KONTEXT Extra:
Parkschützer helfen Wolfgang Dietrich beim VfB

Überraschende Hilfe für den früheren S 21-Sprecher Wolfgang Dietrich: Ermuntert durch das Kontext-Editorial ("Dietrich for President") finden sich im Bahnhofsgegner-Forum "Parkschützer" bereits Vorschläge für Sprechakte, die der 68-Jährige als VfB-Präsident vornehmen könnte. Besonders hübsch die Ansage, der Zweitligist plane den Kauf von Messi, Ronaldo und Ibrahimovic - "die Kosten dafür werden unseren Etat nicht belasten". Sehr schön auch der Plan, keinen Torwart einzusetzen, denn: "Ich bin sicher, wir bekommen eine Sondergenehmigung, unser Tor mit Brettern vernageln zu dürfen". Außerdem brauche der VfB keine elf Spieler - "unsere Mannschaft ist mit sechs Spielern 30 Prozent leistungsfähiger". Grundsätzlich habe der Abstieg in die 2. Liga keinerlei Auswirkungen auf das Ziel, 2017 Deutscher Meister zu werden: "Wir liegen da voll im Zeitplan". (28.7.2016)


Zwei Afd-Fraktionen im Landtag zulässig

Nach dem von der Landtagsverwaltung in Auftrag gegebenen Gutachten zur Vertretung der "Alternative für Deutschland" (AfD) im baden-württembergischen Parlament gibt es keine Handhabe gegen die Parallelfraktion. Die Professoren Christofer Lenz, Martin Morlok und Martin Nettesheim schreiben in ihrer 35-seitigen Stellungnahme: Der unter der Bezeichnung "Fraktion der Alternative für Baden-Württemberg im Landtag von Baden-Württemberg" auftretende Zusammenschluss von 14 der AfD angehörenden Abgeordneten sei "seit seiner Konstituierung am 06.07.2016 eine Fraktion im Sinne der Geschäftsordnung des Landtags". Einer Anerkennung bedürfe es nicht. Es bestünden keine über den Wortlaut Geschäftsordnung "hinausgehende, rechtliche Anforderungen an die Zulässigkeit einer Fraktionsbildung".

Auch das "Verbot der Fraktionsvermehrung" greift nach Einschätzung der Gutachter nicht. "Der Landtag würde die verfassungsrechtlichen Grenzen seiner Geschäftsordnungsautonomie aber nicht überschreiten", heißt es weiter, "wenn er eine Regelung erließe, die die Gründung einer 'Parallelfraktion' untersagt." Einer bereits bestehenden Fraktion ist der Status aber auch dadurch nicht zu nehmen. Denn: "Eine derartige Regelung dürfte nur mit Wirkung für die Zukunft erlassen werden, zweckmäßigerweise zum Zeitpunkt des Zusammentritts des neuen Landtag."

Damit müssen sich die anderen Fraktionen, wenn der AfD-Bundes- und Landessprecher Jörg Meuthen mit den Bemühungen eines Zusammenschlusses unter seiner Führung keinen Erfolg hat, weiterhin mit mindestens zwei rechtspopulistischen Rednern und Rednerinnen zu jedem Tagesordnungspunkt abfinden. Die geschätzen Kosten der Spaltung für die Steuerzahler und Steuerzahlerinnen liegen bei drei Millionen Euro. Denn auch die zweite AfD-Fraktion hat ein Recht auf die allen anderen zustehende finanzielle Ausstattung. (25.7.2016)


Zweiter NSU-Ausschuss: Geheimdienste auf der Theresienwiese?

Der zweite NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags hat in seiner konstituierenden Sitzung am Donnerstag die ersten zwei Zeugen benannt. Sie sollen nach den Worten des Vorsitzenden Wolfgang Drexler (SPD) Auskunft darüber geben, "ob sich am Tag des Anschlags auf die beiden Polizeibeamten in Heilbronn Geheimdienste am oder in der Nähe des Tatorts befunden" haben.

