KONTEXT Extra:
VfB gewinnt die Süperlig

Der VfB ist nun doch noch Meister geworden! Nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga am Samstag hat er schon am Tag darauf die türkische Süperlig gewonnen. Wenigstens ein bisschen. Sagen wir mal, unter Einberechnung des Schön-war-die-Zeit-Vergangenheitsbonus', zu zwei Elfteln. Die beiden Besiktas-Istanbul-Spieler Mario Gomez und Andreas Beck haben nämlich ihre VfB-Meisterschaftserfahrung aus dem Jahr 2007 in den türkischen Club eingebracht. Nach dem 3:1-Sieg gegen Osmanlispor kann Besiktas am letzten Spieltag nicht mehr eingeholt werden. Gefeiert wurde das auch auf dem Stuttgarter Schlossplatz, schließlich hat der Verein viele Fans. Die sind übrigens Weltrekordhalter: in einem Spiel gegen Tottenham im Jahr 2006 (nach anderen Angaben 2007 gegen Liverpool) haben sie sich mit 132 Dezibel den Höchstwert für Fußballstadien zusammengejubelt. Die Besiktas-Fangruppe Carsi (offiziell aufgelöst, aber weiter virulent und freundschaftlich mit Sankt Pauli verbunden) umrundet das A im Namen zum Zeichen für Anarchie, versteht sich auch als soziale Bewegung und war etwa bei den Taksim-Platz-Protesten gegen Erdogan aktiv. Was jetzt eventuell weniger an den VfB und seine Fans erinnert. Aaaaaber: Trainiert wurde Besiktas auch einige Jahre von Christoph Daum, der den VfB 1992 zum Meister machte. Und drei Jahre später hat Daum mit Besiktas die Süperlig gewonnen! Wenn man also auch noch den Daum-Faktor einrechnet, dann ist der VfB an diesem Sonntag sogar mit mehr als Zwei-Elfteln türkischer Meister geworden. (17.5.2016)


Stuttgarter Friedenspreis 2016 an Jürgen Grässlin

Die Verleihung des diesjährigen Anstifter-Preises an Jürgen Grässlin ist ein Signal. Denn dem Rüstungsgegner droht eine Haftstrafe. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat wenige Monate nach seinem Enthüllungsbuch "Netzwerk des Todes" über die Verflechtungen von Rüstungsindustrie und Behörden Vorermittlungen eingeleitet: Gegen ihn und seine Mitautoren Daniel Harrich und Danuta Harrich-Zandberg - wegen des Verdachts verbotener Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen gemäß § 353d Strafgesetzbuch.

Dabei hatte Mitautor und Regisseur Daniel Harrich der Staatsanwaltschaft zahlreiche Dokumente zur Verfügung gestellt, auf deren Basis die staatsanwaltschaftliche Klageschrift gegen Heckler & Koch verfasst werden konnte. Vor rund einem Monat hat Daniel Harrich noch den Grimme-Preis dafür entgegengenommen. Nicht nur im Fall Böhmermann - auch sonst sehen sich deutsche Medienmacher und kritische Autoren immer wieder mit Strafermittlungen konfrontiert. Jetzt erst recht - Kontext gratuliert zum Friedenspreis.

In diesem Jahr wird er zum 14. Mal verliehen, 25 Vorschläge gingen bei den Anstiftern ein. Der erste Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Auf weiteren Plätzen folgen der Zeitzeuge Theodor Bergmann, Seawatch (Geflüchtete in Seenot), Ärzte ohne Grenzen und die kurdische Menschenrechtsaktivistin Leyla Zana. (16.Mai 2016)


Bündnis gegen rechts

Winfried Kretschmann engagiert sich im österreichischen Präsidentschaftswahlkampf: Er ist einem breit verankerten Komitee gegen rechts und zur Unterstützung von Alexander van der Bellen beigetreten. Der frühere Bundesvorsitzende der österreichischen Grünen, der als parteiunabhängiger Kandidat antritt, kam bei der Volkswahl Mitte April im ersten Wahlgang auf 21,3 Prozent der Stimmen. Norbert Hofer, der Kandidat der rechtspopulistischen "Freiheitlichen Partei Österreichs" (FPÖ), liegt mit 35 Prozent weit vorn. Zusammengefunden haben sich vor dem entscheidenden zweiten Wahlgang am 22. Mai viele Promis aus dem deutschsprachigen Raum, die sich für van der Bellen stark machen. Darunter Oscar-Preisträger Christoph Waltz, Everest-Bezwinger Reinhold Messner oder Liedermacher Konstantin Wecker und hunderte Schauspieler, Künstler, Journalisten, Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler oder Diplomaten aus dem linken, aber auch aus dem bürgerlichen Lager. Nach Pfingsten, am Dienstagabend,  wird Kretschmann nach Wien reisen, um im Wahlkampf des Universitätsprofessors aufzutreten. Er habe van der Bellen "als engagierten, fairen und vertrauenswürdigen Menschen kennen und schätzen gelernt, der für Demokratie, Menschenrechte, ökologische Nachhaltigkeit, gegenseitigen Respekt und Chancengleichheit" eintrete. Unter weiter: "Gerade in diesen bewegten Zeiten ist eine besonnene, weltoffene und weitsichtige Person in einem solchen Amt besonders wichtig." Hofer ist programmatisch einer der führenden Köpfe der FPÖ und damit der europäischen Rechten. Seine schlagende Verbindung Marko Germania hält wenig vom selbständigen Staat Österreich, sondern bekennt sich zu einem "deutschen Vaterland", "unabhängig von bestehenden staatlichen Grenzen". Er wäre in Mitteleuropa der erste Rechtspopulist im höchsten Amt eines Staates. (15.5.2016)


