KONTEXT Extra:
S-21-Ausstieg ernsthaft erwogen

Jetzt ist es amtlich: Aus den entschwärzten Teilen eines für Angela Merkel erstellten Vermerks vom 5. Februar 2013 geht hervor, dass die Staatssekretäre der beteiligten Bundesministerien vor drei Jahren die Frage eines Ausstiegs aus Stuttgart 21 ernsthaft prüfen lassen wollten, bevor über die Kostensteigerungen entschieden werden sollte. Der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium Michael Odenwald (CDU) hatte "eine umfassende Unterlage" erstellen lassen, wonach, wie es in dem vierseitigen Schreiben an die Kanzlerin heißt, "offenbar die Antwortentwürfe der DB AG auf die Fragen des AR kritisch kommentiert, weitere Fragen zur Kostenentwicklung und Risiken sowie nach Projektabbruch und Alternativen formuliert" wurden.

Unter anderem gibt der Vermerk die Auffassung des Bahnvorstands wieder, nach der die seinerzeit eingeräumten Kostensteigerungen nicht allein zu Lasten des Bundes gehen und andere Vorhaben der Bahn nicht tangieren würden. Das Bundesverkehrsministerium hatte dieser Ansicht zuvor widersprochen. Abschließend heißt es: "Um ein Scheitern des Projekts auf der Zeitschiene zu verhindern, muss der Aufsichtsrat nach Erörterung und Bewertung der von der DB beantworteten Fragen zügig eine Entscheidung (...)" fällen. Und das Verkehrsministerium wird gedrängt, "zügig zu einer abschließenden Bewertung der Faktenlage zu kommen und diese mit den anderen Ressorts abzustimmen".

Für Eisenhart von Loeper, der die Entschwärzung am Donnerstag in Berlin in einem Vergleich vor dem Verwaltungsgericht erreicht hat, ist damit der "Verdacht der rechtswidrigen Einflussnahme auf die Weiterbauentscheidung erhärtet". Die weiteren nun einsehbaren Passagen des bisher Dokuments zeigten, so das Aktionsbündnis in seiner Pressemitteilung, "dass es in der Sache massive, wenn auch diplomatisch formulierte Forderungen gab, Verkehrs-Staatssekretär Odenwald solle seine begründete Forderung der ernsthaften Prüfung des Ausstiegs aus dem Projekt aufgeben". Von Loeper weiter: "Obwohl es den Staatssekretären darum ging, bei Stuttgart 21 'vor dem Hintergrund der Entwicklung beim BER eine möglichst belastbare Finanzierung gewährleisten und Risiken soweit wie möglich ausschließen' zu können, sollte sich das Verkehrsministerium die Meinung des Bahnvorstands zu eigen machen. Dieser votierte dann trotz der enormen Kostensteigerung für Weiterbau."


Stuttgart 21: Steter Tropfen

Das Kanzleramt entschwärzt weitere Teile eines brisanten Stuttgart-21-Vermerks. Wie Eisenhart von Loeper am Donnerstag nach dem Erörterungstermin zur Aktenvorlage vor dem Berliner Verwaltungsgericht mitteilte, werden damit rund 80 Prozent jenes Papiers mit Datum 5. Februar 2013 öffentlich, in dem es um das Okay des DB-Aufsichtsrats für das Milliardenprojekt trotz der Kostensteigerungen und vor allem der Tatsache geht, dass nicht geklärt war und ist, wer die Mehrkosten trägt. Von Loeper hofft jetzt nachvollziehen zu können, wie und was in den entscheidenden Wochen 2013 intern diskutiert wurde. Im Raum steht seit dem umstrittenen Votum der Vorwurf, dass das Kanzleramt Einfluss auf die Aufsichtsräte genommen hat. Schon im Sommer 2014 hatte von Loeper die Herausgabe wichtiger Dokumente durchsetzen können, die seither auf der Internetseite www.strafvereitelung.de eingesehen werden können. Die neuen Passagen sollen dem Aktionsbündnis noch diese Woche zugestellt werden.


