KONTEXT Extra:
Satte 1,5 Prozent mehr für das schreibende Personal

Die JournalistInnen sitzen wieder an ihren Schreibtischen. Am Mittwoch (29. Juni) haben sich die Zeitungsverleger und die Gewerkschaften auf einen Abschluss geeinigt, der eine Gehalts- und Honorarerhöhung von 1, 5 Prozent rückwirkend zum 1. Juni vorsieht. Den nächsten Aufschlag um 1,6 Prozent soll es zum 1. August 2017 geben. Damit habe man einen „vertretbaren Abschluss“ erreicht, meinte der stellvertretende Verdi-Vorsitzende Frank Werneke. Dieses Ergebnis habe man nur dank der Streiks der KollegInnen in den vergangenen Tagen erreichen können, wodurch der Druck auf die Verleger erhöht worden sei. In der Öffentlichkeit war der Ausstand weitgehend unbemerkt geblieben, nachdem sich auch die Zeitungen große Zurückhaltung bei der Berichterstattung auferlegt haben. (30.6.2016)  


Bürgerfoyer "Zeitungen unter Druck" heute Abend abgesagt

Da kam der Journalisten-Streik dazwischen: Die Stuttgarter Volkshochschule hat das für heute geplante Podium mit Michael Maurer (Stuttgarter Zeitung), Susanne Stiefel (Kontext) und David Rau (Stuggi.TV) abgesagt. Viele KollegInnen - auch der Stuttgarter Blätter - streiken derzeit für mehr Lohn. Der Vize-Chefredakteur der Stuttgarter Zeitung kann daher heute Abend nicht diskutieren, sondern muss produzieren. Und auch die Gewerkschaftsvertretet haben abgesagt. Schweren Herzens hat sich die Stuttgarter vhs dazu entschlossen, das für heute geplante Bürgerfoyer abzusagen - aber nicht zu vergessen. "Die  Medienlandschaft Stuttgart ist uns wichtig", betont Ulrike Rinnert, Stabstelle Beteiligung, "wir wollen das Thema im Herbst wieder im Bürgerfoyer aufgreifen." (29.6. 2016)


Büttel der Bahn - nein danke

Vor dem S-21-Lenkungskreis am Donnerstag (30.6.) wird Verkehrsminister Winfried Hermann und Oberbürgermeister Fritz Kuhn (beide Grüne) heftig ins Gewissen geredet. Der Theologe Martin Poguntke vom Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 erklärt, die Projektgegner hätten es aufgegeben zu hoffen, dass "wir politische Helden an die Macht gebracht haben". Aber verlangt werden könne, dass sie ihr Amt "nicht so ganz der Würdelosigkeit preisgeben". Konkret bedeute das:

Fordern Sie von der Bahn die restlose Offenlegung aller Zahlen und deren Überprüfung durch eine wirklich unabhängige Stelle. Sie haben nicht das Recht, sich auf die Bahn einfach zu verlassen - denn Sie sind uns, dem Souverän, gegenüber verantwortlich.

Fordern Sie, dass die Bahn dem Vieregg&Rössler-Gutachten von mindestens 9,8 Milliarden nicht nur blumig widerspricht, sondern es Punkt für Punkt mit konkreten Zahlen widerlegt. Es geht hier nämlich nicht nur um eine Kostensteigerung von wenigen hundert Millionen, sondern seit 2009 sind die von der Bahn scheibchenweise eingestandenen Kosten um 3,4 Milliarden von 3,1 auf 6,5 Milliarden gestiegen - das sind über 100 Prozent in sieben Jahren.

Fordern Sie - wenn schon keinen Projekt-Abbruch - wenigstens ein Moratorium, bis alle strittigen Fragen geklärt sind. Denn in weniger als der Hälfte der geplanten Bauzeit hat die Bahn 99 Prozent des Risikopuffers von 1,5 Milliarden verbraucht. Es kann nicht sein, dass die Bahn jetzt immer weiter baut, immer mehr Verpflichtungen eingeht, ein immer höheres Erpressungspotenzial an schon ausgegebenem Geld aufhäuft - bevor geklärt ist, wie sie das bezahlen will.

Fordern Sie eine ergebnisoffene Gegenüberstellung der Chancen und Risiken von S21 mit den Chancen und Risiken eines Umstiegs auf den modernisierten Kopfbahnhof und verstecken Sie sich nicht hinter dem angeblichen Ergebnis der Volksabstimmung. Kein halbwegs verantwortlicher Politiker kann ignorieren, dass ein Umstieg auf eine Modernisierung des Kopfbahnhofs nur ca. 2 Milliarden kosten würde und dass nur 1,5 Milliarden des bereits verbauten Geldes wirklich verloren, also viele Milliarden gespart wären - dafür, dass wir einen besseren Bahnhof bekommen, als es S21 je hätte sein können.

