KONTEXT Extra:
Jetzt doch ein Koalitionsausschuss zu Afghanistan

Vor Weihnachten hatten Grünen und CDU eine inhaltliche Aussprache über die Abschiebepraxis nach Afghanistan vermieden. Stattdessen wurde im Koalitionsausschuss vor allem darüber diskutiert, ob Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand es "schäbig" nennen darf, wenn sein CDU-Pendant, Innenminister Thomas Strobl, auch alte oder kranke Menschen abschieben will. Zur bisher einzigen Sammelabschiebung wurde ein Mann sogar aus einer Psychiatrischen Klinik geholt, dann allerdings doch nicht ins Flugzeug nach Kabul gesetzt.

Am kommenden Dienstag werden dieser und andere Fälle sowie die grundsätzliche Vorgehensweise im Koalitionsausschuss diskutiert. Die Grünen, die die Debatte durchgesetzt haben, erinnern an die geltenden Leitlinien des Landes zu Abschiebungen und Rückführungen, nach denen eine Einzelfallprüfung ohnehin zwingend ist. Bisher hatte sich Strobl gegen eine inhaltliche Behandlung der von ihm mitinitiierten verschärften Abschiebepraxis im Koalitionsausschuss ausgesprochen. Die Grünen gehen davon aus, dass die Leitlinien und damit die Einzelfallprüfung bestätigt werden.

Auf dem Tisch liegt auch ein Papier der sogenannten G-Länder, also aller Koalitionen, an denen Grüne beteiligt sind. Diesem zufolge muss gewährleistet sein, "dass Ausreisepflichtige keinen Schaden an Leben und Gesundheit nehmen". Die Regierungspartner in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen "betonen eine Reihe von Grundlinien und Anforderungen bezüglich Rückführungen nach Afghanistan". Sie fordern die Bundesregierung aber auch auf, die Sicherheitslage in Afghanistan "erneut zu überprüfen". (14.1.2017)


Ein zweites Raumwunder für Geflüchtete

Engagement kann sich lohnen. Im September hatte Kontext über die Initiative der Künstlerin Martina Geiger-Gerlach berichtet, eine Wohnung in einem zum Abriss vorgesehenen Haus im Stuttgarter Stadtteil Steckfeld monatsweise Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig finden dort immer Ausstellungen statt, die Nachbarn und Interessierten Gelegenheit geben, Künstlern und Geflüchteten zwanglos zu begegnen. Nun hat der Vermieter, das katholische Siedlungswerk, der Künstlerin eine zweite Wohnung im selben Haus als Lernwohnung zur Verfügung gestellt, damit Geflüchtete, die im Trubel ihrer Unterkunft nicht zur Ruhe kommen, eine Rückzugsmöglichkeit finden. Zudem bleibt das Haus länger stehen: voraussichtlich zwei Jahre. Dem Siedlungswerk gefällt das Projekt so gut, dass Martina Geiger-Gerlach gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könnte, im Quartiersraum des Neubauareals an Stelle des früheren Olgahospitals eine Aufgabe zu übernehmen. Und: Ihr Wohnungs-Projekt ist für den Stuttgarter Bürgerpreis der Bürgerstiftung vorgeschlagen worden. Am 20. Januar um 19 Uhr eröffnet in der Karlshofstraße 42 in Steckfeld die nächste Ausstellung mit Gemälden von Ivan Zozulya und dem DJ Roman Levin. Am 31. Januar wird die Entscheidung zum Bürgerpreis bekannt gegeben. Jeder kann mit abstimmen!


Der Gewitterwanderer im Glück

Mitte November hatte der 33-jährige Göppinger Schriftsteller Kai Bleifuß noch geschimpft wie ein Rohrspatz. Der promovierte Goethe-Experte rackert sich seit Jahren mit Schreiben ab. Fabrizierte zuletzt einen Roman über den Dichterfürsten und wie der so wäre, würde er in unserer Zeit leben. "Goethes Mörder" heißt das gute Stück. Gutes Zeug. Guter Mann. Das weiß auch Bleifuß selbst. Kontext gegenüber machte er keinen Hehl daraus, dass er sich selbst für einen ziemlich duften Typen hält. Doch bislang schlug ihm seitens des ganzen "Literaturzirkus" und der Verlage kalter Wind entgegen. Niemand wolle mehr ein Risiko eingehen. Literatur würde immer mehr unter ökonomischen Abwägungen betrachtet, konstatierte der resolute Literaturnerd. "Schreiben ist das Idiotischste, was man machen kann. Nicht schreiben aber auch."

Ein Bleifuß lässt sich aber nicht unterkriegen – und jetzt hat es gerappelt im Karton: Am vergangenen Sonntag sackte der Göppinger für seinen Text "Fünf Variationen auf das Unsagbare" den Autorenpreis "Irseer Pegasus 2017" ein. 150 Schriftsteller aus dem ganzen Land hatten sich mit ihren Werken beworben, doch Bleifuß hat den mit 2000 Euro dotierten Preis gewonnen. Neben ihm auf dem Siegertreppchen der Preisverleihung im Kloster Irsee im Allgäu strahlte David Krause aus Kerpen.

