KONTEXT Extra:
Jetzt doch ein Koalitionsausschuss zu Afghanistan

Vor Weihnachten hatten Grünen und CDU eine inhaltliche Aussprache über die Abschiebepraxis nach Afghanistan vermieden. Stattdessen wurde im Koalitionsausschuss vor allem darüber diskutiert, ob Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand es "schäbig" nennen darf, wenn sein CDU-Pendant, Innenminister Thomas Strobl, auch alte oder kranke Menschen abschieben will. Zur bisher einzigen Sammelabschiebung wurde ein Mann sogar aus einer Psychiatrischen Klinik geholt, dann allerdings doch nicht ins Flugzeug nach Kabul gesetzt.

Am kommenden Dienstag werden dieser und andere Fälle sowie die grundsätzliche Vorgehensweise im Koalitionsausschuss diskutiert. Die Grünen, die die Debatte durchgesetzt haben, erinnern an die geltenden Leitlinien des Landes zu Abschiebungen und Rückführungen, nach denen eine Einzelfallprüfung ohnehin zwingend ist. Bisher hatte sich Strobl gegen eine inhaltliche Behandlung der von ihm mitinitiierten verschärften Abschiebepraxis im Koalitionsausschuss ausgesprochen. Die Grünen gehen davon aus, dass die Leitlinien und damit die Einzelfallprüfung bestätigt werden.

Auf dem Tisch liegt auch ein Papier der sogenannten G-Länder, also aller Koalitionen, an denen Grüne beteiligt sind. Diesem zufolge muss gewährleistet sein, "dass Ausreisepflichtige keinen Schaden an Leben und Gesundheit nehmen". Die Regierungspartner in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen "betonen eine Reihe von Grundlinien und Anforderungen bezüglich Rückführungen nach Afghanistan". Sie fordern die Bundesregierung aber auch auf, die Sicherheitslage in Afghanistan "erneut zu überprüfen". (14.1.2017)


Ein zweites Raumwunder für Geflüchtete

Engagement kann sich lohnen. Im September hatte Kontext über die Initiative der Künstlerin Martina Geiger-Gerlach berichtet, eine Wohnung in einem zum Abriss vorgesehenen Haus im Stuttgarter Stadtteil Steckfeld monatsweise Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig finden dort immer Ausstellungen statt, die Nachbarn und Interessierten Gelegenheit geben, Künstlern und Geflüchteten zwanglos zu begegnen. Nun hat der Vermieter, das katholische Siedlungswerk, der Künstlerin eine zweite Wohnung im selben Haus als Lernwohnung zur Verfügung gestellt, damit Geflüchtete, die im Trubel ihrer Unterkunft nicht zur Ruhe kommen, eine Rückzugsmöglichkeit finden. Zudem bleibt das Haus länger stehen: voraussichtlich zwei Jahre. Dem Siedlungswerk gefällt das Projekt so gut, dass Martina Geiger-Gerlach gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könnte, im Quartiersraum des Neubauareals an Stelle des früheren Olgahospitals eine Aufgabe zu übernehmen. Und: Ihr Wohnungs-Projekt ist für den Stuttgarter Bürgerpreis der Bürgerstiftung vorgeschlagen worden. Am 20. Januar um 19 Uhr eröffnet in der Karlshofstraße 42 in Steckfeld die nächste Ausstellung mit Gemälden von Ivan Zozulya und dem DJ Roman Levin. Am 31. Januar wird die Entscheidung zum Bürgerpreis bekannt gegeben. Jeder kann mit abstimmen!


Der Gewitterwanderer im Glück

Mitte November hatte der 33-jährige Göppinger Schriftsteller Kai Bleifuß noch geschimpft wie ein Rohrspatz. Der promovierte Goethe-Experte rackert sich seit Jahren mit Schreiben ab. Fabrizierte zuletzt einen Roman über den Dichterfürsten und wie der so wäre, würde er in unserer Zeit leben. "Goethes Mörder" heißt das gute Stück. Gutes Zeug. Guter Mann. Das weiß auch Bleifuß selbst. Kontext gegenüber machte er keinen Hehl daraus, dass er sich selbst für einen ziemlich duften Typen hält. Doch bislang schlug ihm seitens des ganzen "Literaturzirkus" und der Verlage kalter Wind entgegen. Niemand wolle mehr ein Risiko eingehen. Literatur würde immer mehr unter ökonomischen Abwägungen betrachtet, konstatierte der resolute Literaturnerd. "Schreiben ist das Idiotischste, was man machen kann. Nicht schreiben aber auch."