Und schließlich bei all Ihren Forderungen: Nennen Sie Konsequenzen, für den Fall, dass Ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Was tun Sie, wenn die Bahn nicht auf Ihre Forderungen eingeht? Denn Forderungen ohne Ankündigung von Konsequenzen sind leeres Gerede fürs Publikum.

Zeigen Sie einmal, dass Sie nicht die Büttel der Bahn sind! Zeigen Sie einmal ein klein wenig politische Größe! Zeigen Sie einmal, dass der Lenkungskreis wirklich lenkt!


Ein Zeichen für Europa

Über Stuttgart wehen EU-Flaggen! Mit der Verkündung des amtlichen Endergebnisses der Volksabstimmung in Großbritainnien über den Austritt aus der EU werden auf der Villa Reitzenstein und dem Neuem Schloss in Stuttgart europäische Flaagen gehisst. Die grün-schwarze Koalition möchte damit ein Zeichen für Europa setzen. "Wir wollen unsere proeuropäische Haltung deutlich zeigen", so Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Die gehöre in Baden-Württemberg "zur Staatsräson". Als "überzeugten Europäer" treffe ihn die Entscheidung der Briten "ganz persönlich ins Mark". Europa sei in den Grundfesten erschüttert.


AfD-Fraktion schließt Gedeon vorerst nicht aus

Die Zerreißprobe in der "Alternative für Deutschland" (AfD) ist aufgeschoben. Ihr Bundesvorsitzender Jörg Meuthen, zugleich Chef der baden-württembergischen Landtagsfraktion, hatte am Dienstag jedenfalls keine erforderliche Zweidrittelmehrheit für den Ausschluss von Wolfgang Gedeon. Über die Äußerungen Gedeons, Anhänger der antisemitischen "Protokolle der Weisen von Zion", wird jetzt statt dessen ein Gutachten bei drei Fachleuten in Auftrag gegeben – von Religionswissenschaftlern ist die Rede, ein Experte soll jüdischen Glaubens sein –, um die von Meuten selbst erhobenen Antisemitismus-Vorwürfe gegen den Singener Mediziner zu überprüfen. Der lässt vorerst seine Mitgliedschaft in der Fraktion ruhen und wird im Plenarsaal auch einen neuen Platz erhalten.

Fraktionsgeschäftsführer Bernd Grimmer erklärte nach den dreistündigen Beratungen, die für einen Ausschluss notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit sei nicht klar gewesen und etwa ein Drittel der Abgeordneten nicht bereit gewesen, Meuthen zu folgen. Sie schätzten den Stellenwert von Meinungsfreiheit höher ein als den einer "politisch korrekten Ausdrucksweise". Sollte die Fraktion nach der Sommerpause und der Bewertung des Gutachtens abermals nicht bereit sein, dem von Meuthen seit Tagen vehement verlangten Antrag auf Ausschluss Gedeons zuzustimmen, bleibt der dabei, seinerseits die Fraktion verlassen zu wollen. Außerdem gibt es Gerüchte, dass eine Handvoll Abgeordneter Gedeon – im Falle seines Ausschlusses – nicht allein gehen lassen, sondern mit ihm aus der Fraktion ausscheiden wolle.

Nicht nur im Internet tobt seit Tagen eine heftige Auseinandersetzung über den künftigen Kurs der Partei, die sich zur Retterin Deutschlands ernannt hat. Meuthens Co-Vorsitzende auf Bundesebene Frauke Petry hat sich öffentlich gegen ihn gestellt, ist damit aber im Bundesvorstand isoliert. Zahlreiche Mitglieder des rechten Flügels verlangen von dem Kehler Wirtschaftsprofessor, von sich aus die AfD zu verlassen. "Die Bewegung muss sich von Volksverrätern wie Meuthen trennen", postet ein Thorsten Baeuml. Und weiter: "Linksversiffte Gutmenschen braucht die Bewegung nicht! Ein Krebsgeschwür wird auch entfernt, so lange es noch geht und Meuthen hat sich zur Selbstoperation verdonnert. Gut so!" Den Ausdruck "linksversifft" hatte Meuthen selbst vor Wochen benutzt, ihn allerdings auf die ganze Bundesrepublik bezogen.


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"Seriendekor" im Bankenviertel hinter dem Hauptbahnhof in Stuttgart. Fotos: Joachim E. Röttgers

"Seriendekor" im Bankenviertel hinter dem Hauptbahnhof in Stuttgart. Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 181
Gesellschaft

Gerber gegen Kiosk

Von Gastautor Joe Bauer
Datum: 17.09.2014
Immobilienhaie, Propaganda-Politiker, Stadtzerstörer - wenn Joe Bauer durch Stuttgart geht, findet er Zuflucht beim Kiosk Gegenheimer oder beim Seifen-Lenz im Bohnenviertel. Den Rest betrachtet er mit Grausen.

