Wer wird's? Stefanie Schneider, Kai Gniffke (obere Reihe v. l.), Andreas Cichowicz, Clemens Bratzler (2. Reihe, v. l.) oder Christine Strobl (ganz rechts)? Ganz links wettert Rundfunkrat Karl Geibel. Fotos: SWR, NDR, Joachim E. Röttgers (auch Montage)

Ausgabe 416
Medien

Rauchzeichen aus dem Dschungelcamp

Von Josef-Otto Freudenreich
Datum: 20.03.2019
Die Aufregung ist groß beim SWR. Der alte Intendant geht und die Nachfolge wird erstmals ohne Parteibuch geregelt. Das verstört die CDU, die den Sender bisher als ihren Erbhof betrachtet hat. Zu allem Elend geht ihr jetzt auch noch der letzte Kandidat von der Fahne.

Ach, was waren das noch für Zeiten. Dezember 2006. Peter Voß war abgetreten und nervte seine Parteifreunde nicht mehr mit seiner großen Klappe. In den Startlöchern standen: Peter Boudgoust, ein Abteilungsleiter aus dem Staatsministerium, der scheinheilige Kathole Bernhard Nellessen und der afghanische Stammesbruder Willi "Wusel" Steul. Sie alle wollten Intendant werden, alle waren Männer und alle waren schwarz. Wie das immer war, beim Südwestfunk und Süddeutschen Rundfunk, und später beim Südwestrundfunk – seit 1946.

Nun scheint alles anders. Der damalige Gewinner Boudgoust tritt (vorzeitig) ab, und plötzlich tauchen Personen mit Aussicht auf der Bühne auf, die nicht auf dem CDU-Ticket reisen. Das wäre früher nicht passiert, das musste schon sauber ausgekungelt sein, abgesegnet von der Regierung beziehungsweise den Rundfunkräten, die sich ihrerseits wieder an der Regierung orientierten.

Kretschmann hält sich raus, er geht lieber zu Lanz

Heute ist das schwieriger. In Stuttgart haben sich die Grünen breit gemacht, ihr Übervater Winfried Kretschmann hat schon bekundet, dass er nix gegen eine Frau hätte. Mehr aber auch nicht. Er geht ohnehin lieber zu Markus Lanz. In Mainz sind Sozis, Grüne und die FDP an der Macht, Ministerpräsidentin Malu Dreyer wünscht sich eine SPD-Intendanz, und so fand sich eine zwölfköpfige Kommission zusammen, die jetzt einen voll ausbalancierten Wahlvorschlag präsentiert. Abgestimmt von links bis rechts, von Mann bis Frau, von pfälzisch bis schwäbisch, von katholisch bis evangelisch, wie der SWR-Verwaltungsratschef Hans Albert Stechl versichert. Und so sieht der Plan aus:

Update: Aus fünf mach zwei

Jetzt sind’s nur noch zwei: Stefanie Schneider (57) und Kai Gniffke (58). Auf ihrer gemeinsamen Sitzung am Freitag, 22. März, haben Rundfunk- und Verwaltungsrat des SWR diese Zweier-Lösung in überraschender Einmütigkeit beschlossen. Damit werden die Stuttgarter Landessenderdirektorin und der Chefredakteur von ARD-aktuell in die Wahl des Intendanten am 23. Mai ziehen. Beide Kandidaten sind mit großer Mehrheit (70 Ja, ein Nein, vier Enthaltungen) gekürt worden. Aus dem Rennen sind damit SWR-Hauptabteilungsleiter Clemens Bratzler (46) und NDR-Chefredakteur Andreas Cichowicz (57). Gerade noch rechtzeitig die Reißleine gezogen hat SWR-Verwaltungsdirektor Jan Büttner (57), der am vergangenen Montag seine Kandidatur zurückgezogen hat. (jof)

Ins Rennen gehen Stefanie Schneider, 57, Landessenderdirektorin in Stuttgart, und Kai Gniffke, 58, Chefredakteur ARD-aktuell in Hamburg. Erstere war die einzige Frau in der 15-köpfigen Bewerberschaft und damit zum Hundertjährigen des Frauenwahlrechts gesetzt. Zudem gilt sie als Grün-nah, was sich in ihrer bisherigen, solide abgeleisteten Amtszeit, nicht bemerkbar gemacht hat, weshalb gerne auf Vergangenes verwiesen wird. Etwa auf die Leitung der französischen Filmtage in Tübingen oder ihren Ziehvater Martin Born, der einst an Lothar Späths Abgang mitgestrickt und später den Gärtner "Gießbert" im Fernsehen gegeben hat.

Der zweite Kandidat wird als Aushängeschild des "Ersten" gepriesen, hat in Mainz studiert und als SWR-Reporter gearbeitet, über die deutsche Arbeiterbewegung bei Iring Fetscher promoviert ("Genosse Dr. Quarck"), unterstützt von der Ebert-Stiftung. Seitdem hat er den SPD-Stempel an der Backe. Von den Gremienmännern wird Gniffke in den höchsten Tönen gelobt, er sei formidabel, Bundesliga und absoluter ARD-Insider, wie gemalt für den SWR, der unter den Anstalten, obwohl die zweitgrößte, keinen Glanz verstrahlt. Im gleichen Atemzug wird der regional verankerten Schneider der "Glamour-Faktor" abgesprochen.

