir verbissen, lassen nicht mehr so schnell los" sagte mir mal eine ältere Damen 2010.

Kornelia, 23.10.2013 10:36
Mit den Schmuddelkindern wollen wir nicht.....
hier hat sich der selbsternannte Kopf der Bewegung ein Bild geschaffen, dass eher ihrem Selbst- und Traumbild entspricht als den Tatsachen! Und dann wird wie bei den "Gegnern" jedwede AndersARTigkeit negiert, ausgegrenzt: wir schaffen die Welt, die uns genehm ist!
Kritisch hinterfragt wird gar nicht!! Weder bei eigenen Projekten/Vorgaben/Handlungen noch wenn Fremdbetrachtungen auftauchen! (Solidarisch und Stolz nach innen scheint ein Fremdwort zu sein! )
z.B. die Walter Studie aus Göttingen
"Die deutsche Protestlandschaft wird von Männern dominiert. 70 Prozent der befragten Aktiven sind männlich, knapp 30 Prozent weiblich."
Wird kommentarlos stehen gelassen, Eitelkeit? weil es den Mach(tl)ern schmeichelt?
die Stgt. Untersuchung kommt zum "mehr Frauen als Männer sind gegen Stuttgart 21".... Konsequenz dieser Ungereimtheit: keine!

"Es protestieren ganz überwiegend Bürger gegen Bürger. Nicht die neuen Unterschichten protestieren, sondern vor allem Menschen mit hohem Bildungsabschluss, geregeltem, meist ordentlichem Einkommen, die sozial gut vernetzt sind und eher anspruchsvollen Berufen nachgehen."
Und wie passt dazu der Ruf hier in der Bewegung nach den Bürgerlichen/Ordentlichen, der ja immer lauter wird, immer diffamierender wird..... zu dieser "wissenschaftl." Festschnurrung?
-Bürger haben in Stuttgart gegen Institutionen protestiert: gegen Bahn, gegen Zeitungen, gegen Parlamente, gegen Parteien...
-2010 waren gerade viele viele aus den unterschiedlichsten Berufen, mit und ohne Halbhöhenlage-Status dabei...
Konsequenz dieser Ungereimtheit: Bashen wo es nur geht. "nach unten treten und nach oben schleimen"!

"Die Ingenieure bilden einen zentralen Typus der aktuellen Bürgerproteste. Während in den Oppositionsbewegungen der siebziger Jahre typischerweise der (angehende) Sozialwissenschaftler den Ton angab, sind es heute die eher technisch geprägten Berufe.
Das Engagement in eindeutig definierten Initiativen, die sich auf einen einzigen Punkt hin strategisch ausrichten, kommt ihm entgegen. Hier kann er als objektiver Experte auftreten und auf selbstbewusste Weise präzise Gegenvorschläge erarbeiten und vortragen und „klipp und klare“ Tatsachen sprechen lassen. Dass Politik nicht objektiv sein kann, ist ihm fremd. Denn für ihn ist Objektivität Ethos und Ziel schlechthin."
Dieser m.E. Wunschzettel der Forscher zeigt auch auch in welchem desaströsen Zustand sich die Geistes- und Sozialwissenschaft befindet: die Ausrichtung gen marktkonformer Wissenschaft hat zu einer Flut von Umfragen in Richtung Brigitte-Test geführt!! Gleichschaltung/Normierung a la Wissenschaft geführt! ca 1000 Leute (von ca mind 50 000 Gegner gegen S21) werden zur ERLERschen Zufallserhebung gemacht (keine selbstkritischen Fragen warum wer geantwortet hat und wer nicht)
Es gibt vermehrt Stimme die eine -in anderen Disziplinen übliche -Replizierbarkeit fordern, bevor marktschreierisch "es ist so" gesagt werden darf!
(ich las die Tage eine Erhebung von ca 500 Leuten die Stellvertrete zu ganz Deutschland gemacht wurden 82 000 000 Menschen und erklärten welches die besten Lebensstädte sind!!!!!!!!!!)

