KONTEXT Extra:
Jetzt doch ein Koalitionsausschuss zu Afghanistan

Vor Weihnachten hatten Grünen und CDU eine inhaltliche Aussprache über die Abschiebepraxis nach Afghanistan vermieden. Stattdessen wurde im Koalitionsausschuss vor allem darüber diskutiert, ob Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand es "schäbig" nennen darf, wenn sein CDU-Pendant, Innenminister Thomas Strobl, auch alte oder kranke Menschen abschieben will. Zur bisher einzigen Sammelabschiebung wurde ein Mann sogar aus einer Psychiatrischen Klinik geholt, dann allerdings doch nicht ins Flugzeug nach Kabul gesetzt.

Am kommenden Dienstag werden dieser und andere Fälle sowie die grundsätzliche Vorgehensweise im Koalitionsausschuss diskutiert. Die Grünen, die die Debatte durchgesetzt haben, erinnern an die geltenden Leitlinien des Landes zu Abschiebungen und Rückführungen, nach denen eine Einzelfallprüfung ohnehin zwingend ist. Bisher hatte sich Strobl gegen eine inhaltliche Behandlung der von ihm mitinitiierten verschärften Abschiebepraxis im Koalitionsausschuss ausgesprochen. Die Grünen gehen davon aus, dass die Leitlinien und damit die Einzelfallprüfung bestätigt werden.

Auf dem Tisch liegt auch ein Papier der sogenannten G-Länder, also aller Koalitionen, an denen Grüne beteiligt sind. Diesem zufolge muss gewährleistet sein, "dass Ausreisepflichtige keinen Schaden an Leben und Gesundheit nehmen". Die Regierungspartner in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen "betonen eine Reihe von Grundlinien und Anforderungen bezüglich Rückführungen nach Afghanistan". Sie fordern die Bundesregierung aber auch auf, die Sicherheitslage in Afghanistan "erneut zu überprüfen". (14.1.2017)


Ein zweites Raumwunder für Geflüchtete

Engagement kann sich lohnen. Im September hatte Kontext über die Initiative der Künstlerin Martina Geiger-Gerlach berichtet, eine Wohnung in einem zum Abriss vorgesehenen Haus im Stuttgarter Stadtteil Steckfeld monatsweise Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig finden dort immer Ausstellungen statt, die Nachbarn und Interessierten Gelegenheit geben, Künstlern und Geflüchteten zwanglos zu begegnen. Nun hat der Vermieter, das katholische Siedlungswerk, der Künstlerin eine zweite Wohnung im selben Haus als Lernwohnung zur Verfügung gestellt, damit Geflüchtete, die im Trubel ihrer Unterkunft nicht zur Ruhe kommen, eine Rückzugsmöglichkeit finden. Zudem bleibt das Haus länger stehen: voraussichtlich zwei Jahre. Dem Siedlungswerk gefällt das Projekt so gut, dass Martina Geiger-Gerlach gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könnte, im Quartiersraum des Neubauareals an Stelle des früheren Olgahospitals eine Aufgabe zu übernehmen. Und: Ihr Wohnungs-Projekt ist für den Stuttgarter Bürgerpreis der Bürgerstiftung vorgeschlagen worden. Am 20. Januar um 19 Uhr eröffnet in der Karlshofstraße 42 in Steckfeld die nächste Ausstellung mit Gemälden von Ivan Zozulya und dem DJ Roman Levin. Am 31. Januar wird die Entscheidung zum Bürgerpreis bekannt gegeben. Jeder kann mit abstimmen!


Der Gewitterwanderer im Glück

Mitte November hatte der 33-jährige Göppinger Schriftsteller Kai Bleifuß noch geschimpft wie ein Rohrspatz. Der promovierte Goethe-Experte rackert sich seit Jahren mit Schreiben ab. Fabrizierte zuletzt einen Roman über den Dichterfürsten und wie der so wäre, würde er in unserer Zeit leben. "Goethes Mörder" heißt das gute Stück. Gutes Zeug. Guter Mann. Das weiß auch Bleifuß selbst. Kontext gegenüber machte er keinen Hehl daraus, dass er sich selbst für einen ziemlich duften Typen hält. Doch bislang schlug ihm seitens des ganzen "Literaturzirkus" und der Verlage kalter Wind entgegen. Niemand wolle mehr ein Risiko eingehen. Literatur würde immer mehr unter ökonomischen Abwägungen betrachtet, konstatierte der resolute Literaturnerd. "Schreiben ist das Idiotischste, was man machen kann. Nicht schreiben aber auch."

