KONTEXT Extra:
S 21-Bürgerbegehren in der nächsten Runde

Bei neun Gegenstimmen und sechs Enthaltungen hat der Stuttgarter Gemeinderat die beiden Bürgerbegehren zu Stuttgart 21 abermals als rechtlich nicht zulässig abgelehnt. Hannes Rockenbauch, der Sprecher von SÖS/Linke-plus, bewertet die Darlegungen der Mehrheit als nicht schlüssig. Gerade die Tatsache, dass die Bahn jetzt vor Gericht ziehe, sei Beleg für den Entfall der "Geschäftsgrundlage zur Finanzierung von Stuttgart 21". Der Gutachter der Stadt, Christian Kirchberg, argumentiert mit Blick auf "Storno 21", dass eine Veränderung der Kostensituation nach dem Willen der Vertragspartner "gerade nicht zu einem Ausstieg aus dem Projekt führen sollte". Für diesen Fall sei vielmehr die Sprechklausel vereinbart worden, die aber nur das Land und die Bahn betrifft. Für das Bürgerbegehren "Ausstieg der Stadt Stuttgart aus S 21 aufgrund des Leistungsrückbaus" sieht Kirchberg ebenfalls keinen Wegfall, vielmehr "würde sich die Stadt vertragsbrüchig verhalten, wenn sie die Verträge kündigte". Die Leistungsfähigkeit des Schienenverkehrs - Hauptanliegen des angestrebten Bürgerbegehrens - falle nicht in die kommunale Zuständigkeit. Daher, so Kirchberg, "wäre die Stadt auch gar nicht berechtigt". Der Gemeinderat hatte die Bürgerbegehren im Sommer 2015 schon einmal abgelehnt. Die Initiatoren widersprachen. Mit der Mehrheit von 42 Stimmen wurde am Donnerstagabend festgesstelllt, "dass diesen Widersprüchen nicht abgeholfen werden kann", wie es in der Pressemitteilung der Stadt heißt. Nun würde die Entscheidung dem Regierungspräsidium Stuttgart vorgelegt. Gegen einen Widerspruch sei dann der Klageweg eröffnet. (09.12.2016)


Räuberpreis für Wolfgang Niedecken

Der Whistleblower Edward Snowden hat ihn verliehen bekommen, ebenfalls die Initiative "Wunsiedel ist bunt - nicht braun" für den Spendenmarsch "Rechts gegen Rechts". In diesem Jahr ging der "Widerstandspreis der Freunde der Räuberhöhle" an Wolfgang Niedecken, Frontmann von BAP – für mehr als 40 Jahre konsequenten Einsatzes für Toleranz und gegen Rechts.

Seit zwei Jahren verleiht die antifaschistische Gruppe rund um den Aktivisten Made Höld und die linke Szene-Kneipe "Räuberhöhle" in Ravensburg den Preis an Personen, die sich im Sinne einer bunten und gerechten Gesellschaft engagieren. Der Widerstandspreis selbst ist geklaut: Bis 2010 haben sich Rechtsradikale gegenseitig damit ausgezeichnet, dann kaperten Höld und seine Räuber die Auszeichnung von links.

Made Höld ist der wohl bunteste Hund in ganz Oberschwaben. Immer wieder machen er und seine Bande mit durchdachten und öffentlichkeitswirksamen Aktionen auf sich aufmerksam. Höld bewarb sich einmal als Landrat, um den Filz aufzuzeigen, der bei dieser Wahl vorherrscht. Er und seine Gruppe organisierten eine digitale Menschenkette gegen Rechts und boten Edward Snowden exterritoriales Asyl in ihrer Kneipe an. (8.12.2016)


Kretschmann Schirmherr für 199 kleine Helden

Ihr Dokumentarfilm hat bei drei Kinderfilmfestivals Preise abgeräumt, zuletzt in Chicago. Klar, dass sich die Regisseurin Sigrid Klausmann über diese Auszeichnungen freut. Seit Jahren begleitet die Stuttgarterin für ihr Filmprojekt "199 kleine Helden" Kinder weltweit auf ihrem Schulweg. Sie redet mit ihnen über ihre Ängste und Wünsche und darüber, wie sich die kleinen Protagonisten die Zukunft vorstellen. Daraus hat Klausmann den preisgekrönten Dokumentarfilm "Nicht ohne uns!" gemacht. Bereits diesen Sonntag (4.12.) wird er im Stuttgarter Metropol Kino gezeigt (16 Uhr), der offizielle Kinostart ist am 19. Januar.