VfB gewinnt die Süperlig

Der VfB ist nun doch noch Meister geworden! Nach dem Abstieg aus der 1. Bundesliga am Samstag hat er schon am Tag darauf die türkische Süperlig gewonnen. Wenigstens ein bisschen. Sagen wir mal, unter Einberechnung des Schön-war-die-Zeit-Vergangenheitsbonus', zu zwei Elfteln. Die beiden Besiktas-Istanbul-Spieler Mario Gomez und Andreas Beck haben nämlich ihre VfB-Meisterschaftserfahrung aus dem Jahr 2007 in den türkischen Club eingebracht. Nach dem 3:1-Sieg gegen Osmanlispor kann Besiktas am letzten Spieltag nicht mehr eingeholt werden. Gefeiert wurde das auch auf dem Stuttgarter Schlossplatz, schließlich hat der Verein viele Fans. Die sind übrigens Weltrekordhalter: in einem Spiel gegen Tottenham im Jahr 2006 (nach anderen Angaben 2007 gegen Liverpool) haben sie sich mit 132 Dezibel den Höchstwert für Fußballstadien zusammengejubelt. Die Besiktas-Fangruppe Carsi (offiziell aufgelöst, aber weiter virulent und freundschaftlich mit Sankt Pauli verbunden) umrundet das A im Namen zum Zeichen für Anarchie, versteht sich auch als soziale Bewegung und war etwa bei den Taksim-Platz-Protesten gegen Erdogan aktiv. Was jetzt eventuell weniger an den VfB und seine Fans erinnert. Aaaaaber: Trainiert wurde Besiktas auch einige Jahre von Christoph Daum, der den VfB 1992 zum Meister machte. Und drei Jahre später hat Daum mit Besiktas die Süperlig gewonnen! Wenn man also auch noch den Daum-Faktor einrechnet, dann ist der VfB an diesem Sonntag sogar mit mehr als Zwei-Elfteln türkischer Meister geworden. (17.5.2016)


Stuttgarter Friedenspreis 2016 an Jürgen Grässlin

Die Verleihung des diesjährigen Anstifter-Preises an Jürgen Grässlin ist ein Signal. Denn dem Rüstungsgegner droht eine Haftstrafe. Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft hat wenige Monate nach seinem Enthüllungsbuch "Netzwerk des Todes" über die Verflechtungen von Rüstungsindustrie und Behörden Vorermittlungen eingeleitet: Gegen ihn und seine Mitautoren Daniel Harrich und Danuta Harrich-Zandberg - wegen des Verdachts verbotener Mitteilungen über Gerichtsverhandlungen gemäß § 353d Strafgesetzbuch.

Dabei hatte Mitautor und Regisseur Daniel Harrich der Staatsanwaltschaft zahlreiche Dokumente zur Verfügung gestellt, auf deren Basis die staatsanwaltschaftliche Klageschrift gegen Heckler & Koch verfasst werden konnte. Vor rund einem Monat hat Daniel Harrich noch den Grimme-Preis dafür entgegengenommen. Nicht nur im Fall Böhmermann - auch sonst sehen sich deutsche Medienmacher und kritische Autoren immer wieder mit Strafermittlungen konfrontiert. Jetzt erst recht - Kontext gratuliert zum Friedenspreis.

In diesem Jahr wird er zum 14. Mal verliehen, 25 Vorschläge gingen bei den Anstiftern ein. Der erste Preis ist mit 5000 Euro dotiert. Auf weiteren Plätzen folgen der Zeitzeuge Theodor Bergmann, Seawatch (Geflüchtete in Seenot), Ärzte ohne Grenzen und die kurdische Menschenrechtsaktivistin Leyla Zana. (16.Mai 2016)


