KONTEXT Extra:
Mit klassischer Musik gegen Kampfdrohnen

Mit Cello und Bratsche rücken 80 MusikerInnnen vor der US-Kommandozentrale in Stuttgart-Möhringen an. Am kommenden Montag, 29. 8., 10 Uhr, wollen sie dem "Drohnenmord den Schlussakkord" setzen. Sie sammeln sich seit 30 Jahren unter dem Namen "Lebenslaute" und finden sich überall dort ein, wo sie Menschen bedroht sehen: auf Militärübungsplätzen, Abschiebeflughäfen, vor Atomkraftwerken und Raketendepots. Ihr Konzert ist verbunden mit einer Demonstration, bei der die Organisatoren von "Ohne Rüstung Leben" 13 000 Unterschriften an einen Vertreter von Africom und Eucom übergeben wollen. Sie fordern die Schließung der Kommandozentralen. Mit der "stillschweigenden Duldung" von Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) werde hier der Einsatz von tödlichen Kampfdrohnen koordiniert, schreibt das Bündnis. (26. 8.)


Versprochen, gebrochen!

Was kommt da eigentlich noch?, fragt sich die designierte SPD-Landesvorsitzende und mit ihr die politisch interessierte Öffentlichkeit im Land. Vor vier Wochen waren die ersten Nebenabreden öffentlich geworden, die Grüne und CDU nicht in ihren Koalitionsvertrag aufgenommen hatten (Kontext berichtete). Ministerpräsident Winfried Kretschmann musste in einer Landtagsdebatte alle Register ziehen, um deren Notwendigkeit mehr schlecht als recht gerade auch vor den Regierungsfraktionen und der eigenen Klientel zu rechtfertigen. Ungenutzt ließ er die Chance, reinen Tisch zu machen, alles zu offenbaren, was er mit CDU-Landeschef Thomas Strobl ausbaldowert hat. Die Aufregung wäre groß gewesen - und doch deutlich kleiner als der Ärger, den sich die beiden jetzt eingehandelt haben. Drei Tage, sagt der Regierungschef gern, lägen zwischen "Hosianna" und "Kreuziget ihn!", was schon immer zweideutig war, weil er damit die Verantwortung für einen Niedergang auch dem Publikum zuschreibt. Jetzt tragen Kretschmann und Strobl diese ganz allein. Der Grüne allerdings deutlich schwerer als der Schwarze, weil er - siehe Persönlichkeitswerte - sehr vielen Menschen als Inbegriff der Redlichkeit galt. Mit seiner "Politik des Gehörtwerdens" war ein Transparenzversprechen verbunden, und das hat er höchstpersönlich gleich mehrfach gebrochen.


AfD kann nicht rechnen

Zu ihrer 100-Tage-Bilanz im Landtag legen die Abgeordneten der AfD-Fraktion, also jene, die dem Bundessprecher Jörg Meuthen im Antisemitismus-Streit nicht gefolgt sind, eine arg geschönte Bilanz ihrer Arbeit vor. "Seit Beginn der Legislaturperiode haben wir bereits 37 Anfragen gestellt, über die wir künftig berichten werden", heißt es in einer Pressemitteilung. Und weiter: "Das übertrifft die SPD-Fraktion bei weitem, die gerade einmal 14 Anfragen eingereicht hat, oder auch die FDP, die beide aufgrund ihrer Parlamentshistorie mit einer deutlich größeren Mannschaft im Hintergrund agieren."

Wahr ist, dass die Fraktionsgröße die Zahl der Beschäftigten bestimmt und vor allem, dass die AfD-Fraktion seit der Abspaltung der "Alternative für Baden-Württemberg" (ABW) acht Kleine Anfragen gestellt hat und die ABW seit ihrer Gründung Anfang Juli neun. Davor hatte es die noch geeinte AfD auf 34 Kleine Anfragen gebracht. SPD und FDP kommen aber auf jeweils über 70 Initiativen in ihren ersten 100 Tagen, darunter Kleine Anfragen, Große Anfragen, Anträge und Gesetzentwürfe. "Nachdem die AfD bis zur Stunde mit ihren ungeheuerlichen Mätzchen dem Parlament und seiner demokratischen Kultur nur Schaden zugefügt hat, kommt sie nun mit einer vor lauter Selbstbeweihräucherung triefenden 100-Tage-Bilanz daher, die aber noch nicht mal korrekte Rechenkünste vorweisen kann", reagiert Martin Mendler, der Fraktionssprecher der Sozialdemokraten, scharf. Der SPD würden fälschlicherweise lediglich 14 Anfragen zugeordnet, wohingegen es laut Parlamentsdokumentation des Landtags von Mai bis August in der 16. Legislaturperiode mehr als fünf Mal so viele seien.