Dass Stuttgart so früh dran ist, liegt mit daran, dass der Stuttgarter OB Fritz Kuhn die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen hat. Zusammen mit der Schauspielerin Senta Berger, die sich nun allerdings altersbedingt zurückzieht. Demnächst werden Sigrid Klausmann und ihre kleinen Helden neue Schirmeltern bekommen: Winfried Kretschmann und Hannelore Kraft, die Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen. Beide Länder unterstützen die kleinen Helden über ihre Landesfilmförderung.

Die Stuttgarter Preview am Sonntag wird ein Familienfest werden. Die Regisseurin Sigrid Klausmann wird ebenso vor Ort sein wie ihr Mann Walter Sittler (Produzent) und die Tochter Lea. Die Musikerin hat den Titelsong zum Film der Mutter komponiert. (2.12.2016)


Im Hajek-Haus soll wieder Feuer brennen

Das Trauerspiel um das Hajek-Haus mag jetzt zumindest die Fraktion SÖS/Linke/Plus nicht mehr mit ansehen. Sie will, per Antrag im Stuttgarter Gemeinderat, dass die Stadt das Kultur-Denkmal "vor dem Verfall" rettet. Wie in Kontext ausführlich berichtet steht die Villa an der Hasenbergsteige 65 seit dem Tod des Bildhauers (2005) leer. Vor fünf Jahren kaufte sie der Möbelfabrikant Markus Benz und ließ sie – Denkmalschutz hin oder her – entkernen. Das wiederum gefiel den behördlichen Denkmalschützern nicht, die sich auf den Gerichtsweg machten, bis heute ohne Ergebnis.

Und seitdem rottet das Haus in bester Halbhöhenlage vor sich hin. Die kulturpolitische Sprecherin der Fraktionsgemeinschaft, Guntrun Müller-Enßlin, vermutet, dass der Möbelmensch auf einen Abriss, und damit eine "verdeckte Immobilienspekulation" hin arbeitet. Stadträtin Laura Halding-Hoppenheit erinnert an die Tradition des Hauses, in dem auch schon Willy Brandt Rotwein trank. Die Villa sei ein Treffpunkt für Menschen gewesen, die etwas bewegen wollten, und dieses "Feuer muss weiter brennen", sagt sie.(30.11.2016)


Das Geschäft mit Waffen läuft

Heckler & Koch hat einen Großauftrag erhalten und wird französische Soldaten aller drei Teilstreitkräfte ab 2017 zehn Jahre lang mit 100 000 Sturmgewehren vom Typ HK 416 ausstatten. Es soll um ein Volumen von 300 Millionen Euro gehen. Der Rüstungsauftrag, heißt es in Paris, werde "die soliden Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich im Verteidigungssektor und besonders in der Rüstungsindustrie" stärken. Die Nachbarn stehen also auf der Liste der sogenannten "grünen Länder", denn – immerhin – nur die sollen weiter beliefert werden.

Am Montagmorgen wurde bekannt, dass der Oberndorfer Waffenhersteller Neugeschäfte allein mit Staaten abschließen will, die demokratisch und nicht korrupt sind. Nach einer Meldung der Deutsche-Presse-Agentur würden damit Kunden wie Saudi-Arabien, Mexiko, Brasilien, Indien oder die Türkei wegfallen. Alte Aufträge sollen allerdings abgewickelt werden, gerade auch mit den Saudis. Das Unternehmen wartet aktuell auf die Genehmigung deutscher Behörden zur Ausfuhr unter anderen von Bauteilen für eine Gewehrfabrik.