Bündnis gegen rechts

Winfried Kretschmann engagiert sich im österreichischen Präsidentschaftswahlkampf: Er ist einem breit verankerten Komitee gegen rechts und zur Unterstützung von Alexander van der Bellen beigetreten. Der frühere Bundesvorsitzende der österreichischen Grünen, der als parteiunabhängiger Kandidat antritt, kam bei der Volkswahl Mitte April im ersten Wahlgang auf 21,3 Prozent der Stimmen. Norbert Hofer, der Kandidat der rechtspopulistischen "Freiheitlichen Partei Österreichs" (FPÖ), liegt mit 35 Prozent weit vorn. Zusammengefunden haben sich vor dem entscheidenden zweiten Wahlgang am 22. Mai viele Promis aus dem deutschsprachigen Raum, die sich für van der Bellen stark machen. Darunter Oscar-Preisträger Christoph Waltz, Everest-Bezwinger Reinhold Messner oder Liedermacher Konstantin Wecker und hunderte Schauspieler, Künstler, Journalisten, Politiker, Unternehmer, Wissenschaftler oder Diplomaten aus dem linken, aber auch aus dem bürgerlichen Lager. Nach Pfingsten, am Dienstagabend,  wird Kretschmann nach Wien reisen, um im Wahlkampf des Universitätsprofessors aufzutreten. Er habe van der Bellen "als engagierten, fairen und vertrauenswürdigen Menschen kennen und schätzen gelernt, der für Demokratie, Menschenrechte, ökologische Nachhaltigkeit, gegenseitigen Respekt und Chancengleichheit" eintrete. Unter weiter: "Gerade in diesen bewegten Zeiten ist eine besonnene, weltoffene und weitsichtige Person in einem solchen Amt besonders wichtig." Hofer ist programmatisch einer der führenden Köpfe der FPÖ und damit der europäischen Rechten. Seine schlagende Verbindung Marko Germania hält wenig vom selbständigen Staat Österreich, sondern bekennt sich zu einem "deutschen Vaterland", "unabhängig von bestehenden staatlichen Grenzen". Er wäre in Mitteleuropa der erste Rechtspopulist im höchsten Amt eines Staates. (15.5.2016)


KONTEXT
per E-Mail:
Immer informiert:

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Datenschutz-Hinweis

Foto: 7aktuell.de/Oskar Eyb

Foto: 7aktuell.de/Oskar Eyb

Ausgabe 130
Politik

Ungeklärter Todesfall

Von Thomas Moser
Datum: 25.09.2013
Hat der Tod eines jungen Mannes am 16. September 2013 auf dem Stuttgarter Wasen etwas mit der rechtsradikalen Zwickauer Terrorgruppe NSU zu tun? Die Behörden sagen: Nein. Florian H. war in seinem brennenden Fahrzeug umgekommen.

Bisher bietet sich folgendes Bild: Am Montagmorgen, den 16. September 2013, verbrannte in einem Peugeot, der am Rande des Cannstatter Wasens stand, ein 21-Jähriger. Der Tote hieß Florian H., stammte aus einer Gemeinde im Kreis Heilbronn und war Lehrling in einer Baufirma in der Nähe von Stuttgart gewesen. Am Nachmittag desselben Tages um 17 Uhr wollte die "Ermittlungsgruppe Umfeld" des Landeskriminalamts (LKA) ein Gespräch mit ihm führen. Die EG Umfeld war Anfang des Jahres von Innenminister Reinhold Gall (SPD) eingesetzt worden, um den bislang ungeklärten Polizistinnenmord in Heilbronn aufklären zu helfen. Am 25. April 2007 war dort die Polizistin Michèle Kiesewetter mit einem gezielten Kopfschuss getötet und ein weiterer Polizeibeamter lebensgefährlich verletzt worden. Der Mordfall wird mit der rechtsterroristischen Gruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) in Verbindung gebracht. Die Ermittler wollten, wie ein Sprecher des LKA erklärt, mit Florian H. darüber reden, ob er Informationen über die rechtsextreme Szene geben kann. Er soll sich in rechten Kreisen bewegt haben. Das LKA habe auf ein Treffen gedrängt, irgendwo "im Großraum Stuttgart". Genauer will der LKA-Sprecher es nicht sagen. Die Frage, ob Florian H. eine Verbindungsperson des LKA in die rechte Szene war, verneint er. Sollte er als Informant gewonnen werden? Die Antwort nun verblüfft: "Das kann man nicht sagen. Es ist nicht dazu gekommen. Er ist ja tot."