Und zack — war der SWR ein Mauschelklub

Das wär's also gewesen an Zumutbarem für die Rundfunkräte, die sich eine(n) von den beiden aussuchen sollten. Wenn da nicht Volker Stich, der frühere Herr vom Beamtenbund, gewesen wäre. Der gelernte Lehrer aus Heidelberg ist Vorsitzender des Landesrundfunkrats und hat bis 2017, als er noch Ober-Beamter mit CDU-Parteibuch war, die Pensionen seiner Klientel bockelhart verteidigt. Seitdem ist es still geworden um ihn, bis er auf die Idee gekommen ist, den Zweier-Vorschlag an die "Süddeutsche Zeitung" durchzustecken, bevor seine Gremienmitglieder informiert waren. "Wir sollten das nicht akzeptieren", hat er gesagt, er wolle fünf Bewerber hören. Für eine Schlagzeile, sagen sie im Rundfunkrat, würde Stich auch seine Großmutter verkaufen. Und zack war der SWR ein Mauschelklub, der sich sogar von der "Stuttgarter Zeitung", die ihn sonst so gern mag, der "Intransparenz" zeihen lassen musste. Im Namen der Demokratie, versteht sich.

Die Wahrheit dürfte schlichter sein. Wie erläutert, gehen Schneider und Gniffke nicht als Schwarze durch, was Leute wie CDU-Fraktionschef Wolfgang Reinhart wohl als historischen Affront begreifen. Wo ist der Teppich geblieben, der die Potentaten von Teufel bis Mappus direkt von der Staatskanzlei ins TV-Studio geführt hat? Bei der Suche nach dem letzten konservativen Offizier auf Brücke - was natürlich Quatsch ist, weil die anderen die Klappe halten - sind sie auf Verwaltungsdirektor Jan Büttner (57) gestoßen. Als Volontär und Redakteur beim SDR, langjähriger Büroleiter von Peter Voß und Peter Boudgoust (2001-2012), scheint er ihnen ausreichend sozialisiert, um linkem Gedankengut abhold zu sein. Einschränkend muss allerdings auch gesagt werden, dass sein Charisma jenem entspricht, das bei einem Verwaltungsdirektor vermutet wird. Sie wollten keinen "Boudgoust reloaded" haben, warnen die Sozis im Funk. Seit Montag ist die Gefahr gebannt. In einem Brief an die Gremien teilt Büttner mit, er ziehe seine Bewerbung zurück, um "weiteren Schaden von unserem Sender abzuwenden". Was er damit meint, bleibt offen. Dem Schreiben ist nur zu entnehmen, dass ihm das Konglomerat aus drei Standorten (Stuttgart, Mainz, Baden-Baden) missglückt erscheint. Das Gegeneinander habe in den letzten Jahren "stark zugenommen". Da ist ihm schwer zu widersprechen.

Der Favorit soll weder Tod noch Teufel fürchten

Weiter im Rennen ist noch Andreas Cichowicz, 57, SPD-verdächtig, NDR-Chefredakteur in Hamburg, gebürtiger Plochinger und Berufsanfänger am Neckar ("Vaihinger Kreiszeitung" und SDR), Studioleiter in Johannesburg und Kairo, "Weltspiegel"-Moderator und verantwortlich für den Rechercheverbund NDR, WDR und "Süddeutsche Zeitung". Ein ausgewiesener Journalist also, aber klar hinter Gniffke eingruppiert, dem das Findungspersonal bescheinigt, weder Tod noch Teufel zu fürchten. Das sei auch so eine Art Grundvoraussetzung für den nervigen Job bei ARD-aktuell, sagen Gniffkes Kollegen, irgendeiner fände die "Tagesschau" oder die "Tagesthemen" immer scheiße. Also: ein letzter Karrieresprung für beide, warum nicht? Das Büro an der Neckarstraße bietet einen Blick wie kaum ein anderes, ist großzügig geschnitten (circa 80 Quadratmeter) und das Gehalt mit rund 330 000 Euro jährlich auskömmlich bemessen.

Aber halt, da ist noch einer. Clemens Bratzler, Grün-verdächtig, ein Jungspund in der Runde mit seinen 46 Jahren, einer, der zum ersten Mal erfährt, dass Jugend kein Vorteil sein muss. Egal, wen man fragt, die Antwort ist immer dieselbe: guter Mann, aber zu jung, soll sich frühestens in fünf Jahren nochmals bewerben. Nur einer in der Findungskommission hat für ihn gestimmt. Angesichts des Wunsches von Boudgoust nach einem Generationenwechsel, angesichts der Tatsache, dass Hans Bausch 37 Jahre alt war, als er SDR-Intendant wurde, darf man sich zumindest wundern. Zumal Bratzler als Hauptabteilungsleiter "Multimediale Aktualität" genau das in seinem Beritt hat, was der Sender als seine Zukunft wähnt: den Tanz auf allen Hochzeiten. Im Fernsehen, im Radio, im Internet. Wenn Bratzler bisweilen von der "Kunst des Weglassens" spricht, darf man annehmen, dass er registriert, wie der Laden ächzt und stöhnt, wie viele MitarbeiterInnen die Rente herbei sehnen.