"Der glücklose Autor hatte endlich einmal Glück!", schrieb Goethe-Glücksbärchen Bleifuß voller Freude an Kontext, mit der Bitte unseren LeserInnen mitzuteilen, dass man am 27.1. ab 21:05 Uhr im BR2 sein Hörspiel "Pinball" senden werde. Machen wir doch gerne. (11.1.2017) 


Abstand halten von den Volksverrätern

Aus 594 Wörtern haben die Sprachwissenschaftler um die Darmstädter Professorin Nina Janich das Unwort des Jahres 2016 ausgesucht: "Volksverräter". Aus dem Erbe der NS-Diktatur werde das Wort von Pegida, AfD und anderen Rechtsaußen verwendet, um PolitikerInnen  zu diffamieren. Mit der Folge, dass das "ernsthafte Gespräch" und notwendige Diskussionen in der Gesellschaft abgewürgt würden, begründet die Jury. Auf den weiteren Plätzen folgen "postfaktisch", "Populismus", "Gutmensch" sowie eine "Armlänge Abstand". Mit in der fünfköpfigen Jury saß auch Kontext-Autor Stephan Hebel. (10.1.2016)


Sichere Herkunftsstaaten: Kretschmann schon lange für längere Liste

Winfried Kretschmann hat sich mit jüngsten Äußerungen zur Einstufung von Marokko, Tunesien und Algerien als sichere Herkunftsländer derart in die Nesseln gesetzt, dass sich sein Staatsministerium zu einer "Klarstellung" aufgerufen sah. Tatsächlich handelt es sich um einen durchsichtigen Versuch der Schadensbegrenzung. Der grüne Regierungschef hatte auf Anfrage der "Rheinischen Post" in einer Stellungnahme zur aktuellen Sicherheitsdebatte erklärt: "Die kriminelle Energie, die von Gruppierungen junger Männer aus diesen Staaten ausgeht, ist bedenklich und muss mit aller Konsequenz bekämpft werden." Zugleich sprach er sich für die Aufnahme der drei Maghreb-Staaten auf die Liste sicherer Herkunftsländer aus: "Baden-Württemberg wird der Ausweitung zustimmen, sofern die Bundesregierung das Ansinnen in den Bundesrat einbringt."

Die Wirkung beider Sätze im Zusammenhang sind ihm und "meinen Leut", wie er seine engsten Mitarbeiter gern nennt, offenbar entgangen. Jedenfalls stellte "das Staatsministerium klar, dass die signalisierte Zustimmung weder aus aktuellem Anlass beschlossen wurde, noch ihre Begründung in der Gewaltbereitschaft mancher Gruppen junger Männer aus diesen Ländern hat". Vielmehr sei die Entscheidung "schon im Frühsommer 2016 nach einem langen Abwägungsprozess, in dem vor allem der Frage nachgegangen wurde, ob es angesichts der Menschenrechtssituation in den besagten Ländern vertretbar wäre, diese zu sicheren Herkunftsländern zu erklären (...), als sich die Bundesregierung dem Ministerpräsidenten gegenüber bereit erklärte, in einer Protokollerklärung festzuhalten, Personen aus sogenannten vulnerablen Gruppen wie Homosexuellen, verfolgten Journalisten, religiösen Minderheiten mit gleicher Sorgfalt zu prüfen wie Flüchtlinge aus sonstigen Ländern". Das Staatsministerium sagt allerdings nichts dazu, ob die Forderung erfüllt wurde und warum das Thema nicht längst endgültig ausgetreten ist. Denn laut dem Bundesamt für Flüchtlinge und Migration werden die drei Länder in der Statistik überhaupt nicht mehr einzeln ausgewiesen, weil die Zahl der einreisenden Asylbewerber so niedrig ist. Und bereits 2015 gehörten die drei Staaten nicht zu jenen zehn Ländern, aus denen die meisten Flüchtlinge nach Deutschland kamen. (5.1.2017)


KONTEXT
per E-Mail:
Immer informiert:

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Datenschutz-Hinweis

Ausgabe 146
Politik

Neuer Filz bei Stuttgart 21?

Von Jürgen Lessat
Datum: 15.01.2014
Nach Kostenexplosionen und Fehlplanungen droht bei Stuttgart 21 ein weiterer Skandal, diesmal in Sachen Politikfilz: Die verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Nicole Razavi, berät den holländischen Grontmij-Konzern. Dessen deutsche Gesellschaft ist größerer Auftragnehmer beim umstrittenen Bahnprojekt. Für zusätzliche Verwunderung sorgt, dass Grontmij die Kosten für das Prestigeprojekt bereits im März 2010 auf über sechs Milliarden Euro taxierte, Politik und Bahn damals aber noch mit 4,088 Milliarden Euro rechneten.

Nicole Razavi schenkt dem politischen Gegner nichts. Insbesondere wenn der wie die Grünen gegen Stuttgart 21 ist. Dann läuft die verkehrspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion in Parlamentsdebatten oder Pressestatements zur Höchstform auf. "Özdemirs Aussagen zu Stuttgart 21 sind zutiefst undemokratisch!", geißelte sie etwa im vergangenen September den Stuttgarter Bundestagskandidaten der Grünen. Cem Özdemir, der auch Parteivorsitzender der Ökopartei ist, hatte im Wahlkampf betont, dass das letzte Wort über die milliardenteure Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs noch längst nicht gesprochen ist. Aus Sicht von Razavi trat der Grünen-Chef "fast zwei Jahre nach der Volksabstimmung das Votum des Volkes mit Füßen".