In der Paulinenstraße gibt es einen Kiosk mit Tabak und Zeitungen. Er steht da, als hätte ihn ein Comic-Artist in die Stadtlandschaft gezeichnet. Über der Ladentür liest man "Gegenheimer". Das Geschäft trägt diesen Namen, weil sein Besitzer so heißt, wie er ist. Volker Gegenheimer, 65, ist im Quartier bekannt, und er kennt in der Nachbarschaft die Leute, die nicht viel haben vom Leben, weil sie Junkies sind, Alkoholiker, Obdachlose. Gelegentlich gehe ich in den Laden und kaufe mir Heftchen. Wir unterhalten uns über die Investoren-Aggression vor der Haustür, die Lobbyisten im Rathaus, über Stuttgart 21. Manchmal kommt der Streetworker herein und erzählt, wie es draußen läuft.

Seit vielen Jahren gehe ich in der Stadt herum und wundere mich nur noch selten über die Veränderungen. In Frankfurt am Main erscheint demnächst ein Buch mit dem schönen Titel "Wegsehenswürdigkeiten". Frankfurter Autoren beleuchten die Verschandelungen ihrer Stadt. Einer von ihnen ist der Architekturkritiker Dieter Bartetzko. "Die wahren Schandflecke sind in unseren Tagen jene Luxus-Wohnanlagen, die nicht nur in Frankfurts Zentrum, sondern auch in München und Stuttgart, in Berlin, Hamburg und Lübeck wie Pilze aus dem Boden schießen", hat er neulich in der FAZ geschrieben. Derselbe Autor hat mehrfach die Verstümmelung des Stuttgarter Hauptbahnhofs verurteilt und die Wiederkehr von DDR-Methoden im deutschen Städtebau beschrieben: Überall werden, ohne Rücksicht auf die Umgebung, Konfektionskästen mit Serien-Dekor-Teilen hochgezogen.

Kulturelle Nischen der Lebensqualität bewahren.
Kulturelle Nischen der Lebensqualität bewahren.

Entsprechend steht vor Gegenheimers Tür das neue Einkaufszentrum mit seinen Luxus-Wohnungen herum, als hätte man in einem ausgebombten Wohngebiet eine Videokulisse für Lifestyle-Reklame hingestellt, die bald wieder abgeholt wird. Dem sogenannten Gerber, einer Ausgeburt des Stuttgarter Einkaufkomplexes, hat man eine Art historischen Flurnamen verpasst, um den Marketing-Schwachsinn der Investoren zu unterstützen. Die werben mit dem Leitspruch "Hier wächst Stuttgart zusammen", faseln etwas von einer "Verbindung der südlichen Innenstadt mit der Einkaufsmeile Königstraße" und verweisen auf eine "urbane Mischnutzung", weil es über ihrer Einkaufs- und Fressburg besagte Luxuswohnungen mit Aussicht gibt.

Die früheren Bewohner des Quartiers hat man aus der Stadt hinaus gebaut. Die Gerber-Werbesprache entspricht dem Propagandageschwätz der Politiker, die zulassen, dass in Stuttgart, einem von Stadtautobahnen tranchierten Ort ohne Zentrum, ein zentrales Quartier mit Bauten für Shopping-Events mit Autogestank aus der Provinz zugestellt wird. 

Da erscheint einem die andere Kaufsuchtanstalt mit dem blöden Namen Milaneo hinter dem Bahnhof fast harmlos: Der Protzhochbunker deckelt die Architektur der Stadtbibliothek, die dort sowieso nichts zu suchen hat, und steht an einer Stelle, wo er hinpasst, nämlich in der Glas- und Beton-Scheußlichkeit des Pariser Platzes: in meinem geliebten Quartier Crétin.

Echtes Leben im Stuttgarter Bohnenviertel.
Echtes Leben im Stuttgarter Bohnenviertel.

Trotz fortschreitender Stadtzerstörung fällt es mir schwer, das Sterben des Einzelhandels, den Tod guter, origineller Geschäfte in Gesellschaft zu betrauern. Die Läden gehen ja auch zugrunde, weil viele Leute, die den Niedergang beklagen, oft genug selbst ihr Geld den vermeintlich billigeren Konzernketten in den Rachen werfen. Oder ihr Zeugs im Internet bestellen - nachdem sie heuchlerisch die Ware im Fachgeschäft geprüft und liegen gelassen haben. Es gibt genügend Leute, die lüstern und gierig auf Schnäppchen-Tour gehen, obwohl sie die Kohle hätten, die Fachgeschäfte als Instanzen der Lebensfreude zu unterstützen.