Kretschmann gewählt – CDU wieder staatstragend

Mit 82 von 142 Stimmen – bei einer Krankmeldung – ist Winfried Kretschmann zum zehnten Ministerpräsidenten des Landes Baden-Württemberg gewählt worden. Seine neue grün-schwarze Koalition wäre rein rechnerisch auf 88 Stimmen gekommen. Für einen Moment war es auch mucksmäuschenstill im Plenarsaal, bevor sich die Abgeordneten zum Applaus erhoben. Wie schon am Vortag nach der Wahl von Muhterem Aras zur Landtagspräsidentin verweigerten die Abgeordneten der AfD diese Ehrbezeugung. Zuvor hatte Kretschmann die CDU-Fraktion besucht, mit der sich Parteichef Thomas Strobl erst am Morgen ausgesöhnt hatte. Eine Probeabstimmung am Dienstag war schiefgegangen. Einzelne CDU-Abgeordnete blieben auch am Donnerstag bei ihrer ablehnenden Haltung. Es wurde dementsprechend gemutmaßt, dass die fehlenden sechs Stimmen aus der Union kommen. Sichtlich gerührt nahm Aras ihrem Parteifreund den Amtseid ab. Danach gab’s einen weißen Blumenstrauß für den grünen Regierungschef. (12.5.2016)


"Ein Zeichen für das Gelingen von Integration"

Mit der Stuttgarterin Muhterem Aras bekleidet zum ersten Mal in der Geschichte Baden-Württembergs eine Frau das Amt der Landtagspräsidentin, und noch dazu eine mit Migrationshintergrund. „Sie haben mit Ihrer Wahl ein deutliches Zeiten für Weltoffenheit, für Toleranz und für das Gelingen von Integration gesetzt“, sagte die 50-Jährige in ihrer Antrittsrede zu den Abgeordneten. Handeln wolle sie im hohen Amt nach einem Zitat der sozialdemokratischen Reichstagsabgeordneten Marie Juchacz aus dem Jahr 1919: „Scharfes kluges Denken, ruhiges Abwägen und warmes menschliches Fühlen gehören zusammen in einer vom ganzen Volke gewählten Körperschaft.“ Die 23 Abgeordneten der „Alternative für Deutschland“ (AfD) verweigerten der neuen Präsidentin sowohl den Beifall als auch die traditionelle Ehrerbietung durch Erheben. Die AfD scheiterte beim Versuch an der übergroßen Mehrheit der anderen vier Fraktionen, einen eigenen Vizepräsidenten durchzusetzen. Der neue CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart begründete die Ablehnung „ganz unabhängig davon, dass es keinen Anspruch der AfD gibt“ damit, ein Zeichen der Sparsamkeit setzen zu wollen. Und er hielt AfD-Fraktionschef Jörg Meuthen Äußerungen vor, in denen der die Verknappung der Zahl der Vizes auf einen einzigen Posten unterstützt hatte – gerade mit dem Hinweis auf das Portemonnaie der Bürger. (11.5.2016)


KONTEXT
per E-Mail:
Immer informiert:

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Datenschutz-Hinweis

Angst vor dem atomaren Inferno. Menschenkette über die schwäbische Alb. Foto: Christa Schnepf

Angst vor dem atomaren Inferno. Menschenkette über die schwäbische Alb. Foto: Christa Schnepf

Ausgabe 133
Überm Kesselrand

30 Jahre Hand in Hand

Von Hermann G. Abmayr
Datum: 16.10.2013
Großdemo oder ziviler Ungehorsam? Das war die Frage der Friedensbewegung 1983. Heraus kam eine Kompromiss, eine Menschenkette. Über deren Vor- und Nachgeschichte sprach Kontext mit dem Friedensforscher Wolfgang Sternstein.

Herr Sternstein, eine Menschenkette als Protestform, das war neu. Wie kam es dazu?

Die Kette ist wirklich geschlossen worden. Sie reichte vom EUCOM bis zu den Wiley Barracks in Neu-Ulm. Das EUCOM war damals die amerikanische Kommandozentrale für die Pershing-II-Raketen in Stuttgart-Vaihingen. In den Wiley Barracks sollte ein Drittel der Mittelstreckenraketen stationiert werden, die anderen zwei Drittel in Mutlangen und Heilbronn. An der Kette beteiligten sich etwa 400 000 Demonstranten. Es war ein seltsames Gefühl, über hundert Kilometer mit so vielen Menschen verbunden zu sein. Die Kette war lückenlos. Sie schlängelten sich über Berg und Tal, teilweise als Mäander, um die überzähligen Demonstrantinnen aufzunehmen. Ein Hubschrauber flog die Kette ab. Das war eine großartige logistische Leistung. Vorausgegangen war ein heftiger Streit in der Friedensbewegung im Südwesten. Es gab zwei Lager. Das eine forderte eine Großdemo, das andere setzte sich für Blockaden an den vorgesehenen Standorten ein. Ulli Thiel aus Karlsruhe schlug schließlich als Kompromiss die Menschenkette vor. 