Unter Beschuss nimmt die Geislinger Landtagsabgeordnete regelmäßig auch den grünen Landesverkehrsminister. Zuletzt attackierte sie Winfried Hermann nach dem Fest der Liebe (Weihnachten) wegen der Mode-Show "RadCouture", die in Mannheim vor 600 Gästen für den stolzen Betrag von 88 000 Euro über die Bühne ging. "Es ist mir neu, dass das Thema Radmode zu den Aufgaben eines Verkehrsministers zählt", ätzte die 48-jährige Christdemokratin in der "Bild"-Zeitung. Richtig "aggro" wird die langjährige enge Mitarbeiterin des früheren CDU-Ministerpräsidenten Stefan Mappus, wenn Hermann ein Haar in der Stuttgart-21-Suppe findet. Dem Grünen sei fast jedes Mittel recht, um das Projekt noch zu verhindern, verbreitete Razavi im Sommer 2011, als über den Stresstest der neuen Durchgangsstation gestritten wurde. Hermann sei ein "Verkehrtminister" und "Geisterfahrer", der nach dem Motto "Tricksen, tarnen, täuschen" arbeite, unterstellte Razavi.

Beißende Kritik aus niederen Motiven?

Warum die Parlamentsrätin a. D., was als Berufsbezeichnung Razavis im Abgeordnetenhandbuch steht, für das milliardenschwere Infrastrukturprojekt den Mund immer so voll nimmt, wird erst klar, wenn man sich ihre Nebentätigkeiten genauer anschaut. Razavi gehört dem Council (deutsch: Beraterkreis) der Grontmij GmbH aus Bremen an. Die Grontmij-Gruppe (ausgesprochen: Grontmay) mit Sitz in De Bilt in den Niederlanden ist nach eigenen Angaben eine der größten Planungs- und Ingenieursgesellschaften in Europa. Weltweit beschäftigt der Konzern mehr als 8000 Mitarbeiter, die meisten in Nord- und Westeuropa. Die deutsche Grontmij berät vor allem öffentliche Auftraggeber und ist bundesweit an 30 Standorten mit insgesamt 680 Mitarbeitern tätig. Nach Kontext-Recherchen ist die deutsche Grontmij-Tochter Hauptauftragnehmer für Projektplanung und Bauüberwachung beim Bahnprojekt Stuttgart 21. Die Frankfurter Niederlassung ist verantwortlich für die baukonstruktiven Planungen des riesigen Tiefbahnhoftrogs und dessen Zulauftunnel, mit deren Bau nach jahrelanger Verzögerung nun im Spätsommer im Stuttgarter Talkessel begonnen werden soll. Zusätzlich ist Grontmij im Planfeststellungsabschnitt 1.5, der die Zulaufstrecke zwischen dem Vorortbahnhof Feuerbach und dem neuen Tiefbahnhof umfasst, aktuell mit der laufenden Bauüberwachung beauftragt.

Screenshot Grontmij-Homepage
Screenshot der Homepage von Grontmij.

Das Grontmij-Council, in dem Nicole Razavi nach Grontmij-Angaben seit etwa anderthalb Jahren sitzt, hat beratende Funktion für die Geschäftsleitung. Auf Anfrage bestätigt das Unternehmen, dass sich das Beratergremium jährlich vier Mal zum Gedankenaustausch mit den vier Geschäftsführern von Grontmij trifft. Zuletzt reiste Razavi am 6. Dezember zur Hauptsitz des Unternehmens nach Bremen. "Wir stellen die Strategiekonzepte unseres Unternehmens vor und wollen die Meinung der Council-Mitglieder dazu erfahren", schildert Grontmij-Geschäftsführer Jochen Ludewig, um was es in den eintägigen Meetings geht. Klingt zunächst nach harmlosem Kaffeekränzchen.

Nach Auskunft von Grontmij-Pressesprecherin Susanne Schumacher erhalten die Council-Mitglieder für ihre Beratertätigkeit lediglich Spesenersatz. Zum Council-Mitglied werde man auf Empfehlung von Geschäftsführung und Personen, die mit dem Unternehmen besonders verbunden sind. Auf wessen Empfehlung Razavi Council-Mitglied wurde, darüber schweigt sich das Unternehmen aus. Sicher ist, dass Ina Brandes, die Sprecherin der Grontmij-Geschäftsführung in Bremen, enge Kontakte zur CDU unterhält. In ihrem Facebook-Profil führt Brandes nicht nur die CDU-Stadtratsfraktion in Cuxhaven sowie die Junge Union, sondern auch die Christdemokraten Niedersachsens sowie den früheren CDU-Generalsekretär und heutigen Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe als Favoriten.

SPD-Staatsekretär und Ex-Council-Mitglied Uwe Beckmeyer. Foto: BMWE
SPD-Staatsekretär und Ex-Council-Mitglied Uwe Beckmeyer. Foto: BMWE

Doch dass auf den Council-Zusammenkünften nicht nur über das Wetter geredet werden dürfte, darauf lässt die Schwierigkeit schließen, mehr über Zusammensetzung und Funktion des Beirats zu erfahren. Die Grontmij-Homepage verrät nichts darüber. Nach Kontext-Informationen besteht das Council derzeit aus rund einem Dutzend Mitgliedern, zu denen neben Razavi bis vor wenigen Tagen auch Uwe Beckmeyer gehörte. Der SPD-Bundestagsabgeordnete aus Bremen war zwischen 2004 und 2011 Sprecher der Arbeitsgruppe Verkehr, Bau und Stadtentwicklung der SPD-Bundestagsfraktion, also in Bereichen engagiert, in denen Grontmij sein Geld verdient. 2011 wurde Beckmeyer "maritimer Koordinator" der SPD-Fraktion im Berliner Reichstag und plädierte in dieser Funktion für den Ausbau der teuren Offshore-Windparks – was nach Unternehmensdarstellung ebenfalls ein Arbeitsfeld der Grontmij GmbH ist.