Daimler-Chef Dieter Zetsche hatte bei seinem Auftritt kürzlich auf dem Bundesparteitag der Grünen in Münster ausdrücklich die Politik in der Pflicht gesehen: "Wohin wir exportieren, das muss die Politik entscheiden." Zugleich machte er klar, dass es für sein Unternehmen um 3500 von 100 000 Trucks gehe. Appelle, freiwillig auf deren Verkauf zu verzichten, verhallten bisher ungehört. (28.11.2016)


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Ausgabe 153
Gesellschaft

Du sollst den Kern nicht spalten

Von Gastautor Franz Alt
Datum: 05.03.2014
Am 11. März jährt sich die Atomkatastrophe von Fukushima zum dritten Mal. Der Super-GAU im fernen Japan veranlasste CDU-Kanzlerin Angela Merkel zum neuerlichen Atomausstieg, nachdem sie kurz zuvor die Laufzeiten der Meiler verlängert hatte. In Baden-Württemberg kostete das Unglück CDU-Ministerpräsident Stefan Mappus das Amt. "Die Lage in Fukushima ist unter Kontrolle", versichert Japans Ministerpräsident Shinzo Abe heute – und plant neue Atomkraftwerke. Die Folgen des Super-GAU liegen nicht hinter uns, sondern noch vor uns, schreibt Kontext-Gastautor Franz Alt.

Lassen wir zuerst die Fakten sprechen:

  • Jeden Tag fließen noch immer mehr als 200 000 Liter radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifischen Ozean.
  • Kontaminierte Böden finden sich auch weit entfernt vom Ort der Katastrophe.
  • Bis jetzt mussten 33 Kinder aus der Fukushima-Region wegen Schilddrüsenkrebs operiert werden, 41 weitere Kinder stehen unter Krebsverdacht. Bei 55 000 Kindern wurden bei Untersuchungen Schilddrüsenzysten oder -knoten festgestellt. Sie müssen nicht zu Krebs führen, aber sie können.
  • Die Ärzteorganisation IPPNW erwartet zwischen 22 000 und 66 000 Krebsfälle aufgrund der Erfahrungen in Tschernobyl. Diese Schätzungen basieren auf Daten der Weltgesundheitsorganisation.
  • Die radioaktive Verstrahlung ist zehnmal höher als bislang von der Betreiberfirma Tepco angegeben.
  • Noch immer sind 140 000 Einwohner der Präfektur Fukushima evakuiert.
  • Mehr als 50 US-Soldaten, die im März 2011 auf einem Marineschiff in der Nähe von Fukushima im Einsatz waren, sind in der Zwischenzeit schwer erkrankt. Sie leiden an Leukämie und verklagen Tepco auf Schadenersatz.

              Den Opfern wird erzählt, sie könnten in ihre Häuser zurückkehren

              Diese Fakten zeigen, dass auch drei Jahre nach der Katastrophe ein Ende der Schreckensmeldungen nicht absehbar ist. Die Erfahrungen früherer Atomunfälle machen vielmehr deutlich, dass die schlimmsten Folgen von Fukushima nicht hinter uns, sondern vor uns liegen. Hisayo Takada von Greenpeace Japan sagt: "Die Leiden der Bevölkerung werden von der japanischen Regierung ignoriert. Bis heute tut die Regierung so, als wäre die Krise vorbei. Es wird bewusst falsch informiert und den Opfern erzählt, dass sie irgendwann in ihre Häuser zurückkehren könnten. Das Kalkül dahinter ist klar: So müssen Kompensationszahlungen nicht zur Verfügung gestellt werden." Die Fukushima-Opfer leben bis heute in temporären Behausungen und wurden bisher nicht angemessen entschädigt.