Ein Bleifuß lässt sich aber nicht unterkriegen – und jetzt hat es gerappelt im Karton: Am vergangenen Sonntag sackte der Göppinger für seinen Text "Fünf Variationen auf das Unsagbare" den Autorenpreis "Irseer Pegasus 2017" ein. 150 Schriftsteller aus dem ganzen Land hatten sich mit ihren Werken beworben, doch Bleifuß hat den mit 2000 Euro dotierten Preis gewonnen. Neben ihm auf dem Siegertreppchen der Preisverleihung im Kloster Irsee im Allgäu strahlte David Krause aus Kerpen.

"Der glücklose Autor hatte endlich einmal Glück!", schrieb Goethe-Glücksbärchen Bleifuß voller Freude an Kontext, mit der Bitte unseren LeserInnen mitzuteilen, dass man am 27.1. ab 21:05 Uhr im BR2 sein Hörspiel "Pinball" senden werde. Machen wir doch gerne. (11.1.2017) 


Abstand halten von den Volksverrätern

Aus 594 Wörtern haben die Sprachwissenschaftler um die Darmstädter Professorin Nina Janich das Unwort des Jahres 2016 ausgesucht: "Volksverräter". Aus dem Erbe der NS-Diktatur werde das Wort von Pegida, AfD und anderen Rechtsaußen verwendet, um PolitikerInnen  zu diffamieren. Mit der Folge, dass das "ernsthafte Gespräch" und notwendige Diskussionen in der Gesellschaft abgewürgt würden, begründet die Jury. Auf den weiteren Plätzen folgen "postfaktisch", "Populismus", "Gutmensch" sowie eine "Armlänge Abstand". Mit in der fünfköpfigen Jury saß auch Kontext-Autor Stephan Hebel. (10.1.2016)


Sichere Herkunftsstaaten: Kretschmann schon lange für längere Liste

Winfried Kretschmann hat sich mit jüngsten Äußerungen zur Einstufung von Marokko, Tunesien und Algerien als sichere Herkunftsländer derart in die Nesseln gesetzt, dass sich sein Staatsministerium zu einer "Klarstellung" aufgerufen sah. Tatsächlich handelt es sich um einen durchsichtigen Versuch der Schadensbegrenzung. Der grüne Regierungschef hatte auf Anfrage der "Rheinischen Post" in einer Stellungnahme zur aktuellen Sicherheitsdebatte erklärt: "Die kriminelle Energie, die von Gruppierungen junger Männer aus diesen Staaten ausgeht, ist bedenklich und muss mit aller Konsequenz bekämpft werden." Zugleich sprach er sich für die Aufnahme der drei Maghreb-Staaten auf die Liste sicherer Herkunftsländer aus: "Baden-Württemberg wird der Ausweitung zustimmen, sofern die Bundesregierung das Ansinnen in den Bundesrat einbringt."

Die Wirkung beider Sätze im Zusammenhang sind ihm und "meinen Leut", wie er seine engsten Mitarbeiter gern nennt, offenbar entgangen. Jedenfalls stellte "das Staatsministerium klar, dass die signalisierte Zustimmung weder aus aktuellem Anlass beschlossen wurde, noch ihre Begründung in der Gewaltbereitschaft mancher Gruppen junger Männer aus diesen Ländern hat". Vielmehr sei die Entscheidung "schon im Frühsommer 2016 nach einem langen Abwägungsprozess, in dem vor allem der Frage nachgegangen wurde, ob es angesichts der Menschenrechtssituation in den besagten Ländern vertretbar wäre, diese zu sicheren Herkunftsländern zu erklären (...), als sich die Bundesregierung dem Ministerpräsidenten gegenüber bereit erklärte, in einer Protokollerklärung festzuhalten, Personen aus sogenannten vulnerablen Gruppen wie Homosexuellen, verfolgten Journalisten, religiösen Minderheiten mit gleicher Sorgfalt zu prüfen wie Flüchtlinge aus sonstigen Ländern". Das Staatsministerium sagt allerdings nichts dazu, ob die Forderung erfüllt wurde und warum das Thema nicht längst endgültig ausgetreten ist. Denn laut dem Bundesamt für Flüchtlinge und Migration werden die drei Länder in der Statistik überhaupt nicht mehr einzeln ausgewiesen, weil die Zahl der einreisenden Asylbewerber so niedrig ist. Und bereits 2015 gehörten die drei Staaten nicht zu jenen zehn Ländern, aus denen die meisten Flüchtlinge nach Deutschland kamen. (5.1.2017)