Wie wär's denn mit der Frage, was noch öffentlich-rechtlich ist?

Das ist schade, weil der SWR viele gute hat. Viele, die sich fragen, wohin die Reise geht, was am Programm noch öffentlich-rechtlich sein wird, was Journalismus ist? Von Boudgoust, dem heute 64-Jährigen, haben sie, je länger er amtierte, um so weniger Antworten erhalten. Die Bodenseeschriftstellerin Gaby Hauptmann, 61, als frische Moderatorin einer Talkshow, ein zwangsfusioniertes Sinfonieorchester, journalistischer Nachwuchs, der via Facebook fragt, ob er vor der Kamera eine rote oder grüne Mütze aufsetzen soll - ist es das? Eine Debatte darüber findet nicht statt.

Der Abgang eines Intendanten, der drei Jahre vor Ablauf seiner Amtszeit in Rente geht, wäre eine gute Gelegenheit, seine Motivlage auszuleuchten. Solch ein Akt ergebe womöglich einen Hinweis darauf, wo das Scheitern eingebaut ist oder das Gelingen nicht riskiert wird. Aber das wird nicht passieren, nicht in diesen Gremien, die den neuen Intendanten am 23. Mai wählen sollen.

Da lohnt es sich, mit einem Mann zu reden, der einen richtig dicken Hals hat. Mit Günther-Martin Pauli, dem Mitglied im SWR-Verwaltungsrat und Sprecher des schwarzen Freundeskreis. Der Landrat von Balingen hat einen eigenen Kopf, nicht den von Parteifreund Reinhart, und fürchtet jetzt vor allem eines: die Stich-Krankheit. "Es geht nicht ums Dschungelcamp und nicht um die Bachelor-Wahl", schimpft er ins Telefon, "es geht um die Wahl eines Intendanten". Will sagen: der Rundfunkrat soll nicht herum gockeln, sondern denken.

Der Landrat hätte eine wunderbare Lösung gehabt

Das wird schwer und um so schwerer, je länger es dauert. Genau das könnte drohen, wenn sie es nicht schaffen, die Prozedur an einem Tag in zwei Wahlgängen durchzuziehen. Mehr lässt der Staatsvertrag nicht zu, danach verlangt er sechs Wochen Pause, dann sind Sommerferien in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg – sprich viel Zeit für Dschungelcamp.

Und dabei hätte Pauli eine wunderbare Lösung gehabt: Christine Strobl, 47, die Tochter von Wolfgang Schäuble, die Beste von allen. Sie hätte für ihn und viele andere alles mitgebracht. Das richtige Geschlecht (weiblich), die richtige Partei (CDU), den Stallgeruch (Spielfilmchefin SWR), die nationale Karriere (Degeto-Chefin) – nur nicht den richtigen Mann. Das ist Thomas Strobl, der stellvertretende Ministerpräsident. Sie hat da wohl eine gewisse Unverträglichkeit gespürt, zwischen den beiden Jobs, und abgesagt, was sie ehrt. Auf die Frage, ob das Problem nicht mit einem Rücktritt des Mannes zu lösen gewesen wäre, lacht Pauli und vermutet, dass sich viele CDU-Mitglieder darüber gefreut hätten.


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20 Kommentare verfügbar

  • era eraasch
    am 24.03.2019
    Und jetzt denken wir alle nochmal nach, ob die SWR-Medien staatsnah oder staatsfern sind. Und ob sie es bei dieser Gemengelage überhaupt jemals sein können.
    Haha.
    Parteienstreit gehört ins Parlament. (selbst da sagt das GG nur, das Parteienbei der politischen Meinungsbildung "mitwirken", aber das nur am Rande).
    Dass sich Journalisten und Redakteure überhaupt Gedanken über ihre Parteizugehörigkeit oder -nähe machen müssen, sagt schon alles über politische Einflußnehme auf unsere Medien..
    Wenn unser politisches Denken ander Parteifarbe aufhört, wird es weitere BERs, S21setc geben und den passenden Staatsfunk dazu.
    Solche Piefkes und Vereinsmeier verstehen wahrscheinlich auch nicht, warum man nicht in völkerrechtswidrigen Kriegen in Syrien mitmachen und gewählte Präsidenten in Venezuela stürzen soll.
  • T. scho
    am 23.03.2019
    Stefanie Schneider hat zwar tatkräftig mitgewirkt, die "Blödmaschine" (Seeßlen) SWR in Bild und Ton auf vollen Touren am Laufen zu halten. Doch in Zeiten von NSU-Skandal und Stuttgart-21-Desaster reicht es nicht mehr aus, die Zuschauer mit geballter Volksbespaßung vom Nachdenken abzuhalten.
    Dafür braucht es jemand, der immun gegen Berichtigungen und Kritik die Deutungshoheit beansprucht: Dr. Kai Gniffke.
    Es gab Zeiten, da blamierte sich Fritz J. Raddatz, als er den Frankfurter Hauptbahnhof kurzerhand 56 Jahre vor seinem Bau in Goethes Zeiten versetzte, und musste seinen Job als ZEIT-Feuilletonchef aufgeben. Tempi passati. Kai Gniffke darf sich zusammen mit Lothar Tolks in der Echokammer der Südwest Presse in Rage reden und mal eben die Malaria als ausgerottet verkünden. Da fragt kein Tolks nach, da liest keiner Korrektur und widerspricht keiner. Der Mann ist schliesslich ARD, ist Tagesschau und Tagesthemen, ist die öffentlich-rechtliche Wahrheit in Person. Wer Millionen Malaria-Erkrankungen und hunderttausende Malaria-Tote so einfach wegzaubern kann, der wird gegebenenfalls die Erde auch wieder zu einer Scheibe umformen. Diesen Mann braucht das Ländle.
  • Jue.So Jürgen Sojka
    am 22.03.2019
    @Josef-Otto Freudenreich,
    SWR» aktuell von heute Mittag: WAHL DES SWR INTENDANTEN
    Gremium einigt sich auf Verfahren https://up.picr.de/35333179zd.pdf 2,8 MB mit Audio
    Nachrichten SWR4 um 12.00 Uhr