              Ein Beweis für die hilflose Reaktion der japanischen Regierung auf die Katastrophe ist die Politik der Grenzwerterhöhung. Und die ging so: Bis März 2011 galt ein Grenzwert von 100 Becquerel pro Kilogramm als gefährlich. Nach der Katastrophe wurden die Grenzwerte jedoch auf 8000 Becquerel angehoben. So wollte man die verängstigte Bevölkerung in Sicherheit wiegen.

              AKW Fukushima am 16. März 2011, fünf Tage nach Beginn der Katastrophe. Foto: HJ Mitchell
              AKW Fukushima am 16. März 2011, fünf Tage nach Beginn der Katastrophe. Foto: HJ Mitchell

              Nach dem Unfall wurden alle 52 japanischen AKW vorübergehend abgeschaltet. Doch in der Zwischenzeit wollte die japanische Regierung die ersten Kraftwerke wieder ans Netz bringen, scheiterte aber überall am Widerstand der regionalen Bevölkerung. Über 65 Prozent der Japaner sprechen sich jetzt bei Umfragen gegen Atomenergie aus. Vor der Katastrophe waren es weniger als 40 Prozent. 

              "Tschüss Atomkraft" – mehr als 7,5 Millionen unterschreiben

              Es gab Anti-AKW-Demos mit über 100 000 Teilnehmern. Die Bewegung "Sayonara genpatu" ("Tschüss Atomkraft") sammelte mehr als 7,5 Millionen Unterschriften gegen Atomenergie. Jede Woche gibt es "Freitagsdemonstrationen". Die Reaktorkatastrophe hat Japan verändert. Aber noch nicht ausreichend, um einen dauerhaften Atomausstieg wie in Deutschland politisch durchzusetzen.

              Wie ist das möglich?

              Der Hauptgrund ist das sogenannte Atom-Dorf in Japan: So wird die Verfilzung von Stromkonzernen, Politik, Bürokratie, Medien, Wissenschaft und Kraftwerksbauern genannt. Hinzu kommen die Interessen der Kapitalanleger, denen mehr an ihrer Rendite als an der Sicherheit ihres Landes und seiner Menschen liegt. Die japanische Atomindustrie dient nicht in erster Linie der Erzeugung von Strom, sondern primär den Interessen des Kapitals. Und solange die Allgemeinheit die Folgekosten wie Unfälle oder gar die Entsorgung des Atommülls trägt, ist Atomstrom billiger als erneuerbare Energie. Noch. Deshalb sind AKW unter dem vorherrschenden kapitalistischen Wachstumszwang ein attraktives Investitionsziel.

              Greenpeace Japan hat herausgefunden, warum im Sommer 2012 das bis dahin abgeschaltete Kernkraftwerk Oi an der Japansee wieder ans Netz ging. Es war der Druck der 18 Großaktionäre, darunter 15 Großbanken, die allesamt nicht auf ihre Rendite verzichten wollten. Aber noch stärker war dann der Druck der Bevölkerung. Auch Oi musste inzwischen wieder abgeschaltet werden. Auch in Japan verstehen immer mehr Menschen, dass der Kampf gegen die Atomkraft ein Kampf für das Leben ist. Auch in Japan verwandelt sich Wut in Protest gegen die alte Energiewirtschaft. Deshalb boomen in Japan seit drei Jahren die Solarenergie und die Windbranche.

              Die Regierung trickst, täuscht und droht

              Täuschen, tricksen, verdrängen, vertuschen, verleugnen: Diese Politik der Regierung geht auch im obrigkeitsorientierten Japan heute nicht mehr auf. Täuschen, tricksen, drohen aus Profitinteressen: Auch in Japan durchschauen viele Menschen die Machenschaften der Profiteure. Auch wenn die Regierung wieder auf Atomkurs ist oder vielleicht gerade deshalb: Die Menschen haben gelernt, dass atomares Restrisiko exakt jenes Risiko ist, das uns jeden Tag den "Rest" geben kann. Deshalb heißt es nämlich genau so.