Die Friedensbewegung war Anfang der 80er-Jahre sehr stark. Wie erklären Sie sich das?

Wolfgang Sternstein.
Wolfgang Sternstein.

Ein Großteil der Bevölkerung hat die geplante Nachrüstung mit Cruise Missiles und Pershing-II-Raketen als Bedrohung empfunden. Bundeskanzler Helmut Schmidt dagegen meinte, der Westen sei durch die Stationierung der SS-20-Raketen im Osten gefährdet, weil er ihr nichts Gleichwertiges entgegensetzen könne. Das beruhte auf einer strategischen Fehleinschätzung. Die Sowjetunion war damals schon nicht mehr expansiv, sondern damit beschäftigt, ihr zerfallendes Imperium zusammenzuhalten. Der NATO-Doppelbeschluss aus dem Jahr 1979 stellte die Sowjetunion vor die Alternative: Entweder ihr zieht eure SS-20-Raketen aus der DDR und Polen ab, oder wir rüsten nach. Nach dem Scheitern der Verhandlungen hieß es, jetzt werden die neuen Raketen aufgestellt. Nun befürchtete Moskau aufgrund der kurzen Flugzeit und der hohen Treffgenauigkeit der Raketen einen atomaren Erstschlag. Es herrschte Panik im Kreml. Deutschland wäre im Fall eines Krieges zum nuklearen Schlachtfeld geworden. Das hat die Menschen in Angst und Schrecken versetzt.

Schon zehn Jahre vor der Menschenkette begannen die ersten Anti-Atomkraft-Proteste in Südbaden. Wie eng war die Verbindung zwischen Öko- und Friedensbewegung?

Der Erfolg des Anti-AKW-Protests in Wyhl am Oberrhein hat die Friedensbewegung stark beflügelt. Das gilt auch für mich. Ich war an beiden Bewegungen beteiligt, wie auch viele Mitstreiter. 

Sie sprachen sich schon früh für gewaltfreie Aktionen aus.

Die Einübung von zivilem Ungehorsam war in Deutschland etwas Neues. Zum ersten Mal wurden Platzbesetzungen und Blockaden in Wyhl praktiziert. Im Kampf gegen die AKWs Brokdorf und Grohnde im Norden der Republik übernahmen später militante und gewaltbereite Gruppen die Führung in der Bewegung. Das waren Leute, die das ganze System in Frage stellten. Das hat die gemäßigten AKW-Gegner verschreckt. Viele zogen sich enttäuscht und frustriert aus der Bewegung zurück. In Gorleben dominierten dann wieder die gewaltfreien Gruppen und konnten als großen Erfolg die Aufgabe der atomaren Wiederaufbereitungsanlage durch den niedersächsischen Ministerpräsidenten Albrecht erreichen. Dieser Traditionsstrang fand in der Friedensbewegung seine Fortsetzung. Man kann nicht mit Gewalt für den Frieden kämpfen, ohne unglaubwürdig zu werden. Die Losung hieß ja auch "Frieden schaffen ohne Waffen".

Der geplante Raketenstützpunkt in Mutlangen bei Schwäbisch Gmünd wurde immer wieder blockiert. Ziviler Ungehorsam war eine wichtige Protestform. Wie umstritten waren die Blockaden damals in der Bevölkerung?

Spätestens als sich prominente Leute wie die Schriftsteller Heinrich Böll und Günter Grass an den Blockaden vor dem Militärgelände in Mutlangen beteiligten, wurde diese Protestform in weiten Kreisen als legitim anerkannt. Selbst Erhard Eppler, der damalige SPD-Landesvorsitzende und frühere Bundesminister, beteiligte sich daran. Oskar Lafontaine und Heinrich Albertz, der vormalige Regierende Bürgermeister von Berlin, waren dabei. Die Weltpresse versammelte sich in dem Dorf Mutlangen. Ich erinnere mich noch an die Bemerkung von Roman Herzog – er war damals Innenminister in Baden-Württemberg und ein Law-and-Order-Mann –, er werde der Weltpresse doch nicht das Foto liefern, auf dem deutsche Polizisten den Nobelpreisträger Heinrich Böll von der Straße tragen. Herzog hat die Verbindung zum Raketendepot in Mutlangen an den drei Blockadetagen Anfang September 1983 mit Hubschraubern aufrechterhalten lassen. Das hat uns überrascht, denn wir haben damals alle damit gerechnet, dass geräumt wird.

Wer gehörte zur Friedensbewegung, welche Schichten, welche Altersgruppen?

Es war vornehmlich die Jugend, aber auch ältere Leute, viele Künstler und Intellektuelle. Es gab eine sehr lebendige Debatte und unzählige Veröffentlichungen.

