Exklusiv: SPD für NSU-Untersuchungsausschuss

Von unserer Redaktion

Die SPD im Stuttgarter Landtag hat die Reißleine gezogen. Nachdem sie sich monatelang einem Untersuchungsausschuss zu möglichen Verbindungen des Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) nach Baden-Württemberg verweigert hat, verkündete Fraktionschef Claus Schmiedel am Freitag (17. Oktober) die Zustimmung zur offiziellen parlamentarischen Untersuchung.

Update: Kontext-Autorin Johanna Henkel-Waidhofer beschreibt den Schwenk.

Die Fronten immer im Fokus

Von Susanne Stiefel

Bei Kontext hat er angefangen, danach war er immer dort, wo sich Menschen wehren. Am vergangenen Samstag war Chris Grodotzki einer von drei Fotografen, die in der Türkei festgenommen wurden. Der 25-Jährige hatte die Kurdenproteste in Diyarbakir mit der Kamera festgehalten. Das Bild oben ist eines seiner letzten vom Ort des Geschehens.

Investor verzweifelt gesucht

Von Bernd Rindle

In Stuttgart schießen die Shoppingmalls derzeit wie Pilze aus dem Boden. Ganz anders sieht es in der Provinz mit den teuren Einkaufsparadiesen aus: Beim Ulmer Prestigeprojekt Sedelhöfe kommt es zu ersten Auflösungserscheinungen. Im Gemeinderat bröckelt die Zustimmung, weil noch immer kein Ersatz für den pleitegegangenen Investor MAB Development gefunden ist. Erste postplanerische Sinnfragen werden gestellt.

Vernetzt und ausgeleuchtet

Von Ana-Marija Bilandzija

Blutzucker, Schlafrhythmus, Hobbys: Immer mehr Menschen vermessen mit Smartphone, Tablet und Apps ihr Dasein. Ihr Ziel: gesünder, schöner und produktiver zu werden. Die sogenannte Selbstoptimierer-Szene gewinnt auch hierzulande immer mehr Anhänger.

Verborgene Ausbeutung

Von unserer Redaktion

"Faire Arbeitsmigration" heißt eine Fotoausstellung, die am Mittwoch im Stuttgarter Haus der Abgeordneten ihre Premiere hatte. Anhand großformatiger Gegenlicht-Porträts erzählt sie die Schicksale ausländischer Arbeitskräfte hierzulande. Die Aufnahmen stammen von Kontext-Fotograf Joachim E. Röttgers.

Fellbacher Lichtgestalt

Von Jürgen Lessat

Fellbach grenzt an die Landeshauptstadt. Und doch ist in der "Stadt der Weine und Kongresse" einiges anders als in Stuttgart. Etwa die stromfressende Uralt-Straßenbeleuchtung, die sich abends eine halbe Stunde früher als im Umland einschaltet. Für sie war lange Baubürgermeisterin Beatrice Soltys zuständig. Und die bewirbt sich am kommenden Sonntag in Tübingen um den OB-Sessel – gegen den grünen Amtsinhaber Boris Palmer, der die Universitätsstadt auf "öko" getrimmt hat.

Mir gäbet vielleicht doch noch was

Von Johanna Henkel-Waidhofer

Wer hätte das gedacht: Unter Spitzengenossen in Stadt und Land wachsen die Zweifel an der konkreten Ausgestaltung von Stuttgart 21. Weil Angriff die beste Verteidigung ist, wollte Martin Körner, Chef der geschrumpften SPD-Gemeinderatsfraktion in der Landeshauptstadt, den grünen Oberbürgermeister vorführen in Sachen Flughafenanbindung. Das ist gründlich misslungen. Und die Zahl der Bahn-Fans auf der Suche nach Orientierung wird immer größer.

Weder Zeichen noch Wunder

Von Jürgen Bartle und Dieter Reicherter

Geschehen noch Zeichen und Wunder in der Justiz des Landes? Es hatte den Anschein: Im Auftrag des Justizministers hat die Staatsanwaltschaft Heidelberg geprüft, ob gegen den ehemaligen Stuttgarter Oberstaatsanwalt Bernhard Häußler im Zusammenhang mit dessen Anwesenheit im Schlossgarten am Schwarzen Donnerstag ein Anfangsverdacht besteht. Es hatte aber eben nur den Anschein. Keine drei Wochen brauchten die Heidelberger, um den Verdacht zu verneinen.

Neue Vorwürfe in alter CDU-Tradition

Von Johanna Henkel-Waidhofer

Vier Jahre nach dem Schwarzen Donnerstag trägt die CDU neue Schärfe in die Aufarbeitung der Ereignisse im Stuttgarter Schlossgarten. Ihr Obmann im Untersuchungsausschuss, Reinhard Löffler, wirft Tiefbahnhofsgegnern vor, im September 2010 Anschläge auf Polizisten, vor allem auf Beamte hoch zu Ross, geplant zu haben. Und er leitet daraus eine zusätzliche Legitimation für den Einsatz von Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray ab.

"Ich fahr jetzt Primark"

Von unserer Redaktion

Die nackte Zahl zuerst: 160 000 Besucher waren am ersten Samstag im neuen Einkaufszentrum Milaneo hinter dem Stuttgarter Hauptbahnhof. Die haben sicher nicht alle eingekauft. Manche haben auch demonstriert. "Gegen hirnlosen Konsum." Das Objekt des Protests war die Billigtextil-Filiale Primark. Die irische Handelskette kontert auf der eigenen Homepage und begründet ihre billigen Preise unter anderem mit dem "Fakt": "Keine teuren Werbekampagnen." Braucht es tatsächlich nicht. In jeder zweiten Stadtbahn sitzen – meist junge – Menschen mit den braunen Packpapiertüten mit Primark-Logo. Das sieht richtig billig aus, funktioniert aber trotzdem. Oder gerade deshalb? "Ich fahr jetzt Primark", flötet eine junge Frau in ihr Handy. Die anderen Fahrgäste lächeln. Die Kontext-Fotografen Joachim E. Röttgers und Martin Storz haben sich ebenfalls ins Gewühl gestürzt.

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