              Diese Entwicklung in Fernost ist ein Symbol für die weltweite Entwicklung der Atomenergie. Sie hat ihren Zenit überschritten. Die auch hierzulande oft zu hörende Mär von der "Renaissance der Atomenergie" ist leicht durchschaubares Wunschdenken der Atomlobby und der Ewiggestrigen. Weltweit wurde die größte Menge Atomstrom 2006 erzeugt, die meisten Atomkraftwerke wurden 2002 betrieben, und bereits 1993 war der höchste relative Anteil der Atomenergie an der kommerziellen Stromerzeugung mit 17 Prozent erreicht. Heute beträgt er unter zehn Prozent.

              Es lohnt sich jetzt rein wirtschaftlich nicht mehr, neue AKW zu bauen. Die englische Regierung versucht es gerade, braucht aber höhere Einspeise-Vergütungen für Atomstrom als für Sonnen- oder Windkraft, damit sich AKWs noch rechnen. Die Europäische Kommission hat Einspruch angemeldet. In Finnland verzögert sich der Bau eines neuen AKW seit vielen Jahren, weil private Betreiber die Kosten scheuen und der Staat vor zu hohen Subventionen zurückschreckt. Weltweit steigt der Anteil der erneuerbaren Energien, und der Anteil der atomaren Stromversorgung sinkt. An dieser Entwicklung wird aus Gründen der Sicherheit, aber auch aus ökonomischen und ökologischen Gründen mittel- und langfristig kein Weg vorbeiführen. Denn die Erneuerbaren werden von Jahr zu Jahr preiswerter, während wegen der zu Ende gehenden Ressourcen die alten fossil-atomaren Energieträger immer teurer werden müssen. Selbst die atomfreundliche Regierung in Tokio hat nach Fukushima die Sicherheitsauflagen für japanische AKW so erhöhen müssen, das auch dort die Betreiber wegen der immer höher werdenden Kosten stöhnen.

              Sonne und Wind schicken keine Rechnung

              Ich habe einmal in einer Fernsehsendung ironisch gefragt: "Was kostet es, einen Pförtner zu bezahlen, der eine Million Jahre lang ein Atommülllager bewachen muss?" Ein kluger deutscher Mathematik-Professor hat mir dann diese Rechnung aufgemacht: Wenn dieser Pförtner eine Million Jahre pro Monat 2500 Euro verdient und mit einer Inflationsrate von nur zwei Prozent gerechnet wird, dann kostet dieser Pförtner mehr Geld als alle Menschen der ganzen Welt heute insgesamt zur Verfügung haben. Billiger Atomstrom? Es darf gelacht werden. Auch in tausend Jahren schicken Sonne und Wind noch immer keine Rechnung. Die Erneuerbaren sind ein Geschenk des Himmels – Energie von ganz, ganz oben. Energie vom Chef selbst.

              In Ländern wie China, Russland oder Großbritannien werden zwar noch neue AKW angekündigt, aber kaum noch gebaut. China hat 2013 erstmals mehr Geld in erneuerbare Energieanlagen investiert als in alle fossil-atomare Energieträger zusammen. Nicht nur Deutschland, auch Indien, Japan und Spanien produzieren inzwischen mehr Strom aus erneuerbaren Quellen als mithilfe atomarer Spaltung.

              Ein elftes Gebot scheint sich jetzt weltweit durchzusetzen: Du sollst den Kern nicht spalten!

              Franz Alt, Jahrgang 1938, engagiert sich seit vielen Jahren für ökologisches Wirtschaften. Die Bücher des früheren SWR-Journalisten (bis 2003) und Christdemokraten (bis 1988) wurden in zwölf Sprachen übersetzt und erreichten eine Auflage von zwei Millionen. Alt zählt auch zu den prominenten S-21-Gegnern.

              Seine Homepage ist hier zu finden.

              Veranstaltungen zum dritten Jahrestag sind hier aufgeführt.