Beim Abgeordneten geduldet, beim Staatssekretär geächtet

Vor wenigen Tagen schließlich machte der neue SPD-Bundeswirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel den Bremer Abgeordneten zum Parlamentarischen Staatssekretär. Auf Anfrage von Kontext teilte Gabriels Ministerium am vergangenen Dienstag mit, dass Uwe Beckmeyer "im Zuge seiner Ernennung zum Parlamentarischen Staatssekretär" unter anderem die Mitgliedschaft im Council bei der Firma Grontmij niedergelegt hat. "Gemäß Paragraf 5 Bundesministergesetz (i. V. m. § 7 PStG) dürfen Mitglieder der Bundesregierung kein anderes besoldetes Amt, kein Gewerbe und keinen Beruf ausüben. Sie dürfen ferner während Ihrer Amtszeit auch nicht dem Vorstand, Aufsichtsrat oder Verwaltungsrat eines auf Erwerb gerichteten Unternehmens angehören", erläutert Ministeriumssprecherin Tanja Alemany den Rückzug.

Gern hätte Kontext Nicole Razavi direkt gefragt, welche Interessen sie als CDU-Abgeordnete im baden-württembergischen Landtag vertritt. Die des Landes und seiner Bürger oder die eines holländischen Dienstleistungskonzerns? Razavi übersandte jedoch nur ein kurzes schriftliches Statement*, in dem sie wirtschaftliche und tatsächliche Interessenverknüpfungen verneint. Dabei beteiligte sich Razavi im Laufe ihrer Abgeordnetenkarriere mehrfach an Abstimmungen über Stuttgart 21. So votierte sie etwa im September 2011 gegen das sogenannte Kündigungsgesetz der Finanzierungsverträge zum umstrittenen Bahnprojekt. Das von der grün-roten Regierungskoalition eingebrachte Gesetz ebnete den Weg zur Volksabstimmung über Stuttgart 21 am 27. November 2011.

Razavi stimmte immer pro Stuttgart 21

Die Grünen warben damals für einen Ausstieg aus dem Projekt, unter anderem wegen weiterer Mehrkosten in Milliardenhöhe, die den damaligen Kostendeckel von 4,5 Milliarden Euro wegzusprengen drohten. Razavi wiederum betonte im Landtag und im Vorfeld der Volksabstimmung stets, dass der Kostendeckel sicher sei und damit ein Ausstieg aus Projekt durch das Land nicht in Frage käme. Bekanntlich wurde im Dezember 2012 öffentlich, dass der DB-Vorstand um Bahnchef Rüdiger Grube seit Längerem mit Gesamtkosten von 6,5 Milliarden Euro für die Tieferlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs rechnete.

Grontmij-Meldung vom 5. März 2010
Grontmij-Meldung vom 5. März 2010.

Dass der Kostendeckel von Stuttgart 21 nicht mehr als ein politisches Placebo im Vorfeld der Volksabstimmung war, war offenbar selbst im holländischen Grontmij-Hauptquartier bekannt. Denn bereits am 5. März 2010, knapp einen Monat nach dem offiziellen Baustart von Stuttgart 21, verbreitete der Mutterkonzern eine Mitteilung, in dem er stolz die Beteiligung seiner deutschen Tochtergesellschaft an der Umsetzung des Bahnprojekts durch Planungsleistungen im Wert von 5,5 Millionen Euro verkündete. Die eigentliche Sensation der kaum beachteten Pressemitteilung steht am Ende der Projektbeschreibung: Demnach taxierten die Grontmij-Manager die Gesamtkosten für die Verlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs schon damals "auf geschätzt mehr als 6 Milliarden Euro". Offiziell seitens der Bahn und treuherzig seitens sämtlicher Befürworter in CDU, SPD und FDP lag der Preis des Prestigeprojekts dagegen noch bei 4,088 Milliarden Euro.

 

* Das schriftliche Statement von Nicole Razavi im Wortlaut

"Meine Mitgliedschaft (seit 2012) im Council der Grontmij GmbH bezieht sich in keiner Hinsicht auf das operative Geschäft. Im Übrigen nimmt auch der Landtag von Baden-Württemberg keine Exekutiventscheidungen vor. Die Offenlegungsregeln des Landtages gemäß § 4 a des Abgeordnetengesetzes habe ich rechtlich einwandfrei wahrgenommen. Eine wirtschaftliche oder tatsächliche Interessenverknüpfung liegt hier in keiner Weise vor."

 

S21-Baustelle Stuttgarter Schlossgarten. Foto: Martin Storz
S21-Baustelle Stuttgarter Schlossgarten. Foto: Martin Storz

Gefällt Ihnen dieser Artikel?