Wichtig erscheint mir deshalb, solche noch existierenden Läden mit Mann und Maus zu verteidigen, sie als kulturelle Nischen der Lebensqualität zu bewahren. Wenn ich in einen Plattenladen gehe, weil mir der emotional intensive Zugang zur Musik mehr bringt als ein angeblich günstiges Amazon-Produkt per Post, fühle ich mich so sehr im Leben wie beim Kauf eines Rasierpinsels beim Seifen-Lenz im Stuttgarter Bohnenviertel, wo der Ladenchef eine Menge über die heruntergekommenen Baudenkmäler im nahen Rotlichtviertel weiß.

Viele Leute vergießen Tränen über das Ladensterben, gehen aber nicht mal zu einer Demonstration gegen Stuttgart 21, weil sie bis heute nicht begriffen haben, dass es bei diesem politisch gesteuerten Milliardenskandal nicht um einen läppischen Bahnhofsneubau, sondern um die gigantischen Profite von Immobilienhaien und die Vereinnahmung einer Stadt geht. Sie hören auch nicht zu, wenn die Kriminalpolizei meldet, in Deutschland gebe es keine Großbaustelle mehr ohne den extremen Einfluss der Mafia.

"Das Gerber" möge lange an seinem Bauzaun den Dummspruch "Erst schippen, dann shoppen" plakatieren. Leider hab ich kaum Hoffnung, da könnte was floppen.

Joe Bauer ist Kolumnist der "Stuttgarter Nachrichten", Inhaber des "Flaneursalons" und schreibender Spaziergänger, der die Dinge beim Namen nennt. Mehr von Joe Bauer gibt es in seinem Flaneursalon.


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Kommentare

Umländer, 23.09.2014 19:57
Die Stuttgarter Lokalchauvinisten mit ihrem verlogenen Bohnenviertelidyll und kultivierten Umländerhass sind doch die eigentlichen Provinzler.

Da hat ja wohl einer jahrelang schönen Profit mit der Förderung von Lungenkrebs und Leberzirrhose in den einschlägigen Kreisen gemacht bevor er letzteres großmütig aber zu spät, wie er selbst eingesteht, Ende 2013 aufgegeben hat. Jetzt bleiben ihm nur noch die Fans von Lungenkrebs und wahrscheinlich die Bild- und Bunteleser. Mit der Feststellung, das ist nicht mehr meine Stadt, liegt er genau richtig, oder vielleicht doch nicht ganz, das war noch nie seine Stadt. Mit so einer Einstellung lebt man nämlich eigentlich auf dem Dorf.

Die Mär vom heuchlerisch Beratung schnorrenden, Schnäppchen gierenden, hirnlosen Konsumenten verbreiten wohl nur die, die nichts im Laden verkaufen.
Heutzutage informiert sich der Kunde im Internet, kennt die Produkte und weiss was über die Preise meistens schon bevor er in den Laden geht. Wer ihm dort was vom Pferd erzählt und dafür auch noch 30% Preisaufschlag haben will, sieht eben alt aus und muss dann auf das Internet schimpfen.

Manches Geschäftsmodell funktioniert aber auch einfach nicht (mehr). Den Haufler habe ich regelmäßig aus dem Umland angefahren und dort gekauft obwohl ich die Sachen in Leinfelden auch billiger hätte kriegen können. Geholfen hat das überhaupt nichts. Warum ? Weil der sein Produktsortiment so irre verzettelt hat wie kein anderer. Bei dem kriegt man ja bis jetzt fast alles bis auf das Schweisstuch der Veronika. Allerdings ist regelmäßig ab Mitte April das Maigrün bis Jahresende ausverkauft,weil der immer zu spät auffüllt. Deshalb habe ich den halben Bestand schon im Februar gekauft. Mehr Liebe zum Einzelhandel geht nicht. Krimskrams in bester Lage zu verkaufen ist angesichts der horrenden Mieten wohl einfach nicht mehr drin.

Und mit einer Schickimicki Kneipe für die Sonnestudiofraktion sind 20000 Euro Monatsmiete scheinbar auch nicht zu verdienen, wie das mit Modeschmuck gehen soll ist mir zwar ein Rätsel, aber vielleicht löst sich das ja nach ein bis zwei Jahren von selbst.

Was das Gerber angeht wird das Urteil der hirnlosen Konsumenten gnadenlos sein. Wenn das nur ein Aufguss der Königsbaupassagen ist wird wohl nur der Edeka richtig laufen und der Rest wird vor sich hin dümpeln. Damit wären wenigstens eventuelle Restbestände eines lokalen Lebensmittelhandels, am besten gute Bäcker und Metzgerreien plattgemacht. Gratulation and die zuständigen Stadtväter.