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Rebell, Aufklärer und Master of suspense: Wolfgang Schorlau am Neckarufer in Heilbronn. Fotos: Joachim E. Röttgers

Rebell, Aufklärer und Master of suspense: Wolfgang Schorlau am Neckarufer in Heilbronn. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 240
Kultur

Dengler im Haifischbecken

Von Susanne Stiefel
Datum: 04.11.2015
Wolfgang Schorlau hat seinen achten Politthriller abgeschlossen. Seinen Ermittler schickt er mitten rein ins Feuer des NSU-Komplexes. Es geht um Rechtsradikalismus, internationale Geheimdienste und die Frage: Wer erschoss Michèle Kiesewetter? Kontext war mit Schorlau am Tatort auf der Heilbronner Theresienwiese.

Auf dem Frühstücksbrot liegen Apfelschnitze, die Kaffeetasse ist groß und voll, das Handy liegt griffbereit daneben. Es könnte ja noch eine Info kommen, eine heiße womöglich. Wolfgang Schorlau sitzt am Küchentisch in der Wohnung seiner Freundin, die nicht nur Rektorin der Kunstakademie ist, sondern als Journalistin auch gestrenge Erstleserin seiner Romane. Manchmal gibt er ihre Stuttgarter Altbauwohnung als seine eigene aus, "weil die schöner ist als meine", bekennt er. Ein jungenhaftes Grinsen wischt für einen kurzen Moment die Müdigkeit aus seinem Gesicht. Eine kleine Dosis Fiktion erleichtert den Alltag.

Der 64-Jährige hat eine harte Zeit hinter sich. In seinem neuesten Politthriller hat der Kriminalschriftsteller seinen Privatermittler Dengler in ein Haifischbecken geworfen, in dem die Haie ziemlich real und noch sehr lebendig sind. Er lässt den Stuttgarter Ex-BKA-ler zum "Nationalsozialistischen Untergrund", kurz NSU, ermitteln, während in München noch der Prozess gegen Beate Zschäpe läuft und in hessischen, nordrhein-westfälischen und baden-württembergischen Untersuchungsausschüssen versucht wird, die Wahrheit zum NSU-Komplex zu ermitteln. Am 12. November wird "Die schützende Hand" erscheinen.

Doch für Schorlau ist der Fall damit nicht abgeschlossen. "Wir gehen alle davon aus, dass wir in einem liberalen Land leben", sagt er: "Und dann wurde mir klar, dass wir wahrscheinlich in einem Land Leben, das in weiten Bereichen von den Amerikanern kontrolliert wird." Das steckt ein kritischer Zeitgenosse ebenso wenig weg wie die Erkenntnis, die er durch das Aktenstudium gewonnen hat: Dass die Ermittler den Bundestagsausschuss gnadenlos und schlecht angelogen haben. Dass der Verfassungsschutz mauert. Dass die Polizei schlampig ermittelt hat. Das riecht nach Vertuschung. Wer die Akten kennt, weiß, wo die Unwahrheit gesagt wurde. Dengler weist das akribisch nach.

Immer wieder schwappte die Realität auf Schorlaus Schreibtisch

In den vergangenen anderthalb Jahren, in denen Schorlau an seinem achten Politkrimi saß, sind immer wieder Zeugen gestorben, ganz plötzlich. V-Mann Corelli im Zeugenschutzprogramm an einer nicht erkannten Diabetes. Der rechte Aussteiger Florian Heilig in seinem ausgebrannten Auto. Dessen Ex-Freundin an einer Lungenembolie. Einen nicht abgeschlossenen Kriminalfall so tief nachzuermitteln, das hat noch kein Krimiautor gemacht. Immer wieder schwappte die Realität in die Fiktion und auf seinen Schreibtisch. Sie machte aus dem Schriftsteller einen Sachverständigen, der Anfang des Jahres vom NSU-Untersuchungsausschuss in Stuttgart gehört wurde - und dessen Vertrauen in den Rechtsstaat gelitten hat. "Zerfleddert" nennt Schorlau diesen Zustand. Es war seine bisher anstrengendste und verstörendste Recherche.