Nach Kontext-Informationen soll Florian H. bereits im Januar 2012 vom baden-württembergischen LKA im Auftrag der Bundesanwaltschaft (BAW) zum NSU-Komplex als Zeuge vernommen worden sein. Im November 2011 war die NSU-Terrorgruppe durch den Tod der beiden Neonazis Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos aufgeflogen, und die Karlsruher Bundesanwaltschaft übernahm die Ermittlungen. Die Angaben des Zeugen Florian H. hätten sich aber als "vage, teilweise widersprüchlich und nicht tragfähig" erwiesen, erklärt ein Sprecher der Anklagebehörde. Deshalb sei der Mann nicht als Zeuge im Münchner NSU-Prozess gegen Beate Zschäpe und die vier anderen Angeklagten aus dem NSU-Umfeld benannt worden. Die Frage, worauf sich die Angaben des Zeugen bezogen, beantwortet der BAW-Sprecher so: "Auf Baden-Württemberg, was sonst?"

Zusammenhänge "ziemlich ausgeschlossen"

Die Sache bleibt widersprüchlich: Im Januar 2012 soll der Zeuge nur vage Angaben gemacht haben, doch im September 2013 ist er dem LKA ein Informationsgespräch wert?

Die Todesursache ist laut Stuttgarter Polizei Suizid. In ihrer Pressemitteilung schränkt sie allerdings ein, der junge Mann habe das Fahrzeug "vermutlich selber in Brand gesteckt". Ähnlich unbestimmt äußert sich die Polizei zum möglichen Motiv: Es "dürfte im Bereich einer persönlichen Beziehung" liegen, heißt es. Die Frage, ob es einen Zusammenhang mit der anstehenden Befragung durch das LKA gibt, bezeichnet der Sprecher als "ziemlich ausgeschlossen". Auf Kontext-Nachfrage, ob Florian H. auch Kontakt zum Verfassungsschutz hatte, antwortet das Innenministerium, dass der Name F. H. in Unterlagen des Landesamts im Zusammenhang mit zwei Meldungen der Polizei auftauche. Im Mai und Juli 2011 sei er von der Polizei kontrolliert worden. Einmal sei er wegen "Mitführens eines unerlaubten Gegenstands" überprüft worden. Eigene Erkenntnisse habe das Landesamt nicht.

Das Auto, in dem der junge Mann verbrannte, stand auf dem Cannstatter Wasen auf der Zufahrt zum dortigen Campingplatz – einem Ort, an dem sich die der Zwickauer Terrorzelle zugerechneten Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos aufgehalten hatten. "Das alles klingt doch sehr merkwürdig", sagt Silke Ortwein, die Heilbronner DGB-Kreisvorsitzende. Sie ergänzt: "Es ist an der Zeit, dass auch Baden-Württemberg als Bundesland, in dem der Polizistinnenmord geschehen ist, endlich einen 'NSU-Untersuchungsausschuss' einrichtet."


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!

Kommentare

Tyr, 21.11.2013 20:07
Genau,Fragen über Fragen:Wie gehts eigentlich mit der Berichterstattung über den NSU....weiter?Man hat schon länger nichts mehr davon gehört.

Alexander Gronbach, 28.10.2013 20:56
Fragen über Fragen……

1. Weshalb interessiert sich Andre Kapke so sehr, ob und welche Spuren es bei dem “Selbstmord” von Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt gibt? (TÜK Kapke) Der treue Kamerad machte sich ja solche Sorgen……

2. Es scheinen umfangreiche Spurenverfolgungen zu laufen, was Zigarettenreste angeht. (Ist Kapke eigentlich Raucher betr. Speichelauswertungen). Frage in die Runde, raucht Kapke und wenn ja, welche Marke? Bis zur letzten Zigarette äh sorry – Patrone.

3. Es existieren ja diverse Untersuchungen zum Tatablauf. Man sollte die Ermittlungsbehörden nicht immer kritisieren. Vorallen Dingen das BKA scheint hervorragende Arbeit im Bezug auf das Wohnmobil gemacht zu haben. Aber das wissen ja alle investigativen und staatlich subventionierten Verschwörer schon…. hängt ja in jeder Behördenkantine am schwarzen Brett.

Da ich Laie bin, wenn Mundlos zunächst Böhnhardt erschoss, dann Feuer legte, in Folge sich erschoss, wäre dann Mundlos als Tatverdächtiger tot? Na gut, wenn sich Mundlos erst erschoss, dann das Feuer legte (es gibt ja auch Cem-Trails und Reichsflugscheiben…) – ja, so müsste es theoretisch gewesen sein. Weil nämlich der ermittelte Todeszeitpunkt speziell von Mundlos schon seltsam ist…..