Mit Wolfgang Dietrich naht die Rettung

Die Rettung rückt immer näher: Jetzt hat der Aufsichtsrat des Stuttgarter Fußballvereins VfB den früheren S-21-Sprecher Wolfgang Dietrich offiziell zum Präsidenten-Kandidaten erhoben. Gewählt wird er am 9. Oktober, so sich nicht irgendwelche Ultras zu einem Block zusammen rotten. Nicht so ganz schlüssig sind sich die beiden Fusionsblätter vor Ort, ob sie den 68-jährigen Streithansel gut oder schlecht finden sollen. Zum einen sei Dietrich ein "gewiefter Geschäftsmann", gar ein "Universalstratege", zum anderen ein "Polarisierer" und eine "Reizfigur", meinen die StZN, und sprechen von der "Altlast S 21". Sie mögen sich von den Parkschützern Mut zur Meinung machen lassen. Wenn das Neckarstadion unter die Erde gelegt werde, schreiben sie, könne man "oben Luxuswohnungen und Einkaufstempel" bauen.


Brigitte Lösch im Visier der AfD

Die beiden AfD-Gruppierungen im baden-württembergischen Landtag wollen ihre Spaltung nutzen, um mit einem Untersuchungsausschuss unter anderem gegen die frühere grüne Landtagsvizepräsidentin und Stuttgarter Abgeordnete Brigitte Lösch vorzugehen. Hintergrund ist ihr Engagement gegen die Bildungsplangegner der "Demo für alle" und für das Bündnis "No Pegida Stuttgart".

Gegenstand der parlamentarischen Untersuchung sollen auch die Ereignisse vom vergangenen Oktober sein, als Künstler und Beschäftigte aus Protest gegen die "Demo für alle" ein Banner mit der Aufschrift "Vielfalt" vom Dach des Großen Hauses der Württembergischen Staatstheater entrollten (Kontext berichtete). Die beiden AfD-Fraktionen verlangen Auskunft darüber "wieso das Opernhaus Stuttgart durch Gegendemonstranten besetzt werden konnte". Grundsätzlich will die "Alternative für Deutschland", die mit ihren zur Zeit zwei Fraktionen allein einen Untersuchungsausschuss beantragen kann, dem "Linksextremismus in Baden-Württemberg" nachgehen und einer möglichen Nähe zu "der gewesenen oder derzeitigen Landesregierung, Parteien, der Verwaltung, der Behörden oder dem Landtag".

Die vier demokratischen Fraktionen sehen darin einem Missbrauch der parlamentarischen Möglichkeiten. Bereits ins Auge gefasst ist eine Überprüfung des Vorgehens der Rechtsnationalisten durch den baden-württembergischen Verfassungsgerichtshof. Nach geltendem Recht kann ein Untersuchungsausschuss eingesetzt werden, wenn mindestens zwei Fraktionen oder ein Viertel aller Abgeordneten dafür sind. Er ist allerdings nur zulässig zu Sachverhalten, "deren Aufklärung im öffentlichen Interesse liegt" und wenn sie geeignet sind, "dem Landtag Grundlagen für eine Beschlussfassung im Rahmen seiner verfassungsmäßigen Zuständigkeiten zu vermitteln".

Drei vom Landtag bestellte Gutachter sahen Ende Juli auf Basis der geltenden Geschäftsordnung keinen Weg, der AfD die Bildung zweier Fraktionen zu verwehren. FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke warnte schon damals, die "Alternative für Deutschland" könnte ihren doppelten Fraktionsstatus missbrauchen. Jetzt sieht er sich bestätigt: Die AfD nutze ihre Spaltung, "um sich Vorteile zu erschleichen".

