KONTEXT Extra:
AfD: Nichts wissen, nichts machen, nichts zahlen

Schon wieder hat AfD-Fraktionschef Jörg Meuthen ein Versprechen nicht gehalten. Aber wahrscheinlich kann er nicht mehr daran erinnern, dass er am 6. März zum ersten Mal seit dem Einzug in den Landtag zu einer regulären und nicht durch Skandale, Trennungen oder Wiedervereinigungen notwendig geworden Pressekonferenz geladen hat. Um mitzuteilen, dass seine Fraktion selbstverständlich der Ankündigung nachkommt, dem Landtag die Gelder zurückzuzahlen, die die vorübergehende Fraktionsspaltung gekostet hat. Sogar ein Datum konnten Meuthen und Fraktionsvize Rainer Podeswa nennen: den 11. März 2017, jenen Tag also an dem die Frist für die Rechnungslegung der Fraktionen ohnehin abläuft. Bis dahin sollten 257.000 Euro fließen. Insgesamt war von 425.000 Euro, einmal auch von 571.000 Euro die Rede.

Eingelöst wurde die Zusicherung nicht. Meuthen und die Seinen, die schon bei unvergleichlich geringeren Anlässen Zeter und Mordio schreien angesichts des Sittenverfalls der von ihnen sogenannten Altparteien, haben nach Auskunft der Landtagsverwaltung gar nichts zurückgezahlt. Jetzt verlangt der Fraktionsgeschäftsführer der SPD, Ex-Innenminister Reinhold Gall, von der Landtagsverwaltung, eine "härtere Gangart" einzuschlagen und rechtliche Schritte einzuleiten.

Vor allem auf Facebook, dem wichtigsten Kommunikationsmittel der AfD, hatte sich die Fraktion immer wieder dafür gerühmt, alle Gelder zu erstatten. Tatsächlich war das peinliche Finanzgebaren schon in der Plenarsitzung vom 9. Februar Gegenstand der Debatte, als FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke daran erinnert, dass "die operettenhafte Fraktionsteilung" viel Geld gekostet habe und konkret fragte: "Haben Sie zurückgezahlt?" Laut Protokoll rief der AfD-Fraktionschef: "Ja, natürlich!". Inzwischen will Meuthen die Äußerung auf die schon geflossenen Gelder bezogen wissen, ohne konkret zu sagen, um welche Summen es sich handelt. Wahrscheinlich hat er es nicht (mehr) gewusst. (21.4.2017)

Mehr zum Thema: "Sein Name ist Hase"


Kakteen lassen IHK-Vollversammlung platzen

Johannes Schmalzl, früher Zentralstellenleiter im FDP-geführten Justizministerium, dann Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz und Stuttgarter Regierungspräsident, ist am Donnerstagabend nicht wie geplant zum Hauptgeschäftsführer der IHK Stuttgart gewählt worden. Die kammerkritische Kaktus-Initiative hat die Vollversammlung platzen lassen. Zuvor fand der vorab angekündigte Antrag der IHK-Rebellen zur Änderungen der Tagesordnung allerdings keine Mehrheit. Darin war verlangt worden, Tagesordnungspunkte, die in der vorigen Vollversammlung nicht behandelt wurden, noch vor der Wahl abzuhandeln.

Nach der Abstimmungsniederlage zog ein Großteil der Initiative aus, während einer ihrer Sprecher mit Erfolg die Feststellung der Beschlussunfähigkeit der Versammlung forderte. Damit war die Vollversammlung beendet. Jetzt soll es zu einer Sondersitzung kommen, um Schmalzl vor der nächsten turnusmäßigen Sitzung im Juli zu wählen. Am Vorgehen der Kakteen gibt es Kritik – auch in den eigenen Reihen. Mehrere Mitglieder hatten die Versammlung mit ausdrücklichem Hinweis auf die demokratische Niederlage in der Abstimmung über die Tagesordnung nicht verlassen. Jetzt sollen interne Beratungen stattfinden.