Darf ich? Danke, ich bin doch Laie! Es könnte aber auch so gewesen sein, Böhnhardt erschoss Mundlos, dann erschoss er sich selbst, ungefähr 20 – 25 Minuten später legte er dann das Feuer. Leyendecker war doch anwesend, d.h. er müsste uns ja erklären können, ob er sich sicher ist, dass Mundlos erst Böhnhardt erschoss, dann sich selbst und in Folge Feuer legte?

Wobei? Was für eine Sehstärke bei Brille hat unser guter Hans Leyendecker eigentlich, waren ja Beide ganz schlimm aussehende Glatzen…. vielleicht hat er die ja verwechselt und Böhnhardt erschoss Mundlos, stop, habe fast vergessen, aus einem nicht existierenden Rückfenster imaginär auf eine Hauswand wo man drei Tage lang nach Einschussloch suchte…. erschoss sich selbst und legte dann nachdem Er bei Thor und Konsorten zu lange an Pforte stand per Feuerblitz den Brand.

Wie schiesst man sich eigentlich mit einer 117 cm langen Unterlaufrepetierflinte in Brust? Wie lange Arme hatten die Jungs eigentlich. Müsste man mal diese rechtsterroristische Sexbombe fragen, die müsste das ja wissen. Und dann flog Mundlos “über” Böhnhardt weil ja die Flinte so seltsam dalag….

Dass man relativ schnell die beiden Waffen aus Heilbronn ermittelt hat, lag am behördlichen Prägestempel. Das geht schon in Ordnung. Nur, wenn Mundlos und Böhnhardt diese Waffen seit 2007 aufbewahrt hatten, wieviele dazugehörige 9 mm. Patronen hat man eigentlich im Versteck Friedensstrasse in Zwickau aufgefunden? Keine? Das ist nun wieder so eine blauäugige Laienfrage. Ähm, wieviele dazu gehörige Patronen hat man im Wohnmobil aufgefunden? Nicht, dass die noch in Hosentasche eines Tatverdächtigen sind?

Das mit den vergessenen Patronen liegt ersichtlich daran, dass das unsichtbare Stay-Behind-Gladio-Killerkommando auch schon in die Jahre gekommen ist.

4. Seit 2 Wochen suche ich den Begriff “Tatverdächtiger” bei Selbstmord? Kommt irgendwie in keinem Fall eines Selbstmordes vor. Weil man ja bei Selbstmord (siehe Florian Heilig) davon ausgeht, dass keine Fremdeinwirkung, dh. dritte Personen beteiligt sind und somit auch das Unwort “Tatverdächtiger” ausgeschlossen werden kann. Gab es nicht auch “Beziehungsprobleme” bei Mundlos und Böhnhardt mit dieser Dreierbeziehung? Wenn das der Führer gewusst hätte, dass seine Speerspitze für das Vierte Reich in Rassenschande leben – oioioi…!!!

Bei solchen sündigen prähistorischen Germanen könnte es selbstverständlich auch so gewesen sein, der Feuergott Lodur (für die braune Oi-oioi Fraktion – auch Loki der Geile genannt) war entzürnt und wollte die Sündigen in Hölle schmoren lassen. (Wer rechnet bei diesen ur-germanischen Gottheiten schon mit der freiwilligen Feuerwehr Eisenach…)

Diesen Generalbundesanwalt Dr? Herbert Diemer braucht man garnicht zu fragen, der fährt ja auch mit seinem Diesel-Daimler an Elektrotankstelle und wundert sich, dass der Anschlussstecker nicht an seinen Tankstutzen passt, obwohl er doch seit Kretschmann in Nachbarstadt sitzt so grün um Nase ist…..

Bleibt mir nur noch die Undercover – Dönerbude in Nürnberg oder unseren persischen Hellseher aus SOKO Hamburg…… da wird einem bestimmt geholfen!