Tatort Theresienwiese: Was wird noch alles ans Licht kommen?
Tatort Theresienwiese: Was wird noch ans Licht kommen?

Ein letzter Schluck Kaffee, eine längere Suche nach seinem Schal, bis er unter den vielen bunten der Freundin seinen dunklen herausgefischt hat, und die Aufforderung: "Fahren wir zur Theresienwiese." Tatortbegehung mit einem Schriftsteller, der die Wahrheit sucht. Das Handy steckt er ein. Man weiß ja nie.

Es ist nicht das erste Mal, dass Wolfgang Schorlau gesellschaftliche Missstände zum Thema seiner Krimis macht. Er hat seinen Dengler durch die tier- und menschenfeindlichen Ställe der Fleischindustrie gejagt, er ließ ihn die bitteren Pillen der Pharmaindustrie schlucken oder die kriminellen Geschäfte mit Trinkwasser enthüllen. Sein Ermittler ist so politisch wie sein Autor, der immer genau weiß, worüber er schreibt. Es steckt viel Finden in Schorlaus Erfinden. Er ist ein Rechercheur, der nicht nur Spaß an der Jagd nach neuen Erkenntnissen hat, sondern sich auch hartnäckig in sein Sujet verbeißt.

Erstmals hatte er in dem langjährigen "Monitor"-Mitarbeiter Ekki Sieker einen investigativen Journalisten an seiner Seite. Der hat die Ermittlungsakten und Protokolle herbeigeschafft, durch die sich Schorlau gefressen hat. "Wie Ekki das gemacht hat, weiß ich nicht", sagt er am Heilbronner Neckar und guckt unschuldig durch seine zweigeteilte Brille, oben Weitsicht, unten Nahschärfe. Der Verlag hat alles rechtlich geprüft, die Fotos vom Inneren des Wohnmobils in Eisenach-Stregda, in dem Böhnhardt und Mundlos erschossen aufgefunden wurden, die Ermittlungsprotokolle. Das Handy schweigt beharrlich in der Jackentasche. 

Von keinem Geheimdienst der Welt lässt er sich die Lebenslust stehlen

Herbstliche Nebel steigen vom Neckar hoch auf die Theresienwiese, legen einen grauen Schleier über das verzweifelte Bunt der Bäume. An dem Transformatorenhäuschen nahe dem Ufer stand das Polizeiauto, hier wurde die Polizistin Michèle Kiesewetter erschossen. Inzwischen ziert ein lachendes Graffiti die Wand. Schorlau schlägt den Kragen hoch. Dort oben an der Böschung fuhr ein Zeuge auf dem Rad vorbei, weiter unten am Ufer wurde einer gesehen, der sich das Blut abwusch. Der Stuttgarter NSU-Ausschuss hat sich im Sommer vor Ort ein Bild gemacht. Viel schlauer ist er nicht geworden. Ein Ermittler hat Schorlau gesagt: "Ein Zufall ist ok. Zwei machen misstrauisch. Und bei drei Zufällen stimmt was nicht." Im Fall Kiesewetter gibt es mehr als drei Zufälle. Und bei Wolfgang Schorlau machte sich Erkenntnisfurcht breit: Was kommt da noch alles?

Schorlau am Tatort.
Schorlau am Tatort.

Nun ist dieser Mann keiner, der sich so schnell ängstigt. Mit Morddrohungen hat er nur nach seinem ersten Dengler zu tun. "Du denkst, dass dir der Grimme-Preis angeboten wird, und dann das", sagt er mit einem Augenzwinkern. Nein, sein Telefon knackst heute nicht mehr als sonst, er sieht nicht hinter jedem Baum einen Schlapphut und Paranoia ist auch nicht sein Ding. "Ich bin ja nicht größenwahnsinnig", sagt er: "An dem Thema sind drei Dutzend brillante Journallisten dran, da werden die sich doch nicht ausgerechnet vor einem Kriminalschriftsteller fürchten. Aber vielleicht sollte ich mal im Rauchmelder nachschauen?" Den Humor und die Lebenslust will er sich von keinem Geheimdienst der Welt stehlen lassen.

