KONTEXT Extra:
AfD: Nichts wissen, nichts machen, nichts zahlen

Schon wieder hat AfD-Fraktionschef Jörg Meuthen ein Versprechen nicht gehalten. Aber wahrscheinlich kann er nicht mehr daran erinnern, dass er am 6. März zum ersten Mal seit dem Einzug in den Landtag zu einer regulären und nicht durch Skandale, Trennungen oder Wiedervereinigungen notwendig geworden Pressekonferenz geladen hat. Um mitzuteilen, dass seine Fraktion selbstverständlich der Ankündigung nachkommt, dem Landtag die Gelder zurückzuzahlen, die die vorübergehende Fraktionsspaltung gekostet hat. Sogar ein Datum konnten Meuthen und Fraktionsvize Rainer Podeswa nennen: den 11. März 2017, jenen Tag also an dem die Frist für die Rechnungslegung der Fraktionen ohnehin abläuft. Bis dahin sollten 257.000 Euro fließen. Insgesamt war von 425.000 Euro, einmal auch von 571.000 Euro die Rede.

Eingelöst wurde die Zusicherung nicht. Meuthen und die Seinen, die schon bei unvergleichlich geringeren Anlässen Zeter und Mordio schreien angesichts des Sittenverfalls der von ihnen sogenannten Altparteien, haben nach Auskunft der Landtagsverwaltung gar nichts zurückgezahlt. Jetzt verlangt der Fraktionsgeschäftsführer der SPD, Ex-Innenminister Reinhold Gall, von der Landtagsverwaltung, eine "härtere Gangart" einzuschlagen und rechtliche Schritte einzuleiten.

Vor allem auf Facebook, dem wichtigsten Kommunikationsmittel der AfD, hatte sich die Fraktion immer wieder dafür gerühmt, alle Gelder zu erstatten. Tatsächlich war das peinliche Finanzgebaren schon in der Plenarsitzung vom 9. Februar Gegenstand der Debatte, als FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke daran erinnert, dass "die operettenhafte Fraktionsteilung" viel Geld gekostet habe und konkret fragte: "Haben Sie zurückgezahlt?" Laut Protokoll rief der AfD-Fraktionschef: "Ja, natürlich!". Inzwischen will Meuthen die Äußerung auf die schon geflossenen Gelder bezogen wissen, ohne konkret zu sagen, um welche Summen es sich handelt. Wahrscheinlich hat er es nicht (mehr) gewusst. (21.4.2017)

Mehr zum Thema: "Sein Name ist Hase"


Kakteen lassen IHK-Vollversammlung platzen

Johannes Schmalzl, früher Zentralstellenleiter im FDP-geführten Justizministerium, dann Präsident des Landesamts für Verfassungsschutz und Stuttgarter Regierungspräsident, ist am Donnerstagabend nicht wie geplant zum Hauptgeschäftsführer der IHK Stuttgart gewählt worden. Die kammerkritische Kaktus-Initiative hat die Vollversammlung platzen lassen. Zuvor fand der vorab angekündigte Antrag der IHK-Rebellen zur Änderungen der Tagesordnung allerdings keine Mehrheit. Darin war verlangt worden, Tagesordnungspunkte, die in der vorigen Vollversammlung nicht behandelt wurden, noch vor der Wahl abzuhandeln.

Nach der Abstimmungsniederlage zog ein Großteil der Initiative aus, während einer ihrer Sprecher mit Erfolg die Feststellung der Beschlussunfähigkeit der Versammlung forderte. Damit war die Vollversammlung beendet. Jetzt soll es zu einer Sondersitzung kommen, um Schmalzl vor der nächsten turnusmäßigen Sitzung im Juli zu wählen. Am Vorgehen der Kakteen gibt es Kritik – auch in den eigenen Reihen. Mehrere Mitglieder hatten die Versammlung mit ausdrücklichem Hinweis auf die demokratische Niederlage in der Abstimmung über die Tagesordnung nicht verlassen. Jetzt sollen interne Beratungen stattfinden.

Jürgen Klaffke, einer der führenden Kakteen, hatte im Vorfeld der Vollversammlung für die Verschiebung der Wahl plädiert. Sein Argument: Es könne nicht sein, "dass eine Findungskommission nach monatelanger Suche einen einzigen Kandidaten präsentiert". Da der Vertrag mit dem amtierenden Hauptgeschäftsführer Andreas Richter erst Anfang des nächsten Jahres ausläuft, sei genügend Zeit, das Verfahren für eine Kandidatensuche nochmals aufzurollen. Die Kaktus-Initiative, die unter anderem für die Abschaffung der Zwangsmitgliedschaft eintritt, hält ein Drittel der hundert Sitze. (20.4.2017)

Mehr zum Thema: "Das ganze Klavier bespielen", "Rebellen im Weinberghäusle"


Besonders viele Evet-Sager in Stuttgart

Nur in Dortmund, Essen und Düsseldorf haben mehr Deutschtürken für Recep Tayyip Erdogans Präsidialsystem gestimmt als in Stuttgart. Mit 66,22 Prozent liegt die Landeshauptstadt nach den Zahlen der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu auch über dem Deutschland-Schnitt von 63,2 Prozent. Das Ergebnis der Bundesrepublik ist international von besonderer Bedeutung, weil mit rund 1,4 Millionen Menschen nirgends mehr Auslandstürken wahlberechtigt waren. Auffallend ist das Abstimmungsverhalten in Berlin, mit 50 Prozent Nein-Sagern, in der Schweiz mit 70 Prozent und in den USA mit sogar einer 90prozentigen Ablehnung der Verfassungsreform. In den Vereinigten Staaten hat allerdings weniger als ein Prozent der Bevölkerung einen türkischen Pass.

