Verwahrlost

Von Johanna Henkel-Waidhofer

Seit dem Einzug der AfD sei der Ton in den Parlamenten rauer geworden: So lautet eine landauf, landab oft wiederholte Diagnose. Sie ist falsch, weil sie das Übel verharmlost: Der Ton ist notorisch unanständig und torpediert Debatten, die ernsthaft um Lösungen bemüht sind. Die Suche nach Gegenstrategien ist noch nicht erfolgreich.

Schwert überm DemoZ

Von Jürgen Lessat

Beflügelt durch das Attac-Urteil, hat das Finanzamt dem Demokratischen Zentrum in Ludwigsburg die Gemeinnützigkeit aberkannt. Der Behörde ist der Verein offenbar zu links. Droht zivilgesellschaftlichem Engagement nun das Aus?

"Die Oper gehört allen"

Von Johanna Henkel-Waidhofer (Interview)

Hannes Rockenbauch sorgt gerne für Aufregung. Wenn er nachfragt, sich nicht abspeisen lässt, die Gegenargumente seziert. So hat ihn das Fernsehpublikum bei der S-21-Schlichtung kennengelernt, so kennt ihn der Gemeinderat. Jetzt will er keine Ruhe geben beim aktuellen Mega-Thema Opernsanierung.

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Jung und nicht naiv

Von Josef-Otto Freudenreich (Interview)

Während die Zeitungsverleger kuriose Kampagnen erfinden, um ihre Geschäfte zu retten, zeigt Tilo Jung, wie Journalismus auch gehen kann. Und rät den Alten der Branche, doch mal in den Spiegel zu schauen.

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"Es braucht Blueprints für neue Lebensstile"

Von Dietrich Heißenbüttel (Interview)

Wer Flugreisen oder Kreuzfahrten bucht, kann das durch Gärtnern, Reparieren, Teilen oder solidarisch Wirtschaften kompensieren. Klingt gut. Ist aber eine Lebenslüge, sagt der Wirtschaftswissenschaftler Niko Paech, der den Begriff Postwachstumsökonomie geprägt hat, und plädiert für radikale Maßnahmen.

Filstal im Krisenmodus

Von Gesa von Leesen

Die Autoindustrie muss sich umorientieren, Auftragsbücher sind nicht mehr prall gefüllt, und das erste, was Managern einfällt: Leute rauswerfen. Beobachten lässt sich das entlang der B10 im Filstal. Rund 2000 Industriearbeitsplätze stehen im Landkreis Göppingen auf der Kippe.

Neues aus der Gartenstraße

Von Eva Hoffmann

Seit mehr als vier Monaten halten AktivistInnen in Tübingen die "Gartensia" besetzt. Der Samstagsbrunch ist inzwischen ein fester Termin im alternativen Tübingen-Kalender. Doch das Zusammenleben klappt nur, wenn Wasser und Strom nicht abgedreht werden.

Schimpf und Ehre über Gumbel

Von Dietrich Heißenbüttel

Rechte Gewalt in Deutschland begann nicht erst 1933. Politischer Mord stand seit Beginn der Weimarer Republik auf der Tagesordnung. Gumbel hieß einer, der sich nicht einschüchtern ließ. Der SWR bringt jetzt eine Doku über ihn.

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Häuserkampf reloaded

Von Jonas Riedel (Text und Video)

Da singen, tanzen und demonstrieren sie, die Freiburger Punks, Hippies und Freigeister, in schwarz-weiß, etwas krisselig auf dem alten Super-8-Material. Es sind die Siebziger- und Achtzigerjahre in Freiburg, die Zeit des "Häuserkampfs" um Freiräume für alternatives Leben. Jonas Riedel, 19 Jahre alt, hat diesen Teil der Geschichte in eine Doku verpackt und mit seinem Film "Kultur von unten" einen zweiten Preis im "Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten" gewonnen. Hut ab!

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