Heike Heilig, 06.10.2013 14:29
Legislative, Judikative, Exekutive, ausführende Gewaltteilung des Staates, dies habe ich mehrmals in der Schule und in all meinen Weiterbildungen gelernt. Inzwischen haben diese Formen einen sehr negativen Beigeschmack. Florian war ein sehr lebenslustiger und kritischer Mensch. Er hatte so viele Träume Wünsche und Ziele. wer ihn gekannt hat, geht nicht von einem Suizid aus. ,

tillupp, 28.09.2013 13:34
Es ist schon komisch, dass die Rechtsextremen sich immer so gerne selbst verbrennen. Ich würde das niemandem empfehlen, weil es eben weh tut. Vor die S-Bahl laufen, sich erhängen, oder Autoabgase einatmen; O.K. - das könnte ich glauben, aber verbrennen? Wieviele (21-jährige) Selbstmörder haben das in den letzten 60 Jahren gemacht? Ich wüsste auch gar nicht, wie ich die schwer entzündlichen Materialien in einem Auto anzünden müsste, damit es richtig brennt. Ich halte es für viel wahrscheinlicher dass es Mord war. Mit K.O. Tropfen betäubt, mit den Flammen die Spuren verwischt. Vielleicht kann der Rechtsmediziner aus fehlendem Fluchtverhalten ja was ablesen, aber erfahren wird man da wahrscheinlich nichts.

Alexander G., 27.09.2013 00:35
Um "Krokus" muss man sich keine Sorgen machen ..... eher um Figuren, die so verrückt wären, nach Ireland reisen würden um in irgendeiner Form Kontakt zu bekommen.

Über was sollte "Krokus" noch berichten?

Dass Rainer Oßwald alias Öttinger ihr mitteilte, er wäre am 25 April 2007 in Heilbronn gewesen? Seine Falschaussage vor dem PUA "weder er noch ein Kollege aus dem LfV wären dort an diesem Tag gewesen?

Zu diesem Thema wurde bekannt, dass das LfV im Juni 2012 die Akte geschreddert hat! Eine neue Story wurde im Innenministerium konstruiert, es wäre um einen Islamisten gegangen, es ging jedoch um einen Rechtsextremen, der zudem nicht angeworben werden sollte sondern schon VP war!

Die klare Meldung von "Krokus" an den Früh(zwangs?)rentner Rainer Oßwald, dass die rechtsextreme Nelly Rühle über eine ihr bekannte Krankenschwester im Klinikum Ludwigsburg den schwerverletzten Martin Arnold ausgespäht hat?

Antwort LfV Präsidentin Bube - erfunden? Lüge, Arnold wäre zwei Tage nach Einlieferung Ludwigsburg nach Neresheim verlegt worden. Dann aufgebaute Story, dort habe es eine Lilli gegeben die das irgendwann mal ihrer Friseurin erklärte? "Krokus" kennt keine Lilli, was auch gar nicht möglich ist da diese laut Unterlagen an einem Tag ihren Friseurtermin hatte wo "Krokus" nicht anwesend war. (Typisch Ermittler - siehe Galerie Kaufhof, man baut eine Lüge auf und übersieht Tatsachen, an diesem Tag hatte "Krokus" belegbar einen Kundentermin des zweitgrößten Konzerns für Befestigungstechnik.... )

Fakt ist - was Kontext ermittelte, Arnold wurde erst am 15 Mai 2007 nach Neresheim verlegt. Fakt ist auch dass Arnold aus "Sicherheitsbedenken" innerhalb des Klinikum Ludwigsburg verlegt wurde. (Erwartete man einen Angriff der Wattestäbchenfraktion?) Oder wurde diese Meldung von "Krokus" doch intern ernst genommen?

Fakt ist, eine Barbara Eichelbaum stand schon auf Mundlos seiner Garagenliste von 1998. Diese Dame war nicht nur als Krankenschwester im Klinikum Ludwigsburg sondern wurde auch schon als Zeugin vom BKA vernommen, wo "Uschi" eindeutig eine Falschaussage tätigte was Kontakte zum Trio anging. Und neben diesen scheinbar Nichtigkeiten war ihre Friseurin eine Nelly Rühle aus Wolpertshausen, Ihre Lieblingsgruppe noch heute die rechtsextreme Band "Naked But Armed" wo der Ehemann Stefan Rühle seine rassistischen Songs von sich gibt.