Da greift er lieber zur Gegenwehr. Bevor Recherchen zur Depression führen, geht er mit netten Menschen - ganz wie sein private eye - gut essen und trinken in der Weinstube Vetter, wo er gern gesehener Stammgast ist. Bevor ihm am häuslichen Schreibtisch die Decke auf den Kopf fällt oder er mehr Joghurts aus dem Kühlschrank holt, als Wörter in den Computer hackt, flüchtet er in die bibliophile Disziplin der Landesbibliothek. Aber selbstverständlich kennt er auch die dortige Cafeteria ganz gut. "Einmal hieß ein Drink sogar Schorlanowska", erzählt er, "eine teuflische Mischung." Das Rezept verrät er nicht, es ist davon auszugehen, dass Alkohol mit im Spiel ist.

Seinen letzten Dengler-Satz ("Sie geben nicht auf, sie machen immer weiter") hat er erst vor Kurzem im Urlaub in den Bergen geschrieben, da sollte sein Manuskript schon längst beim Verlag sein. Doch wie immer hat Schorlau großzügig um den Abgabetermin herumgeschrieben, ein kreativer Schluri, der sich zu helfen weiß, voller Vertrauen in sich und seine Freunde, dass alles schon irgendwie klappt.

Tiefere Erkenntnis schließt tiefen Staat nicht aus 

Hat es auch immer. Etwa, als er mit Ende 40 den sicheren Job als IT-Manager hinschmiss, um sich ganz auf's Schreiben zu konzentrieren. Die Mutter war entsetzt, die Freunde hielten ihn für verrückt, aber sie haben ihn unterstützt. Es hat schon in Freiburg alles irgendwie geklappt, als Schorlau mit elf Jahren ins Waisenhaus kam und seine selbstgeschriebenen Groschenromanen für ein paar Pfennige an Mitschüler verkaufte. Es hat auch irgendwie geklappt, als er in den 70er-Jahren beim "Kommunistischen Bund Westdeutschland" die Welt verändern wollte, aber vor allem an der sexuellen Revolution interessiert war. So hat er sich charmant und kunstvoll durchs Leben geschlängelt, das Herz immer auf dem rechten linken Fleck.

Scharfen Blick auf die Unschärfen der Wirklichkeit.
Scharfen Blick auf die Unschärfen der Wirklichkeit.

Den Rebellen hat die Herausforderung gereizt. Der ehemalige KBW-Aktivist erkannte früh, dass einiges nicht stimmte in diesem Land. Als Lehrling demonstrierte er in Freiburg gegen die Erhöhung der Fahrpreise und verkaufte vor den Werktoren die "Kommunistische Volkszeitung". Und für seinen NSU-Krimi wollte er mehr herauszukriegen als all die vielen NSU-Ausschüsse. Ein ambitioniertes Projekt. Aber so ist das nun mal bei ihm. So sucht und findet er seine Plots - sie müssen ihn packen. Er hat lange geschwankt zwischen dem NSU und dem Tod von Bin Laden.

Dabei mutet er sich einiges zu. Aber auch seinen LeserInnen. Seitenlange Aktenzitate etwa. Fotos vom ausgebrannten Wohnmobil in Stregda. Fußnoten zur Erklärung. Und nicht zuletzt die Geschichte hinter der Geschichte. Die zweite Geschichte. Die tiefere Erkenntnis, die auch einen tiefen Staat nicht ausschließt. "Er sehnte sich nach seinem früheren unschuldigen Glauben an die Demokratie zurück", schreibt Schorlau einem thüringischen Ermittler zu. Nun haben in Berlin alle Fraktionen einen zweiten NSU-Untersuchungsausschuss beantragt, auch in Baden-Württemberg wird es weitergehen. Der Schriftsteller mit dem scharfen Blick auf die Wirklichkeit freut sich.

Das Handy klingelt erst auf der Rückfahrt nach Stuttgart. Das Gespräch dauert lange, erst leise, dann lauter tönt es vom Rücksitz: "Alle Waffen waren durchgeladen... ok. Ja. Hab' lange mit meinem Verfassungsschutzinformanten gesprochen... Ja. Hm. ... Der hat denen nicht erzählt, dass er beim Ku Klux Klan ist. ... Nein... Ich bin sicher, dass die Amis ihn umgedreht haben, aber das ist Spekulation ... Fokussieren. Gut. Ja." Es war nicht der Verlag. Es war der Regisseur Lars Kraume, der schon den ersten Dengler-Krimi verfilmt hat. Keine Spur mehr von Müdigkeit bei Wolfgang Schorlau. "Das wird der dritte Fernseh-Dengler", sagt er. Hat doch mal wieder geklappt.

In der nächsten Kontext veröffentlichen wir einen Vorabdruck aus Wolfgang Schorlaus "Die schützende Hand".