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              Kommentare

              Martin Göbel Saarland, 13.03.2014 14:15
              https://www.youtube.com/watch?v=XEr9Sk9BGIY
              400m³ Atommüll pro Tag in den Ärmelkanal gepumpt ganz legal

              Dr. Diethelm Gscheidle, 10.03.2014 17:19
              Sehr geehrte Damen und Herren,

              natürlich ist das, was in Fukushima passiert ist, etwas Dummes, genauso wie das, was der Ivan vor 25 Jahren in Tschernobyl angerichtet hat. Allerdings muss man dennoch feststellen, dass wir in Deutschland ganz andere und viel zuverlässigere Kernkraftwerke haben! Es war eine Fehlentscheidung unseres ansonsten relativ redlichen Bundeskanzlers, Herrn Angela Merkel, die teuren Kernkraftwerke einfach stillzulegen bzw. ihre Abschaltung zu verfügen und damit Volksvermögen zu vernichten! Und wenn Volksvermögen vernichtet wird, steigen natürlich die Strompreise, da man ja teure, neue "alternative" Energie-Anlagen bauen muss! Dabei sind diese Anlagen gar nicht so umweltfreundlich, wie uns die Bevormundungs-Bündnisgrünen immer weismachen wollen:
              * Die Herstellung von Solarzellen kostet Unmengen an Energie und vor allem Wasser - Wasser, das gerade in den sonnenreichsten Regionen (Wüste) extrem wertvoll, knapp und teuer ist!
              * Windräder machen Geräusche, die zu Tinnitus, Kopfweh und sogar dem gefährlichen Gehirnbrand führen! Sie gehören daher sofort als gesundheitsgefährlich abgeschaltet! Auch "Auf-See-"Windparks sind umweltschädlich, da sie Seevögel mit ihren Rotorblättern töten und sie ihres natürlichen Lebensraus berauben!
              * Geothermie ist gefährlich, da diese zu Erdverschiebungen und dem Einsturz von Gebäuden führt!
              * Wasserkraftwerke verschandeln die Landschaft und hindern die Flüsse an ihrem natürlichen Fluss. Dies führt zu Wasserknappheit auf wertvollen landwirtschaftlichen Böden, die dann nicht mehr genutzt werden können, und andererseits zu Überschwemmungen an anderer Stelle. Sie sind daher ebenfalls strikt als umweltschädlich abzulehnen!

              Leider hat selbst die relativ redliche Union (unterstützt von Staatsverschuldungs-Sozen und Bevormundungs-Bündnisgrünen) den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen, was bereits jetzt zu gestiegenen Strompreisen führt. Klar, dass die Sozen das sicherlich wieder zum Anlass nehmen werden, dass das sowieso schon viel zu großzügig bemessene Hartz-IV erhöht wird, oder sogar dazu, dass ich die fürstlichen Gehälter, die ich meinen faulen Angestellten zahle, weiter erhöhen soll! Wenn mir Leute mit diesen unverschämten Forderungen kommen, schicke ich sie dann immer bei den Sozen vorbei - sollen die doch dafür blechen, wenn sich irgendwer den Strom nicht mehr leisten kann.

              Ich plädiere daher klar für ein Wiederanfahren der Kernkraftwerke und den Ausbau der mit Abstand saubersten Energiequelle der Welt: Dem Atomstrom! Schließlich bestehen unsere deutschen Kernkraftwerke aus deutscher Wertarbeit - wie auch das hervorragende und spottbillige Umweltschutz-Projekt "Stuttgart-21" zeigt, sind unsere Wissenschaftler und Inscheniöre zu Höchstleistungen fähig, so dass unsere Atomkraftwerke sicherlich niemals Störfälle aufweisen werden.