Ein Bleifuß lässt sich aber nicht unterkriegen – und jetzt hat es gerappelt im Karton: Am vergangenen Sonntag sackte der Göppinger für seinen Text "Fünf Variationen auf das Unsagbare" den Autorenpreis "Irseer Pegasus 2017" ein. 150 Schriftsteller aus dem ganzen Land hatten sich mit ihren Werken beworben, doch Bleifuß hat den mit 2000 Euro dotierten Preis gewonnen. Neben ihm auf dem Siegertreppchen der Preisverleihung im Kloster Irsee im Allgäu strahlte David Krause aus Kerpen.

"Der glücklose Autor hatte endlich einmal Glück!", schrieb Goethe-Glücksbärchen Bleifuß voller Freude an Kontext, mit der Bitte unseren LeserInnen mitzuteilen, dass man am 27.1. ab 21:05 Uhr im BR2 sein Hörspiel "Pinball" senden werde. Machen wir doch gerne. (11.1.2017) 


Abstand halten von den Volksverrätern

Aus 594 Wörtern haben die Sprachwissenschaftler um die Darmstädter Professorin Nina Janich das Unwort des Jahres 2016 ausgesucht: "Volksverräter". Aus dem Erbe der NS-Diktatur werde das Wort von Pegida, AfD und anderen Rechtsaußen verwendet, um PolitikerInnen  zu diffamieren. Mit der Folge, dass das "ernsthafte Gespräch" und notwendige Diskussionen in der Gesellschaft abgewürgt würden, begründet die Jury. Auf den weiteren Plätzen folgen "postfaktisch", "Populismus", "Gutmensch" sowie eine "Armlänge Abstand". Mit in der fünfköpfigen Jury saß auch Kontext-Autor Stephan Hebel. (10.1.2016)


Sichere Herkunftsstaaten: Kretschmann schon lange für längere Liste

Winfried Kretschmann hat sich mit jüngsten Äußerungen zur Einstufung von Marokko, Tunesien und Algerien als sichere Herkunftsländer derart in die Nesseln gesetzt, dass sich sein Staatsministerium zu einer "Klarstellung" aufgerufen sah. Tatsächlich handelt es sich um einen durchsichtigen Versuch der Schadensbegrenzung. Der grüne Regierungschef hatte auf Anfrage der "Rheinischen Post" in einer Stellungnahme zur aktuellen Sicherheitsdebatte erklärt: "Die kriminelle Energie, die von Gruppierungen junger Männer aus diesen Staaten ausgeht, ist bedenklich und muss mit aller Konsequenz bekämpft werden." Zugleich sprach er sich für die Aufnahme der drei Maghreb-Staaten auf die Liste sicherer Herkunftsländer aus: "Baden-Württemberg wird der Ausweitung zustimmen, sofern die Bundesregierung das Ansinnen in den Bundesrat einbringt."

Die Wirkung beider Sätze im Zusammenhang sind ihm und "meinen Leut", wie er seine engsten Mitarbeiter gern nennt, offenbar entgangen. Jedenfalls stellte "das Staatsministerium klar, dass die signalisierte Zustimmung weder aus aktuellem Anlass beschlossen wurde, noch ihre Begründung in der Gewaltbereitschaft mancher Gruppen junger Männer aus diesen Ländern hat". Vielmehr sei die Entscheidung "schon im Frühsommer 2016 nach einem langen Abwägungsprozess, in dem vor allem der Frage nachgegangen wurde, ob es angesichts der Menschenrechtssituation in den besagten Ländern vertretbar wäre, diese zu sicheren Herkunftsländern zu erklären (...), als sich die Bundesregierung dem Ministerpräsidenten gegenüber bereit erklärte, in einer Protokollerklärung festzuhalten, Personen aus sogenannten vulnerablen Gruppen wie Homosexuellen, verfolgten Journalisten, religiösen Minderheiten mit gleicher Sorgfalt zu prüfen wie Flüchtlinge aus sonstigen Ländern". Das Staatsministerium sagt allerdings nichts dazu, ob die Forderung erfüllt wurde und warum das Thema nicht längst endgültig ausgetreten ist. Denn laut dem Bundesamt für Flüchtlinge und Migration werden die drei Länder in der Statistik überhaupt nicht mehr einzeln ausgewiesen, weil die Zahl der einreisenden Asylbewerber so niedrig ist. Und bereits 2015 gehörten die drei Staaten nicht zu jenen zehn Ländern, aus denen die meisten Flüchtlinge nach Deutschland kamen. (5.1.2017)