Im ersten Ausschuss in der vergangenen Legislaturperiode hatte der Journalist und NSU-Experte Rainer Nübel als Sachverständiger dazu Stellung genommen. "Er verwies", wie es im Abschlussbericht heißt, "zunächst auf die mutmaßliche Anwesenheit der Defence Intelligence Agency (DIA) zur Tatzeit am Tatort". Mitte November 2011 habe er, wie Nübel weiter zitiert wird, eine Nachricht von der "Stern"-Redaktion in Hamburg erhalten, wonach ein dort vorliegendes Papier ein mutmaßliches Observationsprotokoll des amerikanischen Militärgeheimdienstes DIA darstelle. Daraus gehe hervor, dass zur Tatzeit eine Observation von "M. K." und einer weiteren, nicht näher definierten Person durch US-Agenten stattgefunden habe. Zumindest eine dieser beiden Personen habe zuvor bei der Santander-Bank 2,3 Millionen Dollar oder Euro abgeholt. Und weiter: "Sicherheitsbeamte entweder aus Baden-Württemberg oder Bayern sollten präsent gewesen sein und die Operation aufgrund eines 'Shooting Incident' zwischen 'White Wings', also Neonazis bzw. Rechtsextremisten, und einer Polizeistreife abgebrochen worden sein."

Nübel hatte bei seinem Auftritt als Sachverständiger umfangreiche Ausführungen zu den eigenen Recherchen gemacht. Aus Zeitgründen und angesichts des Endes der Legislaturperiode, so Drexler, der auch den ersten Ausschuss führte, habe diesem Komplex aber nicht mehr detailliert nachgegangen werden können. Im Einsatzbeschluss des zweiten Gremiums heißt es jetzt, insbesondere sei zu klären, ob "Angehörige von ausländischen Sicherheitsbehörden auf der Theresienwiese oder in der Umgebung im Umfeld des Mordanschlags am 25. April 2007 anwesend waren, ob und welche Rolle diese beim Tatgeschehen gespielt und welche Erkenntnisse dazu bei deutschen Sicherheits- und Ermittlungsbehörden vorgelegen haben". Die erste öffentliche Sitzung des Untersuchungsausschusses findet am 19. September statt. Gehört werden zum Auftakt auch noch einmal vier Sachverständige.


Keine Nebenabsprache zu Stuttgart 21

Um Streit zu vermeiden, sind laut Winfried Kretschmann die bis zum Wochenanfang geheimen Nebenabreden mit der CDU zusätzlich zum Koalitionsvertrag getroffen worden. Die Aufregung darüber, dass Ausgaben von 1,3 Milliarden Euro ohne Finanzierungsvorbehalt an der Öffentlichkeit vorbei festgeschrieben wurden, versuchte der Regierungschef mit neuen Einblicken in seinen Politikstil zu kontern: "Auch ich muss mal mauscheln, auch ich muss mal dealen." Kein Mensch auf der Erde, der vernünftig Politik machen wolle, kriege das hin ohne Absprachen hinter den Kulissen. Da habe er kein schlechtes Gewissen, denn es sei "unspektakulär", einzelne Maßnahmen zu priorisieren, die grundsätzlich ohnehin im Koalitionsvertrag vereinbart seien.

Unter anderem ist im Detail aufgeführt, dass 325 Millionen Euro ohne Finanzierungsvorbehalt in die Digitalisierung fließen sollen, 100 Millionen in die bessere Ausstattung der Polizei oder 40 Millionen in die Elektromobilität. Der mit 500 Millionen Euro größte Betrag ist allerdings nicht mit konkreten Informationen versehen, die Summe steht für "Investieren/Sanieren (Straße/Schiene, Hochbau, Hochschulen, ...)" zur Verfügung. Der Ministerpräsident widersprach Mutmaßungen, dass in dieser halben Milliarde auch zusätzliche Mittel für Stuttgart 21 über den Kostendeckel hinaus versteckt sein könnten. Für die laufenden Zahlungen gebe es einen Sonderposten im Haushalt. Nebenabsprachen zu diesem Thema hätten nicht stattgefunden.

(19.07.2016)


Die Reichen sind noch viel reicher

Einkommenserhebungen bei Spitzenverdienern aus mehr als 1300 Firmen haben ergeben, dass alle offiziellen Einschätzungen zur wachsenden sozialen Kluft in der Bundesrepublik die Situation beschönigen. Nach den Zahlen, die das ARD-Magazin "Monitor" in diesen Tagen veröffentlichte, verdienen Manager und Vorstände im Durchschnitt nicht 200 000 Euro jährlich, sondern rund eine halbe Million. Die 200 000 Euro sind aber offiziell im sogenannten Sozioökonomischen Panel (SOEP) ausgewiesen, welches wiederum wichtiger Eckpfeifer der bisherigen Armuts- und Reichtums-Berichterstattung in Bund und Ländern ist.