Kommentare

doctorwho, 17.01.2014 10:24
@"Württi" und "F.-M. Stephan"

sie meinen : das ding muss heute noch raus , man nimmt das was eh schon irgendwo geschrieben steht weil man ja wenig ahnung vom thema hat , macht die copy&paste nummer und fertig ist die pressemitteilung . das ist eine schöne und wahrscheinlich auch die richtige erklärung .

damit ist aber eigentlich nur eines gesagt : das ganze dingens funktioniert eigentlich wie "stille post" , nur dass es eben kein spiel ist . deshalb habe ich mich ja amüsiert ....... :-)

Liane, 16.01.2014 22:12
Also liebe Kontext-Schreiber :-)
schon wieder hat es ein Artikel von Euch geschafft, aufgegriffen zu werden und damit einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Ist doch super, oder?

Klaus Neumann, 16.01.2014 20:35
@ F.-M. Stephan, 16.01.2014 13:57
„@ Anne: Es scheint so, dass Aufgeklärtheit ein Privileg derer ist, die nicht den größten Teil ihrer Energie zum Bestreiten ihrer täglichen Existenz benötigen. Die diesbezüglich nicht privilegierte Mehrheit der Bürger verharrt in „rationaler Ignoranz“. …“

Ich muss Sie leider beunruhigen bezüglich der von Ihnen ausgeführten „rationalen Ignoranz“.

Intelligenz und Intelligenz sind zweierlei. Ich kenne Menschen, die haben wirklich einen anstrengenden Tag als E-Ingenieure oder sonst was und sind trotzdem bestens über S21 informiert und auch engagiert.

Und dann gibt es den Dummen unter den Intelligenten wie ihn Bonhoeffer beschreibt. Und das sind eine ganze Menge in meinem Umkreis, ja bilden die grosse Mehrheit: sie würden auf nächstmögliche Rache sinnen, weil sie sich persönlich angegriffen fühlten, würde man sie auf ihr Unrecht (mit Beleg!) in der Vergangenheit nicht nur in dieser Sache hinweisen.

Das heisst: es sind viel weniger mit jener rationalen Ignoranz ausgestattet, wie Sie vermuten. Viel weniger!!!! Oben gesagtes gilt selbst für wissenschaftliche Behauptungen, und wenn Menschen bei deren Anwendung krepieren. Und wird gedeckt bis auf die Bundesgerichtsebene. Es ist noch nicht Zeit loszublättern. Wenn sie je kommt.

Der Umsatz und die Umsatzrendite zählen. Oder das Geld, das geau fürdiesen Zwecke zu bestimmten Entscheidungsträgern fliesst. Der Mensch gilt bei diesen Menschen nichts. Das ist das Beunruhigende. Und dass solches in dieser Gesellschaft auf vielen Feldern den Erfolg ausmacht ist die Ursache für eine Geldentwertung die zu wirtschaftlichen Milliardenschäden führt, eine ständig steigende Inflationsrate, die nicht erfasst wird! Ich sage mal, unsere Gesellschaft ist dabei genau wegen diesem zu Grunde zu gehen. Und wir können nur zuschauen. Gegenwehr sinnlos.

Klaus Neumann, 16.01.2014 19:54
@ Horst Ruch, 16.01.2014 09:33
"....man muß nach den Erfahrungen der letzten Jahre feststellen, dass auch in grünen Kreisen die Verfilzung umsichgreift. Wird man doch nach Ende einer Wahlperiode mit offenen Armen und gesicherten Tantiemen bei den Globalplayern empfangen. Nicht nur Racavi&Co in der CDU treiben dieses Spiel. Denn wie sonst ist es erklärbar, dass S 21 trotz negativster fachlicher Beurteilungen "vertraglich" unkündbar sei ?"

Frau Razavi befindet zwar auf diesem von Ihnen beschriebenen Kurs, aber per Denunziantentum mittels primitiven Schwarzlichtfilter wie bei dieser Frau hier http://www.jusos-gp.de/index.php?nr=41667&menu=1 , nö, damit schafft sie es nie in die Auslese der „Besten“ wie Fischer, Schröder und Co. auch wenn das hier in diesem Kommentar auf der NWZ genau wie bei Ihnen gemutmasst wird http://www.swp.de/goeppingen/lokales/goeppingen/KOMMENTAR-RAZAVI-Raum-fuer-Mutmassungen;art5583,2401541

Die Industrielobby guckt sich da etwas Besseres als die 3. oder 4. Garnitur aus, zu der Frau Razavi gehört.

Was man sich genauer anschauen sollte ist
das schriftliche Statement von Frau Razavi:
"Meine Mitgliedschaft (seit 2012) im Council der Grontmij GmbH bezieht sich in keiner Hinsicht auf das operative Geschäft. Im Übrigen nimmt auch der Landtag von Baden-Württemberg keine Exekutiventscheidungen vor. Die Offenlegungsregeln des Landtages gemäß § 4 a des Abgeordnetengesetzes habe ich rechtlich einwandfrei wahrgenommen. Eine wirtschaftliche oder tatsächliche Interessenverknüpfung liegt hier in keiner Weise vor."