    22.03.2019 Intendantenwahl beim SWR | Die Qual der Wahl http://www.taz.de/Intendantenwahl-beim-SWR/!5579546/
    Beim SWR soll ein neuer Intendant oder eine neue Intendantin gewählt werden. Schon das Bewerbungs- und Auswahlverfahren sorgt für Ärger.

    Eigentlich rühmen sich die Öffentlich-Rechtlichen ihrer Staatsferne. Doch gerade wenn es um Entscheidendes geht, die Wahl eines oder einer neuen IntendantIn, dann zeigt sich, dass das mit der Politikferne doch nicht ganz so hinhaut.

    Ein gutes Beispiel dafür ist der Südwestrundfunk, bei dem eine Intendanten-Wahl ansteht und wo sich seit Wochen die Absurditäten des Öffentlich-Rechtlichen zeigen: Ein Gremium macht dem anderen Vorschläge, das diese wiederum torpedieren möchte, hinter verschlossenen Türen fallen Entscheidungen, die senderweit für Ärger sorgen, nebenbei reden auch noch die MinisterpräsidentInnen mit.
    • Jue.So Jürgen Sojka
      am 24.03.2019
      Hinzugefügt die Tatsachen zum taz-Artikel von Anne Fromm mit diesen Aussagen:
      • Frauen unter den obersten Führungskräften der ARD rar
      • in der Zeit, der Süddeutschen und der FAZ die Stellenausschreibung [1]
      • juristisch ist die Kommission umstritten, der Rundfunkstaatsvertrag sieht sie nicht vor
      • ein enttäuschend intransparentes Vorgehen sei das, entscheidende Bewerber würden übergangen. [2]
      • auf den man senderintern große Hoffnungen gesetzt hatte, Verwaltungsdirektor Jan Büttner [3]

      [1] Zeit 26.10.2917 Intendant (m/w) IBA 2027 https://jobs.zeit.de/jobs/intendant-m-w-iba-2027-wirtschaftsfoerderungsgesellschaft-region-stuttgart-gmbh-stuttgart-149261
      ... Mit Ihrer geistigen Unabhängigkeit, Kompetenz, Kreativität und Überzeugungskraft wecken Sie Begeisterung für die Ziele der IBA in der Fachwelt, der Politik, der Wirtschaft und in ganz besonderem Maße bei der Bevölkerung einer der wirtschaftsstärksten und innovativsten Regionen der Welt. ...

      [2] VGSD 1. Juni 2017 IHK Stuttgart: Kaktus-Initiative vertritt kritische Zwangsmitglieder https://www.vgsd.de/ihk-stuttgart-kaktus-initiative-vertritt-kritische-zwangsmitglieder/ ...
      VGSD: Was war denn da los?
      ... Johannes Schmalzl, der neuer Hauptgeschäftsführer werden soll, wurde unter 200 Bewerbern ausgesucht. Dabei war seine Bewerbung schlichtweg eine Provokation. Er hat sich mit einem Lebenslauf von knapp zwei Seiten vorgestellt – und der war nicht mal vollständig. Dass er trotzdem als einziger Kandidat präsentiert wurde, macht uns stutzig – zumal...

      [3] Mail in SWR4 Studio am 07.10.2017 https://up.picr.de/33905248gb.pdf auf Seite 3 Schreiben von Jan Büttner, Leiter der Intendanz: „Ich bitte Sie, auch im Interesse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Funkhaus-Pforte, von weiteren persönlichen Besuchen abzusehen.“
  • Marla .
    am 21.03.2019
    Ich denke es ist weitaus schlimmer geworden (oder war es das immer schon?)
    Da Von-Beruf-Politiker im politischen Großen immer weniger zu sagen haben, oftmals nur noch Deppen sind, müssen sie ihre Bedeutung, ihre Wichtigkeit natürlich an anderer Stelle besonders hervorheben!
    Während das "ParteiBuch" gen oben immer mehr an Bedeutung verlor, musste es gen unten immer mehr durchgesetzt werden!