Jürgen Klaffke, einer der führenden Kakteen, hatte im Vorfeld der Vollversammlung für die Verschiebung der Wahl plädiert. Sein Argument: Es könne nicht sein, "dass eine Findungskommission nach monatelanger Suche einen einzigen Kandidaten präsentiert". Da der Vertrag mit dem amtierenden Hauptgeschäftsführer Andreas Richter erst Anfang des nächsten Jahres ausläuft, sei genügend Zeit, das Verfahren für eine Kandidatensuche nochmals aufzurollen. Die Kaktus-Initiative, die unter anderem für die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft eintritt, hält ein Drittel der hundert Sitze. (20.4.2017)

Mehr zum Thema: "Das ganze Klavier bespielen", "Rebellen im Weinberghäusle"


Besonders viele Evet-Sager in Stuttgart

Nur in Dortmund, Essen und Düsseldorf haben mehr Deutschtürken für Recep Tayyip Erdogans Präsidialsystem gestimmt als in Stuttgart. Mit 66,22 Prozent liegt die Landeshauptstadt nach den Zahlen der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu auch über dem Deutschland-Schnitt von 63,2 Prozent. Das Ergebnis der Bundesrepublik ist international von besonderer Bedeutung, weil mit rund 1,4 Millionen Menschen nirgends mehr Auslandstürken wahlberechtigt waren. Auffallend ist das Abstimmungsverhalten in Berlin, mit 50 Prozent Nein-Sagern, in der Schweiz mit 70 Prozent und in den USA mit sogar einer 90prozentigen Ablehnung der Verfassungsreform. In den Vereinigten Staaten hat allerdings weniger als ein Prozent der Bevölkerung einen türkischen Pass.

Dass sich aus dem Anteil an türkischstämmiger Bevölkerung allein kein Zusammenhang zum Abstimmungsverhalten ablesen lässt, zeigen nicht nur Berlin und Stuttgart, sondern EU-weit auch Belgien und Österreich. In beiden Ländern gibt es mehr als 70-Prozent Evet-Sager. In Belgien haben rund zwei Prozent der Menschen türkische Wurzeln, in Österreich aber mehr als fünf Prozent. Im deutschen Zustimmungsranking deutlich hinter Stuttgart rangieren unter anderem Karlsruhe mit 61 Prozent, Hamburg mit 57 und Nürnberg mit 55 Prozent. Nach den Zahlen von Anadolu hat die Hälfte der Deutschtürken ihr Wahlrecht auch tatsächlich ausgeübt.


Kakteen wollen neue IHK-Findungskommission

Die IHK-Kritiker von Kaktus fordern, die Wahl des neuen Hauptgeschäftsführers zu verschieben. "Es kann doch nicht sein, dass eine Findungskommission nach monatelanger Suche einen einzigen Kandidaten präsentiert", so Jürgen Klaffke von der Kaktus-Initiative. Ende vergangener Woche war bekannt geworden, dass der frühere Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl der Vollversammlung am 20. April als einziger Kandidat präsentiert werden soll. Die IHK-Rebellen wollen nicht nur abnicken, sondern eine wirkliche Wahl zwischen mindestens drei Kandidaten. Sie fordern daher eine gewählte Findungskommission aus aktuellen Vertretern der Vollversammlung und ein faires, transparentes Auswahlverfahren. Da der Vertrag mit dem aktuellen Hauptgeschäftsführer Andreas Richter erst Anfang des nächsten Jahres ausläuft, sei genügend Zeit, das Verfahren für eine Kandidatensuche nochmals aufzurollen. (11.4.2017)


Buchvorstellung mit Kontext-Autor: in_visible limits

Grenzen sind allgegenwärtig, ob sicht- oder unsichtbare: Menschen pflegen ihre Barrieren im Kopf, sortieren die Welt in Gut und Böse. Zuletzt haben leider auch die ganz materiellen Grenzzäune durch die sogenannte "Flüchtlingskrise" wieder eine Renaissance in Europa erlebt, von Trumps Mauer ganz zu schweigen. Das Thema reflektiert momentan der Kunstverein Kontur, in seinem Projekt "in_visible limits" zeigt er Werke von vier Schweizer und vier deutschen Kunstschaffenden, aktuell im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil. Aus dem Projekt heraus entstand eine Buchveröffentlichung, verschiedene Autoren sollten das Thema "Grenzen" aus ihrer Sicht beleuchten. Kontext-Mitarbeiter Dietrich Heißenbüttel ist einer von ihnen, er befasst sich mit der "Macht der Grenzen" aus historisch-politischer Sicht. Am Sonntag, den 9. April, wird das Buch um 17 Uhr im Theaterhaus in Stuttgart-Feuerbach vorgestellt, Heißenbüttel ist dabei. Der Eintritt ist frei. (08.04.2017)