"Der Erfolg hat sich erst später eingestellt." Menschenkette 1983 vom Hubschrauber aus. Foto Manfred Grohe
"Der Erfolg hat sich erst später eingestellt." Menschenkette 1983 vom Hubschrauber aus. Foto Manfred Grohe

Die Raketen wurden trotzdem stationiert. War alles umsonst?

Der Erfolg hat sich erst später eingestellt. Das ist bei sozialen Bewegungen häufig so. Der Vertrag über die Verschrottung der landgestützten Mittelstreckenraketen, den der damalige russische Generalsekretär Michail Gorbatschow mit US-Präsident Ronald Reagan 1987 abschloss, ist nicht zuletzt eine Spätwirkung der Friedensbewegung. Gorbatschow sagte mehrmals, dass er seine Friedenspolitik intern nicht hätte durchsetzen können ohne die Friedensbewegung im Westen. Denn die Russen waren nach zwei Weltkriegen und vielen Millionen Toten eine traumatisierte Nation. Gorbatschow konnte mit dem Argument überzeugen, das friedensbewegte Deutschland sei nicht mehr das Deutschland, das man aus der Hitlerzeit kannte.

Welchen Einfluss hatte die Friedensbewegung auf spätere soziale Bewegungen?

Die Menschen wurden in den 80er-Jahren selbstbewusster. Das betraf viele gesellschaftliche Bereiche. Denken Sie an die Frauenbewegung. Frauen haben damals öffentlich bekannt, sie hätten abgetrieben. Das war zu der Zeit noch strafbar. Schließlich wurde der Paragraf 218 aufgehoben. Dann gab es in jener Zeit eine sehr lebendige Alternativbewegung, die die heutige Diskussion über eine nachhaltige Wirtschaftsverfassung vorwegnahm. Leider sind diese Ansätze für eine menschengemäße und naturverträgliche Lebensform in den 90er-Jahren nach dem Kollaps des Sowjetimperiums wieder eingeschlafen.

Vergleichen Sie bitte die Friedensbewegung mit der Bürgerbewegung gegen Stuttgart 21.

In den 70er- und 80er-Jahren war die Gegenseite noch unerfahren; sie wusste mit solchen Protesten nicht umzugehen. Zum Beispiel Wyhl: In Offenburg saßen Landesminister mit den Exponenten der Bürgerinitiativen am Verhandlungstisch, mit hoch angesehenen Bürgern aus der Region, aber auch mit Leuten, die mit der Bauplatzbesetzung Gesetze gebrochen hatten. Die politische Führung in Stuttgart, die intern auch noch durch den Kampf zwischen Falken und Tauben geschwächt war, war verunsichert durch den überwiegend gewaltfreien Widerstand, der sogar von einigen evangelischen Pfarrern unterstützt wurde. Folglich gab es Zugeständnisse an die AKW-Gegner. Die Landesregierung sagte zu, den besetzten Platz nicht räumen zu lassen, bevor die Verwaltungsgerichte gesprochen hätten. In der "Offenburger Vereinbarung" stand sogar, dass sämtliche Straf- und Zivilverfahren eingestellt werden. Damit hatten sich innerhalb der CDU die Tauben um Lothar Späth gegen die von Hans Filbinger geführten Falken durchgesetzt. Dennoch hielt die Landesregierung noch viele Jahre an ihrem Ziel, das AKW in Wyhl zu bauen, fest. Selbst Späth war und blieb jahrzehntelang ein Atomfreund.

Zurück zum Vergleich mit den Protesten gegen den Stuttgarter Tunnelbahnhof ...

Sowohl die Anti-AKW-Bewegung als auch die Friedensbewegung betrafen eine bundesweite Auseinandersetzung. Der Stuttgarter Widerstand ist vor allem örtlich, allenfalls regional. Damit ist die Außenwirkung geringer. Und noch ein Unterschied: Früher war der Anteil der jüngeren Leute viel höher. Doch die Protestformen sind ähnlich. Hier wie dort gab es Blockaden und Besetzungsaktionen. Am 20. Juni 2011 haben beispielsweise Hunderte Demonstranten für einige Stunden das Gelände des Grundwassermanagements (GWM) besetzt, das die Bahn für das Ausheben der riesigen Baugrube für den Tiefbahnhof braucht. Diese Aktion kann man gut mit den Besetzungen am Oberrhein vergleichen. Die Auseinandersetzungen in Wyhl waren sogar weit härter. Es gab schlimme Verletzungen durch den Schlagstockeinsatz der Polizei. Das habe ich selbst gesehen.

Und in Stuttgart?

Die Bürgerbewegung hier ist gemäßigter. Man hat sich auf gewaltfreien Widerstand geeinigt. Ich bin übrigens auch wegen schweren Landfriedensbruchs am 20. Juni 2011 angeklagt, denn ich war wie viele andere auf dem GWM-Gelände. Es war ein großes Volksfest. Leider kam es zu Sachbeschädigungen wie damals in Wyhl. Aufgrund der Offenburger Vereinbarung wurden sämtliche Straf- und Zivilverfahren eingestellt. Hier in Stuttgart war das ganz anders. Die Polizei hat den Schaden maßlos übertrieben. Für Oberstaatsanwalt Bernhard Häußler scheint es eine Herzensangelegenheit gewesen sein, gegen die "Straftäter" zu ermitteln. Das erinnert mich an den Amtsrichter Werner Offenloch in Schwäbisch Gmünd, der gegen die Sitzblockierer in Mutlangen mit harter Hand durchgriff.