Zu hoffen ist, daß die Sache gut geht für alle. Wie das gehen soll weiss ich wirklich nicht. Aber mit meiner Unterstützung aus dem Umland braucht jedenfalls niemand mehr zu rechnen.

LIane, 23.09.2014 10:24
@Wolle: immer das gleiche Spiel:
für das ICH Toleranz und Meinungsfreiheit, Respekt und so fordern,
aber Andere mit Füssen, neoalt: mit Worten permanent diskreditieren, runtermachen und mit Verachtung behandeln!
es gibt Leute die sehen nur ihre Welt und sonst gar nichts, ...... finde ich nicht unbedingt schlimm,
schlimm finde ich, dass sie andere nicht leiden können, die anders sehen und wahrnehmen!
und ja. es ist schwer zu ertragen, dass das Schubladendenken so intolerant ist und sauer sein auf diejenigen, die nicht so gläubig sind!: "die Atomkraft ist das sicherste der Welt" (wenn ich all die Störfälle einfach ignoriere)

Mein Lebensmotto:
wenn sich jemand zuhause zu Tode säuft ist es sein Problem...
wenn er betrunken Auto fährt ist es ein AllgemeinProblem!

Wenn Sie also 2mal im Jahr schnell-Tshoppen gehen: Ihr "Problem"!
Wenn politische und finanzielle und macht-artige Auswirkungen die Gemeinschaft "belasten" ist es ein "Problem" der Allgemeinheit! (die Strassen ums Gerber wurde jahrzehntelang vernachlässigt... jetzt hat die Allgemeinheit "plötzlich" Geld um Infrastruktur zu bezahlen?) (und mich betrifft die Verkehrsbelastung in der Tübinger Str. persönlich!) (wäre bei Ihnen vielleicht auch anders wenn "plötzlich" tausende von Autos an Ihrem "Wohnzimmer" vorbeiführen!)


Zum Zeitmanagement der ach soviel Arbeitenden (was ja quasi als Gesetzmässigkeit der fanatischen Befürworter gepachtet wurde):
An die Mahnwache kamen regelmässig uniform gekleidete Leute vom Wasen/Weindorf/Fussballspiel und erklärten : "hicks: issch hätte garrr keine Zeit, hicks, musssssch immer nur aaarbeiten und malooochen, hicks!"
oder die Anderen die vormittags, nachmittags, auftauch(t)en (oder die Netze fluten), die dann von viel Arbeit, kein Zeit für "sowas"..... aber nicht merken wie paradox ihre Argumentation ist!

eine der wichtigste Argumentation für Ihre Projekte scheint das Kritiker-bashen zu sein!

Alfred, 22.09.2014 13:45
@Wolle
wenn es Ihnen gegen den Strich geht das man den Großteil der Bevölkerung in die hirnlose Schublade steckt sollten Sie eigentlich für K21 sein und gegen die flächendeckende Manipulation der Bevölkerung durch die Leitmedien und unsere bürgerlichen Politiker. Sind Sie aber nicht.

Wolle, 21.09.2014 16:54
@frank b
Mir geht es halt gegen den Strich, wenn man den Großteil der Bevölkerung in die hirnlose Schublade steckt. So wie es auch ein Herr Bauer tut, den ich mal supergerne gelesen habe.
Der aber seit der Volksabstimmung fast keinen Artikel verfasst hat ohne dass er seinen Frust über das Volk und das ach so furchtbare Projekt ablässt.
Für mich ist, wie für die meisten Männer, shopping ein Graus. Darum und weil die Zeit knapp ist gehe ich gerne zweimal im Jahr in einen dieser Tempel. Kurz und effizient.
Somit Lande ich, wie der Großteil der Bevölkerung in der Ohnehin Schublade des Herrn Bauer der alle Zeit der Welt zum Flankieren hat.
Ja, das geht mir gegen den Strich.
Und das habe ich geschrieben und dabei gegen keine Netiquette verstoßen oder jemanden beleidigt.
Leider war das für manche schon zu viel.

Und @Dichtbert
Bei 90% der Kommentare die auf mich antworten verstehe ich nur Bahnhof.
Meist wird mit wilden Verschwörungstheorien reagiert. Die meisten wissen genau wer ich bin, was ich wähle usw.
Ich muss Sie enttäuschen... Ich verstehe nicht mal was FB bedeutet. Frank B? Fredi Bobic?
Nicht mal 10% reagieren sachlich auf einen meiner Kommentare. Lieber Schublade auf und Wolle rein.