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Ausgabe 121
Politik

Der Klan als NSU-Jäger

Von Hermann G. Abmayr und Thomas Moser
Datum: 24.07.2013
Der sächsische Verfassungsschutz soll einen Ku-Klux-Klan-Führer dafür eingesetzt haben, das NSU-Trio zu verfolgen. Und dies, obwohl der ehemalige V-Mann in Baden-Württemberg als unzuverlässig galt und deshalb angeblich abgeschaltet worden war.

Fieberhaft wird in diesen Tagen in der Taubenheimstraße in Stuttgart-Bad Cannstatt Aktenforschung betrieben. Verfassungsschützer müssen wieder einmal ihre eigene Geschichte recherchieren. Grund: Der NSU-Untersuchungsausschuss in Berlin hat eine angeblich neue Liste mit 24 möglichen Unterstützern des Nationalsozialistischen Untergrunds nach Stuttgart geschickt. Und Aufklärung verlangt. Denn einer der Genannten, Achim Schmid, soll etwa sieben Jahre lang, bis Oktober 2000 für Baden-Württembergs Landesamt für Verfassungsschutz die ultrarechte Szene ausgeschnüffelt haben, von der NPD bis zu den rechten Skinheads. Kontext hatte darüber berichtet.

"Ziel: Rassentrennung." Foto: Jim Lo Scalzo
"Ziel: Rassentrennung." Foto: Jim Lo Scalzo

Mittlerweile liegen uns von zwei unabhängigen Quellen Informationen vor, wonach Schmid nach seiner "Karriere" im Südwesten nach Sachsen wechselte, um dort bei der Suche nach den mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe eingesetzt zu werden. Bekanntlich war die Operation Terzett dann aber ein grandioser Misserfolg. Das Trio ist erst aufgeflogen, als die beiden gesuchten Männer bereits tot waren.

Doch welche Rolle spielte Achim Schmid, welche die Verfassungsschützer in Baden-Württemberg, welche die in Sachsen? Und hätte die Behörde in Dresden Schmid überhaupt einsetzen dürfen, nach dem ihn die Stuttgarter angeblich wegen Unzuverlässigkeit fallen gelassen hatten? Was qualifizierte den Mann für einen derartigen Einsatz?

Schmid hatte nämlich im Jahr 2000, so der damalige Präsident des Landesamts, Helmut Rannacher, ohne Wissen der Verfassungsschützer die "European White Knights of the Ku Klux Klan" gegründet. Dies habe das Amt nicht gewollt, erklärte Rannacher im April vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags. Obendrein hätte man Schmid bei einer Lüge ertappt. Er habe abgestritten, der Gründer des Geheimbunds zu sein. Jahre später sei es mindestens zu zwei Gespräche des Verfassungsschutzes mit Schmidt gekommen. Dabei soll es aber lediglich um die Absicherung des V-Mannes "Corelli" gegangen sein.

"Unser Ziel war die Rassentrennung"

Auch Thomas Richter, alias Corelli, hatte Schmids deutscher KKK-Sektion angehört. Nicht zuletzt deshalb gibt es immer wieder die Vermutung, das Projekt sei von Verfassungsschützern – von welchen auch immer – initiiert worden. Richter hatte übrigens auch Kontakt zu Uwe Mundlos.

