Stiftung Zwecklos

Von Jürgen Lessat

Nachdem Geothermie-Bohrungen Hauswände in Staufen (Breisgau) schwer beschädigten, wollte Bürgermeister Michael Benitz mit einer gemeinnützigen Stiftung helfen. Doch am Spendensammeln verdienten bislang nur Dritte. Kein einziger Euro floss in die Sanierung beschädigter Gebäude.

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Jubiläum aus dem Nichts

Von Gastautor Bernd Serger

Es geschah am 21. Juli 2018: Die „Badische Zeitung“ (BZ) druckt einen langen Beitrag über das Freiburger Bettenhaus Striebel, das im Jahr zuvor 80jähriges Bestehen gefeiert hat. Der Autor legt offen, was die Firmenhistorie verschweigt: die NS-Vergangenheit. Hätte er den Text vorher gekannt, sagt BZ-Chefredakteur Thomas Fricker, wäre er nicht erschienen. Sperren konnte er ihn nur noch im Netz. Kontext macht ihn wieder lesbar.

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"Haben wir uns kleinkriegen lassen, Luigi?"

Von Minh Schredle

Um gegen das Vergessen anzukämpfen, porträtiert der Fotograf Luigi Toscano seit fünf Jahren Überlebende des Holocausts. In Österreich haben Unbekannte die großformatigen Bilder mit Hakenkreuzen beschmiert und zerschnitten. Zuerst ist Toscano am Boden zerstört. Tief bewegt vom Zusammenhalt der Zivilgesellschaft zieht der Fotograf dennoch das Fazit: "Danke, Wien!"

Die Retter zur See

Von Anna Hunger

Die Lebensretter der Mission Lifeline rufen zur Schiffs-Demo auf, vom 16. bis zum 21. Juni, auf dem Mittelmeer. Auch in Deutschland stehen immer mehr Menschen auf für die Rettung von schiffbrüchigen Geflüchteten und für "Sichere Häfen".

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Alte Köpfe und neue Töpfe

Von Oliver Stenzel

In der Baugrube des Tiefbahnhofs treffen sich vier ältere Herren, die noch einmal daran erinnern wollen, wie großartig ihre Idee war, Stuttgart 21 auszurufen. Wie teuer sie kommt, merken derweil die Projektpartner an immer mehr ausgelagerten Extratöpfen.

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Froue für Froue

Von Johanna Henkel-Waidhofer

Was würde passieren in der eigenen Familie, im Beruf, an der Uni, im Verein, wenn alle Frauen keine Hand rührten? Es gäbe Stillstand allerorten, sagen die Organisatorinnen des Schweizer Frauenstreiks. Sie wollen unsichtbar geleistete Arbeit sichtbar machen. Wenigstens 24 Stunden lang.

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Der Schrecken hinter dem Schönen

Von Rupert Koppold

Die Habsburger Doppelmonarchie kurz vor dem Ersten Weltkrieg: In seinem Film „Sunset“ entwickelt László Nemes ein morbides Epochenporträt, in dem eine junge Frau ihrer Familiengeschichte nachspürt.

Sanierungsbremse

Von Johanna Henkel-Waidhofer

Endlich wird an einem besonders fragwürdigen politischen Großprojekt gerüttelt: der Schuldenbremse. 14 Jahre nach den einschlägigen Beschlüssen problematisieren zwei Grünen-Bundestagsabgeordnete das Schuldenverbot als "Irrweg". Kredite aufzunehmen, soll wieder möglich werden.

Von Peter Grohmann
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Utopie aus dem Kühlschrank

Von Moritz Osswald Fotos: Jens Volle

Stuttgart als progressiver Pionier: Das bundesweit erste Foodsharing-Café hat am Hölderlinplatz eröffnet. Essen ist dort gratis, Getränke zahlt man nach eigenem Gutdünken. Nach jahrelangem Hickhack startet damit ein Projekt, das zeigt, dass man mit Nahrung auch anders umgehen kann.

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