Frank B, 21.09.2014 12:56
Wolle gibt uns wieder einmal ein Paradebeispiel für das bewußte, (ich unterstelle wider besseren Wissens) verdrehen von Tatsachen, um weniger gut informierte Menschen im Interesse des Kapitals, z.B. privater Investoren (denen er sich wohl verpflichtet fühlt), zu beeinflussen ! Denn genau das Gegenteil von dem was er hier äußert ist der Fall!
Eine solche Vorgehensweise (Argumentation möchte ich das nicht nennen) ist heute leider gängige Praxis vieler bürgerlicher, sich am Interesse des Kapital orientierter Politiker und bei vielen Mainstream-Medien (tendenziöse Berichterstattung bei wichtigen, Kapitalinteressen berührenden Themen). Beleidigt wird durch eine solche Vorgehensweise (Verbreitung vermeintlicher Tatsachen) nur die Intelligenz vieler Menschen und der Bevölkerung wird so das Recht auf investigativen Journalismus und damit das Recht auf freie Meinungsbildung genommen.
Zensur hat nichts mit "links" oder "rechts" zu tun, sondern immer nur mit einer Diktatur. Einen echten, demokratischen Sozialismus hat es in den ehemaligen Ostblockstaaten (DDR, Polen, Tschecheslowakei, etc.) nicht gegeben, sondern eine "abgehobene ideologische Bürokratie" (=Diktatur) . Mit seinem Gleichnis "linke Staatsform" = Zensur bedient Wolle ein Klischee, welches über Jahrzehnte in die Köpfe der Menschen gehämmert wurde. Zensur hat so wenig mit einer linken Staatsform zu tun wie Waffenlieferungen mit christlich demokratischen (CDU) oder sozialem (SPD) handeln.
Heute "diktieren" ausschließlich Kapitalinteressen und diese geben vor was und wie berichtet wird bzw. welche (bürgerliche) Politik gemacht wird. Möglich gemacht durch Lobbyismus (Korruption a la Deutschland), verpackt im sozialen Mäntelchen (alles nur zum besten der Bevölkerung).

dichtbert, 20.09.2014 22:32
@Wolle, 19.09.2014 21:06 nö mein Lieber, mit Realität haben Ihre schrägen Beiträge nun mal überhaupt nichts am Hut. Sie sind nur vollgestopft mit Voruteilen, Schubladen und Polemik. Interessant auch immer Ihre ständig wiederkehrenden Verweise auf den Wochentag "Montag" . Was für ein persönliches Problem haben Sie denn mit diesem Wochentag? Abgesehen davon würde ich Sie auch nicht als Lohnsschreiber einstufen denn dafür sind Ihre Beiträge zu verbissen ja fast schon gequält. Ich Tippe mal auf diese obskure FB-Fangemeinde "für S21", die sich selbst für die Leistungsträger der Nation halten. Lustigerweise haben diese Figuren den ganzen Tag Zeit Ihre komischen Ergüsse & Häme über andere Menschen in der bunten FB-Welt hoch und runter zu posten. Will halt nicht so ganz zum Begriff "Leistungsträger" passen, nicht wahr?

Tscha, Herr Wolle glaubt nicht nur, 20.09.2014 22:18
daß er Recht hat. Er weiß es. Da sag ich doch:
Er hat Recht. Und ich meine Ruhe. Jeder hat doch seine eigene Meinung - und darf sie sogar behalten.

Wolle, 19.09.2014 21:06
Hui, es tut schon sehr weh, wenn jemand ein wenig Realität in die Kommentare bringt.
Da wird ganz schnell beleidigt und diffamiert
Die Beleidigung war schon immer die Waffe derer die keine Argumente haben.
Und es wird natürlich sofort zur Zensur aufgerufen.
Das Lieblingswerkzeug aller Linken.
Oder gab es mal eine linke Staatsform die ohne Zensur auskam?
Das Volk ist doof und muss zensiert werden.

Hermann Jack, 19.09.2014 16:18
@planb, 19.09.2014 15:19

Aber nicht doch: Wieso sperren? Wolle ist durchaus amüsant und aufschlußreich. Warum? Weil er oder sie doch genau den Typus primitiver PROler exemplarisch vorführt. Niemand nimmt solche lächerlichen Figuren ernst.