Die stellvertretende AfD-Landesvorsitzende Christina Baum, die dem Bundessprecher Jörg Meuthen im Antisemitismus-Streit um Wolfgang Gedeon nicht in die neue Fraktion gefolgt ist, bewertet das gemeinsame Vorgehen als "positives Signal für alle bürgerlichen Schichten im Land". Beide Fraktionen verhehlen auch nicht, dass der jetzt vorgelegte Antrag eine "Vorbereitung der Wiedervereinigung" (Baum) ist. Nach dieser, die für den Herbst und im Zuge einer gerade gestarteten Mediation von beiden Seiten in Aussicht gestellt wurde, könnte der Untersuchungsausschuss aber nicht mehr durchgesetzt werden.


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Ausgabe 121
Politik

Der Klan als NSU-Jäger

Von Hermann G. Abmayr und Thomas Moser
Datum: 24.07.2013
Der sächsische Verfassungsschutz soll einen Ku-Klux-Klan-Führer dafür eingesetzt haben, das NSU-Trio zu verfolgen. Und dies, obwohl der ehemalige V-Mann in Baden-Württemberg als unzuverlässig galt und deshalb angeblich abgeschaltet worden war.

Fieberhaft wird in diesen Tagen in der Taubenheimstraße in Stuttgart-Bad Cannstatt Aktenforschung betrieben. Verfassungsschützer müssen wieder einmal ihre eigene Geschichte recherchieren. Grund: Der NSU-Untersuchungsausschuss in Berlin hat eine angeblich neue Liste mit 24 möglichen Unterstützern des Nationalsozialistischen Untergrunds nach Stuttgart geschickt. Und Aufklärung verlangt. Denn einer der Genannten, Achim Schmid, soll etwa sieben Jahre lang, bis Oktober 2000 für Baden-Württembergs Landesamt für Verfassungsschutz die ultrarechte Szene ausgeschnüffelt haben, von der NPD bis zu den rechten Skinheads. Kontext hatte darüber berichtet.

"Ziel: Rassentrennung." Foto: Jim Lo Scalzo
"Ziel: Rassentrennung." Foto: Jim Lo Scalzo

Mittlerweile liegen uns von zwei unabhängigen Quellen Informationen vor, wonach Schmid nach seiner "Karriere" im Südwesten nach Sachsen wechselte, um dort bei der Suche nach den mutmaßlichen NSU-Terroristen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe eingesetzt zu werden. Bekanntlich war die Operation Terzett dann aber ein grandioser Misserfolg. Das Trio ist erst aufgeflogen, als die beiden gesuchten Männer bereits tot waren.

Doch welche Rolle spielte Achim Schmid, welche die Verfassungsschützer in Baden-Württemberg, welche die in Sachsen? Und hätte die Behörde in Dresden Schmid überhaupt einsetzen dürfen, nach dem ihn die Stuttgarter angeblich wegen Unzuverlässigkeit fallen gelassen hatten? Was qualifizierte den Mann für einen derartigen Einsatz?

Schmid hatte nämlich im Jahr 2000, so der damalige Präsident des Landesamts, Helmut Rannacher, ohne Wissen der Verfassungsschützer die "European White Knights of the Ku Klux Klan" gegründet. Dies habe das Amt nicht gewollt, erklärte Rannacher im April vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestags. Obendrein hätte man Schmid bei einer Lüge ertappt. Er habe abgestritten, der Gründer des Geheimbunds zu sein. Jahre später sei es mindestens zu zwei Gespräche des Verfassungsschutzes mit Schmidt gekommen. Dabei soll es aber lediglich um die Absicherung des V-Mannes "Corelli" gegangen sein.

"Unser Ziel war die Rassentrennung"

Auch Thomas Richter, alias Corelli, hatte Schmids deutscher KKK-Sektion angehört. Nicht zuletzt deshalb gibt es immer wieder die Vermutung, das Projekt sei von Verfassungsschützern – von welchen auch immer – initiiert worden. Richter hatte übrigens auch Kontakt zu Uwe Mundlos.