Dass sich aus dem Anteil an türkischstämmiger Bevölkerung allein kein Zusammenhang zum Abstimmungsverhalten ablesen lässt, zeigen nicht nur Berlin und Stuttgart, sondern EU-weit auch Belgien und Österreich. In beiden Ländern gibt es mehr als 70-Prozent Evet-Sager. In Belgien haben rund zwei Prozent der Menschen türkische Wurzeln, in Österreich aber mehr als fünf Prozent. Im deutschen Zustimmungsranking deutlich hinter Stuttgart rangieren unter anderem Karlsruhe mit 61 Prozent, Hamburg mit 57 und Nürnberg mit 55 Prozent. Nach den Zahlen von Anadolu hat die Hälfte der Deutschtürken ihr Wahlrecht auch tatsächlich ausgeübt.


Kakteen wollen neue IHK-Findungskommission

Die IHK-Kritiker von Kaktus fordern, die Wahl des neuen Hauptgeschäftsführers zu verschieben. "Es kann doch nicht sein, dass eine Findungskommission nach monatelanger Suche einen einzigen Kandidaten präsentiert", so Jürgen Klaffke von der Kaktus-Initiative. Ende vergangener Woche war bekannt geworden, dass der frühere Stuttgarter Regierungspräsident Johannes Schmalzl der Vollversammlung am 20. April als einziger Kandidat präsentiert werden soll. Die IHK-Rebellen wollen nicht nur abnicken, sondern eine wirkliche Wahl zwischen mindestens drei Kandidaten. Sie fordern daher eine gewählte Findungskommission aus aktuellen Vertretern der Vollversammlung und ein faires, transparentes Auswahlverfahren. Da der Vertrag mit dem aktuellen Hauptgeschäftsführer Andreas Richter erst Anfang des nächsten Jahres ausläuft, sei genügend Zeit, das Verfahren für eine Kandidatensuche nochmals aufzurollen. (11.4.2017)


Buchvorstellung mit Kontext-Autor: in_visible limits

Grenzen sind allgegenwärtig, ob sicht- oder unsichtbare: Menschen pflegen ihre Barrieren im Kopf, sortieren die Welt in Gut und Böse. Zuletzt haben leider auch die ganz materiellen Grenzzäune durch die sogenannte "Flüchtlingskrise" wieder eine Renaissance in Europa erlebt, von Trumps Mauer ganz zu schweigen. Das Thema reflektiert momentan der Kunstverein Kontur, in seinem Projekt "in_visible limits" zeigt er Werke von vier Schweizer und vier deutschen Kunstschaffenden, aktuell im Kunst(Zeug)Haus Rapperswil. Aus dem Projekt heraus entstand eine Buchveröffentlichung, verschiedene Autoren sollten das Thema "Grenzen" aus ihrer Sicht beleuchten. Kontext-Mitarbeiter Dietrich Heißenbüttel ist einer von ihnen, er befasst sich mit der "Macht der Grenzen" aus historisch-politischer Sicht. Am Sonntag, den 9. April, wird das Buch um 17 Uhr im Theaterhaus in Stuttgart-Feuerbach vorgestellt, Heißenbüttel ist dabei. Der Eintritt ist frei. (08.04.2017)


KONTEXT
per E-Mail:
Immer informiert:

Durch diese Anmeldung erhalten Sie regelmäßig immer mittwochs um 9 Uhr unsere neueste Ausgabe unkompliziert per E-Mail.

Datenschutz-Hinweis

Das Kaufhaus Karstadt und der Herrenausstatter Eckerle in der Königstraße schließen. Hat Stuttgarts Einkaufsmeile ihre besten Zeiten gesehen? Fotos: Joachim E. Röttgers

Das Kaufhaus Karstadt und der Herrenausstatter Eckerle in der Königstraße schließen. Hat Stuttgarts Einkaufsmeile ihre besten Zeiten gesehen? Fotos: Joachim E. Röttgers

Ausgabe 188
Gesellschaft

Die neue Achse des Teuren

Von Jürgen Lessat
Datum: 05.11.2014
Stuttgarter Einzelhandel als Zweiklassensystem? Während Millionen in die neuen Einkaufszentren strömen, geht die kaufkräftige Kundschaft abseits der Massen shoppen. Im Herzen der City etabliert sich rund um die Stiftskirche ein Luxus-Ladenquartier — unterdessen beginnt in der Einkaufsmeile Königstraße der Ausverkauf.