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Nirgends gibt's so viele Besserwisser wie in der Schulpolitik. Foto: Joachim E. Röttgers

Nirgends gibt's so viele Besserwisser wie in der Schulpolitik. Foto: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 316
Politik

Störfaktor Eltern

Von Johanna Henkel-Waidhofer
Datum: 19.04.2017
Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Dennoch oder gerade deshalb werden sie zum größten Störfaktor in der Bildungspolitik, wenn Populisten ihnen nach dem Munde reden. Was sich eindrucksvoll illustrieren lässt an der Neuauflage des Streits um G8 und G9.

Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln: Vor allem Machtpolitiker erinnern sich ungern an ihr Geschwätz von gestern. Allen voran der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), der mit Brachialgewalt gerade Veränderungen auf den Weg bringt, die er vor vier Jahren noch kategorisch ausschloss. O-Ton Seehofer im Dezember 2013: "Es wird mit mir kein G9 geben." O-Ton Seehofer im April 2017: "Ich bin total überzeugt, dass die Rückkehr zum G9 eine Generationen-Entscheidung ist, die Signalwirkung für ganz Deutschland hat."

Bayerische Wendehälse: Ludwig Spaenle (links)
Bayerische Wendehälse: Ludwig Spaenle ... Foto: Freud/Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Erst einmal zeigte dies beim dienstältesten Kultusminister der Republik Wirkung. Denn mit der Reform der Reform musste sich Ludwig Spaenle nach der alten Franz-Josef-Strauß-Steigerung "Feind, Todfeind, Parteifreund" de facto entmachten lassen. Und per Interview trat sein Regierungschef auch noch nach, indem er über dessen Arbeitsstil herzog: "In ungefähr vierteljährlichem Abstand gibt es neue Ideen - und das immer mit dem Satz: Aus tiefer Überzeugung." Die "Süddeutsche Zeitung" fand deutliche Worte für den Umgang der beiden CSU-Schwergewichte miteinander: In die Schulpolitik habe sich Spaenle "von so vielen Leuten reinquatschen lassen, dass sein Standpunkt nur noch unterm Elektronenmikroskop zu erkennen ist". Wenn aber "ausgerechnet Wendehals Seehofer ihn bloßstellt, darf man das für schäbig halten".

... und Horst Seehofer (beide CSU). Foto: Freud/Wikimedia, CC BY-SA 3.0

Ohnehin ist völlig unklar, ob die Rückkehr zum G9 in Bayern nicht vor allem ein großangelegter Wahlkampfgag ist. Die CSU liegt in der Demoskopie derzeit rund fünf Punkte unter ihren gut 49 Prozent bei der Bundestagswahl von 2013. Und im Herbst 2018, wenn die Umstellung auf G9 anlaufen soll, sind Landtagswahlen. Seehofer wird, wie man ihn nur zu gut kennt, noch für reichlich Überraschungen gut sein im Streben nach der absoluten Mehrheit. 2004 hatte übrigens der damalige Ministerpräsident Edmund Stoiber schon einmal die zuständige Fachpolitikerin – in diesem Fall Kultusministerin Monika Hohlmeier – überrumpelt mit der Ankündigung, G8 einzuführen. Und womit argumentierte der wackere Bayer? Natürlich mit der bundesweiten Vorreiterrolle und dem Elternwillen.

Schon lange vor dem PISA-Schock warnten Bildungsforscher davor, den Eltern oder jedenfalls deren artikulationsfähigem, lautem und stimmungsprägendem Teil nachzugeben. Denn spätestens seit dem – zumindest schulpolitisch – grundlos hochverehrten Roman Herzog (CDU) kommt Opportunismus in immer neuen Wellen angerollt. Herzog beschrieb die kurze Phase als baden-württembergischer Kultusminister immer als die schlimmste Zeit in seinem politischen Leben. Was ihn als Bundespräsident keineswegs hinderte, in seiner unglückseligen Ruck-Rede im April 1997 massiv in die deutsche Bildungslandschaft einzugreifen: "Wir kommt es, dass die leistungsfähigsten Nationen in der Welt es schaffen, ihre Kinder die Schule mit 17 und die Hochschule mit 24 Jahren abschließen zu lassen?"