Achim Schmid jedenfalls will sich dazu heute nicht äußern. "Unser Ziel war ganz klar: die Rassentrennung", sagte der 37-Jährige rückblickend vor wenigen Monaten einem taz-Redakteur. "Wir wollten die Gesellschaft unterwandern, um unser Weltbild durchzusetzen." So zelebrierte man zwischen 2000 und 2002 (möglicherweise auch noch länger) im Raum Schwäbisch Hall an Ruinen in weißen Kutten die KKK-Rituale, verbrannte Kreuze und nahm Anwärter in den Geheimbund auf. Darunter auch Polizisten. Zeitweise dachte Ku-Klux-Klan-Führer Schmid sogar an die Bildung einer eigenen Untergruppe für die Polizisten. Zwei sind namentlich bekannt: Jörg W. und Timo H. Sie kamen aus der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) in Böblingen, zu der ab 2005 auch die in Heilbronn getötete Michèle Kiesewetter und der schwer verletzte Martin Arnold gehörten. Einer der beiden KKK-Polizisten – offiziell war er nur wenige Monate Mitglied – war Gruppenführer von Kiesewetter.

An Kreuzverbrennungen nahmen auch Böhnhardt, Mundlos und Zschäpe teil. Zum Beispiel zusammen mit dem Neonazi Markus Friedel, der später nach Heilbronn in Württemberg zog, wo er sich weiter neonazistisch betätigte. Die intensiven Verbindungen zwischen der rechtsextremen Szene Ostdeutschlands und Baden-Württembergs sind dem NSU-Ausschuss in Berlin jedenfalls schon vor Monaten aufgefallen. Der Fall Schmid könnte dabei für weitere Überraschungen sorgen.

NSU-Untersuchungsausschuss für Baden-Württemberg

Auch der Landtag wird sich wohl endlich mit dem NSU-Komplex befassen müssen. Die Grünen-Abgeordneten Alexander Salamon, Jürgen Filius, Petra Häffner, Willi Halder und Uli Sckerl wollen von der Landesregierung unter anderem wissen, ob es direkte Kontakte der baden-württembergischen Sicherheitsbehörden mit NSU-Leuten gab und welche Erkenntnisse Innenminister Reinhold Gall (SPD) über die NSU-Verbindungen zur rechten Szene im Südwesten hat.

Angesichts der vielen offenen Fragen schließt man im Stuttgarter Landtag auch die Bildung eines eigenen NSU-Untersuchungsausschusses nicht mehr aus.


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Kommentare

Andromeda, 07.08.2013 00:54
Die NSU Morde waren nur eine Uebung.
Laut Untersuchungsbericht des belgischen Parlaments und Zeugenaussagen ehemaliger Mitglieder belgischer Geheimdienste/Gladio/stay behind zu der scheinbar sinnlosen
(u.a. wurde erbeutetes Geld einfach weggeworfen) Gewaltserie von Ueberfaellen , und dabei veruebten Morde an einkaufenden Familien, Supermaerkte und Gendameriestationen in Brabant (nach dem Auffliegen der Gladio europaweit 1990 wurden auch diese verbrechen erneut von einem belgischen parlamentarischen Untersuchungsausschuss untersucht, u.a. wurde regelrecht auf die Polizei gewartet um diese niederzumaehen )wurden von den Geheimdiensten Rechtsextremisten angeworben , trainiert und ausgestattet um Terror zu verbreiten und dies
Linken propagandistisch anzuhaengen.
Bei dem ersten Angriff auf eine Gendameriestation , bei dem ein Polizist erschossen und ein Waffenlager erbeutet wurde , sollen laut Aussage eines belgischen Einweisers/stay behind Agenten sogar amerikanische Marines die Taeter gewesen sein. Eingeflogen aus GB , mit Fallschirmen abgesprungen, 2 Wochen sich im Wald zur Uebung vor der Bevoelkerung versteckt ,und dann die Station mit Armeewaffen angegriffen haben(sog. Vielsalm Vorfall S.218 ff. bis S.227).
(U.a. laesst der Tod von sowohl dem Dokumentarfilmer Frankovich Herzinfarkt in amerikanischem Gewahrsam als auch dem Zeugen und ehemaligen Agenten Latinus /erhaengt in Zelle mit Telefonkabel , das seinem Gewicht lt. Freunden im Nachversuch gar nicht standgehalten hat, auch mal Gedanken zu dem voellig in den Medien nicht behandelten Thema des Selbstmordes von Mundlos und Boenhardt zu).