Alle von "Krokus" benannten - seltsamerweise in dieser Brühe aus Rechtsextremen und KKK schwimmenden Figuren - oh Wunder über Wunder - haben verblüffende Ähnlichkeiten mit den Phantombildern?

Frau (Bild 1) = Olga Widerspan
Männer (Bild 2 und 14) = Stefan Rühle
Männer (Bild 3 und 4) = Matthias Brodbeck
Mann (Bild 8) = Alexander Neidlein
Mann (Bild 12) = Marcus Frntic

Vielleicht sollte man über Auswärtiges Amt in Russland nachfragen lassen, ob Putin sich auch in HN aufgehalten hat?

Auf dem Video - Kamera vor Bäckerei Yamas am Hauptbahnhof ist nicht Zschäpe zu erkennen sondern die Frau hat verblüffende Ähnlichkeit mit Nelly Rühle. (Wobei sich nunmehr die Frage stellt, woher kannte Nelly Rühle den Zugführer von Kiesewetters Einheit?)

Der Punkt, dass in Erlenbach auf dem Gartengrundstück der Familie Brodbeck rechtsradikale Treffen stattfanden ist bestätigt.

Der Punkt, dass sich Olga Widerspan nach dem Mord an Michele Kiesewetter nach Canada absetze ist bestätigt und es wurde wohl von BKA weiterermittelt, dass sie dort bei einem Torsten Däubler aufhältig war. Nett, der ehemalige LfV Beamte Däubler baute mit dem BfV Spitzel Corelli die Internetseiten des KKK Schwäbisch Hall auf, informierte jeweils den LfV Spitzel Radler alias Achim Schmid & Corelli wenn mal wieder diverse Staatsschutzbeamte zu neugierig wurden. Der Rest ist hinreichend bekannt!

Über die Tatsache, dass sich Mandy alias Beate Zschäpe im August 2006 bei Sigrun Häfner und Matthias Brodbeck in Ilshofen aufgehalten hat, da gibt's auch Neuigkeiten, auf den Akten zu diesen Punkten (und Hinweisen einer Sigrun H. gegenüber einem auch Rentner KHK Gerhard Quendt aus diesem Zeitraum....) sind mehr rote Stempel als sonst etwas!

Was nebenbei belegt, dass das LfV Akten dahingehend verfälschte, was die Zeit des Einsatzes von "Krokus" angeht. Wie kann sie im August 2006 von Quellenführer Oßwald zu Häfner und Brodbeck gesendet werden, wenn sie erst im Juli 2007 den ersten Kontakt mit ihm hat? (So seine Aussage vor dem PUA!)

Dann träumt mal schön weiter von einem Landesuntersuchungsausschuss, wie sagte dieser grüne MdL Salamon "Momentan kein Bedarf" (der IM Gall hat doch so nett gefälscht, geschreddert und gelogen) und was juckt da schon ein Jungnazi-Grillhähnchen auf Cannstadter Wasen gelle!

Der Gestank tendiert wirklich Richtung Dolch im Abzeichen..... da das 1st BN 10th SFG die Hüter dieser Altlasten sind!

Zeugen verbrennen aber richtig ?, 25.09.2013 08:58
In dem Artikel ist zu lesen :
" Der Tote hieß Florian H., stammte aus einer Gemeinde im Kreis Heilbronn und war Lehrling in einer Baufirma in der Nähe von Stuttgart gewesen. "
In der Hinsicht vielleicht ganz interessant, es gibt Hinweise das André K. und Thomas G. im letzten oder noch in diesem Jahr auf einer Baustelle nahe Stuttgart gearbeitet haben
http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottenburg-waren-nazis-auf-baustelle-des-kopp-verlags.0885de5a-1f31-4ad4-b66a-fc068168c5a3.html
http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.rottenburg-chaosbau-fall-kopp-verlag-stellt-strafanzeige.58acca1d-a276-441f-8276-0ef098d0ad6a.html
Eine VP, Stauffenberg-Erbse, ist laut einem Kontext-Artikel verschwunden, von einer weiteren, VP Heidi, ist entgegen Ankündigungen nichts mehr zu hören, der wollte ins Zeugenschutzprogramm was abgelehnt wurde, und VP Krokus hatte die Idee sich vorsichtshalber nach Irland abzusetzen, was anscheinend soweit funktioniert hatte, immerhin konnte die sich noch eine Weile mitteilen. Nun verbrennt jemand, wie der sich umgebracht haben soll wurde noch nicht bekannt gegeben, aber es war Suizid aus persönlichen Gründen...