Achim Schmid jedenfalls will sich dazu heute nicht äußern. "Unser Ziel war ganz klar: die Rassentrennung", sagte der 37-Jährige rückblickend vor wenigen Monaten einem taz-Redakteur. "Wir wollten die Gesellschaft unterwandern, um unser Weltbild durchzusetzen." So zelebrierte man zwischen 2000 und 2002 (möglicherweise auch noch länger) im Raum Schwäbisch Hall an Ruinen in weißen Kutten die KKK-Rituale, verbrannte Kreuze und nahm Anwärter in den Geheimbund auf. Darunter auch Polizisten. Zeitweise dachte Ku-Klux-Klan-Führer Schmid sogar an die Bildung einer eigenen Untergruppe für die Polizisten. Zwei sind namentlich bekannt: Jörg W. und Timo H. Sie kamen aus der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) in Böblingen, zu der ab 2005 auch die in Heilbronn getötete Michèle Kiesewetter und der schwer verletzte Martin Arnold gehörten. Einer der beiden KKK-Polizisten – offiziell war er nur wenige Monate Mitglied – war Gruppenführer von Kiesewetter.

An Kreuzverbrennungen nahmen auch Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe teil. Zum Beispiel zusammen mit dem Neonazi Markus Friedel, der später nach Heilbronn in Württemberg zog, wo er sich weiter neonazistisch betätigte. Die intensiven Verbindungen zwischen der rechtsextremen Szene Ostdeutschlands und Baden-Württembergs sind dem NSU-Ausschuss in Berlin jedenfalls schon vor Monaten aufgefallen. Der Fall Schmid könnte dabei für weitere Überraschungen sorgen.

NSU-Untersuchungsausschuss für Baden-Württemberg

Auch der Landtag wird sich wohl endlich mit dem NSU-Komplex befassen müssen. Die Grünen-Abgeordneten Alexander Salamon, Jürgen Filius, Petra Häffner, Willi Halder und Uli Sckerl wollen von der Landesregierung unter anderem wissen, ob es direkte Kontakte der baden-württembergischen Sicherheitsbehörden mit NSU-Leuten gab und welche Erkenntnisse Innenminister Reinhold Gall (SPD) über die NSU-Verbindungen zur rechten Szene im Südwesten hat.

Angesichts der vielen offenen Fragen schließt man im Stuttgarter Landtag auch die Bildung eines eigenen NSU-Untersuchungsausschusses nicht mehr aus.


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Kommentare

Andromeda, 07.08.2013 00:54
Die NSU Morde waren nur eine Uebung.
Laut Untersuchungsbericht des belgischen Parlaments und Zeugenaussagen ehemaliger Mitglieder belgischer Geheimdienste/Gladio/stay behind zu der scheinbar sinnlosen
(u.a. wurde erbeutetes Geld einfach weggeworfen) Gewaltserie von Ueberfaellen , und dabei veruebten Morde an einkaufenden Familien, Supermaerkte und Gendameriestationen in Brabant (nach dem Auffliegen der Gladio europaweit 1990 wurden auch diese verbrechen erneut von einem belgischen parlamentarischen Untersuchungsausschuss untersucht, u.a. wurde regelrecht auf die Polizei gewartet um diese niederzumaehen )wurden von den Geheimdiensten Rechtsextremisten angeworben , trainiert und ausgestattet um Terror zu verbreiten und dies
Linken propagandistisch anzuhaengen.
Bei dem ersten Angriff auf eine Gendameriestation , bei dem ein Polizist erschossen und ein Waffenlager erbeutet wurde , sollen laut Aussage eines belgischen Einweisers/stay behind Agenten sogar amerikanische Marines die Taeter gewesen sein. Eingeflogen aus GB , mit Fallschirmen abgesprungen, 2 Wochen sich im Wald zur Uebung vor der Bevoelkerung versteckt ,und dann die Station mit Armeewaffen angegriffen haben(sog. Vielsalm Vorfall S.218 ff. bis S.227).
(U.a. laesst der Tod von sowohl dem Dokumentarfilmer Frankovich Herzinfarkt in amerikanischem Gewahrsam als auch dem Zeugen und ehemaligen Agenten Latinus /erhaengt in Zelle mit Telefonkabel , das seinem Gewicht lt. Freunden im Nachversuch gar nicht standgehalten hat, auch mal Gedanken zu dem voellig in den Medien nicht behandelten Thema des Selbstmordes von Mundlos und Boenhardt zu).