Das Bundesarbeitsministerium will die Daten dort jetzt einfließen lassen, ebenso wie die Erkenntnisse einer in der vergangenen Woche von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichten Studie. Danach verdienen die einkommensstärksten zehn Prozent der Bevölkerung mehr als die unteren 40 Prozent zusammen. Und die Einkommensungleichheit wächst weiter. In "Monitor" präsentierte Wirtschaftsweise Peter Bofinger eine vergleichsweise einfache Lösung: "Aus meiner Sicht würde es naheliegen, wieder zu den Steuersätzen zurückzukehren, die wir in den Neunzigerjahren hatten, und das war ein Spitzensteuersatz in der Einkommenssteuer von 53 Prozent." Zurzeit liegt er bei 42 Prozent. Ab einer bestimmten Einkommenshöhe werden drei Prozentpunkte Reichensteuer hinzugerechnet. Von ihr sind aber nicht einmal ein halbes Prozent der Steuerzahler und Steuerzahlerinnen betroffen.


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Ausgabe 121
Politik

Der Klan als NSU-Jäger

Von Hermann G. Abmayr und Thomas Moser
Datum: 24.07.2013
Der sächsische Verfassungsschutz soll einen Ku-Klux-Klan-Führer dafür eingesetzt haben, das NSU-Trio zu verfolgen. Und dies, obwohl der ehemalige V-Mann in Baden-Württemberg als unzuverlässig galt und deshalb angeblich abgeschaltet worden war.

Fieberhaft wird in diesen Tagen in der Taubenheimstraße in Stuttgart-Bad Cannstatt Aktenforschung betrieben. Verfassungsschützer müssen wieder einmal ihre eigene Geschichte recherchieren. Grund: Der NSU-Untersuchungsausschuss in Berlin hat eine angeblich neue Liste mit 24 möglichen Unterstützern des Nationalsozialistischen Untergrunds nach Stuttgart geschickt. Und Aufklärung verlangt. Denn einer der Genannten, Achim Schmid, soll etwa sieben Jahre lang, bis Oktober 2000 für Baden-Württembergs Landesamt für Verfassungsschutz die ultrarechte Szene ausgeschnüffelt haben, von der NPD bis zu den rechten Skinheads. Kontext hatte darüber berichtet.

"Ziel: Rassentrennung." Foto: Jim Lo Scalzo
"Ziel: Rassentrennung." Foto: Jim Lo Scalzo

Mittlerweile liegen uns von zwei unabhängigen Quellen Informationen vor, wonach Schmid nach seiner "Karriere" im Südwesten nach Sachsen wechselte, um dort bei der Suche nach den mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe eingesetzt zu werden. Bekanntlich war die Operation Terzett dann aber ein grandioser Misserfolg. Das Trio ist erst aufgeflogen, als die beiden gesuchten Männer bereits tot waren.

Doch welche Rolle spielte Achim Schmid, welche die Verfassungsschützer in Baden-Württemberg, welche die in Sachsen? Und hätte die Behörde in Dresden Schmid überhaupt einsetzen dürfen, nach dem ihn die Stuttgarter angeblich wegen Unzuverlässigkeit fallen gelassen hatten? Was qualifizierte den Mann für einen derartigen Einsatz?

Schmid hatte nämlich im Jahr 2000, so der damalige Präsident des Landesamts, Helmut Rannacher, ohne Wissen der Verfassungsschützer die "European White Knights of the Ku Klux Klan" gegründet. Dies habe das Amt nicht gewollt, erklärte Rannacher im April vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags. Obendrein hätte man Schmid bei einer Lüge ertappt. Er habe abgestritten, der Gründer des Geheimbunds zu sein. Jahre später sei es mindestens zu zwei Gespräche des Verfassungsschutzes mit Schmidt gekommen. Dabei soll es aber lediglich um die Absicherung des V-Mannes "Corelli" gegangen sein.

"Unser Ziel war die Rassentrennung"

Auch Thomas Richter, alias Corelli, hatte Schmids deutscher KKK-Sektion angehört. Nicht zuletzt deshalb gibt es immer wieder die Vermutung, das Projekt sei von Verfassungsschützern – von welchen auch immer – initiiert worden. Richter hatte übrigens auch Kontakt zu Uwe Mundlos.