Grundlos hochverehrt: Ex-Bundespräsident Roman "Ruck" Herzog. Foto: Joachim E. Röttgers
Grundlos hochverehrt: Ex-Bundespräsident Roman "Ruck" Herzog. Foto: Joachim E. Röttgers

Die Frage war schnell zu beantworten: Die in ihr enthaltene Unterstellung stimmte nicht. In den leistungsfähigsten Nationen – gemeint waren natürlich die USA oder Japan oder die Tigerstaaten – war es mitnichten die Regel, dass 17-Jährige Abitur und 24-Jährige ihr Diplom machen. Damals nicht und heute nicht. Aber Tatsachen interessierten kaum. Die Büchse der ideologischen Wettbewerbs-Pandora war geöffnet. Wer dagegen hielt, musste sich als ahnungslos oder von vorgestern beschimpfen lassen. Die Diskussion über den acht- und den neunjährigen Weg zum Abitur wurde Lackmustest dafür, ob Deutschland fähig ist zum verlangten Ruck oder doch eher nicht.

Ende der Neunziger waren Schul- und WissenschaftspolitikerInnen aus dem baden-württembergischen Landtag auch deshalb in den Eliteschmieden an der amerikanischen Ostküste zu Besuch, an der Havard-University in Boston oder am Massachussetts Institute of Technology (MIT). Eine hochrangige Riege von US-Professoren riet dringend davor ab, die Schulzeit zu verkürzen. Zu spät. Elternverbände waren auf den G8-Zug aufgesprungen. Der neu erfundene Wettbewerbsföderalismus mit seinen Überbietungsmechanismen und die erste PISA-Studie taten ein Übriges.

Für ein Drittel der Schüler ist G8 das Richtige

Dass Baden-Württemberg in der Diskussion über die Länge der Schulzeit immer im Fokus stand, hing zusammen mit jenem ersten Schulversuch, der 1991 begann und ursprünglich bessere und beste SchülerInnen fördern sollte. Wären seine Ergebnisse ernst genommen und in der gebotenen Ruhe umgesetzt worden, hätten sich alle Beteiligten fast zwei Jahrzehnte quälender Debatten erspart. Wissenschaftlich belegt wurde nichts anderes als das, was Vernünftige ohnehin schon vermutet hatten: Ein Teil der Jugendlichen, etwa 30 Prozent, ist im G8 am richtigen Platz, für die anderen wäre es besser, es bei neun Jahren zu belassen. Immer mehr Eltern wetterten damals jedoch gegen die Zweigleisigkeit, weil G9 als Gymnasium zweiter Klasse missverstanden und in Misskredit gebracht wurde. Jetzt will der bildungspolitische Schwadroneur Seehofer in seinem schönen Bayern just für rund 30 Prozent der Schüler und Schülerinnen – sogenannte Überholer – den Weg zum achtjährigen Abitur freihalten. Und in Hessen, wo Schwarz-Grün die kostspielige Wahlfreiheit zwischen G8 und G9 wieder eingeführt hat, wählen 70 Prozent der Jugendlichen von sich aus den längeren Weg zur Hochschulreife.

Apropos Hochschulreife: Auch die vor allem von neoliberalen InteressenvertreterInnen aus dem Arbeitgeberlager heftig befeuerte Debatte über die angebliche Überreife deutscher Schul- und Hochschulabsolventen hat sich längst in ihr Gegenteil verkehrt. Mittlerweile wird gejammert über minderjährige Jugendliche, die zu wenig und zu schnell gelernt und zu billig Abitur gemacht hätten. Dabei war es Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt, der seinerzeit massiv auf eine Schulzeitverkürzung drängte und – mit der ersatzlosen Streichung des Referendariats – zugleich die Lehrerbildung rasieren wollte. Natürlich unter dem Applaus jener Teile der Elternschaft, die immer schon wussten, dass sowieso nur Faulenzer in den Lehrerberuf drängen.

Schlauer: Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz

Es ist hinderlich für alle bildungspolitischen Debatten, von der Schulstruktur bis zur Grundschulfremdsprache, wie immer neue Elterngenerationen mit wachsender Vehemenz das Beste für ihr Kind einfordern und zugleich nur wenig wissen wollen von Analysen, Studien oder auch nur den Ratschläge der Fachwelt. Dass aber PolitikerInnen auf solche Expertenbefunde nicht hören wollen, ist grob fahrlässig, gefährlich und offenbar unveränderlich. Sonst müssten die neuerlichen Reformdebatten ganz anders laufen und längst Kniewallfahrten nach Rheinland-Pfalz stattfinden.

