KONTEXT Extra:
Jetzt doch ein Koalitionsausschuss zu Afghanistan

Vor Weihnachten hatten Grünen und CDU eine inhaltliche Aussprache über die Abschiebepraxis nach Afghanistan vermieden. Stattdessen wurde im Koalitionsausschuss vor allem darüber diskutiert, ob Grünen-Landeschef Oliver Hildenbrand es "schäbig" nennen darf, wenn sein CDU-Pendant, Innenminister Thomas Strobl, auch alte oder kranke Menschen abschieben will. Zur bisher einzigen Sammelabschiebung wurde ein Mann sogar aus einer Psychiatrischen Klinik geholt, dann allerdings doch nicht ins Flugzeug nach Kabul gesetzt.

Am kommenden Dienstag werden dieser und andere Fälle sowie die grundsätzliche Vorgehensweise im Koalitionsausschuss diskutiert. Die Grünen, die die Debatte durchgesetzt haben, erinnern an die geltenden Leitlinien des Landes zu Abschiebungen und Rückführungen, nach denen eine Einzelfallprüfung ohnehin zwingend ist. Bisher hatte sich Strobl gegen eine inhaltliche Behandlung der von ihm mitinitiierten verschärften Abschiebepraxis im Koalitionsausschuss ausgesprochen. Die Grünen gehen davon aus, dass die Leitlinien und damit die Einzelfallprüfung bestätigt werden.

Auf dem Tisch liegt auch ein Papier der sogenannten G-Länder, also aller Koalitionen, an denen Grüne beteiligt sind. Diesem zufolge muss gewährleistet sein, "dass Ausreisepflichtige keinen Schaden an Leben und Gesundheit nehmen". Die Regierungspartner in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen "betonen eine Reihe von Grundlinien und Anforderungen bezüglich Rückführungen nach Afghanistan". Sie fordern die Bundesregierung aber auch auf, die Sicherheitslage in Afghanistan "erneut zu überprüfen". (14.1.2017)


Ein zweites Raumwunder für Geflüchtete

Engagement kann sich lohnen. Im September hatte Kontext über die Initiative der Künstlerin Martina Geiger-Gerlach berichtet, eine Wohnung in einem zum Abriss vorgesehenen Haus im Stuttgarter Stadtteil Steckfeld monatsweise Flüchtlingen zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig finden dort immer Ausstellungen statt, die Nachbarn und Interessierten Gelegenheit geben, Künstlern und Geflüchteten zwanglos zu begegnen. Nun hat der Vermieter, das katholische Siedlungswerk, der Künstlerin eine zweite Wohnung im selben Haus als Lernwohnung zur Verfügung gestellt, damit Geflüchtete, die im Trubel ihrer Unterkunft nicht zur Ruhe kommen, eine Rückzugsmöglichkeit finden. Zudem bleibt das Haus länger stehen: voraussichtlich zwei Jahre. Dem Siedlungswerk gefällt das Projekt so gut, dass Martina Geiger-Gerlach gefragt wurde, ob sie sich vorstellen könnte, im Quartiersraum des Neubauareals an Stelle des früheren Olgahospitals eine Aufgabe zu übernehmen. Und: Ihr Wohnungs-Projekt ist für den Stuttgarter Bürgerpreis der Bürgerstiftung vorgeschlagen worden. Am 20. Januar um 19 Uhr eröffnet in der Karlshofstraße 42 in Steckfeld die nächste Ausstellung mit Gemälden von Ivan Zozulya und dem DJ Roman Levin. Am 31. Januar wird die Entscheidung zum Bürgerpreis bekannt gegeben. Jeder kann mit abstimmen!


Der Gewitterwanderer im Glück

Mitte November hatte der 33-jährige Göppinger Schriftsteller Kai Bleifuß noch geschimpft wie ein Rohrspatz. Der promovierte Goethe-Experte rackert sich seit Jahren mit Schreiben ab. Fabrizierte zuletzt einen Roman über den Dichterfürsten und wie der so wäre, würde er in unserer Zeit leben. "Goethes Mörder" heißt das gute Stück. Gutes Zeug. Guter Mann. Das weiß auch Bleifuß selbst. Kontext gegenüber machte er keinen Hehl daraus, dass er sich selbst für einen ziemlich duften Typen hält. Doch bislang schlug ihm seitens des ganzen "Literaturzirkus" und der Verlage kalter Wind entgegen. Niemand wolle mehr ein Risiko eingehen. Literatur würde immer mehr unter ökonomischen Abwägungen betrachtet, konstatierte der resolute Literaturnerd. "Schreiben ist das Idiotischste, was man machen kann. Nicht schreiben aber auch."

