Rottenburg - Umgang einer Stadt mit rechter Hetze

Lange galt der Kopp-Verlag als kruder Verlag für Verschwörungstheoretiker, Ufo-Liebhaber und Spinner. Nur wer genau hinsah erkannte den rechten und antidemokratischen Einschlag. Und richtig hinschauen, das taten nur wenige. In Rottenburg war und ist Kopp als guter Arbeitgeber und Sponsor beliebt, seine Kritiker galten als Querulanten. Mit Beginn der Fluchtbewegungen nach Deutschland und im Kielwasser von AfD und Pegida erlebte Kopp vor allem mit seiner Online-Nachrichtenseite einen immensen Aufschwung. Die Politik stand dem hilflos bis gleichgültig gegenüber. Erst nach massiver Berichterstattung über die Islam- und Flüchtlings-Hetze aus Rottenburg durch lokale und überregionale Medien (wie auch der KONTEXT:Wochenzeitung) kam Bewegung in die lokalpolitische Diskussion. Der Kopp-Verlag hat mittlerweile seine Online-Seite eingestellt. Ebenfalls das Sponsoring der Bundesliga-Volleyballer der Stadt. Wie haben die politischen Akteure diese Entwicklung erlebt? Wie soll und kann eine Stadt mit Hass als Geschäftsmodell umgehen? Und wer sponsert jetzt den Sportverein? Diese Fragen wollen wir im Kulturzentrum Zehntscheuer in Rottenburg diskutieren.

Auf dem Podium:
Rita Haller-Haid, bis 2016 Landtagsabgeordnete, Wahlkreis Tübingen (SPD)
Stephan Neher, Oberbürgermeister der Stadt Rottenburg (CDU)
Hermann Josef Steur, Gemeinderatsmitglied (SPD)
Albert Bodenmiller, ehemaliges Gemeinderatsmitglied (Fraktionsgemeinschaft "Bürgerfreundliche Heimat"/ Die Linke) und Kopp-Kritiker der ersten Stunde

Moderation:
Anna Hunger, KONTEXT:Wochenzeitung

Mittwoch, 28.06.2017
19:30 Uhr
Eintritt frei

Kulturzentrum Zehntscheuer
Bahnhofstr. 16
72108 Rottenburg am Neckar



Letzte Kommentare:



Ausgabe 330 / Alarm im Autoland / Schwa be / vor 17 Stunden 30 Minuten
Meines Erachtens eine sehr gute Idee!!





Ausgabe 330 / Alarm im Autoland / stefan notter / vor 21 Stunden 8 Minuten
bin dabei, stefaNo








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