Bis 2014 Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz: Doris Ahnen (SPD).
Bis 2014 Bildungsministerin in Rheinland-Pfalz: Doris Ahnen (SPD). Foto: Martin Kraft/photo.martinkraft.com, CC BY-SA 3.0

Doris Ahnen, von 2001 bis 2014 dort Kultusministerin, und mit ihr noch einige andere SPD-geführte Landesregierungen widersetzten sich damals allem G8-Geschrei, selbst dem von Eltern. In die höhnische Kritik der CDU stimmten später, als Ministerpräsident Kurt Beck 2006 die absolute Mehrheit errang, auch Liberale ein. Sie verweigere den Kindern die Zukunft und sei blind für Neuerungen, musste sich die Sozialdemokratin Ahnen beschimpfen lassen. Dabei nahmen die Verantwortlichen in Mainz nur den Begriff Wettbewerbsföderalismus ernst und erdachten einen eigenen Weg: G8-Gymnasien wurden nur als Ganztagsschulen zugelassen. "Sozialismus!", krakeelten Oppositionspolitiker.

Heute können in Rheinland-Pfalz Jugendliche an 19 von 149 Standorten in acht Jahren ihr Abitur machen, und die neue Reformdebatte lässt die Nachbarn weitgehend unberührt. "Es war nicht leicht durchzuhalten", erinnert sich Ahnen, inzwischen Finanzministerin, "aber wir waren immer sicher, dass wir richtig liegen." Bildungsforscher applaudieren ihr schon lange. Zählt doch zum ganz kleinen Einmaleins guter Schulpolitik längst die Einsicht, dass Kinder, Eltern und Lehrkräfte nicht ständig mit immer neuen Veränderungen überzogen werden sollen. Außerdem fehlen, gerade aktuell in Bayern, konkrete Vorschläge, wie denn die abermalige Dehnung eigentlich genutzt werden soll und wo die mindestens tausend benötigten neuen Lehrkräfte herkommen werden, von belastbaren Ideen zur Finanzierung ganz zu schweigen.

Keine Rückkehr zum G9, sagt BW-Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU): Foto: Joachim E. Röttgers
Keine Rückkehr zum G9, sagt BW-Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU): Foto: Joachim E. Röttgers

Für Baden-Württemberg schließt CDU-Kultusministerin Susanne Eisenmann dementsprechend die Rückkehr zu G9 aus. Noch. Und noch gelten auch Erkenntnisse wie die der Uni Duisburg-Essen, die 2014 das Niveau von G8- und G9-Abiturienten anhand von 3500 Studierenden im ersten Semester untersuchte. Ihr Befund: "Die zwei Geschwindigkeiten bis zum Abi bringen keine Nachteile – nur einen logischen Altersunterschied." Erstsemester mit acht Jahren Gymnasium seien bundesweit durchschnittlich 18,3 Jahre, die anderen 19,5 alt. Zugleich führe der längere Bildungsweg aber "weder zu einem besserem Abi, noch haben zwölf Schuljahre schlechter auf die Anforderungen eines Studiums vorbereitet".

Eigentlich ist damit alles gesagt. Dass solche ernüchternden Erkenntnisse durchdringen, steht dennoch nicht zu erwarten. Also scheint eines so sicher wie das Amen in der Kirche: Irgendwann, wenn sich im nächsten Jahrzehnt Wind und Moden wieder drehen und vor allem die Ergebnisse in Vergleichsstudien mittelmäßig bleiben, wird es neuen Krach um die Länge der Schulzeit geben. Eltern sind Wähler, und der Populismus wird mit Horst Seehofer nicht verschwinden. 