Dies alles nicht laut Andromeda, sondern entsprechend dem Autor und Professor fuer zeitgenoessische Geschichte an der Uni Zuerich , vormals Basel Daniele Ganser in seinem Buch: NATO Geheimarmeen in Europa , inszenierter Terror und verdeckte Kriegsfuehrung , Kapitel Belgien. Selbstverstaendlich mit umfangreicher Quellenangabe , v.a. aus dem hochoffiziellen Untersuchungsbericht des belgischen Parlaments.

Die NSU Mordserie war eventuell synonym nur eine Uebung der Gladio/assozierte Geheimdienste / Rechtsradikale .
Wie in D beim Verfassungsschutz , BND etc. gingen auch in Belgien ganz viele Akten verloren bzw. wurden aus Versehen vernichtet.
Da alles ganz geheim war musste dies auch weiter so bleiben , war die tautologische Begruendung , gegen die sich das Parlament nicht durchsetzen konnte , es also bis dato keine Rechtsstaatlichkeit gibt und gab.

Kriminelle Straftaeter kamen u.a. ganz ohne eine Strafe davon , weil sie sich auf eine fruehere geheimdienstliche Taetigkeit und Garantie auf Straflosigkeit fuer ihren Person auf hoechster Ebene berufen konnten (S.259).
In D z.B .Beispiel erinnert dies, wenn auch gering bestraft, an Verena Becker( Michael Buback : Der Tod meines Vaters).
In B wie in D sind und waren die Gerichte nie unabhaengig.
Das trifft am meisten noch auf Italien zu. Daher hat man den Eindruck dort ginge es am korruptesten zu, ist aber gar nicht der Fall ( Juergen Dolata: D korrupter als Uganda).
Auch der juristische Verlauf der Faelle Mollath oder Mathias Frey/Nuernberg oder der die behandlung des falles TRON sind ganz offensichtlich mit Vorsatz erfolgt.

Der einzige Sinn , ausser der einer technischen Uebung/Ueberpruefung der Verlaesslichkeit der Befehlskette ,ist vorstellbar in der Begruendung umfassender Ueberwachung und Durchsetzung neuer Gesetze dazu in der Oeffentlichkeit.
Schliesslich wurde immer nur die Spur organisierter Kriminalitaet verfolgt.
Dies wohl mit Absicht , 1. aus politischen Gruenden , 2. damit die Taeter/Befehlskette nicht auffliegt.
Also , es gibt soviel vernuenftige Sachliteratur dazu und das cui bono hat eine zwingende Logik.

ungelüftete Kapuzen, 05.08.2013 18:47
Dem Beitrag den der Journalist Andreas Förster im jüngst erschienenen Buch "Blut&Ehre" veröffentlicht hat ist zu entnehmen das Thomas R.( Corelli ) zur Nationalistischen Front gehört haben soll( S.197 ). Einer deren Führungskader war Carsten Szczepanski( Piato ), der die Kreuzverbrennung '91 bei Berlin organisiert hat, die Dennis Mahon leitete. '96 gibt es Kreuzverbrennungen an denen spätere NSU&Unterstützer teilnehmen, und Thomas S.( bringt dann zusammen mit R."White Supremacy" raus ) besucht in dem Jahr den inhaftierten Piato. '97 und '99 soll es Kreuzverbrennungen nahe Leipzig gegeben haben, '97 sollen auch US-Amerikaner dabei gewesen sein. '99 soll Corelli den IWK beigetreten sein, '00 dann den EWK für die er angeblich einen Ableger in Leipzig aufbauen wollte.
Vielleicht waren das bei Leipzig ja die IWK ?

Wenn es mehrere VP's bei den EWK gab, dann ist die Frage ob alle Hinweise die Corelli zugeschrieben werden auch wirklich von ihm kamen. Bei Piato soll es ja schon so ein Problem geben.

