Dengler im Haifischbecken

Von Susanne Stiefel

Wolfgang Schorlau hat seinen achten Politthriller abgeschlossen. Seinen Ermittler schickt er mitten rein ins Feuer des NSU-Komplexes. Es geht um Rechtsradikalismus, internationale Geheimdienste und die Frage: Wer erschoss Michèle Kiesewetter? Kontext war mit Schorlau am Tatort auf der Heilbronner Theresienwiese.

Rechts unterbelichtet

Von Johanna Henkel-Waidhofer

Wie miserabel es bestellt ist um die politische Bildung bei Baden-Württembergs Polizei, darüber haben Zuhörer im NSU-Ausschuss schon oft gestaunt. Jetzt bestätigte der führende LKA-Analytiker im Fall Michèle Kiesewetter den Eindruck, dass rechter Terror viel zu lange ein Tabu-Thema war.

Reicherter ermittelt

Von Jürgen Bartle

Das Gericht hört sich Erlebnisberichte an und guckt Videos zum Schwarzen Donnerstag. Die Beweisaufnahme läuft andernorts - bei Dieter Reicherter. Bei dem ehemaligen Richter haben sich Dutzende von Opfern des Polizeieinsatzes gemeldet.

Kriminelle im Dienste des Staates

Von Anton Maegerle

Um rechtsextreme Umtriebe aufzudecken, bedarf es des Verfassungsschutzes und seiner V-Leute. Heißt es. Spätestens seit dem Auffliegen des NSU-Terrors weiß man, dass das eine Mär ist. Eine Bestandsaufnahme.

Belegt die Hallen, die Villa bleibt leer

Von Minh Schredle

Mannheim ist Multikulti. Menschen aus 170 Nationen wohnen in der Stadt, die mit 300 000 Einwohnern die drittgrößte ist in Baden-Württemberg. Und sie hat am meisten Flüchtlinge - mit Abstand. Eine Mehrheit sagt, sie würde das verkraften. Doch die Obergrenze sei erreicht.

Der Weltverbesserer

Von Johanna Henkel-Waidhofer

Tübingen zu mögen, ist einfach. Der grüne Oberbürgermeister macht es einem da deutlich schwerer. Jetzt sind Rufe laut geworden, Boris Palmer aus der Partei zu werfen. Der will sich den Mund ebenso wenig verbieten lassen wie sein Vater, der Remstalrebell. Auch nicht in der Flüchtlingsfrage.

Die unheimliche Hure

Von Elena Wolf

Das neue Prostitutionsgesetz, das im kommenden Jahr in Kraft treten soll, befeuert einmal mehr grundsätzliche Debatten. Sexarbeiterinnen reklamieren das Recht auf freie Berufswahl. Doch in einer patriarchalen Gesellschaft, so unsere Autorin, kann es keine selbstbestimmte Prostitution geben.

Gefallene Priester

Von Rupert Koppold

Pablo Larraíns ist mit seinem optimistischen Polit-Film "No!" 2012 bekannt geworden. Nun erzählt er mit "El Club" die Geschichte gefallener Priester in Chile, die von der katholischen Kirche in ein abgelegenes Haus verbannt wurden. Von Reue allerdings sind sie weit entfernt.

Top 5 im Oktober

Von unserer Redaktion

Der Protest gegen Stuttgart 21 bewegt noch immer: Kein Text wurde im Oktober so oft gelesen wie Edzard Reuters Gastbeitrag "Wer's glaubt, wird selig", auf Platz 2 und 4 folgen ein Interview über die Krise der Deutschen Bahn und ein Bericht über die katastrophale Brandschutz-Planung beim S 21. Platz drei belegt unser Beitrag über den rassistischen Pastor Jakob Tscharntke und der erfolglose Nils Schmid hat es immerhin auf Platz 5 geschafft.

Die Rückeroberung der Straßen

Von Dietrich Heißenbüttel

Die Straße war nicht immer nur dem Auto vorbehalten. Ist sie auch heute nicht. Daran erinnert die Critical Mass, eine monatliche Radrundfahrt in etwa 100 deutschen Städten. Auch in der Autostadt Stuttgart holen sich die Radler ihren Platz zurück.

Gesprengte Ketten

Von den Fotografen Heinz Heiss und Uli Reinhardt

Es gibt Geschichten, die bleibende Spuren hinterlassen. Nicht nur bei den Lesern, sondern auch bei denen, die sie geschrieben und fotografiert haben. Zwei Fotografen, ein Reporter und eine Reporterin machen sich mit ihrem Verein St. Camille in Reutlingen für "Kettenmenschen" stark, psychisch Kranke, die in Westafrika eingesperrt, angekettet und misshandelt werden. Eine Ausstellung in Göppingen dokumentiert die Arbeit des Vereins und die Schicksale der Geschundenen.

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