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Kommentare

Katharina G., 23.04.2017 13:16
Das schöne afrikanische Sprichwort "Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht" gilt leicht abgewandelt auch für unsere Kinder: "Kinder sind nicht besser gebildet, wenn man ihre Schulzeit verkürzt"! Und leider setzt sich dieser Wahnsinn von "höher, schneller, weiter" auch noch im Studium fort. Die Wirtschaft hat inzwischen begriffen, dass G8 ein Irrweg war, denn selbst wenn es leistungsmäßig keine Unterschiede zwischen G8- und G9-Schülern im Endergebnis gibt, so ist der Weg dorthin für die allermeisten, auch leistungsstarken G8-Schüler eine Qual, da sie meist (wie auch mein Sohn feststellte) "nur noch Schule haben". Ist es wirklich das, was wir für unsere Kinder wollen und was wir unter Bildung verstehen? Dass mit den Jahren alle Hobbys und Extras wegfallen oder zumindest deutlich reduziert werden müssen wie Sport, Musik, Kunst, Freunde treffen, eigene Interessen entwickeln? Die Schulzeit und auch das Studium sind für mich auch Zeiten, um sich selbst zu finden und zu entdecken, welcher Weg der richtige ist. Bei G8 ist dies auf keinen Fall möglich, sondern wir hetzen unsere Kinder durch eine als Last empfundene Schulzeit, so dass die allermeisten nach dem Abitur dringend ein Jahr Auszeit benötigen. Oops, damit ist das Jahr, das Politik und Wirtschaft eigentlich einsparen wollten, schon wieder perdu. Dass man im Vorfeld nicht einmal auf hochrangige US-Professoren hören wollte, die die Schulzeitverkürzung ablehnten, zeigt mir wieder mal nur eines: Vernunft, Erfahrung und gesunder Menschenverstand sind leider für unsere Politiker keine Entscheidungskriterien!

Kornelia, 22.04.2017 18:37
@Henkel-Waidhofer
Störfaktor Eltern! Störfall! Ausfall! Aussortieren?!
Kopfschüttel

Kinder, Eltern und Lehrer bilden eine hochsensible Triade,
drum herum hat Staat und Gesellschaft einen Sicherheitskonkon zu schaffen!
'der Mensch braucht ein Dorf, von der Zeugung bis zur Bahre'

Das Grundgesetz: "der Staat überwacht" müsste in "der Staat unterstützt, fördert, ermöglicht, schützt" geändert werden!

Ich weiss nicht, ob es sich schon rumgesprochen hat: ohne Eltern gibt es keine Kinder! Ohne Kinder keine Eltern und keine Lehrer und keine Angestellten, keine Leser ... etcpp!

Störfaktor Kinder! Trotz all der 'kinderfreundlichen' PR Aktionen wollen wir sie nicht, sie stören, sie nehmen uns den Raum für Autos, Beton und Wirtschaftskraft! Sie kosten auch noch Geld, igitt!
Sie sollten sofort 25jährige voll fitte, perfekt angepasst ausgebildete Marktplayer sein, incl 10Jahre Berufserfahrung, 5Fremdsprachen und 1Jahr Auflandsaufenthalt auftauchen....
mit Haltbarkeitsdatum: nur bis 50 ... dann selbstständige Tötung!

Störfaktor Eltern!
Zuerst einmal gilt Störfaktor Mütter! Iiiihhhh!
Die kriegen PMS, haben einen Geburtsfehler (Gebärmutter), und ganz viel Unlogik, Unwirtschaftlichkeit, Unrendite, Gedöns, Heul und Gefühle, igitt, und so.... und kosten und kosten!
Niemals würde 007 eine Mutterfrau sein!
Störfaktor VäterMänner: nee, nee die sagen doch glatt: Chef, ich muss jetzt gehen, Kind bei der Kita abholen, mein Kind hat Geburtstag, es ist krank! Schwerter zu Seifenblasen, Parkplätze zu Toberäume!
In unserem verqueren marktradikalen StaatsmachtBildungssystem haben Eltern mittlerweile Hilfslehrer Funktionen eingenommen!
Stell dir vor: du gibst deinem Kind essen, schlaf, trinken... Grundversorgung und schickst es zur Schule und denkst Bildung machen die!
Dann wäre Deutschland schon längst am Boden!

Störfaktor Lehrer: während 'wir' selbstverständlich einsehen, dass 'wir' bullshitjobber brauchen und diese angemessen bezahlen müssen (Gute kosten halt Geld) und denen jede Reise zwecks Fortbildung in noch so entlegene Gebiete gewähren müssen.... Sind Lehrer/Erzieher Kostenfaktoren! Niemand kann richtig ermitteln was die bringen, welche Wirtschaftskraft diese anschleppen.... Nee Störfaktor Lehrer/Erzieher sind kurz zu halten!