In Stuttgart geht es derzeit rauf und runter. Gefühlsmäßig, zumindest was den Einzelhandel betrifft. Erfolgsmeldungen wechseln mit Hiobsbotschaften. Unter bundesweiter Beachtung gingen vor Kurzem fast zeitgleich zwei neue Shoppingmalls an den Start. Mit Pauken und Trompeten eröffnete am 23. September das Gerber am Südwestrand der Innenstadt. Am 9. Oktober folgte das Milaneo im Europaviertel auf der gegenüberliegenden City-Seite. Der Eröffnungsreigen, der mit einer gewaltigen Investitionssumme von zusammen mehr als 750 Millionen Euro einhergeht, richtet das Einzelhandelsgefüge der gesamten Region neu aus. Mit einem Schlag wuchs die Verkaufsfläche in der Stuttgarter Innenstadt um 70 000 auf rund 570 000 Quadratmeter. 280 neue Läden gibt es in den neuen Konsumtempeln, in denen sich seither die Kundschaft drängt. Allein eine Million Menschen strömten innerhalb der ersten Handelswoche ins Milaneo. Der Ansturm hielt auch in den zurückliegenden Herbstferien an. Schon an den Stadtgrenzen warnten Verkehrsleittafeln, dass die 1200 Stellplätze der Milaneo-Garage belegt sind, und rieten, auf Bus und Bahn umzusteigen. Vergeblich: Tagelanger Parksuchverkehr trieb die Anwohner des angrenzenden Wohngebiets im Stuttgarter Norden auf die Barrikaden.

Innen-Shopping: Stuttgarts jüngster Konsumtempel Milaneo.
Innen-Shopping: Stuttgarts jüngster Konsumtempel Milaneo.

Ganz anders die Stimmung in der Königstraße. In der Einkaufsmeile der Schwabenmetropole, der traditionsreichen Eins-a-Lage in der Landeshauptstadt, herrscht so etwas wie Ausverkaufsstimmung. Während  in den neuen Shoppingcentern die Läden hipper Modemarken geradezu überrannt werden, soll das Karstadt-Kaufhaus in der oberen Königstraße im Juni 2015 schließen. Das gab der in wirtschaftlichen Turbulenzen steckende Kaufhauskonzern kürzlich bekannt. 230 Mitarbeiter werden ihren Arbeitsplatz verlieren. Wenige Tage später verkündeten Radio-Spots die Geschäftsaufgabe eines weiteren Filialisten. Bis Ende Januar 2015 lässt sich beim Herrenausstatter Eckerle, wenige Meter hinterm Karstadt, Luxusmode für den Mann zu stark reduzierten Preisen ergattern. Derzeit betreibt das Münchner Unternehmen bundesweit elf Ladenhäuser.

Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden

Tritt nun ein, wovor Kritiker der neuen Einkaufszentren schon vor Jahren warnten? Nämlich, dass jeder Euro nur einmal ausgegeben werden kann und dass sich der Stuttgarter Einzelhandel durch die rasante Verkaufsflächenzunahme zwangsläufig selbst kannibalisiert? Laut Berechnungen des Maklers Colliers International Stuttgart binden Gerber und Milaneo eine Kaufkraftsumme zwischen 300 und 350 Millionen Euro jährlich. Das ist immerhin ein Zehntel der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft der Stadt.

Auf Kontext-Nachfrage betont zumindest Herrenausstatter Eckerle, dass man Stuttgart nicht für immer den Rücken kehren wolle. Was sich im Radio wie ein endgültiger Ausverkauf anhört, ist tatsächlich nur ein zeitweiliger Verkaufsstopp. "Wir eröffnen im Herbst 2015 einen neues Ladengeschäft in unmittelbarer Nähe", sagt Einkaufsleiter Christian Schütz. Das neue Domizil wird in der Stiftstraße, einer kleinen Seitenstraße zur Einkaufsmeile, eröffnet. "Wir expandieren dort sogar auf 1600 Quadratmeter Verkaufsfläche", betont Schütz. An der bisherigen Adresse sind es 500 Quadratmeter weniger. "Wir glauben an den Standort Stuttgart. Aber die Entwicklung auf der Königstraße geht in die falsche Richtung", begründet Schütz den Umzug.

Die Stuttgarter Stiftstraße: neue teure Shopping-Gasse.
Die Stuttgarter Stiftstraße: neue teure Shopping-Gasse.

Aus seiner Sicht zum "Trading down", wie es im Branchensprech heißt. Anders gesagt: zu immer mehr preisgünstiger Massenware auf Kosten höherwertiger Angebote. "Die Königstraße ist eine attraktive Straße für den Kommerz", umschreibt Schütz die Entwicklung. Filialketten und Billigmarken finden in der teuersten Lage Stuttgarts ausreichend Kundschaft. Luxusboutiquen und Markenfachgeschäfte ziehen sich dagegen zurück. In kleinere Seitenstraßen, insbesondere rund um die Stiftskirche. "Hier entsteht eine Einkaufsachse für eine Kundschaft, die Premiumqualität und erstklassige Beratung schätzt", so Schütz.