Protestplakat 1983.
Protestplakat 1983.

Und zuletzt waren alle Urteile wegen Nötigung nichtig?

So ist es. Später wurden aufgrund eines Verfassungsgerichtsurteils sämtliche Verurteilungen aufgehoben und die Geldstrafen zurückerstattet. Die Richter erklärten, sich für den Frieden einzusetzen, sei nicht verwerflich. Auch sei es keine Gewalt, sich friedlich auf die Straße zu setzen und sich dem Risiko auszusetzen, überfahren zu werden. Das war juristisch und politisch ein großer Sieg. Ich habe von diesem Urteil auch profitiert, denn ich habe ein paar Tausend Mark Haftentschädigung erhalten. Ich bin ja wegen zivilen Ungehorsams insgesamt neunmal im Gefängnis gesessen, da ich die Geldstrafe nicht bezahlte.

Im Gegensatz zu Wyhl blieben der aktuelle Protest in Stuttgart erfolglos, zumindest bisher.

Die Entscheidung für Stuttgart 21 ist in Berlin gefallen. Zuletzt im März dieses Jahres, als die drei Staatssekretäre im Aufsichtsrat der Bahn gerne ausgestiegen wären. Doch die Kanzlerin hat sie zurückgepfiffen. Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf. Doch die Bahn will Fakten schaffen, damit es kein Zurück mehr geben kann. Dieser Tag rückt immer näher. Sie kennen den trivialen Satz "Nichts ist so erfolgreich wie der Erfolg". Das gilt leider auch umgekehrt. Nichts ist so frustrierend wie der Misserfolg. Das führt zwangsläufig zu Aggressionen und internen Konflikten unter den S-21-Gegnern. Das macht mir zurzeit große Sorgen.

 

Wolfgang Sternstein (74) ist promovierter Politikwissenschaftler und seit Jahrzehnten als Friedens- und Konfliktforscher tätig. Er beteiligte sich an etlichen Protestbewegungen und stand wegen gewaltfreier Aktionen mehrmals vor Gericht. Unter dem Titel "Auf Gandhis Spuren" hat der SWR vor zehn Jahren ein Porträt über Sternstein und seine Frau Gise gesendet. In diesen Tagen ist sein neues Buch erschienen, Titel: "'Atomkraft – nein danke!' Der lange Weg zum Ausstieg". Ebenso neu erschienen ist der Sammelband "Aufbruch, Protest und Provokation. Die bewegten 70er- und 80er-Jahre in Baden-Württemberg", herausgegeben von Reinhold Weber.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?

Kommentare

Kornelia, 24.10.2013 12:53
"...........betrafen eine bundesweite Auseinandersetzung. Der Stuttgarter Widerstand ist vor allem örtlich, allenfalls regional....."

betrafen.... genau DER Unterschied.... betroffen FÜHLTEN sich damals bundesweit menschen aller Generationen, aller Professionen, aller Regionen. die Vereinsamung in Deutschland macht sich zu S21 bemerkbar...
"Es betrifft mich nur noch wenn es mich direkt betrifft"

Universitäten: die Entwicklung der Universitäten zu reinen Lern-Institutionen hat jeder sozial-politische Kritik im Keim erstickt. Ja, man kann sagen aus einem Dichter- und Denker Land ist ein abschreibendes und nachplapperndes Land geworden.
In Stuttgart gut zu erleben: die Wissenschaft ist auf der einen zu einer marktkonformen den Auftraggeber verpflichteten geworden (und ist sich dann auch nicht zu fein dem Grube mit Preisen hinterherzuhecheln) und gleichzeitig zu einer beschreibendes und beobachtenden geworden: elitär-elitär-akademisch wird die Bewegung beobachtet: Wissenschaftler nehmen den Stand eines "Kolonialisten" ein. der die "Wilden" beschreibt!
Diese Profit-Schmarozzer teilen sich in 2 Gruppen: die Einen sind eher hämisch-kritisch-mobbend unterwegs, damit machen sie dann Karriere und werden bekannt!
die Anderen sind distanziert kritisch, dafür nehmen sie dann AKTIV an den Vorteilen teil:
sie reHabilitieren sich und ihre Profession (ist die Sozialwissenschaft nicht schon längst in der Versenkung verschwunden?) jetzt gibt es eine Professur für Bewegung
Sie nehmen Stellungen ein bei bezahlten neu oder alten Stellen: Allianzen der Bewegung, neue Vorträge, neue Kurse müssen entwickelt werden, die "denen dann beibringen sollen".... Noch in den 80ern wurden Impulse universitär aufgegriffen und kritisch begleitende Veranstaltungsreihen spontan entwickelt.
In Stuttgart ist die Universität quasi nicht vorhanden.
Aktiv werden sie höchsten noch bei Jauch, Illner und co, wo sie im konjunktiv Stil von den Schieflagen der Gesellschaft erzählen!
Dabei sein wie in den 60/70/80ern.... zu anstrengend und schlecht fürs Renommee

Kultur-Schaffende: auch sie schaffen es ja nicht mal, solidarisch in den eigenen Reihen zu wirken. die Schneise arm/reich, die Marktkonforme Kultur vs der kritischen Kultur driftet immer mehr auseinander. Auch sie ist also mehr mit den eigenen Geldtöpfen und dem Überleben als dass sie sich für System-Kritisches einsetzen würde...