Ein Bleifuß lässt sich aber nicht unterkriegen – und jetzt hat es gerappelt im Karton: Am vergangenen Sonntag sackte der Göppinger für seinen Text "Fünf Variationen auf das Unsagbare" den Autorenpreis "Irseer Pegasus 2017" ein. 150 Schriftsteller aus dem ganzen Land hatten sich mit ihren Werken beworben, doch Bleifuß hat den mit 2000 Euro dotierten Preis gewonnen. Neben ihm auf dem Siegertreppchen der Preisverleihung im Kloster Irsee im Allgäu strahlte David Krause aus Kerpen.

"Der glücklose Autor hatte endlich einmal Glück!", schrieb Goethe-Glücksbärchen Bleifuß voller Freude an Kontext, mit der Bitte unseren LeserInnen mitzuteilen, dass man am 27.1. ab 21:05 Uhr im BR2 sein Hörspiel "Pinball" senden werde. Machen wir doch gerne. (11.1.2017) 


Abstand halten von den Volksverrätern

Aus 594 Wörtern haben die Sprachwissenschaftler um die Darmstädter Professorin Nina Janich das Unwort des Jahres 2016 ausgesucht: "Volksverräter". Aus dem Erbe der NS-Diktatur werde das Wort von Pegida, AfD und anderen Rechtsaußen verwendet, um PolitikerInnen  zu diffamieren. Mit der Folge, dass das "ernsthafte Gespräch" und notwendige Diskussionen in der Gesellschaft abgewürgt würden, begründet die Jury. Auf den weiteren Plätzen folgen "postfaktisch", "Populismus", "Gutmensch" sowie eine "Armlänge Abstand". Mit in der fünfköpfigen Jury saß auch Kontext-Autor Stephan Hebel. (10.1.2016)


Sichere Herkunftsstaaten: Kretschmann schon lange für längere Liste

Winfried Kretschmann hat sich mit jüngsten Äußerungen zur Einstufung von Marokko, Tunesien und Algerien als sichere Herkunftsländer derart in die Nesseln gesetzt, dass sich sein Staatsministerium zu einer "Klarstellung" aufgerufen sah. Tatsächlich handelt es sich um einen durchsichtigen Versuch der Schadensbegrenzung. Der grüne Regierungschef hatte auf Anfrage der "Rheinischen Post" in einer Stellungnahme zur aktuellen Sicherheitsdebatte erklärt: "Die kriminelle Energie, die von Gruppierungen junger Männer aus diesen Staaten ausgeht, ist bedenklich und muss mit aller Konsequenz bekämpft werden." Zugleich sprach er sich für die Aufnahme der drei Maghreb-Staaten auf die Liste sicherer Herkunftsländer aus: "Baden-Württemberg wird der Ausweitung zustimmen, sofern die Bundesregierung das Ansinnen in den Bundesrat einbringt."

Die Wirkung beider Sätze im Zusammenhang sind ihm und "meinen Leut", wie er seine engsten Mitarbeiter gern nennt, offenbar entgangen. Jedenfalls stellte "das Staatsministerium klar, dass die signalisierte Zustimmung weder aus aktuellem Anlass beschlossen wurde, noch ihre Begründung in der Gewaltbereitschaft mancher Gruppen junger Männer aus diesen Ländern hat". Vielmehr sei die Entscheidung "schon im Frühsommer 2016 nach einem langen Abwägungsprozess, in dem vor allem der Frage nachgegangen wurde, ob es angesichts der Menschenrechtssituation in den besagten Ländern vertretbar wäre, diese zu sicheren Herkunftsländern zu erklären (...), als sich die Bundesregierung dem Ministerpräsidenten gegenüber bereit erklärte, in einer Protokollerklärung festzuhalten, Personen aus sogenannten vulnerablen Gruppen wie Homosexuellen, verfolgten Journalisten, religiösen Minderheiten mit gleicher Sorgfalt zu prüfen wie Flüchtlinge aus sonstigen Ländern". Das Staatsministerium sagt allerdings nichts dazu, ob die Forderung erfüllt wurde und warum das Thema nicht längst endgültig ausgetreten ist. Denn laut dem Bundesamt für Flüchtlinge und Migration werden die drei Länder in der Statistik überhaupt nicht mehr einzeln ausgewiesen, weil die Zahl der einreisenden Asylbewerber so niedrig ist. Und bereits 2015 gehörten die drei Staaten nicht zu jenen zehn Ländern, aus denen die meisten Flüchtlinge nach Deutschland kamen. (5.1.2017)


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Die Szene muss blühen: Libor Sima im Bix. Foto: Wolf-Peter Steinheißer

Die Szene muss blühen: Libor Sima im Bix. Foto: Wolf-Peter Steinheißer

Ausgabe 123
Kultur

Jazzer blasen Alarm

Von Dietrich Heißenbüttel
Datum: 07.08.2013
Theresia Bauer hat nicht lange gezögert. Einen Tag nachdem der Landesrechnungshof in einer „Beratenden Äußerung“ verlangte, den Etat der fünf Musikhochschulen des Landes um 20 Prozent zu kürzen, präsentierte die Wissenschaftsministerin eigene Überlegungen. Sie will den Studiengang Jazz und Pop in Stuttgart streichen.