Die Achse des Teuren zieht sich inzwischen  von der Kronprinzstraße quer zur Königstraße bis zum Nobelkaufhaus Breuninger. Auf diesem Weg findet die kaufkräftige Kundschaft alles, was das Herz an einem Shoppingtag begehrt: von exklusiver Mode über individuelle Wohnaccessoires bis zu feinen Lebensmittel in der traditionsreichen Stuttgarter Markthalle. Wenn im Herbst 2016 das "Dorotheen Quartier" am Karlsplatz eröffnet – das Lifestyle-Unternehmen Breuninger investiert darin rund 200 Millionen Euro –, wird sich das Angebot für die betuchte Klientel in der Stuttgarter City weiter vergrößern.

Karstadt geht, Bogner kommt

Stuttgarts City-Managerin Bettina Fuchs sieht die Entwicklung gelassen. Eine räumlich getrennte Zweiklassengesellschaft im Einzelhandel befürchtet sie nicht. "Es ist grundsätzlich gut, wenn sich Cluster mit ähnlichem Marken- und Sortimentangebot wie in der Stiftstraße bilden", sagt sie. Dies sei attraktiv für Städte, die wie Stuttgart auch immer häufiger kaufkräftige ausländische Gäste begrüßen können. "Araber und Asiaten, die in Stuttgart medizinische Leistungen in Anspruch nehmen, nutzen ihren Aufenthalt auch, um hier Markenwaren einzukaufen", nennt Fuchs einen Zukunftsmarkt. Von Verhältnissen wie in der Münchener Maximilianstraße oder Frankfurts Goethestraße, wo fast nur noch der Geldadel entlang der zahlreichen Luxusläden flaniert, könne in Stuttgart keine Rede sein.

Auch die Gefahr, dass die Königstraße weitere renommierte Namen verliere, sieht sie nicht. Es habe schon immer Eins-a- und Eins-b-Lagen gegeben, was auch so bleiben werde. "Das beste Gegenbeispiel ist die Neueröffnung von Bogner", so Fuchs. Die Luxus-Sportbekleidungsmarke eröffnete Mitte Oktober ihren Stuttgart-Shop in der Königstraße 54. Zum Grand Opening kam auch Unternehmerlegende Willy Bogner. "Ein Laden in den neuen Shoppingcentern kam für mich nicht in Frage", verriet er hiesigen Medien. "Stuttgart ist wichtig für uns", versicherte Bogner, "hier gibt es viele sportliche Menschen, und die Kaufkraft ist stark."

Stuttgarts Königstraße: anderthalb Kilometer Shoppingerlebnis.
Stuttgarts Königstraße: anderthalb Kilometer Shoppingerlebnis.

Inzwischen brodelt im Stuttgarter Talkessel die Gerüchteküche, was aus dem aufgegebenen Karstadt-Kaufhaus wird. Der neue Karstadt-Eigentümer René Benko preist das Objekt an der Ecke König- und Schulstraße bereits über seine Immobilienholding Signa an: "Der Standort bietet Potenzial für Filialisten, welche nach innerstädtischen Flächen suchen, die aufgrund des Flächenmangels in den letzten Jahren nicht bedient werden konnten", heißt es auf der "Prime Selection"-Internetseite des Unternehmens. Für die Gewerkschaft Verdi und letztlich auch für alle Kaufhausmitarbeiter ist damit klar, was dem Karstadt-Haus zum Verhängnis wurde: seine Top-Lage, mit der künftig noch mehr Rendite erzielt werden soll. Obwohl das Warenhaus schon bisher einen relativ hohen Anteil seines Umsatzes als Mietzins an Signa ablieferte. "Hier saniert sich der Immobilienbesitzer Benko auf dem Rücken der Stuttgarter Belegschaft", empört sich Bernhard Franke, Verdi-Landesfachbereichsleiter für Handel.

Die Zukunft sieht bislang nur in Gedankenspielen rosig aus. Branchenkenner vermuten, dass die unteren Etagen des aufgegebenen Karstadt-Domizils zu einer Mini-Shoppingmall mit attraktiven Markenfilialisten umfunktioniert, während die oberen Etagen zu repräsentativen Büros umgebaut werden. Derzeit bleibt es Spekulation. In einem sind sich alle Experten einig: Ein längerer Leerstand an dieser Stelle wäre katastrophal für das Renommee von Stuttgarts traditionsreicher Einkaufsmeile.


Gefällt Ihnen dieser Artikel?
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!

Kommentare

Jupp, 12.11.2014 07:58
@Herr Becker
Da sind wir zwei in vielen Punkten ganz nah beinander.
Wir schätzen Wald und Wiesen. Daher freue ich mich, dass durch S21 ca. 9000 Wohnungen entstehen ohne solch wertvolle Flächen zu zerstören.
Und Sie haben auch erkannt, dass eine Landesmesse viele Besucher anlockt und dies dazu führt, dass selbst eine 8-spurige Autobahn ins Stocken gerät.
Kaum vorstellbar, dass manche früher dafür gekämpft haben all diese Besucher durch Stuttgarts schönste Wohngebiete zu pressen.
Wir tragen schließlich auch Verantwortung für die kommenden Generationen.
Keiner wünscht sich die Dauerstaus auf den Killesberg zurück.
Und in 15 Jahren wird es niemanden geben der sich das Gleisfeld zurückwünscht.
Es ist ein Segen so ein Projekt erleben zu dürfen.
In wenigen Jahren sieht man dort Kinder spielen und Menschen flanieren wo heute nur Schotter, Stahl und Lärm existiert.