Man macht sich halt so seine Gedanken, ob das DB- Kommunikationsbüro, als Dietrich, oder die DB Gelder der Steuerzahler veruntreuen? Nichts anders wäre es nämlich, wenn öffentliche Gelder dafür eingesetzt werden, um bezahlt Straftaten im Netz zu begehen oder begehn zu lassen. Und Straftaten begehen diese Lohnschreiber massenhaft. In den Foren der StZ und der StN sind diese Leute ja auch am werkelen. Früher mal als Klartext, jetzt mal als Paul Peter oder Knut K. Es gibt ganze Listen mit den Brüdern oder Schwestern. Der einzige Zweck dieser Aktionen ist die kritische Sachdiskussion um S 21 zu zerstören. Das sollte man nicht zulassen. Einfach auflaufen lassen.

planb, 19.09.2014 15:19
@Wolle
Seltsam, seltsam da haben sie armer Mensch soooo wenig Zeit und sind auf das Einkaufszentrum angewiesen, aber ständig hier jeden Artikel hämisch zu kommentieren dafür bleibt Zeit.
Könnte es etwas sein, dass Sie einer dieser Lohnschreiber sind, die für Bahn, ECE und Konsorten arbeiten, oder könnte es etwa sein, dass sie den ganzen Tag zuhause sitzen und einfach nur rumtrollen?
Kontext sperrt den Kasper endlich!

Floh, 19.09.2014 14:31
Wolle meint es also nur gut mit der schwer arbeiten Bevölkerung. Und zwar genauso gut wie es die bürgerliche Politik auch tut. Durch Manipulation und verdrehen von Tatsachen.

Wolle, 19.09.2014 08:14
@charlotteRath.
Wer hat denn behauptet, dass alles super ist.
Alle da draußen die hart arbeiten müssen um in unserem System durchzukommen träumen von einem entspannten Leben. Alle würden gerne Tagelang durch alte Krämerladen stöbern um und Stunden mit den Leuten schwatzen.
Was mich stört ist einfach diese Arroganz gegenüber den Menschen die es sich diese Zeit nicht leisten können.
Nicht alle haben es so schön wie die Leute die sich heute Montags treffen.
Allesamt im goldenen Rentnerzeitalter. Aufgewachsen in einer goldenen Zeit ohne globalen Wettbewerb. Meist hat es gereicht wenn der Mann die Kohle verdient hat.
Und heute schaut man arrogant auf die Generation herab die Gas geben muss um durchzukommen.
Lemminge. Seelenlos...
Warum seid gerade ihr, die mit allen Privilegien groß wurdet heute so frustriert?
Warum kommt nie was konstruktives?
Was soll diese Schimpforgie ohne dass man eine Lösung aufzeigt.
Klar man kann davon schwärmen wie romantisch das Leben im afrikanischen Busch ist.
Alles realitätsfern.
Unterm Strich bleibt, dass Gerber und Co schlicht zeitgemäß sind.
Und ein paar wenige Rentner mit der Zeit nicht mehr mitkommen.
Das ist euren Eltern aber auch passiert.
Die gaben damals genauso über Fernsehturm, Staatsgalerie, Karstadt und Lerche geschumpfen wie ihr heute macht. Das jahrtausendsalte Spiel der Alter werden den. Zu mindestens derer die geistig nicht flexibel sind.

FernDerHeimat, 19.09.2014 06:05
Na, "Wolle", wer bezahlt heute Deine Beiträge?

CharlotteRath, 18.09.2014 18:25
@ Wolle,
schon aus dem Urlaub zurück und gleich wieder fleißig am Filzen, damit die Stuttgarter Gier- und Baumafia weiterhin ungestört von Kontext-kritischen Geistern unser Geld, unsere Geschichte, unsere Kultur beiseite schaffen kann?
Vielleicht wäre für den nächsten Urlaub mal ein Besuch bei den San-Buschleuten im südlichen Afrika zu empfehlen:
Diesem angeblich so rückständigen Volk (ganz ohne Gerber, Milaneo, S 21, Tablet & Co.) gelingt es, in nur 3 Stunden pro Tag alles fürs Überleben der Familie Notwendige zu tun. Und es bleiben rund 13 Stunden für gegenseitige Hilfe, gemeinsames Musizieren, Flanieren, Erzählen ...
Das tun sie unverschämterweise auch noch, ohne ihren Nachkommen (Atom)Müll oder Schulden zu hinterlassen.
Zumindest ich komme da ins Nachdenken, ob bei uns alles wirklich so super ist.

Wolle, 17.09.2014 18:35
Herr Bauer ist Stadtflaneur. Da bin ich echt neidisch. Zeit im Überfluss und sogar bezahltes Flanieren.
Sorry, dass das Volk leider mind. 40h die Woche arbeitet. Sorry, dass viele Familie haben. Sorry, Zeit ist einfach sauknapp. Für jeden Tip, der mir zeigt, woher ich die Zeit nehmen soll stundenlang Slowshopping in romantischen Gässchen zu betreiben bin ich dankbar.
Bis dahin gehe ich in ein Einkaufcenter und freue mich in einer Stunde das erledigen zu können was mich sonst einen wertvollen Urlaubstag kostet.
Und wenn die Kids aus dem Haus sind gehe ich, wie früher als Single, wieder Slowshoppen und trinke an jeder Ecke ein Pils.
Und lasse mich von den Wutbürgern als Lemming und seelenloses Shoppingvictim beschimpfen....
Wo kauft ihr eigentluch eure Handys und Tablets?

joe bauer, 17.09.2014 13:24
@ M. Stocker. Keine Frage, die Mieten, der Mietwahn in den Städten bringen viele Läden um. Ich wollte leidlich ein wenig die Leute mit Hirn und etwas Ged daran erinnern, wenigstens die noch funktionierenden Läden zu unterstützen.