Nach Wolfgang Dauner ist Jazz "überhaupt DAS hervorstechende künstlerische Phänomen des 20. und 21. Jahrhunderts. Der Jazz bedarf deshalb der gleichen Sorgfalt, Pflege, Förderung, auch natürlich Subventionen wie alle anderen Künste – und wir wissen: Die bekommt er nicht." Dauner hat in den 1950er-Jahren an der Stuttgarter Musikhochschule studiert: nicht Jazz, das ging damals noch nicht. 1963 gründete er ein Jazztrio, 1969 die Radio Jazz Group. Scheuklappen hatte er keine: Früh besuchte er die Donaueschinger Musiktage und erwarb 1971, noch vor der Musikhochschule, einen EMS Synthi 100, damals das Nonplusultra der elektronischen Klangerzeugung. Er gestaltete vier Folgen der Kinder-Fernsehreihe "Glotzmusik", schrieb Filmmusik und die Jazz-Oper "Der Urschrei", und war 1976 Mitbegründer des United Jazz and Rock Ensembles.

Hier spielt die Musik: in der Musikhochschule Stuttgart.
Hier spielt die Musik: in der Musikhochschule Stuttgart.

Damals war die Jazz-Welt in Stuttgart noch in Ordnung. Die Treffpunkt-Jazz-Konzerte des Süddeutschen Rundfunks und ein Jazzclub an wechselnden Orten sorgten für eine gesunde Mischung aus internationalen und ortsansässigen Musikern. Dann allerdings stellte der Rundfunk die Konzertreihe ein, und der Jazzclub-Betreiber Pit Haug musste aus gesundheitlichen und ökonomischen Gründen aufgeben. Für den Jazz in der Landeshauptstadt wurde die Situation komplizierter. Die IG Jazz, 1976 gegründet, war nie in der Lage, zu ihren Stuttgarter Jazztagen internationale Gäste einzuladen. Das Theaterhaus-Jazzfestival konfrontierte seit 1985 Musiker des United Jazz and Rock Ensemble mit etablierten Namen. Avancierter internationaler Jazz ist seit 1981 eher in der Esslinger Dieselstraße zu hören – und in der Manufaktur in Schorndorf.

Bernd Konrad schuf die Basis

In dieser Situation begann Bernd Konrad, an der Stuttgarter Hochschule den Studiengang Jazz aufzubauen: den zweiten in Deutschland. "Da hat man vor exakt 30 Jahren", schimpft Dauner, "in der etablierten Jazzmetropole Stuttgart einen inzwischen weltweit repräsentativen Studiengang Jazz aufgebaut. Nun ist geplant, nach dem Personalienwechsel des Hochschulrektorats sowie unmittelbar nach dem Abgang von Professor Konrad schnell mal den Jazz abzuschieben, damit er ja nicht weiterhin in die Nähe der klassischen Ausbildung gerät. Hier scheint die Lehre des 'europäischen Jazz' noch nicht angekommen zu sein und was es bedeutet, in der Ausbildung den Kontext von Klassik und Jazz unmittelbar zu reflektieren."

Widerstände aus dem Kollegium waren beim Aufbau des Studiengangs ebenso zu überwinden wie das Problem mangelnder Ausstattung und fehlender Probenräume. Die Studierenden griffen zur Selbsthilfe. In Rogers Kiste fanden sie ein Lokal, wo sie an einzelnen Abenden auftreten konnten. Was als Lückenfüller begann, entwickelte sich zum Markenzeichen des Clubs und zum Erfolgsrezept über die Zeit des Kneipiers Atze Gericke hinaus. Setzte sein Nachfolger anfangs mehr auf Rock, so haben sich Jazzmusiker und Publikum das Lokal inzwischen zurückerobert. Ab 1989 lud Julius Pischl zum "Treffpunkt Jazz am Donnerstag" in seinen Buchladen. 100 CDs, zumeist mit lokalen Musikern, hat er in seiner Edition Musikat produziert. An der Geldgier seiner Vermieter ist er nach mehreren neuen Anläufen mit dem früheren Jazzclub-Betreiber Pit Haug am Ende gescheitert.