Stephan Becker, 11.11.2014 19:12
Sehr geehrter Jupp,
auch sie werden in einigen Jahren (maximal 5) merken, dass man Beton und Asphalt nicht essen kann.
"Das Beste an der aktuellen Veränderung:
Sie findet dort statt wo Stuttgart 100 Jahre am hässlichsten war: Hinter dem HBF.
Aber ich vergaß... dort ist ja dieses liebreizende Gleisfeld. "
Keine Sorge das Gleisfeld, das z.B. für die Zugwartung eingesetzt wird/wurde, wird nicht auf einen anderen Planeten gebeamt, sondern wird nur irgendwo anders, da wo vorher eine Wiese oder ein Wald war, wieder aufgebaut. So gewinnen alle, oder? Die Acker-/Waldbesitzer, die Stuttgarter Immobilienbesitzer, die Bahn und die Bevölkerung.

Zuletzt bin ich vor ca. eineinhalb Jahren auf der A8 an der neuen Messe vorbei gefahren. Es war glaube ich gerade kein Berufsverkehr. Trotzdem war die Autobahn relativ voll, trotz dreier oder vier Spuren pro Fahrtrichtung. Und das wird Dank Wirtschaftswachstum nicht besser werden. Und vor allem Dank S21 (weniger Zug-, aber dafür mehr PkW-Pendler). Die armen Pendler und die arme Umwelt kann ich da nur sagen.

Jupp, 10.11.2014 20:54
@kornelia
Diejenigen die vorher jammern jammern stets auch hinterher.
Sonst würde man ja zugeben, dass man falsch lag mit der ganzen Jammerei.
Die die gegen die neue Messe geschumpfen haben tun das auch heute und wünschen sich die Dauerstaus auf den Killesberg zurück. Es st ein Traum sich auf der neuen Messe zu bewegen. Top Infrastruktur! Die alte war ein Alptraum. Ökologisch und ökonomisch.
Die neue Bibliothek findet national und international höchsten Zuspruch und das obwohl sie mitten in einer Baustelle steht. Aber da geht ja keiner der Jammerer rein.
Die Staatsgalerie wurde vor und während des Baus ebenso verschrien wie alles andere was die Gegenwart verändert.
Gipfeln tut diese Veränderungsphobie in einer absurden Liebe zu einem riesigen Gleisfeld aus Schotter und Stahl.
Seltsam ist, dass die Leute, die keinerlei Veränderung möchten gleichzeitig das Meiste was da ist auch fürchterlich finden.
Was sagt da ein Freud?
Mir geht es andersrum. Es gibt heute in Stuttgart so viele wunderbare Orte des Stillstands. Es gibt einen riesigen Wald und Traumhafte Hanglagen. Es gibt historische Eckchen und moderne Gegensätze.

Das Beste an der aktuellen Veränderung:
Sie findet dort statt wo Stuttgart 100 Jahre am hässlichsten war: Hinter dem HBF.
Aber ich vergaß... dort ist ja dieses liebreizende Gleisfeld.

Zuviele Berater, zu teurers Management., 10.11.2014 16:30
So schafft man das. Selbst wenn man eine tolle Belegschaft hat, die motiviert und freundlich ist.
"Toll" hat ja auch die weitere Bedeutung, dass man recht verrückt sein muss, wenn man für solche AGs weiterhin arbeitet. Mit einem BGE für alle wären Veränderungen von heute auf morgen da. Das wäre echter Wandel. Echter Fortschritt. Bis hin zur Freiheit des/der Einzelne/n. Boah, Mann, Äy.

Kornelia, 10.11.2014 12:29
ich finde Karstadt ansehen heisst Zukunft lernen!!!
Haben wir nicht in Deutschland massiv an der feudalen KLassengesellschaft gearbeitet?
dank der "Unternehmensberater" nehmen sich die Einen soviel Geld, dass sie sich von hinten bis vorne bedienen lassen können (siehe Luxus-Quatier um die -nomen et omen- Stift-"Kirche". dieses Geld nehmen sie sich, indem sie anderen das Notwendigste gebe...... die widerum können nur in Läden einkaufen, wo jedwede "Bedienung" eingestellt wird, damit noch mehr "Bedienung für den Reichen" anfällt.
Bei Karstadt oder -siehe auch Bahn- jemanden zu finden, der einen Untertanen rät und bedient ist wie das Schürfen nach Gold!
dieses marktkonforme Ego-Klassen-BahnPrinzip wird immer mehr und überall angewendet: ob im Krankenhaus, in der Pflege, beim Arzt, etc pp.