Kommentar hinzufügen




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.


* Pflichtfeld!

Letzte Kommentare:

Ausgabe 65 / Arbeit: "Angst essen Seele auf" / SL, 30.05.2016 19:14
Was für ein punktgenauer Text. Meine Hochachtung und gleichzeitig fühle ich Verdruss. Ein einziger Kommentar unter diesem Text, den ich weniger für revolutionär als vielmehr für haarscharf beobachtet halte. Das dann noch in diese...

Ausgabe 269 / Pressefotografen außer Gefecht / Ingstan, 30.05.2016 17:39
wie so oft sind die Kommentare fast aufschlussreicher als der Artikel, den ich als informativ empfand. Vom warmen Sofa aus lässt sich leicht lästern. Wer in und um Stuttgart herum noch glaubt, dass Polizisten bei Demoeinsätzen edel und...

Ausgabe 269 / Ein Tunnel blamiert die Kanzlerin / D. Hartmann, 30.05.2016 15:55
Zum letzten Satz Ihres Artikels eine wichtige Korrektur: Am Brennerbasistunnel wird breits seit über 2 Jahren gebaut. Inzwischen sind neben Erkundungs- , Zufahrts- und Rettungsstollen auch schon fast 5 km Haupttunnelröhren...

Ausgabe 269 / Völker, hört die Signale! / Schwabe, 30.05.2016 11:03
Schließe mich Manfred Fröhlichs Kommentar an - "Gut gewettert" Herr Grohmann. So viel Sachlichkeit läßt so manchen Schaumschläger/Nebelkerzenzünder (jetzt da das Kind AfD geboren ist sollte man wieder seine Zieheltern CDU/CSU, SPD...

Ausgabe 269 / 31 026 Stimmen / Horst Ruch, 29.05.2016 20:36
.....die Frage wird man doch noch stellen dürfen: warum ist "rechts" auf dem Vormarsch in "ganz" Europa. Doch wohl nur, weil die "Sozial" Demokraten ihren Geist an die "freie" Wirtschaft verkauft haben. Da wundert es manchmal schon, daß...

Ausgabe 269 / 31 026 Stimmen / Schwabe, 29.05.2016 12:47
Die Folge daraus, dass m.E. die überwiegende Zahl von Journalisten (egal ob in Österreich, in Deutschland oder anderswo) nicht in der Lage ist bzw. nicht gewillt ist über die innen- und außenpolitischen Auswirkungen etablierter...

Ausgabe 269 / Ein Tunnel blamiert die Kanzlerin / Befix, 29.05.2016 12:34
Es geht hier doch nicht -obwohl man den Eindruck hat- um S21. Schaut Euch das SWR-Video an, wie die Bahn in Deutschland ausgebremst wird (und sich -u.a. dank McKinsey im Konzernprojekt "Zukunft Bahn" und einiger Topmanager, die keinen...

Ausgabe 269 / Pressefotografen außer Gefecht / Robert, 29.05.2016 08:23
Journalist ist, wer einen Presseausweis hat? Den bekommst du gerade zu hinter her geworfen. Ich nehme solche Berichte schon lange nicht mehr ernst. Ich glaube einfach nicht, dass die Polizei einfach aus Übermut oder Langeweile...

Ausgabe 45 / Die Augen rechts / Hartmut Bäumer, 28.05.2016 19:14
Hartmut Fröschle ist seit Jahrzehnten im rechtsradikalen Milieu unterwegs. In den fünfziger Jahren war er - wohl auch führend - im Bund nationaler Studenten in Tübingen aktiv und befasste sich als solcher mit den damaligen auch...

Ausgabe 269 / Pressefotografen außer Gefecht / leser, 28.05.2016 16:31
FInde die rechtsschutzlichen Ausführungen des Rechtsschutz Gewährenden auch abenteuerlich. Klage, Anklae, Widerklage - gerät alles bisserl durcheinander. Aber wie schon einer richtig schrieb - Journalisten werden bei Straftaten...

Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!