Seit 2006: das Bix als Zentrum

Was kann Jazz heute bedeuten? Von den Anfängen in New Orleans bis zum Free Jazz der 1960er-Jahre hat die ursprünglich amerikanische Musikrichtung eine rasante Entwicklung durchgemacht. Seither ereignen sich Neuerungen eher in Grenzbereichen, wo die Genrebegriffe versagen. Hier hat auch die Stuttgarter Musikhochschule ihre blinden Flecken. Der Avantgarde-Gitarrist Fred Frith etwa, der bis 1998 in Stuttgart lebte, stieß hier auf schwache Resonanz. Er lehrt seither am Mills College in Oakland und neuerdings in Basel. Improvisation jenseits des Jazz und interkulturelle Begegnungen: Solche neuen Entwicklungen, die bereits Erhard Karkoschka brennend interessierten, der 1948 bis 1987 in Stuttgart lehrte, und die Frith etwa mit der Gruppe Clearing Customs vertritt, hat die Stuttgarter Hochschule noch kaum zur Kenntnis genommen.

Mini Schulz. Foto: Wolf-Peter Steinheißer
Mini Schulz. Foto: Wolf-Peter Steinheißer

Aber Stuttgart hat anderes zu bieten. Seit 2006 gibt es das Bix, benannt nach dem deutschstämmigen Trompeter Bix Beiderbecke: eine beachtete Spielstätte für lokale Musiker und renommierte Gäste. Stuttgarter Jazz-Studenten und Absolventen sind hier, wie in der Kiste und anderen Clubs, gern und häufig gesehene Gäste. Sie bestreiten rund 20 Prozent der Programme, im Umland gar fast 50 Prozent, und sind mittlerweile auch fester Bestandteil des 1988 gegründeten Festivals Jazz Open, das den Begriff des Jazz und die lokale Szene nicht immer sehr ernst nahm. Mini Schulz, Leiter des Instituts Jazz und Pop der Musikhochschule und Geschäftsführer des Bix, findet allerdings die Aktivitäten der einheimischen Musiker mindestens ebenso wichtig wie die Gastspiele der Berühmtheiten. "Einkaufen ist nicht schwierig", meint er. "Die eigene Szene muss blühen."

Auch die Kulturbürgermeisterin ist besorgt

Das sieht auch Stuttgarts Kulturbürgermeisterin so. Susanne Eisenmann hat von den Vorstellungen des Wissenschaftsministeriums aus der Zeitung erfahren und sogleich einen Brief an Theresia Bauer geschrieben. Sie stellt fest, dass sich Stuttgart "in den letzten zehn Jahren im Jazzbereich hervorragend entwickelt" habe und "als Musterbeispiel für gelungene Vernetzung und Förderung dieses Genres" gelten könne. Sie weist darauf hin, dass Projekte wie "'Jazz und Pop für Schüler', bei dem die Studenten unter Anleitung besonders in Brennpunkt-Schulen in Stuttgart und der Region mit Schulklassen erfolgreich arbeiten – trotz Förderung durch die Landesstiftung – nicht weitergeführt werden" könnten. Ohne den Studiengang Jazz und Pop, so Eisenmann, würde die Stadt "einen ihrer kulturellen Motoren verlieren".

Die Vermittlungsquote der Absolventen des Jazz-Studiengangs, auch darauf weist Eisenmann hin, liegt bei rund 90 Prozent. Den Studierenden eröffnen sich vielfältige Möglichkeiten, vor allem wenn sie ihre im Jazz-Studium erworbenen Fähigkeiten mit anderen, etwa im Bereich der Elektronik, und ihren eigenen Vorlieben und Interessen verbinden. Wolfgang Dauner hat vorgemacht, wie sich jenseits des Jazz mit Filmmusik, Hörspielen oder Fernsehen für Kinder richtig Geld verdienen lässt. Jazz gibt es im SWR-Fernsehprogramm seit 2000 nicht mehr. Aber es gibt neue Medien: In Bereichen wie dem Sound-Design von Internetseiten sind die Fähigkeiten von jungen, musikalisch und technisch versierten Musikern gefragt. Wer Jazz und Pop studiert hat, bringt hierfür die besten Voraussetzungen mit.

Jazz-Absolventen sind gut im Geschäft

Angezweifelt werden muss insofern schon der Ansatz der Spardebatte. Der Landesrechnungshof argumentiert in seiner "Beratenden Äußerung", ein 1998 ermittelter "Absolventenbedarf" werde von den Musikhochschulen um 18 Prozent überschritten.

Rektorin Regula Rapp. Foto: Musikhochschule
Rektorin Regula Rapp. Foto: Musikhochschule

Sind die damaligen Prognosen noch gültig? Wie bemisst sich ein Bedarf an Musikern? Die ohnehin kleine Zahl arbeitsloser Musiker ging in den letzten Jahren stark zurück: 20 Prozent weniger Absolventen wären definitiv nicht ausreichend. Dies gilt für alle fünf Hochschulen des Landes. Eine Kirchturmpolitik zugunsten des eigenen Standorts schadet nur den jeweils eigenen Anliegen. Dass sich die Stuttgarter Rektorin Regula Rapp mit Karlsruhe und Freiburg gegen Mannheim und Trossingen verbündet und ihren eigenen Studiengang Jazz zu opfern bereit ist: Das ist das größte Problem.