"Vergessen" wird dabei immer: die feudale Zeit hier König/Papst, dort Knecht und leibeigener war eines der Fürchterlichsten!!!
(Vergessen, weil uns die Medien eine (schein)heile Prinzessinen Welt vorgaukeln?)

Kornelia, 10.11.2014 11:38
@Jupp, jupp Karstadt ist an sich selbst zu Grunde gegangen...

Allerdinges: das immer wieder herunter Beten der markkonformen Hohlwörter ist nicht besonders zukunftstauglich!
Woher die Angst vor Stillstand kommt, sollte mal Freud-analystisch hinterfragt werden.. Angst vorm Tod?
denn IMMER gibt es die Bewegung-/ Stillstandskurve......... sonst könnte der Mensch/Natur gar nicht überleben!!!! Schlafen, wach-sein, bauen-bewohnen, wachsen-absterben. Ohne Stillstands-Schlafphasen würden SIE nicht überleben (auch wenn die "Wirtschaft" das gern abstellen würde!),

Es gibt noch keine Konzept MIT dem Internethandel!!
Weder ökonomisch, noch sozial, noch ökologisch!!!
Egal ob Breuninger oder Primar oder sonstige, egal ob Stuttgarter Ob oder Blaubeurer Bürgermester!!
und spätestens seit der Bankster-Super-Gau hätte doch ein bildungsmässiges Reanimieren von "Denk-mal" stattfinden MÜSSEN: das marktkonforme "goldene Kalb" sieht bedeutend besser aus als es ist!!!

vergessen wird immer: die einen sind die globalPlayer, die Anderen sind die Vor-Orteten! das ist dringend steuerlich, also ökonomisch-sozial zu betrachten.
die einen "kennen" Stuttgart oder Hamburg nur vom Namen nach, die Anderen leben hier!!! auch dieses ist ökonomisch-sozial-ökologisch zu betrachten!
Starbucks zahlt keinen Cent Steuern in Deutschland! WEr soll also die Strassen, die Infrastruktur, das Aufwachsen der Kinder "bezahlen", damit morgen kaufkräftige und arbeitskräftige Menschen bereit stehen?
http://www.merkur-online.de/aktuelles/wirtschaft/starbucks-steuertricks-kaffee-giganten-2761620.html "Starbucks-Filiale am Münchner Odeonsplatz. Von dem Geld, das hier erwirtschaftet wird, sieht der Fiskus nichts. Der Freistaat Bayern verliert .... rund 750 000 Euro Körperschaftssteuer, die Stadt München 857 500 Euro Gewerbesteuer."

und: die Einen jammern VORHER und die Anderen jammern hinterher: "das haben wir nicht gewusst", "da waren wir nicht dabei", "das haben wir nicht gesehen" ist eine typische deutsche Jammer-Standardformel, die oft Billionen verschlingt!!!
(2 Wochen vor der BER-Eröffnungsgala bemerken, dass 4 Jahre Bauzeit "vergessen" wurde ist der Hammer! nachdem Bau des Kasselaner Flughafen bemerken, dass irgendwie keine Flüge gebraucht werden, nachdem Bau vom Bücherknascht bermeken es sei nicht so gut, etc... etc...)

Jupp, 09.11.2014 16:15
Soso... Jetzt wird der Niedergang der Karstadtkette dem Milaneo in die Schuhe geschoben.
Karstadt ging also präventiv aus Angst in die roten Zahlen.
Und schon wieder sind die Kunden der neuen Center Sklaven (s.u.). Während die alten Königstraßenkunden die Bildungselite darstellten.
Und dann tun die Schreiberlinge so als ob 99% der Baden-Württemberger am Hungertuch nagen müssten.
Jaja, es ist furchtbar hier zu leben.
Es wird gejammert und gezetert. Und keiner merkt, dass wir in einer der besten Epochen in einer der besten Gegenden leben. So schön wie ein schwäbischer Rentner hatten es noch nicht viele Menschen in der Weltgeschichte.
Dennoch ziehen jeden Montag einige saturierte auf die Straßen um allen zu zeigen wie schlimm hier doch alles ist...
Und nein, Karstadt ist nicht wegen S21 pleite.
Es gab schlicht kein Konzept gegen den Internethandel.
Wenn man den Zuspruch anschaut, hat das Milaneo das richtige Konzept gefunden. Und wer das richtige Konzept hat ist erfolgreich.
Das war schon vor tausenden Jahren so.
Aber auch zu Sokrates' Zeiten gab es Leute die mit Veränderungen nicht klarkamen.
Ich finde Stillstand fürchterlich.
Und da bin ich nicht alleine.

Renate, 06.11.2014 11:35
Ja auch wir sind gerne mal nach Stuttgart gefahren aus der Ortenau, doch mit dem verheerenden Projekt S 21 und einem unsicheren Regionalverkehr sind wir zu Gegnern geworden, auf den Demo`s haben wir uns dann auch ohne Einkauf wohlgefühlt. Leider sind die Planer und Entscheider so stumpfsinnig, Milaneo Gerber u.s.w das gibt es in jeder Stadt dazu brauche ich nicht nach Stuttgart. Nur weiter so mit der schönen neuen Welt, ich brauche sie nicht.