Dann schauen wir uns diesen Paragraphen einmal an und was werte Frau Razavi daraus macht:
Unter besagtem § 4a heisst es:
"Unabhängigkeit der Abgeordneten, Offenlegungsregeln
(1) Ein Abgeordneter darf für die Ausübung seines Mandats keine
anderen als die in diesem Gesetz vorgesehenen Zuwendungen an-
nehmen. Eine Vergütung aus einem Dienst- oder Werkvertrag
darf er nur annehmen, soweit sie sich nicht auf die Ausübung des
Mandats bezieht. Unzulässig ist insbesondere die Annahme von
Geld oder geldwerten Vorteilen, die nur deshalb gewährt werden,
weil dafür die Vertretung und Durchsetzung von Interessen des
Leistenden im Landtag erwartet wird, oder wenn die Leistung
ohne angemessene Gegenleistung des Abgeordneten gewährt wird. "

Der hier für Frau Razavi entscheidende Passus lautet:“..darf er nur annehmen, soweit sie sich nicht auf die Ausübung des Mandats bezieht.“

Frau Razavi wäscht sich genau mit dieser Stelle dann fein rein in ihrem Statement: „Im Übrigen nimmt auch der Landtag von Baden-Württemberg keine Exekutiventscheidungen vor.“ Das ist zwar richtig, aber er, der Abgeordnete bzw. sie als Abgeordnete hat den Grundstein für die Exekutiventscheidungen zu S21 gelegt und hier in der Funktion als Abgeordnete mit Öffentlichkeitswirksamkeit über die Südwest Presse wacht sie wie eine schwarze Hilde Benjamin auf die Einhaltung der nun durch vorsätzliche Täuschung der Legislative durch die Bahn rechtsungültigen Verträge, indem sie jeden als Verräter von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit denunziert, der auch nur Zweifel an diesem Betrugsobjekt erhebt, ja sogar wenn er nur im Trommeln für dieses Betrugsobjekt nachlässt, das sie zum Schaden des Landes als MdL noch immer vertritt. Und wer belegt bzw. widerlegt, dass Sie nicht dafür auch auf irgend eine Weise bezahlt wird? Gall mit seiner Parteien Sponsoring Liste, die er als einziger Innenminister der Länder als seine Privatlektüre betrachtet macht´s doch ganz offiziell vor?!

In diesem Staat stimmt nichts mehr. Der Mensch in Exekutive, Legislative und Jurisdiktion ist so weit unten angekommen wie dieser Bahnhof und alles, was dazu gehört.

Ich rate übrigens nicht nur einem Herrn Kretschmann sondern auch dieser Dame zu einem Semester Öffentliches Recht. Aber das hat man ja nicht mehr nötig, wenn man wie diese Dame nicht mehr auf dem Boden des Grundgesetzes steht, und das tut man nicht, wenn man mit einer verlorenen bzw. gewonnenen VA sowie rechtsungültigen Verträgen zu S21 hausieren geht und damit jeden S21-Zuwiderhandler in die antidemokratische und antirechtsstaatliche Ecke stellt und trotzdem von Bonhoeffers Dummen, der wohl vornehmlich die Stimmen für diese Frau stellt, durch die Wahl bestätigt wird.

StGB 130 (1) Abs. 1. und 2., da sollte man bei diesem groben CDU-Stiefel doch mal schauen, ob man ihm nicht die schmutzigen Hacken etwas kürzen kann. Allerdings ist es völlig sinnlos, solches bei einer durch schwarz-grün, schwarz-rot oder rein schwarz weisungsgebundenen Staatsanwaltschaft zu probieren. Also, wo dann? Genau, siehe vorletzter Passus.

Meine Feststellung, dass Frau Razavi nicht mehr auf dem Boden unseres GG steht, wenn Sie mit der VA und Verträgen zu S21 ohne Geschäftsgrundlage so hausieren geht wie allgemein bekannt erhebt sich für Richter a. D. Reicherter wohl mehr als rhetorische Frage ebenso aber in einem anderen Zusammenhang, hier http://www.fluegel.tv/beitrag/8247 ab min. 9:26

Nun, wenn Frau vom hohen C ist, dann ist man eben immer ganz automatisch staatstragend und da wird der Rechtsstaat eben auch mal schnell Dreck unter dem schwarzen Stiefel, ohne dass Frau selber genau in den Verdacht kommt, den nach allen Seiten zu streuen dieses Unwesen nicht müde wird. Und das umso mehr, je weiter es südwärts ins Ländle geht. Jeder kennt ja die Sinnsprüche wie: Wo hoch die Kanzel und niedrig der Verstand, Du befindest Dich im Oberland. Oder eben Razaviland oder Kauderland oder oder......

Ilse K., 16.01.2014 16:55
@ ooo-Mannomannomann (1.Beitrag)
Intelligenz bzw. Sachverstand ist hier m.E. nicht zwingend - eher hinderlich, was zählt für diesen "Botenjob" ist das der Protagonist willig ist. Eigenschaften wie egoistisch, selbstgefällig, rücksichtslos, charakterlos, Bodenhaftung verloren, könnte da schon eher helfen.
Und außerdem, warum soll eine Beratertätigkeit in einem Wirtschaftsunternehmen das Millionenschwere Honorare an einem Verkehrsprojekt kassiert den Job der verkehspolitischen Sprecherin der CDU beeinflussen? Absurd! (Partei)Spenden im 3stelligen Millionenbereich in Deutschland heißt ja auch nicht Korruption. So!

Württi, 16.01.2014 14:49
@doctorwho

Genau deshalb habe ich auch geschrieben "nicht sauber abgegrenzt". Das Unternehmen verlinkt auch auf die Projektseite von "Stuttgart 21", die eben nicht nur S21 sondern auch die NBS beinhaltet. Dementsprechend waren/sind dort die Kosten für das Gesamtprojekt angegeben.