Kirchen haben während der Friedensdemonstrationen eine wichtige rolle gespielt.... in Stuttgart sind sie offiziell die "neutral", halten sich raus, bzw. nutzen den Streit von Stuttgart um sich selbst in der Allmacht zu bestärken " ...Stuttgart 21.... Den Bürgerinnen und Bürger müsse ein attraktives Angebot zur verstärkten Beteiligung gemacht werden. .......... dass Bürgerbeteiligung nicht nach dem Prinzip "Wer am lautesten protestiert, bekommt am Ende Recht" funktionieren könne.... Orientierungshilfe zu leisten."(http://kirchensite.de/aktuelles/kirche-heute/kirche-heute-news/datum////beteiligung-der-buerger-in-der-politik-staerken/)
Also brauchen die Kirchenschafe das Oberhaupt, die sie unterweisen!
(von "Pfarrer beider Konfessionen solidarisierten sich mit den Demonstranten. " wie in Wyhl keine Rede)

Journalisten: obwohl es in ihren eigenen Häusern brennt und zündelt und am Wassern ist.... obwohl sie seit Jahrzehnten immer mehr zu Schreibtisch-Tätern werden, der Boulevard-Stil incl Berlusconisierung in den letzten 20Jahren unglaublich um sich gegriffen hat.... keine Reaktion der Schreiberlinge! "Investigation" demonstriert wird wenn wieder mehr Geld im eigenen Portemonnaie sein soll! auch hier -wie bei den Wissenschaftlern lethargisches dabeistehen oder mobbendes beschreiben oder distanziert/kritsches beobachten!
..."Wutbürger" aus einem als "Essay" getarnten Schüleraufsatz des Spiegel Hasspredigers Dirk Kurbjuweit .... Proteste sind Ausdruck einer skeptischen Mitte, die bewahren will, was sie hat und kennt, zu Lasen einer guten Zukunft des Landes..."
dazu T. WIECZOREK: "..Moment mal: sind die Kämpfer gegen profitorientierte gewissenlose Umweltzerstörung, Korruption bei Bauaufträgen und Steuergeldverschwendung die wahren Egoisten oder die Neoliberalten. die die skrupellosen, über Leichen gehende Habgier zum wahren Lebensmotto und solidarische, selbstlose, umweltbewusste und integere menschen zu "armen Irren" erklären?....
Welch ein Wandel des Spiegels: noch selber davon profitiert (Spiegel-Affäre), dass Bürgerbewegung dieses Blatt zur 4.Gewalt aufgebaut hat... und auch wie anders ihr Bericht zu Wyhl http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41533916.html
Und da ja alles im eigenen Topf schmort ist keine kritische Auseinandersetzung mit "Journalismus gestartet worden, im Gegenteil: man schreibt voneinander" ab oder interviewt einander....
Dass hier Externe mittlerweile investigativ und gesellschafts-kritisch sind... merken die "Edelpfauenfedern" (T. WIECZOREK) nicht!

Ergo die Stuttgarter Bewegung wird ausgelutscht anstatt diesen Keim massiv und tatkräftig zu unterstützen!!!
Die die sehen und denken könnten sind mehr mit dem eigenen Kakao und dem Gejammere beschäftigt, sind mehr mit dem eigenen Edelpfauen-Spiegel beschäftigt denn mit System 21! Und wenn, dann aus der elitär-feudalen nicht-betroffenen Haltung!
Bei "Römisch-dekadent", bei "sozialer Hängematten" Diffamierung hätten viele mal in den eigenen Spiegel schauen sollen!

Schlussfolgerung:
die Kesselung (Eingrenzung) der eigenen Stärken und Grössen in "Klein-Klein" -verantwortet von den "Köpfen" der Bewegung- einerseits und die Lethargie, die mangelnde Solidarisierungs-fähigkeit, die Ich-AGisierung Stuttgarter aber auch deutschland-weiter Gruppen andererseits nimmt der Bewegung den Atem und die Power und das Groß-sein-können...
Zynisch: ich werde das Gefühl nicht los, dass wenn es um irgendeinen Eisbär gegangen wäre, dass hätten wir deutschland-weite Beteiligung!
aber: die menschen-art-gerechte Umwelt, Stadtplanung, Verkehrsplanung, Finanzplanung, Gesundheits-und Lebensplanung ist nur noch Thema sonntags in den Kirchenkanzleien.

Dass die Bewegung dennoch besteht ist den Schwaben zu verdanken: "Wir kommen langsam in die Gänge, aber dann sind wir verbissen, lassen nicht mehr so schnell los" sagte mir mal eine ältere Damen 2010.