Mathy, 05.11.2014 19:21
@maguscarolus
Eine Stadtplanung, die die Menschen im Blick hat, kann den Rahmen vorgeben, in dem sich alle bewegen müssen und so der allgemeinen Tendenz zum Trotz Einfluss nehmen. Jedoch unterliegen auch die MitarbeiterInnen dort den mächtigen Einflüssen der jeweiligen (Medien-)Wirklichkeit. Vielleicht HT sehen wir die Dinge auch aus einem Minderheiten Blickwinkel, denn die Menschen gehen/fahren seit Jahrzehnten in Industriegebiete zum Einkaufen in die xyz-Center und jetzt kommen die aufgehübschten ECEs und andere eben zu den Menschen in die Stadt zurück. Viele Menschen (nicht alle) hätten gerne Städte mit Raum, Ruhe und Atmosphäre, so wie sie gerne eine intakte Umwelt hätten. Nur ist das Individuum an sich zu schwach das Fleisch zu besiegen. Wir kennen unsere eigenen Schwächen zur Genüge, die Schwächen der Massen sind noch schwerwiegender. Kapitalismus ist egoistisch wie wir es auch sind. Ein anderes leben ist nicht zu haben ohne unser Leben zu andern, Prioritäten neu zu setzen. In Istanbul verschwinden die letzten Handwerker aus dem inneren Stadtbereich, weil modern gebaut werden muss um zu wachsen und attraktiv zu sein. Wir machen es nicht so radikal, jedoch ähnlich. Es ist eine globale Bewegung. Können wir im Kleinen dagegen halte? Versuchen sollten wir es um unserer selbst willen.

Tillupp, 05.11.2014 15:26
Es liegt an uns Kunden welche Geschäfte Umsatz machen, und deshalb bleiben, und welche schließen müssen. Aus Nostalgie und Liebhaberei werden Läden weder eröffnet noch erhalten. Wenn es am Ende aber dazu führt, dass die Innenstädte wieder billiger zum Wohnen werden bzw. zumindest die Gentrifizierung gestoppt wird, hat das, was da gerade in der Königstraße passiert vielleicht auch sein Gutes, nämlich Spekulanten wie Signa abzuschrecken. Ein möglichst langer Leerstand des Kaufhofhauses würde da sicherlich Beachtung finden. Mannheim hatte auch so einen Leerstand, mehrere Jahre lang. Skelettiert wie eine Kriegsruine gab's immer wieder neue Ideen was damit geschehen soll. Den Stuttgartern sei hiermit kurpfälzer Gelassenheit empfohlen und gesagt: Auch dieser Kelch geht vorüber, bzw. etwas böswilliger formuliert: Warum soll es Euch besser gehen als uns.

Jürgen Michels, 05.11.2014 12:44
Das Schicksal der Königstraße als Einkaufsmeile ist bereits heute zu besichtigen: Am Berliner Kurfürstendamm, dem ehemaligen Schaufenster des Westens.

maguscarolus, 05.11.2014 11:42
Zitat:
Die dunkeltste und brutalste Zeit war die Zeit der selbsternannten -Mord in Auftrag gebenden- Adeligen, mit ihren Königen, Kaisern und Päpsten!!
----
Und eben so eine feudale Gesellschaftsstruktur bildet sich in allen Ländern aufs Neue heraus, deren "Eliten" sich dem neoliberalen Dogma verschworen haben. In Deutschland haben es viele noch nicht kapiert, dass die Verheißung von "Teilhabe am Reichtum" realiter ähnlich wahrscheinlich ist wie die Verheißung eines Lottogewinns.

Daran ändert auch nichts jener Vorzeige-Jungunternehmer, der sich gerne in einschlägigen Talk-Shows auf dem Sofa herum fläzt und mit den Goldkettchen klimpert – sag' ich mal ganz böse.

maguscarolus, 05.11.2014 10:56
In der Disproportionierung des Einzelhandels zu Billig-Ramsch einerseits und Luxus-Chichi andererseits spiegelt sich die entsprechende Disproportionierung unserer Gesellschaft zu Habenichtsen einerseits, die sich nur den allerbilligsten Dreck leisten können und reichen Taugenichtsen (*), die vor lauter fertigem Geld nicht wissen, wohin damit.

(*) Dass nicht alle Reichen Taugenichtse sind, weiß ich auch! Aber was ich in der Stuttgarter City schon alles gesehen habe zeigt mir, dass es nicht wenige davon gibt, und dass diese der "Oberschicht" nicht zur Zierde gereichen.

Kornelia, 05.11.2014 09:52
es geht die Separierung um, die Gentrifizierung! beim Wohnen, beim Kaufen, beim Leben, beim Gehalt, beim Leben!

Die Jahrzehnte aufgebaute demokratisierung der Lebensräume wird gerade -man kann zuschauen- vernichtet-----
und dass in einem Land, das dicht bei dicht leben muss!
die Ghettos Gerber und Milaneo zeigen es direkt auf: unten die Massenware, oben -abgeschlossen mit begrüntem Hofgang- das Exclusiv-Leben!
Aussage: wir brauchen Euch als billige Sklaven, aber nicht als Menschen!
Wir kriegen viel Geld, ihr billig!