Dies alles nicht laut Andromeda, sondern entsprechend dem Autor und Professor fuer zeitgenoessische Geschichte an der Uni Zuerich , vormals Basel Daniele Ganser in seinem Buch: NATO Geheimarmeen in Europa , inszenierter Terror und verdeckte Kriegsfuehrung , Kapitel Belgien. Selbstverstaendlich mit umfangreicher Quellenangabe , v.a. aus dem hochoffiziellen Untersuchungsbericht des belgischen Parlaments.

Die NSU Mordserie war eventuell synonym nur eine Uebung der Gladio/assozierte Geheimdienste / Rechtsradikale .
Wie in D beim Verfassungsschutz , BND etc. gingen auch in Belgien ganz viele Akten verloren bzw. wurden aus Versehen vernichtet.
Da alles ganz geheim war musste dies auch weiter so bleiben , war die tautologische Begruendung , gegen die sich das Parlament nicht durchsetzen konnte , es also bis dato keine Rechtsstaatlichkeit gibt und gab.

Kriminelle Straftaeter kamen u.a. ganz ohne eine Strafe davon , weil sie sich auf eine fruehere geheimdienstliche Taetigkeit und Garantie auf Straflosigkeit fuer ihren Person auf hoechster Ebene berufen konnten (S.259).
In D z.B .Beispiel erinnert dies, wenn auch gering bestraft, an Verena Becker( Michael Buback : Der Tod meines Vaters).
In B wie in D sind und waren die Gerichte nie unabhaengig.
Das trifft am meisten noch auf Italien zu. Daher hat man den Eindruck dort ginge es am korruptesten zu, ist aber gar nicht der Fall ( Juergen Dolata: D korrupter als Uganda).
Auch der juristische Verlauf der Faelle Mollath oder Mathias Frey/Nuernberg oder der die behandlung des falles TRON sind ganz offensichtlich mit Vorsatz erfolgt.

Der einzige Sinn , ausser der einer technischen Uebung/Ueberpruefung der Verlaesslichkeit der Befehlskette ,ist vorstellbar in der Begruendung umfassender Ueberwachung und Durchsetzung neuer Gesetze dazu in der Oeffentlichkeit.
Schliesslich wurde immer nur die Spur organisierter Kriminalitaet verfolgt.
Dies wohl mit Absicht , 1. aus politischen Gruenden , 2. damit die Taeter/Befehlskette nicht auffliegt.
Also , es gibt soviel vernuenftige Sachliteratur dazu und das cui bono hat eine zwingende Logik.

ungelüftete Kapuzen, 05.08.2013 18:47
Dem Beitrag den der Journalist Andreas Förster im jüngst erschienenen Buch "Blut&Ehre" veröffentlicht hat ist zu entnehmen das Thomas R.( Corelli ) zur Nationalistischen Front gehört haben soll( S.197 ). Einer deren Führungskader war Carsten Szczepanski( Piato ), der die Kreuzverbrennung '91 bei Berlin organisiert hat, die Dennis Mahon leitete. '96 gibt es Kreuzverbrennungen an denen spätere NSU&Unterstützer teilnehmen, und Thomas S.( bringt dann zusammen mit R."White Supremacy" raus ) besucht in dem Jahr den inhaftierten Piato. '97 und '99 soll es Kreuzverbrennungen nahe Leipzig gegeben haben, '97 sollen auch US-Amerikaner dabei gewesen sein. '99 soll Corelli den IWK beigetreten sein, '00 dann den EWK für die er angeblich einen Ableger in Leipzig aufbauen wollte.
Vielleicht waren das bei Leipzig ja die IWK ?

Wenn es mehrere VP's bei den EWK gab, dann ist die Frage ob alle Hinweise die Corelli zugeschrieben werden auch wirklich von ihm kamen. Bei Piato soll es ja schon so ein Problem geben.