Kornelia, 23.10.2013 10:36
Mit den Schmuddelkindern wollen wir nicht.....
hier hat sich der selbsternannte Kopf der Bewegung ein Bild geschaffen, dass eher ihrem Selbst- und Traumbild entspricht als den Tatsachen! Und dann wird wie bei den "Gegnern" jedwede AndersARTigkeit negiert, ausgegrenzt: wir schaffen die Welt, die uns genehm ist!
Kritisch hinterfragt wird gar nicht!! Weder bei eigenen Projekten/Vorgaben/Handlungen noch wenn Fremdbetrachtungen auftauchen! (Solidarisch und Stolz nach innen scheint ein Fremdwort zu sein! )
z.B. die Walter Studie aus Göttingen
"Die deutsche Protestlandschaft wird von Männern dominiert. 70 Prozent der befragten Aktiven sind männlich, knapp 30 Prozent weiblich."
Wird kommentarlos stehen gelassen, Eitelkeit? weil es den Mach(tl)ern schmeichelt?
die Stgt. Untersuchung kommt zum "mehr Frauen als Männer sind gegen Stuttgart 21".... Konsequenz dieser Ungereimtheit: keine!

"Es protestieren ganz überwiegend Bürger gegen Bürger. Nicht die neuen Unterschichten protestieren, sondern vor allem Menschen mit hohem Bildungsabschluss, geregeltem, meist ordentlichem Einkommen, die sozial gut vernetzt sind und eher anspruchsvollen Berufen nachgehen."
Und wie passt dazu der Ruf hier in der Bewegung nach den Bürgerlichen/Ordentlichen, der ja immer lauter wird, immer diffamierender wird..... zu dieser "wissenschaftl." Festschnurrung?
-Bürger haben in Stuttgart gegen Institutionen protestiert: gegen Bahn, gegen Zeitungen, gegen Parlamente, gegen Parteien...
-2010 waren gerade viele viele aus den unterschiedlichsten Berufen, mit und ohne Halbhöhenlage-Status dabei...
Konsequenz dieser Ungereimtheit: Bashen wo es nur geht. "nach unten treten und nach oben schleimen"!

"Die Ingenieure bilden einen zentralen Typus der aktuellen Bürgerproteste. Während in den Oppositionsbewegungen der siebziger Jahre typischerweise der (angehende) Sozialwissenschaftler den Ton angab, sind es heute die eher technisch geprägten Berufe.
Das Engagement in eindeutig definierten Initiativen, die sich auf einen einzigen Punkt hin strategisch ausrichten, kommt ihm entgegen. Hier kann er als objektiver Experte auftreten und auf selbstbewusste Weise präzise Gegenvorschläge erarbeiten und vortragen und „klipp und klare“ Tatsachen sprechen lassen. Dass Politik nicht objektiv sein kann, ist ihm fremd. Denn für ihn ist Objektivität Ethos und Ziel schlechthin."
Dieser m.E. Wunschzettel der Forscher zeigt auch auch in welchem desaströsen Zustand sich die Geistes- und Sozialwissenschaft befindet: die Ausrichtung gen marktkonformer Wissenschaft hat zu einer Flut von Umfragen in Richtung Brigitte-Test geführt!! Gleichschaltung/Normierung a la Wissenschaft geführt! ca 1000 Leute (von ca mind 50 000 Gegner gegen S21) werden zur ERLERschen Zufallserhebung gemacht (keine selbstkritischen Fragen warum wer geantwortet hat und wer nicht)
Es gibt vermehrt Stimme die eine -in anderen Disziplinen übliche -Replizierbarkeit fordern, bevor marktschreierisch "es ist so" gesagt werden darf!
(ich las die Tage eine Erhebung von ca 500 Leuten die Stellvertrete zu ganz Deutschland gemacht wurden 82 000 000 Menschen und erklärten welches die besten Lebensstädte sind!!!!!!!!!!)

-Wir werden so wie die uns wollen-:
Anpassung: In Stuttgart ist zum Ziel erklärt worden. die Stuttgarter Bewegung ist zu gestalten wie die HERRscher sie wollten (erst von den sog Befürwortern und dann massiv von den eigenen Mach(tl)ern: angepasst, eingenordet, bürgerlich mittig, brav, RECHT und ORDNUNG rufend!
Visionär, Träumerisch, Ideen und Ideale, kulturelle und soziale Innovationen war gestern!!

Vernetzungen a la Völker aller Welt vereinigt Euch.... werden selbstverliebt und argwöhnisch und mobbend untergraben!!

Wie sagte mal ein selbsternannter und selbstbestimmter K21-Presse-mensch zu mir: "Ich habe ein Problem damit BER und S21 zusammen darzustellen, schließlich ist BER was ganz anderes!"

Wahr ist, dass das eine ein Flugzeug ist und das Andere eine Eisenbahn..... wahr ist aber auch bei dem Einen gehen die Planungen incl Kosten tief, tief in den Keller und beim Anderen haben sie Luftikuss-Nummern erreicht!