              Mit freundlichen Grüßen

              Dr. Diethelm Gscheidle
              (Verkehrswissenschaftler & Dipl.-Musikexperte)

              Peter Fleig, 10.03.2014 00:04
              Ja, in Deutschland gab es negative Strompreise, da die Energieversorger ihre Subventionierten Braunkohlekraftwerke ungern herunterregeln. Schließlich wird durch diese negativen Strompreise auch die EEG-Umlage in die Höhe getrieben, da diese den Preisunterschied zwischen Börsenpreis und Garantiepreis ausgleicht.
              Diesen für die Energieversorger äußerst lukrativen Zustand hat man am liebsten am WE, wo die Gesamtenergienachfrage meist geriner ist, als die Festpreischargen der Weiterverkäufer. Dadurch beschränkt sich das negative Handeslvolumen dann auf diejenigen, die Speicherkraftwerke betreiben, und mit denen ist man durch Beteiligungen bestens verbandelt.

              Interessant allerdings der Blick an die Französische Strombörse: Sommers gibt es dort nächtelang den Strom mit doppelter Zuzahlung im Vergleich zu Deutschland, schließlich läuft die Kettenreaktion in den Reaktoren auch nachts.

              R.Kreye, 08.03.2014 08:54
              Leute, ihr tut Fred Heine und Peter Leidinger Unrecht!
              Das sind sicherlich hart arbeitende, hoch anständige, fortschrittliche, B-Zeitung lesende und Tagsschau schauende Menschen aus der Mitte unserer Gesellschaft, die stolz darauf sind direkt neben einem Atomkraftwerk zu wohnen und die Argumente der Atomlobby zu schätzen wissen. Nicht so mißtrauische, hinterfragende und besserwisserische Ignoranten wie ihr - pfui!

              Gaigeler, 08.03.2014 00:22
              Ach Herr Leidinger, Sicherheit in der Versorgung durch Atomstrom; wenn dem doch nur so wäre. Aus der Politik nahen konservativen Kreisen kann man bei gezielter Nachfrage doch schon erfahren, wie die Energieversorger gerade alle Hände voll zu tun haben, dass ihnen das Netz nicht gänzlich zusammenbricht. Anscheinend werden im Hintergrund händeringend Experten dafür gesucht, um Leitzentralen o.ä. zu besetzten oder aufzubauen. Sagt natürlich keiner zum derzeitigen Zeitpunkt, schließlich kommt noch eine Energiewende, der man den Kollaps in die Schuhe schieben kann, damit's dann auch ja die Öffentlichkeit bezahlt.

              @Kontext: Thema schon gerochen?

              Werner, 07.03.2014 15:18
              @ Fred Heine, 07.03.2014 08:03
              Funktioniert Ihre Schilddrüse seit Fukushima nicht mehr normal oder geht dies schon seit Tschernobyl so? Ich würde in jedem Fall mal einen Arzt aufsuchen.

              Tillupp, 07.03.2014 14:57
              Wenn "Fred Heine" und "Peter LEIDINGER" alles so toll finden können Sie ja gerne nach Tschernobyl oder Fokushima umziehen. Grundstücke sind dort echt günstig und in besten Lagen zu haben. Ich möchte jedenfalls nicht in so einem Gebiet leben, und spare deshalb gerne Strom wenn ich dafür keinen Meiler in der Nähe habe. Bei der heutigen AKW Dichte ist es nur eine Frage der Wahrscheinlichkeit wann das nächste Erdbeben der Stärke 9 irgendwo auf der Welt passiert. Egal wo, ein AKW steht schon dort. Die bei uns gebauten halten wahrscheinlich nicht mal Stärke 7 stand. Fred Heiner und Peter Leidinger könnten es sich dann wahrscheinlich leisten wegzuziehen, wo die Strahlung geringer ist, oder sie sind alt genug, dass sie weder für Aufräumarbeiten noch für Schadensersatzzahlungen fürchten müssen. So können nur Egoisten denken.

              cooper, 07.03.2014 13:41
              @ Fred Heine, 07.03.2014 08:03
              Sie schreiben über Lügen und Halbwahrheiten zum Thema Atomenergie. Ihre Beispiele mit Anfragen nervender Journalisten und der "Empörungsröhre vom Dienst" Claudia Roth überzeugen nicht besonders. Viel interessanter wäre Ihr Faktencheck als Lügen- und Halbwahrheitenspezialist bezüglich Franz Alts Aussagen in diesem Artikel. Aber bitte mit nachprüfbaren Quellenangaben.