Achim Schmid jedenfalls will sich dazu heute nicht äußern. "Unser Ziel war ganz klar: die Rassentrennung", sagte der 37-Jährige rückblickend vor wenigen Monaten einem taz-Redakteur. "Wir wollten die Gesellschaft unterwandern, um unser Weltbild durchzusetzen." So zelebrierte man zwischen 2000 und 2002 (möglicherweise auch noch länger) im Raum Schwäbisch Hall an Ruinen in weißen Kutten die KKK-Rituale, verbrannte Kreuze und nahm Anwärter in den Geheimbund auf. Darunter auch Polizisten. Zeitweise dachte Ku-Klux-Klan-Führer Schmid sogar an die Bildung einer eigenen Untergruppe für die Polizisten. Zwei sind namentlich bekannt: Jörg W. und Timo H. Sie kamen aus der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) in Böblingen, zu der ab 2005 auch die in Heilbronn getötete Michèle Kiesewetter und der schwer verletzte Martin Arnold gehörten. Einer der beiden KKK-Polizisten – offiziell war er nur wenige Monate Mitglied – war Gruppenführer von Kiesewetter.

An Kreuzverbrennungen nahmen auch Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe teil. Zum Beispiel zusammen mit dem Neonazi Markus Friedel, der später nach Heilbronn in Württemberg zog, wo er sich weiter neonazistisch betätigte. Die intensiven Verbindungen zwischen der rechtsextremen Szene Ostdeutschlands und Baden-Württembergs sind dem NSU-Ausschuss in Berlin jedenfalls schon vor Monaten aufgefallen. Der Fall Schmid könnte dabei für weitere Überraschungen sorgen.

NSU-Untersuchungsausschuss für Baden-Württemberg

Auch der Landtag wird sich wohl endlich mit dem NSU-Komplex befassen müssen. Die Grünen-Abgeordneten Alexander Salamon, Jürgen Filius, Petra Häffner, Willi Halder und Uli Sckerl wollen von der Landesregierung unter anderem wissen, ob es direkte Kontakte der baden-württembergischen Sicherheitsbehörden mit NSU-Leuten gab und welche Erkenntnisse Innenminister Reinhold Gall (SPD) über die NSU-Verbindungen zur rechten Szene im Südwesten hat.

Angesichts der vielen offenen Fragen schließt man im Stuttgarter Landtag auch die Bildung eines eigenen NSU-Untersuchungsausschusses nicht mehr aus.


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Kommentare

Andromeda, 07.08.2013 00:54
Die NSU Morde waren nur eine Uebung.
Laut Untersuchungsbericht des belgischen Parlaments und Zeugenaussagen ehemaliger Mitglieder belgischer Geheimdienste/Gladio/stay behind zu der scheinbar sinnlosen
(u.a. wurde erbeutetes Geld einfach weggeworfen) Gewaltserie von Ueberfaellen , und dabei veruebten Morde an einkaufenden Familien, Supermaerkte und Gendameriestationen in Brabant (nach dem Auffliegen der Gladio europaweit 1990 wurden auch diese verbrechen erneut von einem belgischen parlamentarischen Untersuchungsausschuss untersucht, u.a. wurde regelrecht auf die Polizei gewartet um diese niederzumaehen )wurden von den Geheimdiensten Rechtsextremisten angeworben , trainiert und ausgestattet um Terror zu verbreiten und dies
Linken propagandistisch anzuhaengen.
Bei dem ersten Angriff auf eine Gendameriestation , bei dem ein Polizist erschossen und ein Waffenlager erbeutet wurde , sollen laut Aussage eines belgischen Einweisers/stay behind Agenten sogar amerikanische Marines die Taeter gewesen sein. Eingeflogen aus GB , mit Fallschirmen abgesprungen, 2 Wochen sich im Wald zur Uebung vor der Bevoelkerung versteckt ,und dann die Station mit Armeewaffen angegriffen haben(sog. Vielsalm Vorfall S.218 ff. bis S.227).
(U.a. laesst der Tod von sowohl dem Dokumentarfilmer Frankovich Herzinfarkt in amerikanischem Gewahrsam als auch dem Zeugen und ehemaligen Agenten Latinus /erhaengt in Zelle mit Telefonkabel , das seinem Gewicht lt. Freunden im Nachversuch gar nicht standgehalten hat, auch mal Gedanken zu dem voellig in den Medien nicht behandelten Thema des Selbstmordes von Mundlos und Boenhardt zu).