Ergo werden -wie es sich für unser Merkelsches Wertesystem und Schäubles schwäbisches Haus-Männer System gehört- hier die 'Störfaktoren' gegeneinander gehetzt!
Lehrer gegen Eltern, Eltern gegen Lehrer, beide gegen Schüler, Schüler gg.....

and the winner is?

'unsere' Schule benutzt mittlerweile 'Ausbildungszeit' um Marktveranstaltungen zu organisieren, schließlich müssen neue Schüler gewonnen werden!
Große Fortbildungen finden während der Schulzeit statt, ebenso wichtige Gremien- etc Veranstaltungen, gleichzeitig wird hier Neues reingequetscht wie mobbing, drogen, Sozialpraktika, Bundeswehr und und und und ....aber alle bei gleichem Stundenaufkommen.... gegen Ende kommt dann die Anforderungsrechnung: friss oder stirb!
Gut, dass da die Störfaktoren Eltern und Kinder entweder privat oder mit Knete 'nachhelfen'
Denn das unterscheidet bullshitjobber von Eltern/Kind! Sie sind kaum sozial/emotional erpressbar! Wenn deren 'Projekt' Mist ist... egal!
'wir' regen uns gern über die 'Vernachlässigung' von Kindern seitens der Störfaktoren Eltern auf.... aber ist es nicht der einzige Weg Systemveränderung auf den Weg zu bringen?

Bei einem Besuch der Familienministerin Renate Schmidt sagte diese zu mir: sie hasse das Wort 'Wiedereinstieg' es höre sich so an, als wenn Mütter jahrelang auf Aufsteigertripps seien!!!
Wie wärs? Störfaktor Mütter geben ihre Kids bei der Babyklappe ab, durchwandern Tibet, Afrika und Himalaya und gucken dann in 25 Jahren was so geworden ist.... ups, nein sie sind sauer weil.... ihre Anforderungsliste nicht erfüllt wurde!

Kornelia, 22.04.2017 17:25
@Ruby Tuesday
"Mit menschlicher Bildung hat dieses System doch längst nichts mehr zu tun."
Stimmt genau! Auch dazu hätte ich gern etwas in den Verantwortungsetagen der "marche of science" gehört!

Wie viele andere Innovationen des Volkes wurde auch 'Bildung' dem marktradikalen KrebsgeschwürsGott unterworfen!
Von der Zeugung bis zur Wirtschaft wird mittlerweile geprüft, zertifiziert, geliked, aussortiert, vorsortiert, 'abgehängt', weggedrängt, elitisiert, hochbegabtet und geschleust.....

Mit Bildung hat alles nix mehr zu tun!

Jupp, 22.04.2017 12:07
Bei einem Thema wie G8 vs G9 gibt es hunderte Pros und Contras.
Grausam, wenn es nur zu einem voreingenommenen und parteipolitisch motiviertem Artikel reicht.

Aus Sicht des Staates wäre natürlich G8 und Rente ab 75 toll.

Mir ist G9 sympathischer. Wenn das Level am Ende gleich hoch ist muss man logischerweise in acht Jahren mehr leisten.

Slow Down Everyone your movin' too fast...

Jue.So Jürgen Sojka, 22.04.2017 09:38
@Kh gäbe es mehr, die erkannt haben, was um 17:27 geschrieben steht!

Bildungsweg:
Wir, eingeschult 1961 im Stuttgarter Norden, haben zwar den 1. Bildungsweg -unterste Ebene- durchlaufen, allerdings als "G4+H4" – was erst am Montagmorgen15.08.2011 OB Wolfgang Schuster bekannt wurde. Der Inhalt im DIN C4 Briefumschlag hat dazu geführt, dass seither ein großer Aufwand betrieben wird, um zu verhindern, dass die Öffentlichkeit von uns -und den weiteren Schulklassen- erfährt |.-((
Entwickelt hat sich aus den Schulklassen, die sich am Angebot aus unserem Kultusministerium beteiligt haben, ein Buch mit Vorwort vom Landtagspräsidenten und Kultusminister (1969).
E-Mail in SWR4-Sendung zum Thema Einschulung (¹)