Bei den Klans die nach den EWK auftauchen habe ich den Eindruck es könnte sich schlicht um solche Umbenennungen handeln, wie sie bei Kameradschaften üblich sind. Die derzeit aktiven EWKotbC rühmen sich mehrere Partnerklans in den USA zu haben, und sie wollen, so wie zuvor die EWK, europaweit organisiert sein. Auf einer inzwischen entfernten Webseite zeichneten sie ihre biblischen Verwünschungen mit dem Akronym ORION in Kombination mit "White Power".
Die UNSK, die nun in Schwäbisch Hall aufgetaucht sind, haben einen anderen Partnerklan als der Vorgänger EWK. Laut einem Blog haben sie aber schon bestehende Klanstrukturen übernommen, die nannten sich nur "Knights of the fiery Cross", die Bezeichnung wird eigentlich allgemein verwendet("KoTFC/UNSK Merging!"). Von daher wäre es eher unwahrscheinlich das es sich bei den UNSK um eine Einzelperson handelt, daran halten ja Innenminister und LKA fest-entgegen den Angaben von Zeugen und eben dieser Einzelperson.
Wird heute mehr vertuscht als vorherige Vertuschungen...?

( Fussnotensammlung: http://der-weisse-faden.weebly.com/ )

XXX, 02.08.2013 08:47
Es gibt keinen Beleg, dass S. jemals tatsächlich abgeschaltet wurde. Das Amt hat bislang jeden Beweisantritt vermieden und nur auf mündliche Aussagen verwiesen.

Die IWK KKK wurden in Deutschland von Paul Emmond geleitet, der S. zu seiner aktiven Zeit als V-Mann des LfV beigetreten und immerhin 2 Jahre dabei war, ohne dass die Behörde das mitbekommen haben will. Wer's glaubt...

Es gibt aus ausreichend öffentlich zugängliche Hinweise aus Behördeninformationen, dass wenigstens 5 Personen früher oder später als Informanten im Klan für die Behörden tätig waren. Bei gründlicher Recherche muss man zu dem Schluss gelangen, dass die EWK KKK nach ihrer Auflösung in die Orion Knights überging, die um deb August 2004 gegründet wurden.

ungelüftete Kapuzen, 25.07.2013 19:15
Achim S. müsste dann eigentlich zu Operation Terzett und nicht zu Drilling gehört haben. Terzett soll an Drilling angeknüpft und im April/Mai 2000 begonnen haben. Die EWK Gründung war im Oktober 2000, im November wurde S. offiziell vom LfV Baden-Württemberg abgeschaltet. Wenn S. tatsächlich noch zu Drilling gehörte müsste er eigentlich für zwei LfV's gleichzeitig gearbeitet haben...
(zu Drilling soll auch die damalige Freundin von Wohlleben gehört haben)

ungelüftete Kapuzen, 24.07.2013 09:01
Achim S. trat dem KKK schon '98 bei. Die bezeichneten sich auf einer kurzzeitig bestehenden Webseite mal als EWK, S. nannte die aber "international white knigths".
Wer waren die Mitglieder ? Über die ist rein gar nichts bekannt.
S. erwähnte dann eine Bundesebene der EWK KKK( in seinem Blog ), auch soll es in anderen Ländern Ableger gegeben haben.
Auch darüber ist nichts weiter bekannt,
von deren Auflösung war jedenfalls noch nicht die Rede.
Auf einer Podiumsdiskussion rutschte S. Edathy mal über die EWK raus :
"Fast die Hälfte der Mitglieder waren V-Leute"[1]
War das nur so dahergesagt, oder wortwörtlich so gemeint ?
Wurde tatsächlich nichts aus der Bürgerwehr, die S. mit einem der Polizisten aufbauen wollte ?[3] Bei welchen Gelegenheiten hatte sich das ehemalige Klan-Mitglied, das vom BR interviewt wurde,
seine blauen Flecken geholt ?[2]
War das nur Freizeitgestaltung wenn Michèle Kiesewetter mit ihrem Kollegen Timo H., einem ehemaligen EWK-Mitglied, Discos besuchte ? Kiesewetter war auch schon als verdeckte Rauschgift-Ermittlerin tätig.

[1] http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/war-der-ku-klux-klan-ein-honigtopf--71836385.html
[2]http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/130123-kontrovers-ku-klux-klan-100.html ; ca 9:30min
[3]http://www.bild.de/news/inland/rechtsextremismus/der-deutsche-ku-klux-klan-27024070.bild.html
[4]http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,1950105

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