Dies alles nicht laut Andromeda, sondern entsprechend dem Autor und Professor fuer zeitgenoessische Geschichte an der Uni Zuerich , vormals Basel Daniele Ganser in seinem Buch: NATO Geheimarmeen in Europa , inszenierter Terror und verdeckte Kriegsfuehrung , Kapitel Belgien. Selbstverstaendlich mit umfangreicher Quellenangabe , v.a. aus dem hochoffiziellen Untersuchungsbericht des belgischen Parlaments.

Die NSU Mordserie war eventuell synonym nur eine Uebung der Gladio/assozierte Geheimdienste / Rechtsradikale .
Wie in D beim Verfassungsschutz , BND etc. gingen auch in Belgien ganz viele Akten verloren bzw. wurden aus Versehen vernichtet.
Da alles ganz geheim war musste dies auch weiter so bleiben , war die tautologische Begruendung , gegen die sich das Parlament nicht durchsetzen konnte , es also bis dato keine Rechtsstaatlichkeit gibt und gab.

Kriminelle Straftaeter kamen u.a. ganz ohne eine Strafe davon , weil sie sich auf eine fruehere geheimdienstliche Taetigkeit und Garantie auf Straflosigkeit fuer ihren Person auf hoechster Ebene berufen konnten (S.259).
In D z.B .Beispiel erinnert dies, wenn auch gering bestraft, an Verena Becker( Michael Buback : Der Tod meines Vaters).
In B wie in D sind und waren die Gerichte nie unabhaengig.
Das trifft am meisten noch auf Italien zu. Daher hat man den Eindruck dort ginge es am korruptesten zu, ist aber gar nicht der Fall ( Juergen Dolata: D korrupter als Uganda).
Auch der juristische Verlauf der Faelle Mollath oder Mathias Frey/Nuernberg oder der die behandlung des falles TRON sind ganz offensichtlich mit Vorsatz erfolgt.

Der einzige Sinn , ausser der einer technischen Uebung/Ueberpruefung der Verlaesslichkeit der Befehlskette ,ist vorstellbar in der Begruendung umfassender Ueberwachung und Durchsetzung neuer Gesetze dazu in der Oeffentlichkeit.
Schliesslich wurde immer nur die Spur organisierter Kriminalitaet verfolgt.
Dies wohl mit Absicht , 1. aus politischen Gruenden , 2. damit die Taeter/Befehlskette nicht auffliegt.
Also , es gibt soviel vernuenftige Sachliteratur dazu und das cui bono hat eine zwingende Logik.

ungelüftete Kapuzen, 05.08.2013 18:47
Dem Beitrag den der Journalist Andreas Förster im jüngst erschienenen Buch "Blut&Ehre" veröffentlicht hat ist zu entnehmen das Thomas R.( Corelli ) zur Nationalistischen Front gehört haben soll( S.197 ). Einer deren Führungskader war Carsten Szczepanski( Piato ), der die Kreuzverbrennung '91 bei Berlin organisiert hat, die Dennis Mahon leitete. '96 gibt es Kreuzverbrennungen an denen spätere NSU&Unterstützer teilnehmen, und Thomas S.( bringt dann zusammen mit R."White Supremacy" raus ) besucht in dem Jahr den inhaftierten Piato. '97 und '99 soll es Kreuzverbrennungen nahe Leipzig gegeben haben, '97 sollen auch US-Amerikaner dabei gewesen sein. '99 soll Corelli den IWK beigetreten sein, '00 dann den EWK für die er angeblich einen Ableger in Leipzig aufbauen wollte.
Vielleicht waren das bei Leipzig ja die IWK ?

Wenn es mehrere VP's bei den EWK gab, dann ist die Frage ob alle Hinweise die Corelli zugeschrieben werden auch wirklich von ihm kamen. Bei Piato soll es ja schon so ein Problem geben.