Theresia Bauers schnelle Reaktion auf die Ansagen des Rechnungshofs war natürlich von langer Hand vorbereitet. Wie in solchen Fällen üblich, hat eine Kommission ihre Stellungnahme hinter verschlossenen Türen ausgearbeitet. Ein Mitglied dieses Gremiums, der Saarbrücker Jazzprofessor Georg Ruby, distanziert sich nun deutlich von den Vorschlägen: Er habe niemals empfohlen, einen der Jazz-Studiengänge in Stuttgart oder in Mannheim zu schließen.


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Kommentare

Hartmut Zipperlen, 12.08.2013 15:36
Ganz sicher seid Ihr gute Musiker - mit dem Layout scheint's aber nicht so weit her zu sein. Ich habe die Mail angeklickt, weil da was von Kulturkahlschlag und von Petition stand. Fand seitenweise persönliche Statements (oder was auch immer da ausgesagt sein soll.
Leute, wenn ich eine Petition unterzeichnen soll, dann muss da in die Augen springen, sodass ich in max. 1 Minute weiter kann, Wenn ich mich dann ausführlicher informieren will, muss es einen Schalter "mehr" geben. Sorry für die Kritik.

Karl Gebläse, 10.08.2013 08:24
"Hier spielt die Musik: in der Musikhochschule Stuttgart"

Ahja?

"Du nimmst jetzt mal deine Kanne und wenn ich in einer Stunde wiederkomme komme, will ich alle Fenster e´raußen sehen."

Meine Begegnung eines "Unfrisierten" mit gleichaltrigem Bernd Konrad
Anfang der 90er.
Anders als er und die im Jazz - Stuttgarter Prägung pars pro toto - aktiven dieser Generation habe ich - das Konservatorium vor der Tür - mangels Jazz-Studiengang Jura studiert und einen entsprechenden Beruf ausgeübt; Gebläse (wieder)seit 1988; weitgehend Autodidakt, der Noten lesen kann, aber möglichst vermeidet.
Zu meiner Überraschung wurde ich letztes Jahr zur Dutch Imro Academy eingeladen und jetzt wieder.

Das zum Rahmen.
Als ich Bernd - um Hans Koller zu treffen und ein 38-Conn-Baritone abzustauben - als Bandleader der Jugend-Big-Band B-W in concert erlebte, war ich begeistert, von dem Zauber, der da veranstaltet wurde.
"Hör mal, Bernd, so wie die sich hier nen Arsch abspielen, das hast du doch in der Instrumentbeherrschung in deinem ganzen Leben nicht gekonnt." - " Nö." - "Wieviele davon schaffen es denn davon an die Hochschule?" - " Öh, ja - so fünf, sechs."

Und das kombiniert mit von mir auf Workshops zwischen Freiburg und Stuttgart wie Darmstadt gemachten Erfahrungen (sorry - aber elendige Jazz-Häusle-Bauer) führt zu Lester Bowies Satz:
" Heute so zu spielen, wie Clifford Brown, ist keine Kunst; aber damals!
Und " - sie können alles, diese Musik-Clone."
Bird: " du kannst nur spielen, was du erlebt hast!"

Jeder ehrliche Bläser weiß, daß er zum Beispiel in den ganzen Feuertöpfen der balkanesischen Ensembles keine Chance hätte;
ergo - egal ob Stadtgarten Köln, Buimhuis Amsterdam ode azzhous Kopenhagen;
alle haben sie dieses Eng-Label Hochschuljazz längst und definitiv hinter sich gelassen - und nicht allein aus kommerziellen Interessen:
drumherum geht doch die Post ab; nicht mit Dauner& Co!
aber die Deutschen machen einen auf kammermusikalisch
- egal bei welcher Musik.
Wie wohltuend anders ein Birger Sulzbrück in LatinPercussion.

Klar - wenn ´de neben so einem Urgestein und DDR-Jazz-Gebildeten wie Luden Petrowsky stehst, - zum Niederknieen, was der da aus seinem Horn rauszaubert - und danke für die Lehrstunde;
aber dann verdammte Scheiße bläste dein Zeug - und siehe da, kann sich auch sehen lassen.
So geht das .

Eure Porsches und Micedis werden doch auch zu 90 % aus Teilen zusammengeschustert, die andere - mit ihrer Präzision und Kenne - zusammengeschraubt haben.
Also - kommt runter von Balkon - dann findet ihr den Weg.
Eure Flädle-Suppe müßt ihr eh alleine auslöffeln.
Guten Appetit dabei.