-Wir werden so wie die uns wollen-:
Anpassung: In Stuttgart ist zum Ziel erklärt worden. die Stuttgarter Bewegung ist zu gestalten wie die HERRscher sie wollten (erst von den sog Befürwortern und dann massiv von den eigenen Mach(tl)ern: angepasst, eingenordet, bürgerlich mittig, brav, RECHT und ORDNUNG rufend!
Visionär, Träumerisch, Ideen und Ideale, kulturelle und soziale Innovationen war gestern!!

Vernetzungen a la Völker aller Welt vereinigt Euch.... werden selbstverliebt und argwöhnisch und mobbend untergraben!!

Wie sagte mal ein selbsternannter und selbstbestimmter K21-Presse-mensch zu mir: "Ich habe ein Problem damit BER und S21 zusammen darzustellen, schließlich ist BER was ganz anderes!"

Wahr ist, dass das eine ein Flugzeug ist und das Andere eine Eisenbahn..... wahr ist aber auch bei dem Einen gehen die Planungen incl Kosten tief, tief in den Keller und beim Anderen haben sie Luftikuss-Nummern erreicht!

Kornelia, 23.10.2013 10:13
Whyl und Friedensbewegung: beide agierten im "Treu und Glauben" Modus....
Frieden schaffen ohne Waffen ist eine Vision,
Atomkraft ist schlecht auch mehr oder weniger (Tchernobyl kam später)
Stuttgart21 hat sich sehr schnell auf die marktkonforme Bewegung eingelassen: mit ingenieursWissen, mit Geologie-Wissen, mit juristischen Argumenten ist bewiesen worden, dass das best geplanteste Projekt Europas desaströs geplant worden ist.......
nur: anstatt immer wieder in den breiteren/weiteren/gesellschafts-relevanten/visionären Raum zu "führen" ist die Bewegung nur noch auf diese örtl. relevante "NUR Bahnhof" eingetunt worden......
mit dem Effekt dass visionäre, weiter denkende, andersdenkende ausgebremst wurden, die direkten Fakten-Fakten- Kämpfe (ich zeig dir meinen, du mir Deinen) verloren wurden und der Frust sich deswegen massiv nach innen richtet!

Die Stuttgarter MACH(t)er haben erwartet, dass sich ganz BW, ganz Deutschland nur mit IHREM Bahnhof beschäftigen will und muss!
Jedwede Öffnung, jedwede breitere Aufstellung/-Ausrichtung wurde massiv untergraben.... (wunderschön auch bei der PR zu den beiden Bürgerbegehren zu hören: es geht NUR um Stuttgart)

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@Müller: "Prinzipiell sind Hochhäuser die ökologischte Art...." Da haben Sie vielleicht sogar Recht, aber nur, weil sich Insekten wie Kakerlaken und Bettwanzen, Bakterien woe Legionellen und Viren wie Varizellen oder Masern in einem...

Ausgabe 273 / Wer eine Grube gräbt / Blender, 24.06.2016 23:47
Das einzig Richtige wäre die bereits gebauten Tunnelröhren für den Autoverkehr zu nutzen um die Autos zweispurig und kreuzungsfrei aus der Stadt bzw. auf die A8/A81 zu bringen, den Kopfbahnhof zu modernisieren, und im Park nach Vorbild...

Ausgabe 273 / Wer eine Grube gräbt / Blender, 24.06.2016 23:35
Ich vermisse die an dieser Stelle das so oft von Alias @Müller geäußerte Hohelied auf die deutsche Ingenieurskunst. Aber Kostensteigerungen und Zeitverzögerungen von S21/22/23/.. wegen unerwartet gefundenem Gipskeuper ließen Menschen...

Ausgabe 273 / Wer eine Grube gräbt / Fred Heine, 24.06.2016 21:04
Peter S., 23.06.2016 15:46 "@Fred Heine, wollten Sie mir nicht noch eine Antwort geben aus der letzten Woche? Stichwort "Täuschung und Lüge"?" Ich stehe zu dem, was ich sage. Auch mit meinem Namen. Das bringt mich bisweilen in eine...

Ausgabe 273 / Jeden Tag ein guter Freund / noch ein Insider, 24.06.2016 18:17
Wem die halbe Wahrheit reicht, der kann diesen Artikel (und auch die zugehörigen Beiträge auf seemoz und bei der StZ) getrost weiter feiern. Jeder sieht, was er sehen will, gell... Absurd, dass ausgerechnet diese Zeitgenossen das Schild...

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