Ich halte es eben für am realistischsten, dass jemand aus der Presse/IR-Abteilung eine PM über den erhaltenen Auftrag schreiben musste und sich die dazugehörigen Rahmendaten von der Projektseite geholt hat. Die Wahrscheinlichkeit, dass die an den Verhandlungen beteiligten Personen ihren IR-Kollegen - wie im Artikel unterstellt - vertrauliche Daten der Bahn zum veröffentlichen gegeben haben oder das Unternehmen wegen eines Auftrags von 5,5 Mio. eine eigene Kostenanalyse des Projekts vorgenommen hat, ist wohl deutlich geringer.

F.-M. Stephan, 16.01.2014 13:57
@ Anne: Es scheint so, dass Aufgeklärtheit ein Privileg derer ist, die nicht den größten Teil ihrer Energie zum Bestreiten ihrer täglichen Existenz benötigen. Die diesbezüglich nicht privilegierte Mehrheit der Bürger verharrt in „rationaler Ignoranz“. Der Einzelne ist ja nicht blöd und weiß, dass der erhebliche Aufwand, informiert und aufgeklärt zu sein, in keinem Verhältnis zu seinen sich daraus ergebenden höchstens minimalen Einflussmöglichkeiten steht. Der Prozess verstärkt sich mit zunehmendem Arbeitsdruck und härter werdender Konkurrenz im Job. Beste Voraussetzungen also für das Herrschaftsprinzip „divide et impera“.

@doctorwho: Ich glaube, @Württi hat Recht. Die Grontmij-Formulierungen „The project … comprises“ und „Total costs“ machen eindeutig, dass mit den „€ 6 billion“ die Gesamtkosten für Tiefbahnhof und Neubaustrecke gemeint sind. Das ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass die 4,088 Mrd. für den Tiefbahnhof S21 einen bewusst zu niedrig kalkulierten politischen Preis darstellten und der Begriff „Kostenlüge“ den Sachverhalt gut trifft.

doctorwho, 16.01.2014 13:39
@ "Württi, 16.01.2014 09:17"

ihre annahme könnte richtig sein . aber andererseits wird s21 dort wie folgt beschrieben : "The Stuttgart21 project comprises the replacement of the main station , along with tunneling under the entire city ."

da ist von der neubaustrecke wohl kaum die rede . es sei denn man ginge davon aus , dass stuttgart jetzt schon bis ulm reicht .......

der spassige einwand von herrn"lenz" , man solle die infos dieser firma nicht so genau nehmen , den sie hier sinngemäss aufgreifen dürfte ja um so spannender sein , wenn man bedenkt , dass diese firma essentielle teile der planung und ausführung koordiniert . und das sollte man ja dann wohl auch nicht so nehmen ? meine herren , sie bringen mich wieder einmal zum lachen ........... ich bedanke mich dafür .

Statistiker, 16.01.2014 12:32
Die Infos von Wolfgang Lenz sollte man nicht so genau nehmen. Es war von 6 Milliarden € die Rede, denn "... more than € 6 billion" bedeutet "mehr als 6 Milliarden Euro". Im Englischen ist die Bezeichnung für "Milliarde" eben "billion". Das ist schon ein kleiner Unterschied.

btw, Herr Lenz: Sie kennen den Begriff "Astroturfing"????

Horst Ruch, 16.01.2014 09:33
....man muß nach den Erfahrungen der letzten Jahre feststellen, dass auch in grünen Kreisen die Verfilzung umsichgreift. Wird man doch nach Ende einer Wahlperiode mit offenen Armen und gesicherten Tantiemen bei den Globalplayern empfangen. Nicht nur Racavi&Co in der CDU treiben dieses Spiel. Denn wie sonst ist es erklärbar, dass S 21 trotz negativster fachlicher Beurteilungen "vertraglich" unkündbar sei ?

Württi, 16.01.2014 09:17
Es ist wohl naheliegender, dass das Unternehmen S21 und die Neubaustrecke nach Ulm nicht sauber abgerenzt hat, als dass es aus damals noch nicht existenten internen Unterlagen der DB zitiert oder eigene Kostenschätzungen vorgenommen hat. Im März 2010 lagen die Kosten für S21 bei 4,088 Mrd. und für die NBS bei 2,025 Mrd., was in der Summe 6,113 Mrd. oder eben "more than 6 billion" ergibt. Aber für die Verschwörungstheorie klingt es anders natürlich besser!

Wolfgang Lenz, 16.01.2014 08:41
Die Infos dieser Firma sollte man nicht so genau nehmen. Außerdem war nicht von 6 Milliarden € die Rede, sondern von "... more than € 6 billion". Das ist schon ein kleiner Unterschied.

Stefan, 15.01.2014 17:39
markus: dein wort in, ähm, gottes (segen) ohr :)

Markus, 15.01.2014 17:07
@Anne @Stefan da kann ich euch beruhigen. Habs gerade auch inkl. Interview in den Nachrichten von der neuen 107.7 gehört. Dann stehts morgen sicher auch in den Lokalzeitungen :)

Stefan, 15.01.2014 12:47
@Anne. Wohl war. Und die Befürworter schreien wieder: "Alles normal und in bester Ordnung."