Wolfgang Schramm, 08.08.2013 16:15
An den Beobachter.
Ich hab den Julius erst vor zwei Jahren als Kollege im Freien Radio f. Stuttgart richtig kennengelernt. Wenn er moderiert hat, egal jetzt Jazzfrühstück,Between the Cracks, die Jazzsendung Samstagabends 19-21:00 oder seine Mundartsendung, die er entwickelt hat. Es es saß immer eine Koryphäre am Mikro. Er wurde beim FRS hochgeschätzt. Sein plötzlicher Tod hat bei uns eine große Lücke hinterlassen, die wir nur schwer und erst nach und nach wieder füllen konnten.
Ich mach jetzt seit 16 Jahren FRS, aber ihm das Wasser zu reichen, das werde ich wohl nie schaffen.
Ein klasse Kollege.

Wolfgang Schramm
Freies Radio f. Stuttgart
Kulturpalast/Jazzfunkt

Wolfgang Schramm, 08.08.2013 15:45
Also die beiden Streithähne hier.Ich habe Herrn Walter im März und Herrn Konrad im Juli in meiner Sendung Jazzfrühstück
im Freien Radio f. Stuttgart zu Gast gehabt.
In meiner Augustsendung hatten beide per Telefon nochmal die Möglichkeit ihren Standpunkt darzustellen. Herr Professor Konrad, hat nochmal auf die Wichtigkeit der klassischen Ausbildung auch für Jazzmusiker hingewiesen und bezweifelt, daß diese Grundausbildung in Mannheim möglich wäre. Herr Staatssekretär Walter hat von einem weiterbestehen eines Studienganges für experimentelle und improvisatorische Musik an der Musikhochschule in Stuttgart gesprochen. Beide haben zugesagt, daß Sie sich im Lauf dieser Woche zusammen mit Anne Czichowsky an einen Tisch setzen werden, um nach einer gemeinsamen Lösung zu suchen..
Werner Schretzmeyer hat ja in seiner Einführung, bei der Jazzpreisverleihung, große Hoffnung auf ein solches Gespräch gesetzt. Ich kenne inzwischen den Herrn Professor Konrad seit über 40 Jahren, den Herrn Walter aus seiner Tätigkeit in der Scala Ludwigsburg und halte beide zumindestens nicht für Hardliner, sondern für Leute die wirklich aus bestem Wissen und Gewissen handeln. Beide sind Jazzfreunde und wollen aus Ihrer Sicht das Beste erreichen.
Warten wir also ab was aus diesem Gespräch rauskommt. Daß die Landesregierung ihren Rotstift bei Dingen ansetzt, Landesbeamte, Kultur, also bei Denen, die die kleinste Lobby haben, spricht jetzt nicht unbedingt für diese Landesregierung. Ich sage schon lange, die Grünen in Baden-Württemberg unterscheiden sich von der CDU nur noch marginal.Und die Lügerei im Zusammenhang $21 ist leider sehr durchsichtig und wird den Grünen noch sehr leid tun und viele Stimmen kosten, warten sie bloß die BTW. ab. Entweder Herr Kretschmann haut irgendwann auf den Tisch (Fragt sich nur ob die Grünenwähler soviel Geduld aufbringen) oder die Grünen gehen mitsamt der absolut überflüssigen,unglaubwürdigen SPD den Bach runter.
Unglaubwürdig ist dieses Schauspiel inzwischen geworden.
Bin ich froh ,ich hab keinen der Beiden gewählt.

Wolfgang Schramm
Freies Radio f. Stuttgart
Kulturpalast/Jazzfunkt

Betrachter, 08.08.2013 01:19
Lieber Roland Weber!

Ich war ein guter Freund von Julius (ER hat mich als solchen bezeichnet!) ! und wir haben zusammen gearbeitet! Die "Eröffnungsgfeier" gab es lange vor der offiziellen Eröffnung! Du hast leider KEINE AHNUNG! Die Stadt war anwesend, die CDU und das Land. Man war soltz, einen solchen Jazzclub ins Leben gerufen zu haben! Auch wenn es bis zum ersten Konzert noch ein wenig dauern würde. Julius war da! Und auch ich. Es war der "Spatenstich".
Für Julius war das BIX und vor allem dessen Betreiber "schlechte und böße Menschen". Die Einfachheit dieser Aussage, die ich nie vergessen werde, weil er sie mir nur wenige Wochen vor seinem Ableben so sagte, steht für sich!

- was meinen "Unsinn" angeht, so sei Dir gesagt, dass ich mit (immerhin) einigen, die an dieser Emtscheidung involviert waren, gesprochen habe, dass ich die Hochschule und das Ministerium aus meiner eigenen beruflichen Erfahrung kenne (und Dir, was den GÄRTNER und den BOCK angeht, vollkommen Recht gebe!!!) . Ich frage mich aber, ob KONTEXT mit irgnd jemanden im Ministerium (Uhlamnn, Walter usw.) mit dem erwähnten G. Ruby gesprochen hat. - ich kenne die Antwort!
Im Übrigen waren in der Kommission ein Jazz-Prof. , ein Vertreter der evang. Kirchenmusik und ein Vertreter des ARD-Musikpreis. Also nicht nur eine "unseelige Allianz aus...." Du redes blanken Unsinn!