 

Info:

Der Schriftsteller und Kontext-Redakteurin Susanne Stiefel.
Der Schriftsteller und Kontext-Redakteurin Susanne Stiefel.

Am 12. November kommt "Die schützende Hand" in den Buchhandel. Vormittags von 10 bis 12 Uhr ist Wolfgang Schorlau Gast bei SWR-Leute, abends um 20 Uhr stellt er sein Buch im Stuttgarter Hospitalhof vor.

Am 15. November liest und diskutiert er ab 11 Uhr mit Gregor Gysi im Deutschen Theater in Berlin.

Weitere Lesungen gibt es am 16. November 2015 in Eberswalde, am 18. November 2015 in Herrenberg und am 19. November in Tübingen.


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Kommentare

Barolo, 10.11.2015 11:10
Hallo Gela, ich glaube wir sind gar nicht so weit auseinander. Ich habe nur langsam eine Allergie, wenn ich im Zusammenhang mit dem Polizistenmord, den Dönermorden und dem NSU von Fehlern, Versagen, Problemen etc lese.
Die Menge an Weglassen, Nichtermitteln, Aktenmanipulation, Aktenverschwinden, Erfinden von Nebelkerzen (nicht nur die Wattestäbchennummer) ist dermassen gigantisch gross und startet schon mit dem Tattag, daß hier das Wort "Fehler" gestrichen werden muss und durch das Wort "Vertuschungsversuche" ersetzt werden muss. Oder wie oben im Artikel steht ""Ein Zufall ist ok. Zwei machen misstrauisch. Und bei drei Zufällen stimmt was nicht."

Da alle beteiligten Behörden (Polizei, LfV, BfV, LKA, BKA, GBA etc) hierarchisch aufgebaut sind, muss auch nachvollziehbar sein, wer wem einen bestimmten Befehl bzw eine Anordnung gegeben hat. An dieser Stelle wird aber nie nachgebohrt, weder beim PUA noch in München. In Thüringen sieht es nur minimal besser aus. (Russlungenlüge auffgedeckt)

Und sollte ein Ausschussmitglied wirklich nicht wissen, welche Fragen denn zielführend sind, dann könnte es sich sehr leicht durch Lesen Anregungen holen.
Ich war schon mal versucht eine Liste zu schreiben:
Die wichtigen Fragen, welche am nächsten Sitzungstag garantiert NICHT gestellt werden.

Mein Fazit:
Das o.g. Verhalten ist ein starkes Indiz, daß es kein echtes Interesse gibt eine wirkliche Aufklärung zu betreiben.
Alle Beteiligten, inklusive der Nebenklägeranwälte und den MSM unterwerfen sich, aus unterschiedlichen Gründen, der Staatsräson die es nicht ertragen könnte, daß bestimmte Menschen sofort ihren Posten verlören.
Es sind leider nur wenige mutige Einzelkämpfer wie Schorlau, welche den Mut haben den Kant rauszulassen.
Und weil Sapere aude immer etwas verkürzt ist hier der ganze Teil:
Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündgkeit.
Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Muthes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.
Sapere Aude! Habe Muth, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.
Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Theil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung frei gesprochen (naturaliter majorennes), dennoch gerne Zeitlebens unmündig bleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen.
Es ist so bequem unmündig zu seyn.
Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurtheilt. u.s.w, so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen.

Gela, 09.11.2015 19:31
@ Barolo: ich spreche ja nicht nur von" bösen Fehlern" und stelle nicht nur die Frage nach"Schlamperei" bei den Verfassungsschützern, sondern auch weitere Fragen: nach Rechtsblindheit und aktiver Unterstützung des NSU. Aber Sie haben recht: Sie stellen auch berechtigte Fragen , ich hätte Sie nicht in meine (ansonsten berechtigte Kritik an vielen Kommentatoren zu Kontext-Beiträgen) einbeziehen sollen!

Peter Schey, 09.11.2015 15:29
Kleine Pointe am Rande:

Soeben melden Nachrichtenagenturen, daß Beate Zschäpe am Mittwoch umfassend aussagen will...