Bei den Klans die nach den EWK auftauchen habe ich den Eindruck es könnte sich schlicht um solche Umbenennungen handeln, wie sie bei Kameradschaften üblich sind. Die derzeit aktiven EWKotbC rühmen sich mehrere Partnerklans in den USA zu haben, und sie wollen, so wie zuvor die EWK, europaweit organisiert sein. Auf einer inzwischen entfernten Webseite zeichneten sie ihre biblischen Verwünschungen mit dem Akronym ORION in Kombination mit "White Power".
Die UNSK, die nun in Schwäbisch Hall aufgetaucht sind, haben einen anderen Partnerklan als der Vorgänger EWK. Laut einem Blog haben sie aber schon bestehende Klanstrukturen übernommen, die nannten sich nur "Knights of the fiery Cross", die Bezeichnung wird eigentlich allgemein verwendet("KoTFC/UNSK Merging!"). Von daher wäre es eher unwahrscheinlich das es sich bei den UNSK um eine Einzelperson handelt, daran halten ja Innenminister und LKA fest-entgegen den Angaben von Zeugen und eben dieser Einzelperson.
Wird heute mehr vertuscht als vorherige Vertuschungen...?

( Fussnotensammlung: http://der-weisse-faden.weebly.com/ )

XXX, 02.08.2013 08:47
Es gibt keinen Beleg, dass S. jemals tatsächlich abgeschaltet wurde. Das Amt hat bislang jeden Beweisantritt vermieden und nur auf mündliche Aussagen verwiesen.

Die IWK KKK wurden in Deutschland von Paul Emmond geleitet, der S. zu seiner aktiven Zeit als V-Mann des LfV beigetreten und immerhin 2 Jahre dabei war, ohne dass die Behörde das mitbekommen haben will. Wer's glaubt...

Es gibt aus ausreichend öffentlich zugängliche Hinweise aus Behördeninformationen, dass wenigstens 5 Personen früher oder später als Informanten im Klan für die Behörden tätig waren. Bei gründlicher Recherche muss man zu dem Schluss gelangen, dass die EWK KKK nach ihrer Auflösung in die Orion Knights überging, die um deb August 2004 gegründet wurden.

ungelüftete Kapuzen, 25.07.2013 19:15
Achim S. müsste dann eigentlich zu Operation Terzett und nicht zu Drilling gehört haben. Terzett soll an Drilling angeknüpft und im April/Mai 2000 begonnen haben. Die EWK Gründung war im Oktober 2000, im November wurde S. offiziell vom LfV Baden-Württemberg abgeschaltet. Wenn S. tatsächlich noch zu Drilling gehörte müsste er eigentlich für zwei LfV's gleichzeitig gearbeitet haben...
(zu Drilling soll auch die damalige Freundin von Wohlleben gehört haben)

ungelüftete Kapuzen, 24.07.2013 09:01
Achim S. trat dem KKK schon '98 bei. Die bezeichneten sich auf einer kurzzeitig bestehenden Webseite mal als EWK, S. nannte die aber "international white knigths".
Wer waren die Mitglieder ? Über die ist rein gar nichts bekannt.
S. erwähnte dann eine Bundesebene der EWK KKK( in seinem Blog ), auch soll es in anderen Ländern Ableger gegeben haben.
Auch darüber ist nichts weiter bekannt,
von deren Auflösung war jedenfalls noch nicht die Rede.
Auf einer Podiumsdiskussion rutschte S. Edathy mal über die EWK raus :
"Fast die Hälfte der Mitglieder waren V-Leute"[1]
War das nur so dahergesagt, oder wortwörtlich so gemeint ?
Wurde tatsächlich nichts aus der Bürgerwehr, die S. mit einem der Polizisten aufbauen wollte ?[3] Bei welchen Gelegenheiten hatte sich das ehemalige Klan-Mitglied, das vom BR interviewt wurde,
seine blauen Flecken geholt ?[2]
War das nur Freizeitgestaltung wenn Michèle Kiesewetter mit ihrem Kollegen Timo H., einem ehemaligen EWK-Mitglied, Discos besuchte ? Kiesewetter war auch schon als verdeckte Rauschgift-Ermittlerin tätig.

[1] http://www.badische-zeitung.de/suedwest-1/war-der-ku-klux-klan-ein-honigtopf--71836385.html
[2]http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/kontrovers/130123-kontrovers-ku-klux-klan-100.html ; ca 9:30min
[3]http://www.bild.de/news/inland/rechtsextremismus/der-deutsche-ku-klux-klan-27024070.bild.html
[4]http://www.swp.de/schwaebisch_hall/lokales/schwaebisch_hall/art1188139,1950105

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