Der Jazzstudiengang ist in einem katastrophalen Zustand! Seit Jahren gibt es keinen Posaunen-Absolventen, interessante Gitarristen in den letzten Jahren? - E-Basser? Kontrabassisten... Gesang? Trompetem?? Schlagzeug ???
- du solltest vielleicht wirklich einmal über BW gucken! Der Jazzpreis BW ist nicht überregional von Interesse!!!! - Wach auf! Schau Dir das Level in anderen Städten an (Berlin oder Köln, Leipzig..)! Stuttgart hat versäumt sich um eine Profilierung zu kümmern und wer das nicht sieht, ist blind!!!

Der Studiengang sollte erhalten werden!
Keine Frage!
ABER NICHT SO!

Was das an Anonym-Sein angeht, so sollte das wohl jedem selbst überlassen sein! Und es ist kein Argument, mich auszuschliessen, nur weil Du keinen Namen hast, an dem Du den "Feind" fesmachen kannst!

Wolfgang Schramm, 07.08.2013 13:36
Also, daß das Bix übersubventioniert ist, und die JazzOpen eher POP Open genannt werden sollten ist stadtbekannt. Jazz zu fördern und weiterzubringen wäre Aufgabe von den bekannten Jazzmusikern der Stadt. W.Dauner und Rainer Tempel, Wolfgang Schmid und all den anderen. Eine Sichtweise auf den Erhalt des Ausbildungsganges Jazz&Pop hat Bernd Konrad geliefert. Die Grundlage für einen Jazzmusiker Muss die klassische Ausbildung sein .Jeder Student an der Musikhochschule Muss klassische Stücke interpretieren, theoretisch darstellen und spielen können. Mit dieser klassischen Ausbildung ist es jedem Abgänger möglich ,nach dem Studium als Musiklehrer an Musikschulen zu arbeiten. Weil die Auftrittsmöglichkeiten beschränkt sind ,die Gagen für Musiker eher im unteren Bereich liegen ist es unabdingbar daß Abgänger der Musikhochschule egal welchen Studienganges,in der Lage sind als Musiklehrer zu arbeiten.. Das die Landesjazzpreisträger der letzten Jahrzehnten fast alle aus der Musikhochschule Stuttgart kamen ist doch wohl kein Zufall.
Über Einsparmassnahmen sollte die Landesregierung nachdenken. Ich wüßte da eine die hätte wirklich Sinn. Sofortiger Baustopp bei Kaputtgart$21. Da könnten viele Musikhochschulen bestens ausgestattet werden.

Wolfgang Schramm
Freies Radio f.Stuttgart
Redaktion
Kulturpalast/Jazzfunkt

Roland Weber, 07.08.2013 13:13
Man weiss ja leider nicht wer sich hier anonym als Betrachter hervortut. Die Aussagen sind blanker Unsinn. Julius Pischl hat seinen Club in der Eberhardstrasse im November 2005 aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben. Das Bix wurde im Bezember 2006 eröffnet und ist angesichts der Bedeutung nur ganz mäßig subventioniert. Zu der Zeit war unser geschätzter Julius außerhalb Stuttgarts in Behandlung, er hatte also nichts zu verkraften.. Er würde sich auch nicht im Grab umdrehen, er hat diese Musik geliebt und hätte sich auf die Nähe zu Bix und Kiste gefreut.

Den Kontextmachern empfehle ich - auch im Sinne der sonst gepflegten Offenheit - anonymen Unsinn nicht mehr zu veröffentlichen.

Roland Weber, 07.08.2013 12:08
Warum Kultur? Braucht der Mensch Musik? Und dann auch noch Jazz. Wo kommen wir denn da hin.

Ich kann mich nicht erinnern, dass ein Ministerium so promt und willfährig auf eine Einlassung des Rechnungshofes reagiert hat. Offensichtlich gab es schon länger Gespräche wie man hier sparen kann. Gibt es doch wichtigere Dinge wie z.B. Dosenpfand, Helmpflicht, verordnerter Vegetarismus etc.

Es ist sicher richtig, dass man die Staatsausgaben unter die Lupe nimmt. Aber dass es gerade die Musikhochschulen in diesem Ausmaß treffen soll ist bezeichnend. Eine unseelige Allianz aus Ministerin, Staatssekretär und Rektoren der drei Großen in Stuttgart,Karlsruhe und Freiburg hat also hinter verschlossenen Türen getagt. Gehört worden ist niemand. Weder Proffesoren, Dozenten oder gar Studenten.