    Und der Gniffke ist eine Gefahr für den Journalismus! Egal welches Parteibuch er hat!
    • Jue.So Jürgen Sojka
      am 21.03.2019
      @Marla .,
      es war schon immer so, wenn der Blick zurück in die Zeit der Besatzung durch die Römer geweitet wird. Mit Aufs und Abs in Stärke und Qualität der Gewaltherrschaft über das Volk / die Völker!

      Übrigens kann das hier durchaus aufschlussreich sein https://up.picr.de/35323867jl.pdf Hintergrund EnBW-Deal mit meinen zwei veröffentlichten Kommentaren aus SWR» Aktuell.
    • Jue.So Jürgen Sojka
      am 21.03.2019
      Rundfunkfreiheit, Politikerverdrossenheit und Abhängigkeiten.
      19.11.2007 Hans Bausch https://up.picr.de/35319730wu.pdf
      [b]Unbeirrbarer Verfechter eines
      unabhängigen Rundfunks[/b]
      „Der Rundfunk ist mehr als nur ‚Medium’, er ist
      eminenter ‚Faktor’ der öffentlichen Meinungsbildung.“
      (Hans Bausch)
      ...
      Hans Bausch starb 1991 im Alter von 69 Jahren auf der
      Bühlerhöhe bei Baden-Baden. Als Verfechter eines freien, von
      Wirtschaft und Staat unabhängigen Rundfunks bleibt er
      unvergessen und weiter Vorbild für viele Generationen von
      Journalisten und Medienmanagern.

      So im Anglerverein Württemberg der Inhalt unseres Grundgesetze im Umgang mit Volksvertretern Grundlage ist, so sollte doch...
      2015 https://up.picr.de/35327446vy.pdf Max-Eyth-See Fischsterben und Feuerwehreinsatz
      O-Ton Chef des Anglervereins Württemberg, Hans-Hermann Schock:
      „Ich würde eigentlich nur von unseren Politikern verlangen, dass sie sich an unsere Gesetze halten, speziell an des Grundgesetz, wo der Tierschutz verankert isch!..."
  • Nike Maier
    am 21.03.2019
    Ach Ihr Lieben , Frau Strobel hat ihren ersten Job beim SWR ohne jegliche Medienerfahrung dank Ihres Papas erhalten, so geht es weiter nur ein Beispiel ... Frau Schneider dagegen kann Journalsimus und ist top empathisch! Lasst endlich mal jemanden ans Ruder, der weiß was er macht und den SWR kennt und Visionen hat!
    • Jue.So Jürgen Sojka
      am 21.03.2019
      @Nike Maier,
      ach Sie, die Verantwortung auf lediglich einen Protagonisten einzuengen, wird den Tatsachen nicht gerecht.
      Übrigens... Ein Österreicher in Braunau geboren, kann nicht ganz Deutschland einnehmen; es braucht dazu ein Umfeld – Das in diesem Fall in München, begleitet durch Stuttgarter, vorhanden war. Ausgeweitet auf den Freistaat Bayern und Württemberg ...!
      Ebenso heute noch funktionierend, die "Achse des... " im Süden!!!

      Da es sich bei den öffentlich-rechtlichen ebenfalls um STAATSDIENER handelt, darf dieser Blick sicherlich bereichernd sein – JuraFORUM Begriff Amtsträger – Auszug: Der Bundesgerichtshof hat im Jahr 2009 entschieden, dass auch verantwortliche Redakteure der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten als Amtsträger anzusehen sind [BGH, 27.11.2009, 2 StR 104/09].
      https://up.picr.de/34971586lx.pdf mit drei Kommentaren und Link zu: Der Tagesspiegel 20.11.2010 Wirbel in Stuttgart | Tochter von Schäuble rückt an SWR-Spitze – Kommentare 07.06.2018, 07.12 Uhr und 11.37

      04. Juli 2017 E-Mail an Heribert Prantl, die Süddeutsche, Mehr Demokratie und Weiterleitung an SWR Intendant Peter Boudgoust und ... https://up.picr.de/31779126re.pdf "Für das Volk entscheidend"
  • Gerald Wissler
    am 21.03.2019
    Der ganze Artikel ist doch ziemlich unnötig.
    Letztlich ist doch alles wie immer:
    Die Politik kungelt die Pöstchen aus.
    Was sich geändert hat sind nur die politischen Mehrheiten.
    • Jue.So Jürgen Sojka
      am 21.03.2019
      @Gerald Wissler,
      nun, so Sie Tatsachen benennen -und von Ihnen werden Tatsachen benannt- ist es gerade _nicht_ unnötig darüber zu schreiben.
      KONTEXT-Redaktionelle sind verpflichtend gebunden, wie ALLE journalistisch tätigen, die Öffentlichkeit über Vorgänge in den [b]fünf[/b] Organen der Gewaltenteilung zu informieren!

      Wie immer es auch genannt werden sollte: Klüngel – Postengeschacher – Politikum [b][2][/b]

      Um dem [b]Gewohnheitsrecht[/b] der [b]Völkerrechteverweigerer[/b] Einhalt gebieten zu können, ist eben das Volk von Nöten – zumindest so lang das _gesamte_ Volk, wie das Gesicht wahren gang und gäbe ist.