Barolo, 09.11.2015 14:19
@Gela,
es ist wirklich interessant wenn man auf die Sprache schaut. Sie sprechen von "bösen Fehlern" und "Schlamperei".
Ich stelle nur Fragen die jeder stellen kann und zeige auf eigentlich unmögliche Widersprüche. Und auf Mitarbeiter von Behörden, welche diese Widersprüche produzieren.
Ein Beispiel: Können Sie den einfachen Widerspruch klären, wie die Uwes sich erschiessen konnten ohne Fingerabdrücke an den Waffen zu hinterlassen? Und warum trotz der zentralen Russlungenlüge von Ziercke und Range eben kein Russ bei beiden Uwes in der Lunge war?
Allein mit dem Wissen um diese zwei Tatsachen ist es eigentlich unmöglich auf einen Uwe Selbstmord zu schliessen.
Und wenn Sie diese in den Ermittlungsakten festgehaltenen Widersprüche als Paranoia bezeichnen, dann leben Sie vielleicht gerne ohne Erkenntnis und lassen sich vielleicht auch gerne auf den Arm nehmen.
Da bin ich anders gestrickt.
Auch wenn ich nicht alles weiss, so muss ich nicht bei jedem per MSM verbreiteten Mist meinen Verstand auf Urlaub schicken.

P.S.: Also böse Fehler sind vermutlich schon gemacht worden, aber eben nicht beim aufdecken sondern eher beim vertuschen ;-)

Peter Schey, 09.11.2015 08:27
Vollkommen überrascht - da auf den 12. November als Erstverkaufstag fixiert - sah ich das Buch bereits am Samstag in der Auslage einer Buchhandlung. Tja ...

Will mich vielleicht jemand fragen, was ich den Rest des Wochenendes trieb ? Oder woher mein zufriedenes Lächeln kommt ?

Liane, 08.11.2015 23:47
in einer zeit wo ein linkes denken, ein linkes visionieren dringend erforderlich ist, scheint eine bewusste lust am mobbing link gegen link tagesspiel zu sein......
dazu gehört mittlerweile die #wer nicht meiner meinung ist sympatisiert mit den rechten# und wichtig ist dabei der spruch #uns geht 'doch gut'#
dabei wird fast immer die historie,also die seit ca 30 jahre andauernde entdemokratisierung, vergessen, die vielfalt der desaströsen vorkommnisse und die zustaende all jener 'institutionen', die ein garant fuer die #beste der demokratien der welt# bilden sollen.
ein #alles ist gut, geht shoppen# klingt durch die zeilen

kritiker werden gnadenlos verleumdet und gemobbt, so dass die hauptverantwortungstragenden sich still und leise aus dem fokus ziehen können.... (so werden buerger gegen buerger gehetzt, und die taeter sind in schutzzonen)
SO wird der rechten, den menschenfeindlichen rattenfaenger zugetrieben....

guantanamo ohne reaktion der besten demokratie der welt
NSA....juckt uns nicht
finanzbeamte oder kritische richter in die psychiatrie.....egal
weltweite zockermentalitaet.... super...keine haftung
massiver diepstahl, ups privatisierung von volkseigentum zu gunsten Einger.... machtwirtschaft
drohnenkriege ohne jede reaktion der weltweiten richterschaft......
deutschland ist einreiseland der mafia.....aber hier sind die alle brav....
gesundheitssysteme sind zum klassensystem verkommen
bildungssysteme auch,

meine liste ist lang, die da die waagschale gen scheindemokratie, gen fassadendemokratie senken laesst....
80 %der bevölkerung vertrauen den systemen nicht mehr..... eine firma wuerde da pleite machen und massiv gegenlenken..... unsere wohlstandsverwoehnten staatssysteme brauchen sich nicht aendern......im gegenteil...sie versorgen sich immer mehr mit wohlstansverwoehnenden mitteln...

Gela, 05.11.2015 22:53
Es ist wohl keine Frage, dass im Verfassungsschutz böse Fehler gemacht worden sind und dass da noch viel geklärt werden muß: was war Schlamperei, was war Prestigedenken, was war Rechtsblindheit, was war aktive Unterstützung des NSU?
Aber offenbar ist eine weitere Aufklärung gar nicht nötig, denn Leute wie @Blender und @Barolo u.a. wissen ja sowieso schon, daß der Verfassungsschutz eine kriminelle Vereinigung ist, der mordet und lügt. Sie wissen, dass natürlich alle etablierten Parteien ( außer den Linken) und die Regierungen in Bund und Land auch kriminell sind.
Das nenne ich Paranoia. So schön einfach gedacht, alles passt. Genau so unerschütterlich glauben die Rechten von Pegida etc. an ihre Feindbilder, nur sind es eben andere, gefährlichere.