Eine besonders fragwürdige Rolle spielt dabei Staatssekretär Jürgen Walter. Ein Dilletant der früher mal ein paar Jazzkonzerte für das Ludwigsburger Scala gebucht hat. Angesichts der Proteste, anläßlich der diesjährigen Jazzpreis Verleihung im Theaterhaus, beschwor er seine Liebe zum Jazz. Dies zu Dokumentieren verkündete er die Stiftung eines Preises für das Lebenswerk eines Jazzmusikers. Er weiss offensichtlich auch schon wer den kriegen soll: Eberhard Weber - ein sicher würdiger Kandidat. Er weiss auch schon wer bei der Verleihung auftreten wird: Pat Matheney, ein amerikanischer Weltstar an der Gitarre, der nebenbei bemerkt schon oft in der Region zu hören war. So stellt sich also der Bock, der zum Gärtner gemacht wurde, die Förderung des Jazz in Baden-Würtemberg vor. Ein schöner Festakt und Schampus trinken mit Weltstars; immerhin eine ganz nette Dienstpflicht für einen Staatssekretär. Mehr Ignoranz gegenüber der heimischen Szene geht wirklich nicht. Und das nach vollmundigen Ankündigungen nach der letzten Landtagswahl.
Dass der ausgekungelte Sparvorschlag blanker Unsinn ist an anderer Stelle ausreichend klar beschreiben.

Ein Aspekt ist mir aber noch wichtig: Weder Lehrer noch Studenten der Bereiche Klassik und Jazz wollen sich gegeneinander ausspielen lassen. Das ist auch richtig so. Wenn man aber sieht wie die Förderung einseitig zu Gunsten der Klassik ( der Jazz- und damit auch die Popularmusik - würde über Alles gesehen wohl kaum ein Prozent erreichen ) gewichtet ist tauchen schon Fragen auf.
Ist es richtig Orchestermusiker auszubilden, die dann in subventionierten Orchestern 200 Jahre alte Musik spielen. Und das ein Leben lang auf Beamtenbasis?
Ist es richtig weiter im großen Umfang insbesondere asiatische Studenten auszubilden, die dann in aller Regel in ihre Heimat zurückkehren?
Warum sind Rektoren und Prorektoren von Musikhochschulen zwangsläufig Klassiker, denen alles andere am Hut vorbeigeht?

Fortschritt sieht gewiss anders aus.

Roland Weber

Betrachter, 07.08.2013 11:34
Gut recherchieren wolltet ihr!
Habt ihr Euch ein einziges Mal die Mühe gegeben, die andere Seite der Medaille zu betrachten?
Leider nicht! Ich hätte mir gewünscht, dass man auch mal ein ganz klein wenig über den Stuttgarter Tellerrand schaut und dann sich ernsthafte Gedanken über Qualität und Profil der Stuttgarter Jazzklasse gemacht hätte. Dann gäbe es da nämlich auch noch andere Forderungen!
Im Übrigen war es nicht nur die Geldgier des bösen Vermieters, die Julius in den Ruin trieb, es war auch das hochsubventionierte BIX (wie es viele kleine Spielstätten in bester Platzhirsch-Mentalität aufgefressen hat und die Vielfalt der Stuttgarter Jazzszene mehr als eingeschränkt hat!) Schade, dass Julius sich nicht mehr dazu äussern kann. Er wird sich im Grab umdrehen! Ihn hat man als "Konkurrenten" bei der Eröffnungsfeier des BIX die Tür gewiesen… Etwas, was Julius nie verkraftet hat!

Dieser Artikel ist einfachste S/W-Maherei - vollkommen instrumentalisiert! Sehr enttäuschend!

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@Fritz: Danke, der Schlag sitzt und schmerzt in der Magengrube. Dass mir die Nachsilbe „er“ doppelt in ein Wort geraten war und mir nicht beim Kontrollieren vorm Absenden, aber sofort nach der Veröffentlichung auffiel, war schon...

Ausgabe 302 / Weg mit den Klammern / Blender, 14.01.2017 23:12
Ein V-Mann (diesmal vom LKA) fuhr Herrn Amri nach Berlin. Vielen Dank auch (für die weitere staatliche Unterstützung einer weiteren terroristischen Vereinigung). These: Ohne V- Männer gäbe es keinen Terrorismus?...

Ausgabe 302 / Lidl lohnt sich – für einen / Schwabe, 14.01.2017 21:10
Manfred Lieb tut so als sei der Milliardär Schwarz ein ganz normaler Steuerbürger der sich an Recht und Gesetz hält "...aber dies ist nicht einem Steuerbürger (Manfred Lieb meint damit den Milliardär Schwarz) anzulasten..." oder "Man...

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