      [b][2][/b] Di. 20.09.2011 https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.stuttgarter-buergermeister-woelfle-schickt-peinliche-sms.6a25810c-7823-468e-9a17-25d283ea47d3.html
      ...
      Bei der Stellenbesetzung gebe es „keinen Unterschied zu den Schwarzen“, heißt es in einer SMS, die [b]Wölfle[/b] versehentlich an die „Stuttgarter Nachrichten“ geschickt hat. ... Der 58-jährige Sozialarbeiter war Ende Juli zum Nachfolger von [b]Klaus-Peter Murawski[/b] gewählt worden, der als Amtschef ins Staatsministerin gewechselt war. ...

      Werner Wölfle und Klaus-Peter Murawski meinen sich aus der Verantwortung für _ihr_ Fehlverhalten wegstehlen zu können - [b]Gesichtswahrung[/b]!?!
  • Stefan Weidle
    am 21.03.2019
    Ich kann mir in der Sache ein bisschen Polemik nicht verkneifen, aber der SWR wird mit der ihn noch nutzenden Generation, in doch recht überschaubarer Zeit, den Weg alles Irdischen gehen. Über Programminhalte kann man sicherlich stets trefflich streiten, aber mal ehrlich, wer unter 60, schaut, hört, oder liest sich hier noch so rein, als das eine perfide unterwanderte Kommunikationsstrategie von CDU-Granden, hier die Volksmeinung noch nachhaltig beeinflussen könnte? Kommt mal aus den 60ern, ach halt nein, wir sind ja in Baden-Württemberg, also kommt mal aus den 90ern heraus, denn mittlerweile schalteten sogar die Silver-Ager für politisches auf DLF/DW und für den Rest auf WDR und NDR
    Ich glaube, da bilden sich Polit-Landes- und Provinzfürsten ein bisschen zu viel auf das ein, was in Punkto SWR und seiner Intendantenstelle, zukünftig noch möglich sein wird.
    Am besten wäre, man schickt mit dem Intendantenposten irgendeinen alten CDU-Zausel in´s politische Abklingbecken. Einzige Auflage müsste aber sein, dass er die Klappe und sämtliche anderen Parteigänger jeglicher couleur, ebenfalls dieselbe zu halten hätten. Dann könnten die fraglos guten Leute beim SWR, den Laden wieder in zukunftsfähiges Fahrwasser führen.
  • Charlotte Rath
    am 20.03.2019
    Wer sich über die journalistischen und redaktionellen Qualitäten des Herrn Dr. Gniffke informieren möchte, dem sei die Internet-Seite der Ständigen Publikumskonferenz empfohlen, beispielsweise zum Thema Ukraine: https://publikumskonferenz.de/blog/
    oder zum Thema Venezuela: https://publikumskonferenz.de/blog/2019/03/01/venezuela-pfeif-auf-grundgesetz-und-voelkerrecht/
  • Freimut Richter-Hansen
    am 20.03.2019
    als sie jetzt schon sind. Noch mehr "verdrehen, auslassen und Regierungspropaganda" - wie ein anderer Kommentator zu Gniffke schon geschrieben hat. Auf der Medientagung der IALANA war genug Aufklärendes zu Gniffke zu hören.
  • Jue.So Jürgen Sojka
    am 20.03.2019
    @Josef-Otto Freudenreich,
    „Rauchzeichen“ und „Dschungelcamp“ im Umgang mit der 4ten Gewalt, dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, in Anwendung zu bringen, bedarf schon einer gehörigen Portion selbstgewählter Ironie.

    Aufgeregt sein im SWR, das gibt es bereits in der Vorbereitung zur Gründung des SWR, also zu Zeiten des Intendanten Hermann Fünfgeld, dem Rechts- und Staatswissenschaftler und Diplom-Volkswirt.
    Über den Saarländischen Rundfunk dann 1974 zum Süddeutschen Rundfunk (SDR) als Verwaltungsdirektor und Geschäftsführer des SDR gewechselt.
    Im Jahr 1989 zum Nachfolger des Intendanten Hans Bausch gewählt und 1993 und 1997 wiedergewählt, blieb Hermann Fünfgeld bis 1998 Intendant – Gründung des SWR.

    Ach ja, was waren es noch Zeiten, als Hans Bausch im Jahr 1958 zum Intendant des SDR gewählt wurde – nach wie vor der jüngste Intendant und mit der längsten Dienstzeit von 31 Jahren in beständiger Wiederwahl!!! [b][1][/b]
    Was war das doch für ein Interview, in dem Ernst Elitz Hans Bausch zu seinem Dienstende 1989 befragte.
    Ernst Elitz wollte die Nachfolge von Hans Bausch antreten, wurde jedoch nicht gewählt, war dann 15 Jahre lang Intendant beim Deutschlandradio.
    Juli 1990 Rundfunk und Geschichte http://rundfunkundgeschichte.de/assets/RuG_1990_2-3.pdf
    Auf Seite 18 dieser Auszug:
    Am Ende der Ausschreibungsfrist, am 15. August, gab es jedoch neben
    einigen Außenseitern drei ernsthafte Kandidaten: SDR-Fernsehdirektor
    Dr. Hans Heiner Boelte, den Chefredakteur des SDR-Fernsehens
    Ernst Elitz und Hermann Fünfgeld. ...

