Häußlers schwerstes Geschütz

Von Jürgen Bartle

Kommende Woche jährt sich zum zweiten Mal die so genannte „Stürmung des Grundwasser-Managements“ im Stuttgarter Schlossgarten. Während sich die juristische Aufarbeitung des von allerhand Ungereimtheiten umrankten Vorfalls verzögert, ist so viel klar: Wie immer, wenn es gegen Demonstranten geht, fährt die Staatsanwaltschaft Stuttgart schwerstes Geschütz auf – koste es (an Steuerzahler-Millionen), was es wolle.

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"Es war ein geradezu idealer politischer Prozess"

Von Roger Repplinger (Interview)

Spiegel-Autor Dirk Kurbjuweit verteidigt seine Aussage vom "Wutbürger". "Ich halte nichts von emotionalisierten Protesten", sagt Kurbjuweit und attestiert dem geplanten Tiefbahnhof "Coolness".

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Von Peter Grohmann

Ganz nach Schema M

Von Jürgen Lessat

Zum jüngsten Bahngipfel Baden-Württemberg kam Bahnchef Rüdiger Grube in Spendierlaune. Die Ankündigung, in den nächsten Jahren über acht Milliarden Euro in den Ausbau der Eisenbahn im Südwesten pumpen zu wollen, kam beim Ministerpräsidenten wie bei den Medien gut an. Dabei sollten derartige Geschenke misstrauisch machen, gerade wegen Stuttgart 21.

Immer wieder montags

Von Annette Ohme-Reinicke

Allen Unkenrufen zum Trotz gehen die Stuttgarter S 21-Gegner immernoch jeden Montag auf der Straße. Was ist los mit der Bürgerbewegung gegen den Tiefbahnhof?

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"Methode Merkel"

Von Georg Linsenmann

Stuttgart 21 wird scheitern. Da ist sich Volker Lösch ganz sicher. Aus vielen Gründen. Der Regisseur und profilierte S 21-Gegner sieht ganz neue Schubkraft für den Protest, wenn das „Prinzip Stuttgart 21“ als „Methode Merkel“ erkannt und auf die Bundesebene gehievt wird. Auf die Grünen setzt er dabei allerdings nicht mehr. Ein Interview aus Anlass der Großkundgebung am 15. Juni.

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Fantasie für ein Soli-Abo

Von unserer Redaktion

Walter Sittler kennt man als Schauspieler und als engagierten S-21-Kritiker. Doch der Stuttgarter hat noch eine andere, weniger bekannte Seite: Er hat ein Kinderbuch geschrieben. Drei Exemplare verlosen wir diese Woche unter neuen Soli-AbonnentInnen - natürlich signiert.

Die Front steht

Von Hans Peter Schütz

Gelassener und staatsphilosophischer als derzeit der Ministerpräsident kann man über das Problem Stuttgart 21 kaum noch reden. Gerne zitiert er dabei den schönen, urschwäbischen Satz von Robert Bosch, der einmal gesagt hat: "Lieber Geld verlieren als Vertrauen!"

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Die Vorrechner

Von Jürgen Lessat

Sisyphos sitzt im Bundesrechnungshof in Bonn. Alle Ergebnisse der staatlichen Prüfer über den dramatischen Anstieg der Kosten haben die S 21-Macher bislang in den Wind geschlagen. Unbeirrt rechnen die Beamten weiter.

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Autogerecht

Von Dietrich Heißenbüttel

Stuttgart 21 würde Verkehr von der Straße auf die Schiene verlagern, lautet eine besonders dreiste Begründung für das Projekt, Milliarden in einen unterirdischen Engpass zu verbuddeln. Nun wo die Fertigstellung des ECE-Einkaufstempels absehbar wird, ließ die Stadt die Katze aus dem Sack: 25 Prozent mehr Verkehr soll künftig über die Heilbronner Straße in die Stadt rollen.

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KSDS: Kontext sucht den Sprücheklopfer

Von Jürgen Lessat

Viel ist schon zu Stuttgart 21 gesagt und versprochen worden. Kontext hat einige Sprüche über das neue Herz Europas ausgegraben. Das Beste aus Dichtung und Wahrheit. Behauptet, beschwichtigt, dementiert, oder einfach nur gebruddelt. Fortsetzung folgt. Zeit ist noch genug bis zur Fertigstellung des Milliardenprojekts.

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Unter verschärfter Aufsicht

Von Max Fastus (Film)

Mit Versammlungsleitern von S 21-Grossdemonstrationen kennen Stuttgarts Ermittlungsbehörden kein Pardon. Gangolf Stocker hat das am eigenen Leib erfahren.

Stachel im welken Fleisch

Von Josef-Otto Freudenreich

Es gibt noch linke Sozialdemokraten. Albrecht Müller gehört dazu. Der 75-Jährige hat Karl Schiller, Willy Brandt und Helmut Schmidt gedient und danach den Glauben an die SPD verloren. Aber er ist immer noch in der Partei, als Stachel in ihrem welken Fleisch. Auch deshalb kommt er als Hauptredner zu den S-21-Gegnern.

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Brief aus Istanbul

Von Cornelia Reinauer

Hallo, Merhaba, seit über zwei Wochen protestieren wir hier auf dem großen Taksim-Platz und im Gezi-Park – keine zehn Fußminuten von meiner Wohnung entfernt. Inzwischen haben die Demonstranten über 35 Barrikaden gebaut, sodass der Platz nur noch über die Fußgängerzone und die Metro erreichbar ist. Und die von der Polizei zerstörte Zeltstadt im Park wurde wieder aufgebaut.

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