Warum ärgert mich das so? Weil mein Herz auch links schlägt und ich nicht möchte, dass man die Linken nicht mehr ernst nehmen kann. Weil ich der Meinung bin, dass wir in einem der besten Staaten der Welt leben, in dem es viel Freiheit, viel Toleranz und ziemlich viel Gerechtigkeit gibt. Leider gibt es auch eine Menge Missstände und Ungerechtigkeiten, die sowohl im System als auch im Egoismus der Menschen begründet sind - aber es ist eben kritischen Journalisten wie von Kontext ( aber auch von bürgerlichen Blättern) doch möglich , diese aufzudecken, jedoch nur durch sorgfältige Recherchen und nicht durch Verbreiten von Vorurteilen und pauschalem Schlechtreden von allen Institutionen..

Barolo, 04.11.2015 17:31
Hallo Blender, macht Sie nicht stutzig, daß in den einschlägigen Kreisen der NSU so gut wie unbekannt war?
Was an sich schon seltsam ist wenn man keinerlei Bekennerschreiben a la RAF verschickt. Weder bei den Kurden, den Türken, dem Griechen oder der Polizistin.
Allerdings fragte ich mich bei Schorlaus Aussage "An dem Thema sind drei Dutzend brillante Journallisten dran," wo denn diese 36 Journalisten sind.
Und was die genau machen.
Den Finger in die Wunde legen?
Etwa den Mord an den Uwes einen Doppel-Mord nennen?
Die Russlungenlüge dokumentieren?
Ist doch beides leicht zu beweisen.
Wo sind die 36 Journalisten und ein paar Zeitungen, die dieses für die breite Masse rausblasen?
Denn danach wird es doch erst richtig spannend.
Denn wenn einmal klar ist, daß man 10 Morde bei den Uwes entsorgen will, dann fragt sich doch sicherlich jeder brilliante Journalist: Was treibt denn einige unserer Verfassungsschützer/LKA/BKA zu einer solchen Verzweiflungstat? Das macht man ja nicht ohne Not und die war anscheinend sehr groß. Stand etwa die Aufklärung des Polizistenmordes bevor? Und wäre dies ein Disaster für manche Leute gewesen?
Also Herr Schorlau, es gibt schon einige wenige Journalisten, welche sich mit dem NSU-Märchen beschäftigen. Die allermeisten werfen allerdings mehr Nebelkerzen (Desinformtion) als Licht ins Dunkel zu bringen.
Und wer kürzlich die ARD angeschaut hat................da wird ja nachweisbar gelogen, daß sich die Balken biegen. Da kann also keiner von den 36 genannten Journalisten sitzen.

P.S.: Herr Schorlau, ich kauf auf jeden Fall ein Exemplar von Ihnen!

Blender, 04.11.2015 15:07
@"Ein Zufall ist ok. Zwei machen misstrauisch. Und bei drei Zufällen stimmt was nicht."
Meines Erachtens konnte der NSU von einschlägigen Kreisen nicht übersehen worden sein. Es gibt nur einen Schluss den man ziehen kann: der Verfassungsschutz ist eine kriminelle Vereinigung die ihre Verbrechen außerhalb staatlicher Kontrolle aber staatlich geschützt verübt. Auch aus dem ersten NPD Verbotsverfahren wurden die falschen Schlüssen gezogen, indem gesagt wurde, die NPD kann nicht verboten werden solange sie von Verfassungsschutz V-Menschen unterwandert ist. Die Richtige Schlussfolgerung wäre gewesen die NPD und den Verfassungsschutz gleichzeitig zu verbieten, weil beide offensichtlich rechtsstaatfeindliche Ziele verfolgen.

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Den Vortrag von Sönke Iwersen beim 33C3 ist unter diesem Link anzuschauen und runterzuladen: https://media.ccc.de/v/33c3-8416-the_untold_story_of_edward_snowden_s_escape_from_hong_kong#video&t=830 Am Anfang gab es technische...

Ausgabe 302 / Eliten mit Sehschwäche / Renate Knapper, 16.01.2017 12:10
Hallo Kontext-Redaktion, Ich finde es super, dass ihr das Thema reich/arm zum Schwerpunkt machen wollt. Und dass ihr gleich in BaWü anfangt und v.a. auch Namen nennt. Bitte weiter so!! Hoch spannend ist in meinen Augen auch die Aussage...

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