Lernen wir nie aus Geschichte?
Die dunkeltste und brutalste Zeit war die Zeit der selbsternannten -Mord in Auftrag gebenden- Adeligen, mit ihren Königen, Kaisern und Päspsten!!

Peter Boettel, 05.11.2014 09:03
Und so ist es überall; die normalen Läden schließen, in Göppingen steht jeder zweite Laden leer, dafür werden dann Einkaufszentren gebaut
Wie im Artikel erwähnt, kann das geld nur einmal ausgegeben werden: und wenn die Ausbeuterläden wie Primark auf billig fahren, dann bringt es auch einem mittellosen Käufer nichts, wenn der Artikel nach kürzester entsorgt und neu eingekauft werden muss.
So fahren wir langsam, aber sicher, in den Abgrund, das scheint Freiheit à la Gauck zu sein.

Blinkfeuer, 05.11.2014 00:21
Echt jetzt?
"Unter bundesweiter Beachtung gingen vor Kurzem fast zeitgleich zwei neue Shoppingmalls an den Start."
Nö. Das ist mir vollkommen egal.

Kommentar hinzufügen




CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.


* Pflichtfeld!

Letzte Kommentare:

Ausgabe 316 / Störfaktor Eltern / Katharina G., 23.04.2017 13:16
Das schöne afrikanische Sprichwort "Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht" gilt leicht abgewandelt auch für unsere Kinder: "Kinder sind nicht besser gebildet, wenn man ihre Schulzeit verkürzt"! Und leider setzt sich dieser...

Ausgabe 316 / Ein schlafloses Jahr / Andreas Slemeyer, 23.04.2017 12:36
Lieber Fritz, vor 53 Jahen sind wir von Degerloch weggezogen, weil unmittelbar neben unserem Haus in der Schöttlestraße der B27-Tunnelausgang gebaut wurde. Nun wird Degerloch erneut untertunnelt mit fraglichem Erfolg, denn das...

Ausgabe 316 / Sein Name ist Hase / Illoinen, 23.04.2017 11:43
Ich habe so langsam den Eindruck, dass mit solchen Aussagen, man nur im Gespräch bleiben will. Denn ist der Ruf erst ruiniert, regiert es sich ungeniert. Ist doch wohl alles mehr oder weniger Wahlwerbung. Auch so bekommt man, kostenlos...

Ausgabe 316 / Ein schlafloses Jahr / Jupp, 23.04.2017 10:43
Wie lässt sich eigentlich erklären, dass sich durch die Sprengungen nur die Leute gestört fühlen, die schon vor Baustart S21-Gegner waren?

Ausgabe 316 / Pinguin und Erdoğan / Schwabe, 23.04.2017 10:09
zu "Kontext extra" - "AfD: Nichts wissen, nichts machen, nichts zahlen". Die Aussage "...Nichts wissen, nichts machen, nichts zahlen" passt auch wunderbar auf die anderen bürgerlich neoliberalen Einheitsbreiparteien CDU/CSU, SPD,...

Ausgabe 315 / Luftholen unmöglich / Barolo, 22.04.2017 20:31
Auch wenn der Kaufmann auf meiner persönlichen Liste der Lieblingsfeinde ziemlich weit oben steht, aber die Kastration mancher Strassen wie die Waiblingerstrasse in Cannstatt ist ein Schildbürgerstreich ohne gleichen. Aber der Kaufmann...

Ausgabe 316 / Ein schlafloses Jahr / Barolo, 22.04.2017 19:58
Nicht auszudenken wenn die betroffenen Bürger ihre Restbestände an Pfennigkracher (habe extra nach dem PC Begriff suchen müssen;-) nehmen und die Verantwortlichen damit auch mal um den Schlaf bringen.

Ausgabe 316 / Störfaktor Eltern / Kornelia, 22.04.2017 18:37
@Henkel-Waidhofer Störfaktor Eltern! Störfall! Ausfall! Aussortieren?! Kopfschüttel Kinder, Eltern und Lehrer bilden eine hochsensible Triade, drum herum hat Staat und Gesellschaft einen Sicherheitskonkon zu schaffen! 'der...

Ausgabe 316 / Störfaktor Eltern / Kornelia, 22.04.2017 17:25
@Ruby Tuesday "Mit menschlicher Bildung hat dieses System doch längst nichts mehr zu tun." Stimmt genau! Auch dazu hätte ich gern etwas in den Verantwortungsetagen der "marche of science" gehört! Wie viele andere Innovationen des...

Ausgabe 160 / Brücke nach rechts / Klaus Abt, 22.04.2017 13:39
Interessanter Artikel, viele Behauptungen, wenig Substanz, Voreingenommenheit zieht sich wie ein roter Faden von vorn bis hinten durch den Text. Würde etwas Ähnliches aus einem anderen Milieu stammen, würde der Autor es aus den eben...

Die KONTEXT:Wochenzeitung lebt vor allem von den kleinen und großen Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Unterstützen Sie KONTEXT jetzt!