M. Stocker, 17.09.2014 09:55
Ja, lieber Joe Bauer, alles richtig. Nur die kleinen Läden in den Großstädten gehen nicht nur an der Gedankenlosigkeit der Konsumenten zugrunde, sondern auch an den hirnrissigen Renditeerwartungen der Immobilienbesitzer. Läden, die in den inhaber-eigenen Räumen betrieben werden, haben durchaus eine Überlebenschance, auch gegen die großen Ketten, solange dem Inhaber nicht der Vogel rausfliegt und er das große Geld wittert.

Die Rechnung ist eine ganz einfache: Wer zahlt schon gerne für die Rendite der Innenstadt-Investoren den doppelten oder dreifachen Preis, z.B. für Klamotten, oder noch austauschbarere Waren. Der Internet-Händler mit Lagerhalle im ehemaligen Zonenrandgebiet hat da deutlich weniger Stress mit Vermietern. Selbst die Transportkosten fallen da nicht mehr ins Gewicht. Nur die Umwelt 'bezahlt' natürlich für den ebenfalls hirnrissigen Logistikaufwand.

FernDerHeimat, 17.09.2014 07:23
"Durch Stuttgart zu gehen als älterer Mensch kann man nur noch mit ständigem Kopfschütteln - und der geballten Faust in der Tasche!"

Das sagte vor einigen Jahren ein Stuttgarter zu mir. Ein echter Killesberger sogar, aber keiner von diesem "neureichen, asozialen Gesindel, das einen demonstrativ nicht auf der Strasse grüssen will oder mal einem Nachbarn aus der Not helfen würde".

Der gute Mann erinnerte sich noch an die Stadt in Trümmern und die Entschlossenheit der Bevölkerung zum Wiederaufbau. Und was später aus ihr wurde, unter solch bedingungslosen "Betonisten" wie Klett und Rommel.

Er hätte der CDU allein deswegen schon lange abgeschworen. Vielleicht auch noch, weil sie ihm später zu katholisch (lies: scheinheilig und verlogen) war.

Und auch er kannte diese "Nischen", wo das echte Stuttgart noch ein wenig am Leben war. Und auch ihm fiel auf, wie diese Nischen immer weniger und immer kleiner wurden.

Das Gerber, ebenso wie das Milaneo, hätte er sicherlich in Bausch und Bogen verdammt.

Aber die meisten "einheimischen" Politiker würden sich auch nicht im "echten" Stuttgart blicken lassen. Man bleibt, vom ungeliebten Wahlkampf einmal abgesehen, lieber unter sich. Fern dem Volk.

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@Dieter Kief: Sie können gern auch weiterhin der offiziellen Berichterstattung in unseren Medien folgen, daß das ja alles nur eine "Bündnispolitik" der NATO ist und die Russen sich gefälligst nicht so haben sollen, wenn man ihre...

Ausgabe 274 / Populismus pur / Dieter Kief, 29.06.2016 23:20
@ Fritz 1) wg. Pilger - dass der 3. Weltkrieg bevorstehe, und dass es starke Hinweise darauf gebe, z. B. in Form von Nato-Truppenbewegungen im Rahmen von Manövern. Nun ja. Was den kontext-Artikel insgesamt betrifft: Die komplexen...

Ausgabe 274 / Rebellion im Remstal / Dieter Binder, 29.06.2016 20:37
Lieber Herr Stephan Nordstadt, hier haben sich einem alten und gern gebrauchten Vorurteil bedient. Nein der Gemeinderat will sich "KEIN" Denkmal setzen! Das Projekt Remstalgartenschau wurde in Arbeitsgruppen "mit" der Bevölkerung...

Ausgabe 274 / Kleines Zubrot für den Kontrolleur / M. Stocker, 29.06.2016 19:04
Danke Kontext dafür, dass diese Eiterbeule der Sozialdemokratie mal wieder angestochen wird. Da gäbe es noch ein paar Kleinigkeiten zu berichten. Z.B. dass Herr Schmiedel es nicht nötig hatte, seine Steuererklärungen rechtzeitig, also...

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