Uwe Hennings, 15.01.2014 11:53
Ravazi aus dem Fils(z)tal.
(man gar nicht so viel essen, wie man bei S21kotzen könnte) Sorry!

Anne, 15.01.2014 10:58
Was mich wirklich traurig macht ist, dass auch nach dieser "Enthüllung" wieder NICHTS passieren wird. Vermutlich wird niemand außer Kontext berichten, in ein paar Tagen weiß keiner mehr was davon und alles geht weiter seinen Gang. Der Mensch braucht Tragödien, Dramen, Katastrophen und auch aus diesen lernt er nur bedingt. :(

Antifaschist, 15.01.2014 10:42
Diese Razavi gehört dem rechten Rand der CDU an und bezeichnet dementsprechend Antifaschisten gern auch mal als Demokratiefeinde und spricht bei Versuchen Aufmärsche von Faschisten zu blockieren von "antifaschistischen Schlägerbanden".

siehe auch http://www.swp.de/goeppingen/lokales/goeppingen/Razavi-benutzt-Vokabular-wie-bei-den-Nazis;art5583,1710143

Stefan, 15.01.2014 09:02
die dame war mir schon längst unsympathisch und das bestätigt einfach mal wieder nur eins: cdu plus wirtschaft gleich filz.

Liane, 15.01.2014 02:24
Tja da unser Abgeordneten im Land alle Heilige sind, können sie auch dort objektiv und neutral sein. wo OttoNormal-Verbraucher sofort entlassen werden würde.
Ironie aus!

Kommentar hinzufügen




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.


* Pflichtfeld!

Letzte Kommentare:

Ausgabe 303 / Anti-Christen / Rolf Steiner, 18.01.2017 10:55
"Grün aus Verantwortung" – nein „Grün aus Verantwortungslosigkeit!“ Kretschmanns dürre Worte zeugen davon. Und wir wissen jetzt, dass er sich von der CDU über den Tisch ziehen lässt, doch unfähig bleibt, dies zuzugeben. Wer...

Ausgabe 303 / Dann klopft mal schön / Jürgen Falkenstein, 18.01.2017 10:09
https://correctiv.org/correctiv/aufsichtsrat-ethikrat/ https://correctiv.org/correctiv/foerderer/ https://correctiv.org/correctiv/finanzen/ Damit ist ja wohl sichergestellt, daß da nix passieren wird, was unsere Eliten verärgern...

Ausgabe 303 / "Der Kalte Krieg ist zurück" / RB001, 18.01.2017 10:09
Heinz Greiner - Für wahr, nomen est omen.

Ausgabe 303 / Dann klopft mal schön / Marie, 18.01.2017 10:08
@Schwabe Dazu: https://correctiv.org/correctiv/finanzen/ Eine tolle Wertsteigerung von Schraven und Humborg, oder? Offenlegung der Bruttogehälter der Geschäftsführung und Chefredaktion 2015 David Schraven: 111.038 Euro Dr....

Ausgabe 303 / Kein Platz für Heuschrecken / Karl Heinz Siber, 18.01.2017 09:44
Tja, Stuttgart scheint wohl ein Peter Glotz'scher Großtanker zu sein, der seinen trägen Kurs weiterfährt, egal welcher Kapitän am Ruder steht. Man hatte ja irgendwie gehofft, dass mit OB Kuhn ein Ruck durch Stuttgart gehen würde. So...

Ausgabe 303 / Dann klopft mal schön / Schwabe, 18.01.2017 09:24
Ausgerechnet „Correctiv“ soll Facebook von Falschmeldungen befreien? Da wird doch der Bock zum Gärtner gemacht! Die Debatte um „Fake-News“, also Falschmeldungen, auf Facebook nimmt kein Ende. Nun soll ausgerechnet das...

Ausgabe 303 / Kein Bock auf Partei / Dr. Diethelm Gscheidle, 18.01.2017 08:15
Sehr geehrte Damen und Herren, bitte beachten Sie, dass Studiengebühren sehr redlich sind! Sie setzen einen Anreiz für die größtenteils faulen Studenten, endlich ihr Studium durchzuziehen. Außerdem haben ausgebildete Akademiker ein...

Ausgabe 303 / "Der Kalte Krieg ist zurück" / Heinz Greiner, 18.01.2017 08:03
Herr Alt bleibt seiner Linie treu . Gegen die , deren Politik er im SWF und der ARD schon stützte kein Wort . Wie bei seiner Sonnenseite , schön allgemein bleiben und auf der richtigen Seite . In Alter wird mancher aus der...

Ausgabe 302 / Hilfe für Snowdens Helfer / Florian S. Müller, 17.01.2017 21:14
Den Vortrag von Sönke Iwersen beim 33C3 ist unter diesem Link anzuschauen und runterzuladen: https://media.ccc.de/v/33c3-8416-the_untold_story_of_edward_snowden_s_escape_from_hong_kong#video&t=830 Am Anfang gab es technische...

Ausgabe 302 / Eliten mit Sehschwäche / Renate Knapper, 16.01.2017 12:10
Hallo Kontext-Redaktion, Ich finde es super, dass ihr das Thema reich/arm zum Schwerpunkt machen wollt. Und dass ihr gleich in BaWü anfangt und v.a. auch Namen nennt. Bitte weiter so!! Hoch spannend ist in meinen Augen auch die Aussage...

Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.