Bei den Klans die nach den EWK auftauchen habe ich den Eindruck es könnte sich schlicht um solche Umbenennungen handeln, wie sie bei Kameradschaften üblich sind. Die derzeit aktiven EWKotbC rühmen sich mehrere Partnerklans in den USA zu haben, und sie wollen, so wie zuvor die EWK, europaweit organisiert sein. Auf einer inzwischen entfernten Webseite zeichneten sie ihre biblischen Verwünschungen mit dem Akronym ORION in Kombination mit "White Power".
Die UNSK, die nun in Schwäbisch Hall aufgetaucht sind, haben einen anderen Partnerklan als der Vorgänger EWK. Laut einem Blog haben sie aber schon bestehende Klanstrukturen übernommen, die nannten sich nur "Knights of the fiery Cross", die Bezeichnung wird eigentlich allgemein verwendet("KoTFC/UNSK Merging!"). Von daher wäre es eher unwahrscheinlich das es sich bei den UNSK um eine Einzelperson handelt, daran halten ja Innenminister und LKA fest-entgegen den Angaben von Zeugen und eben dieser Einzelperson.
Wird heute mehr vertuscht als vorherige Vertuschungen...?

( Fussnotensammlung: http://der-weisse-faden.weebly.com/ )

XXX, 02.08.2013 08:47
Es gibt keinen Beleg, dass S. jemals tatsächlich abgeschaltet wurde. Das Amt hat bislang jeden Beweisantritt vermieden und nur auf mündliche Aussagen verwiesen.

Die IWK KKK wurden in Deutschland von Paul Emmond geleitet, der S. zu seiner aktiven Zeit als V-Mann des LfV beigetreten und immerhin 2 Jahre dabei war, ohne dass die Behörde das mitbekommen haben will. Wer's glaubt...

Es gibt aus ausreichend öffentlich zugängliche Hinweise aus Behördeninformationen, dass wenigstens 5 Personen früher oder später als Informanten im Klan für die Behörden tätig waren. Bei gründlicher Recherche muss man zu dem Schluss gelangen, dass die EWK KKK nach ihrer Auflösung in die Orion Knights überging, die um deb August 2004 gegründet wurden.

ungelüftete Kapuzen, 25.07.2013 19:15
Achim S. müsste dann eigentlich zu Operation Terzett und nicht zu Drilling gehört haben. Terzett soll an Drilling angeknüpft und im April/Mai 2000 begonnen haben. Die EWK Gründung war im Oktober 2000, im November wurde S. offiziell vom LfV Baden-Württemberg abgeschaltet. Wenn S. tatsächlich noch zu Drilling gehörte müsste er eigentlich für zwei LfV's gleichzeitig gearbeitet haben...
(zu Drilling soll auch die damalige Freundin von Wohlleben gehört haben)

ungelüftete Kapuzen, 24.07.2013 09:01
Achim S. trat dem KKK schon '98 bei. Die bezeichneten sich auf einer kurzzeitig bestehenden Webseite mal als EWK, S. nannte die aber "international white knigths".
Wer waren die Mitglieder ? Über die ist rein gar nichts bekannt.
S. erwähnte dann eine Bundesebene der EWK KKK( in seinem Blog ), auch soll es in anderen Ländern Ableger gegeben haben.
Auch darüber ist nichts weiter bekannt,
von deren Auflösung war jedenfalls noch nicht die Rede.
Auf einer Podiumsdiskussion rutschte S. Edathy mal über die EWK raus :
"Fast die Hälfte der Mitglieder waren V-Leute"[1]
War das nur so dahergesagt, oder wortwörtlich so gemeint ?
Wurde tatsächlich nichts aus der Bürgerwehr, die S. mit einem der Polizisten aufbauen wollte ?[3] Bei welchen Gelegenheiten hatte sich das ehemalige Klan-Mitglied, das vom BR interviewt wurde,
seine blauen Flecken geholt ?[2]
War das nur Freizeitgestaltung wenn Michèle Kiesewetter mit ihrem Kollegen Timo H., einem ehemaligen EWK-Mitglied, Discos besuchte ? Kiesewetter war auch schon als verdeckte Rauschgift-Ermittlerin tätig.

[1] http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/war-der-ku-klux-klan-ein-honigtopf--71836385.html
[2]http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/130123-kontrovers-ku-klux-klan-100.html ; ca 9:30min
[3]http://www.bild.de/news/inland/rechtsextremismus/der-deutsche-ku-klux-klan-27024070.bild.html
[4]http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,1950105

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