    30.03.09 Interview mit Ernst Elitz. https://www.fr.de/kultur/werden-monopole-verteidigt-11514483.html
    [b]"Da werden Monopole verteidigt"[/b]
    ...
    Herr Elitz, warum hören Sie auf?
    ...
    Jetzt kommt Ihr Nachfolger, Willi Steul, der schon mal im Hause war. Was wünschen Sie ihm?
    ...

    [b][1][/b] Beruf/Funktion: Journalist, MdL-CDU, Intendant des SDR https://www.leo-bw.de/en/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/116096365/Bausch+Hans
  • Philippe Ressing
    am 20.03.2019
    Es stellt sich die Frage, ob das öffentliche Gehechel um die Besetzung des Intendantenpostens beim SWR, nicht an den wichtigen Themen vorbeigeht. Der SWR ist in seinen Programmen, gerade was das Ländle betrifft, aus der Betulichkeit der 90er Jahre nicht herausgekommen. Immer noch prägen heimelige Provinzthemen das TV-Landesprogramm. Künftig soll "SWR-Heimat" positiv im Netz vermittelt werden, bedeutet Heimat aber nicht auch Enge, Provinzialtät, Spießigkeit ? Immer noch prägen Stuttgart und das Schwabenland den Schwerpunkt der Berichterstattung, die 'Provinz' kommt vorwiegend mit Trachtenumzügen und Brauchtum vor. Dabei haben die Schwaben die Oberhand, Baden oder Kurpfalz laufen unter ferner liefen. Man bedenke, der hohe Anteil der 'Landeskinder' mit Migrationshintergrund spiegelt sich bei den SWR-ModeratorInnen im Fernsehen und Hörfunk nicht wider. Da sind andere ARD-Anstalten (WDR oder NDR) längst der Wirklichkeit näher. Dagegen bietet das SWRFernsehen den Unternehmen eine kostenlose PR-Strecke mit "Made in Südwest". Kritik an Arbeitsbedingungen usw findet sich hier nie. Letztes Jahr befand sich die Flaggschiffe der Info-Schiene des SWR-Vorabends: "Landesschau Magazin" und "Landesschau Aktuell" im Quotentief - die Öffentlichkeit erfihr davon nichts. Stichwort Radiovielfalt am Beispioel SWR 1: Erst wenn die vom Publikum gewählte Hitparade gesendet wird, bemerkt man das viel breiter gefächerte Musikspektrum der HörerInnnen - sonst beherrschen easy listening und adult contemporary das Programm. Musikstücke von mehr als 3 Minuten - Bäh, da könnte ja jemand ab- umschalten - schlecht für den Verkauf der Werbezeiten....
    Der bei jeder SWR Pressekonferenz präsentierte Online-Aufbruch, verdeckt journalistische Schwächen. "Zur Sache Baden-Württemberg" im SWR-Fernsehen - einst die journalistische Prime-Marke, ist immer mehr zum Wurmfortsatz der Verbrauchersendung "Marktcheck" degeneriert. Politik und vor allem längere Recherche kommen zu kurz. Ach ja, dazu hat man ja das Rechercheteam Team des Chefredakteurs Frey in Mainz - noch so eine Kopfgeburt.
    Nach der Fusion von SDR und SWF 1998 zum SWR machte das bonmot vom "EDEKA-Stammtisch" (Ende der Karriere) die Runde. Da sollen sich diejenigen zum granteln getroffen haben, die im neuen Sender abgeschrieben waren oder sich innerlich verabschiedet hatten. Mittlerweile könnte man mit den Frustrierten wohl große Teile der Kantine füllen.
    Alles das sind keine Themen der publlizistischen Debatte . Die RundfukrätInnen beteiligen sich ungeniert am Spiel der politischen "Freundeskreise". Bevor der Rundfunkrat über die Besetzung des Intendantenposten bestimmt, tingeln die Kandidaten durch den Roten- (SPD-nah), Schwarzen - (CDU-nah) oder Grauen Freundeskreis. Rundfunkrechtlich überhaupt nicht legitimiert, entscheiden sie faktisch über das Abstimmungsverhalten bei der Wahl. Niemand. auch nicht 'KOntext' fragt: Wieso stellen sich die Kandiadaten nicht einer öffentlichen Debatten über Auftrag und Ziele?
    Welcher Partei sich die Kandidaten zuordnen lassen, ist mir herzlich Wurst, da im SWR eher Beamtenmentalität und Routine die Macht haben. Auch 'Kontext' lässt sich ins öffentlich-rechtliche Dschungelcamp ablenken. Wer den gesellschaftlich notwendigen öffentlich-rechtlichen Rundfunk vor inkompetenten Hierarchen, Demagogen von AfD und "Zwangsgebühr" bewahren will, muss endlich eine Debatte um Auftrag und Wirklichkeit der Sender führen. Ach ja, derzeit basteln die Ministerpräsidenten der Länder an einer Neujustierung des Programmauftrags von ARD und ZDF - Öffentlichkeit? Fehlanzeige!
  • Heinz Greiner
    am 20.03.2019
    So interessant es ist , den schwarzen Sumpf , dem der Obergrüne ja nicht nur regional