Eltern wollen das Beste für sich selbst!! Allzu häufig wollen Eltern jenes für "ihre" Kinder, was sie selbst nicht erreichen konnten – aus welchen Ursachen auch immer nicht erreichbar.
Bildung, also das Bilden der eigenen Persönlichkeit, ist alleine dort gegeben, wo Kind auch Kind sein darf –
_b e g l e i t e t_ von den GROßEN, im sich selbst Entwickeln |:-)) (²)

(¹) SWR4 '2016.09.14 Mi. Einschulung' https://c.web.de/@337901998990951104/kC97P6gfRv2Hgk7UQ_otzg

(²) 08.05.2016 http://www.trueten.de/archives/9123-Was-mir-heute-wichtig-erscheint-378.html#c8653 mit Kommentaren zu den StN-Online-Artikeln 2. Mai 2012 Ganztagsschule | Unkalkulierbare Zeiten für begabte Kinder
und 5. Mai 2012 Ganztagsschule | Eisenmann kämpft für begabte Kinder

Ruby Tuesday, 22.04.2017 09:15
Es ist eigentlich schade, dass für junge Erwachsene, das sind Abiturienten wohl, keine 35-Stunden-Woche gilt. Müssen sie sich doch oft durch unverständliche Lehrbuchtexte oder die schlechtesten fotokopierten Texte der Welt kämpfen. Fortbildung am Fotokopierer sollte für Lehrer*innen Pflichtfach sein. Trotz Langzeitunterricht in der Schule, über 40 Stunden sind nicht selten, sind angeordnete Zusatzaufgaben in den Ferien oder in den Abendstunden zu erledigen. Dazu kommt in vielen Fällen ein völlig marodes Bahn- und Busnetz. Warum Lehrer in den Ferien oft nicht weiter beschäftigt werden bleibt ein Rätsel. Sie könnten genau so gut kostenlose Nachhilfekurse in der Schule anbieten. Was bleibt ist Fortbildung im Internet, bis der Augenarzt ruft und desorientierte, erschöpfte Menschen, die zur Berufsorientierung in ein freiwilliges, soziales Jahr oder fortlaufende Praktika gedrängt werden. Bis ihnen ein Therapieplatz angeboten wird um die Wartezeit zu einem Studiengang zu überbrücken. Es ist höchste Zeit, die Konfusion in den Bildungsministerien zu beenden, wo es nur darum geht, auch den letzten, schwachsinnigen Beitrag im Bildungsplan zu etablieren, nur damit sich im Schulbetrieb gescheiterte Lehrer*innen einen hoch dotierten Job sichern können. Mit menschlicher Bildung hat dieses System doch längst nichts mehr zu tun.

Kh, 21.04.2017 17:27
Nun bin ich mangels eigener typischer Schulkarriere (2. Bildungsweg) nicht in der Lage aus eigener Anschauung zu beurteilen, ob G8 oder G9 für Kinder allgemein und meine im speziellen besser ist.

Zustimmen kann ich aber vollsten Herzens der Eingangsthese des Artikels "Eltern wollen das Beste für ihre Kinder. Dennoch oder gerade deshalb werden sie zum größten Störfaktor in der Bildungspolitik"

und zwar genau aus den Gründen, die hier in den von mir verlinkten Artikeln beschrieben werden (s.u.).

Jeder Mensch, der denken kann mekrt doch was: Erst fordert Wirtschaft "Wir brauchen mehr Akademiker", dann "Wir haben zuviel", dann soll die Schulzeit kürzer ewrden, dann mekrt die Wirtschaft (oh wunder) die sind ja gar nicht mehr richtig ausgebildet ....

Laßt die Kinder doch das lernen, was sie gerne machen!
Digitale Schulpolitik im Zeitalter des Lobbyismus
http://blogs.faz.net/deus/2017/04/20/digitale-schulpolitik-im-zeitalter-des-lobbyismus-4269/

und

Kinderrecht im Grundgesetz Eine Frechheit

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kinderrecht-im-grundgesetz-eine-frechheit-14957358.html

Insider, 19.04.2017 15:50
Das Problem mit dem sinkenden Niveau beginnt schon in der Grundschule. Die Bestrebungen, Noten in dieser Schulart abzuschaffen, sind unüberhörbar!

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@Henkel-Waidhofer Störfaktor Eltern! Störfall! Ausfall! Aussortieren?! Kopfschüttel Kinder, Eltern und Lehrer bilden eine hochsensible Triade, drum herum hat Staat und Gesellschaft einen Sicherheitskonkon zu schaffen! 'der...

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