Kornelia, 23.10.2013 10:13
Whyl und Friedensbewegung: beide agierten im "Treu und Glauben" Modus....
Frieden schaffen ohne Waffen ist eine Vision,
Atomkraft ist schlecht auch mehr oder weniger (Tchernobyl kam später)
Stuttgart21 hat sich sehr schnell auf die marktkonforme Bewegung eingelassen: mit ingenieursWissen, mit Geologie-Wissen, mit juristischen Argumenten ist bewiesen worden, dass das best geplanteste Projekt Europas desaströs geplant worden ist.......
nur: anstatt immer wieder in den breiteren/weiteren/gesellschafts-relevanten/visionären Raum zu "führen" ist die Bewegung nur noch auf diese örtl. relevante "NUR Bahnhof" eingetunt worden......
mit dem Effekt dass visionäre, weiter denkende, andersdenkende ausgebremst wurden, die direkten Fakten-Fakten- Kämpfe (ich zeig dir meinen, du mir Deinen) verloren wurden und der Frust sich deswegen massiv nach innen richtet!

Die Stuttgarter MACH(t)er haben erwartet, dass sich ganz BW, ganz Deutschland nur mit IHREM Bahnhof beschäftigen will und muss!
Jedwede Öffnung, jedwede breitere Aufstellung/-Ausrichtung wurde massiv untergraben.... (wunderschön auch bei der PR zu den beiden Bürgerbegehren zu hören: es geht NUR um Stuttgart)

Kommentar hinzufügen




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.


* Pflichtfeld!

Letzte Kommentare:

Ausgabe 268 / Das Zittern der Lehrer / Magda von Garrel, 23.05.2016 22:20
Leider gibt es auch noch andere stark demotivierende Unterrichts- und Arbeitsbedingungen an den Schulen, die von den Bildungsforschern kaum in den Blick genommen und somit auch nicht in ihrer immensen Bedeutung erkannt werden. Dabei...

Ausgabe 268 / Wir sind wir / Die Lerche, 23.05.2016 16:22
Glückwunsch, liebe Redaktion, dass ihr Jagoda Marinić als Gastautorin gewinnen konntet. Der Artikel ist gut geschrieben. Ich habe seit langem keinen Artikel zum Thema Migration gelesen, der mit so viel Empathie die zu uns gekommenen...

Ausgabe 268 / Wiki – voll neutral / Barolo, 23.05.2016 11:58
@era: Danke für die passenden Erklärungen. Die meisten Deutschen haben das mit dem Putsch in Kiew gar nicht mitbekommen und glauben, es hätte einen legalen Parlamentsbeschluss für die heutige Regierung gegeben. @Bernhard Meyer: Auch...

Ausgabe 268 / Öko im Quadrat / Yadgar, 23.05.2016 11:58
Ja, Ritter Spocht (Nougat!!!) ist schon wirklich was Feines für meine Wampe... aber mittlerweile kostet die normale Tafel schon 1,09 Euro, da weiche ich doch lieber auf die Fairtrade-Rewe-Hausmarke aus, die kostet nur 79 Cent, ist aus...

Ausgabe 268 / Das Zittern der Lehrer / Manfred Fröhlich, 22.05.2016 19:54
Lehrkräfte in Schulferien im Arbeitslosenstatus ist KEINE Unsitte, sondern Betrug & Rechtsbeugung der Politik!

Ausgabe 268 / "Geht und nehmt Gabriel gleich mit" / Dr. Uwe+Prutscher, 22.05.2016 18:27
Nach eher kurzen Besinnungspausen verrät die SPD ihre Mitglieder, Menschen, Volk, Staat und Land seit dem so genannten Burgfrieden zu Beginn des Ersten Weltkriegs. Ohne Not folgten die Vorstandsweisen ihrem unausrottbaren Drang zu den...

Ausgabe 268 / Revolution auf dem stillen Örtchen / Sabine Mayer, 22.05.2016 13:03
@Florian Hinterhuber: Das genaue Wirkprinzip, auf das sich ihr Installateur bezieht, würde ich gerne verstehen. Bezieht er sich auf Korrosion, auf Verstopfung, ... von welchem Rohr eigentlich? Oder verbreitet ihr Installateur...

Ausgabe 268 / Kunze fürchtet die Scharia / Blender, 21.05.2016 22:15
... Und dank der CDU der 60-er Jahre gehört der Islam heute eben zu Detschland. Um für muslimische Arbeitgeber-Wähler interessanter zu werden empfehle ich auch die Umbenennung besagter Partei in wirtschafts freundliche Union (WFU), denn...

Ausgabe 268 / Kunze fürchtet die Scharia / Blender, 21.05.2016 22:06
Es wäre vielleicht an dieser stelle nocheinmal darauf hinzuweisen, dass es die CDU-ler der 60-er Jahre war die lieber "Gastarbeiter" aus der Türkei wollten, als welche von der iberischen Halbinsel, da erstere ja keine Wurzeln in Europa...

Ausgabe 268 / Wiki – voll neutral / era, 21.05.2016 18:48
Was ist Wissen? Die Versionsgeschichten der neusten Kampfjets oder Autotypen oder die Photosynthese - da ist der Wikiartikel ziemlich unstrittig. Was ist mit der"Annexion" der Krim? Fragen wir mal die USRegierung oder lieber eine...

Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!