    sehr nahe ist , zu entlarven , bleibt doch die Frage warum ein H. Gniffke in Kontext so locker durchläuft . Er ist gewollt von der sich Sozialdemokratin nennenden Ministerpräsidentin aus Mainz und ihren Spießgesell/innen . Seit Jahren immer wieder ist Herr G. entlarvt als jemand der ausläßt , verdreht und Regierungspropaganda verbreitet .
    Daß auch die Schäubletochter von einem Oberschwarzen aus der Heimat des hiesigen MP , dem hohenzollerischen , frommen Albrandklüngel ins Spiel gebracht wird , verwundert wohl niemand , als bestätigende Nachricht jedoch interessant .
    All das jedoch nicht scharf zu kritisieren , ist der Hauptfehler des Artikels .
    Wenn man als Zwangszahler selbst Nachrichten des SWR der semantischen Lumperei , der vermeintlichen Welterklärung und der Regierungspropaganda wegen allenfalls sekundenweise noch erträgt, Tagesthemen und Tagesschau seit langem meidet , dann ist was hier präsentiert wird , aufschlußreich ohne Zweifel . Jedoch viel zu wenig .
    Vom täglichen Popgedudel und dem Gehört Gehört ohnehin angewidert sich selbst im Auto abwendet , auch die stundenlangen Wetterberichte kaum ertragend . Die kluge Frau Köster eine Erinnerung an bessere Zeiten , als Alibi wohl, lohnenswert immer zu hören .
    Eines muß man zur Ehre des CDU Mannes Bausch allerdings feststellen :
    Er hatte vorausgesehen wohin der SWR sich entwickeln wird .
  • gerhard manthey
    am 20.03.2019
    Da zeigt sich, dass auch der leicht verbesserte Staatsvertrag des SWR noch nicht staatsfern genug ist, wenn jene, die sich aus dem öffentllich-rechtlichen Rundfunk heraushalten sollten, immer noch so kräftig mitmischen. Da kriegsch ja den Haferblues a la Pferdle und Äffle. Und genau so ist der sound dieses Artikels, aber mehr leider nicht.
    Warum nicht ein Blick in die Schweiz geworfen, wo grad eine Volksabstimmung zugunsten des Öffentlich-rechtlichen ausging, und viele gute Reformvorstellungen aus dem Volke kamen? Oder die britische BBC, die so viel sparen musste, aber in vielen Bereichen sich zum Guten und Besten reformierte? No, kein Wort davon. Auch aus der Belegschaft des SWR gibts keine aufmüpfige Redakteurin wie weiland Rieke Müller-Kaldenberg, die mit Unterstützung der IG Medien gegen die Etablierten kämpfte und ein achtbares Ergebnis gegen die Gesetzten erzielte.Warum hat nicht der redaktionelle Mitbestimmungsrat des SWR eine medienpolitische Gesamtschau erarbeitet, was aus seiner Sicht an Reformen im Sender nötig wäre? Dafür ist doch ein Redaktions-Statut da! Und wenn es die Hierarchie nicht wollte, wär es eben klandestin erarbeitet worden. Und auch die Gewerkschaften hatten in früheren Zeiten medienpolitische Forderungen an so eine Anstalt und den neuen Intendanten. Wird höchste Zeit, in dem Sender was zu ändern und Frau Christine Strobl dennoch aufzufordern, zu kandidieren. Schließlich hat sie die gute Arbeit beim SWR und der Degeto ohne die Hilfe der CDU oder ihres Mannes geschafft. Da darf frau ihr auch die Kompetenz einer guten Intendantin ohne Parteiklappen zutrauen. Und auch die Jugend sollte kein Hindernis zur Kandidatur sein. Allez Bratzler - Ach ja, da gibts noch gut bezahlte Professoren in Tübingen, Hohenheim, Heidelberg., Konstanz..- auch der Medien und Kommunikationswissenschaften. Warum haben die nicht einige Parameter mit ihren Studenten aufgestellt, was ein öffentlich- rechtlicher Rundfunk heute ausmachen sollte? Die Bürgerinnen hätten was lernen können - und alle Vorschläge werden gesendet im SWR 1-Programm bis zur Hitparade der Intendantenwahl. Radio Gaga - aber endlich ein tolles.. Herr, schmeiß Hafer dra, damit es ein Vergnügen wird, die Haushaltsabgabe zu zahlen und nicht nur Rossäpfel aus dem Programm fallen.
    • Heinz Greiner
      am 20.03.2019
      Tja die tolle Frau Strobel wäre sicher bestens geeignet einen kritischen Bericht über korrupte Parteien , Politiker ,die vergessen haben wer ihnen Geld in die Tasche steckte , zu bringen . Nach oben ja nicht ihres Vaters wegen . Versteht sich .
      Auch die Zusammenarbeit mit Netflix qualifizierte sie ja bestens für die Zukumbfd .
      Oh je ...
    • Philippe Ressing
      am 20.03.2019
      ...nur eine Anmerkung: Was nutzt ein Redakteursstatut, wenn dort leitende Redakteure - also Vorgesetzte - von den Journalisten hineingewählt worden sind....Manche geben ihre Freiheit ohne Zwang preis...

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