              Fred Heine, 07.03.2014 08:03
              Da wird mal wieder gegen die Lügen der Atomlobby gewettert, gleichzeitig werden die eigenen Lügen und Halbwahrheiten verbreitet:

              Es stimmt, nach Abschalten der Atomkraftwerke hat Deutschland tatsächlich Strom "exportiert" - ein ein paar wenigen heißen und windigen Tagen im letzten Sommer wurde in Deutschland so viel Strom verbraucht, dass er exportiert werden musste. Wobei das Wort "exportiert" ja unterstellt, dass dies für Deutschland einen wirtschaftlichen Nutzen gehabt hätte. Dem war aber nicht so. Denn wir haben an der Pariser Strombörse rund 4 Cent pro Kilowattstunde dafür bezahlt (!), dass uns der Strom abgenommen wurde!

              Wo die 55.000 Kinder mit Schilddrüsenerkrankungen herkommen sollen? Vielleicht mal wieder so eine Zahl wie die 180.000 Toten bei Tschernobyl? Genervt von den permanenten Anfragen deutscher Journalisten zu den Toten der Atomkatastrophe hat der Verantwortliche in der Ukraine irgendwann einmal die Gesamtzahl der Toten in seiner Region genannt, die während seiner Amtszeit gestorben sind. Seither geistert diese Zahl immer wieder durch die Gazetten.

              Nicht anders Claudia Roth. Auf ihrer Facebook-Seite ließ sie verbreiten, in Fukushima seien bei der Atomkatastrophe 16.000 Menschen zu Tode gekommen. Nur durch einen Shitstorm erster Güte (das einzige Mal, dass ich für diese Art des Protests war) hat sie diese Beahuptung wieder von ihrer Seite genommen. Zur Erinnerung: im AKW Fukushima sind ZWEI Menschen gestorben, beide nicht durch Radioaktivität.

              Man kommt sich vor wie bei Stuttgart 21: da wird die Unterstellung, die Bahn lüge die Leute an, als Rechtfertigung genommen, selber Lügen zu verbreiten.

              Rolf Steiner, 06.03.2014 18:36
              Peter LEIDINGER, 05.03.2014 16:40 -

              Und wenn Sie uns jetzt noch schnell sagen, wo das deutsche ATOM-ENDLAGER sein soll und wie schnell wir die ASSE sauber kriegen, dann bekommen Sie von mir den Intelligenz-Preis 2014.

              Peter Boettel, 06.03.2014 10:46
              Herr Leidinger hat wohl von Tschernobyl, Fukushima und vielen anderen Katastrophen in Atomkraftwerken, die bereits in Vergesenheit geraten sind, nie etwas mitbekommen.
              Hat er noch nicht erfahren, dass Deutschland nach der Stilllegung einiger AKW's sogar mehr Strom exportiert hat?
              Ist er bei der EnBW beschäftigt, oder ist sein Beitrag als Satire aufzufassen?

              ooo-Mannomannomann, 06.03.2014 09:28
              @FernDerHeimat: Jetzt erschrecken Sie den Herrn Leidinger doch nicht so. Jeder der zwischendurch auch mal "Feindpresse" liest muss uns lieber sein, als alle anderen. Da besteht immerhin noch Hoffnung auf offene Denkansätze. :-)

              FernDerHeimat, 05.03.2014 19:33
              Äh, Peter Leidinger, das hier ist übrigens nicht die Stuttgarter Zeitung.

              Peter Boettel, 05.03.2014 18:54
              Und gleich an der Grenze betreiben die Franzosen das AKW Cattenom, von fast wöchentlich Störfälle gemeldet werden, und das noch (60 !) Jahre genutzt werden soll, ohne dass die Bundesregierung auch nur einen Muckser verlauten lässt.
              Ministerin Hendricks erklärt, sie mische sich nicht ein, Gabriel schweigt, und im Koalitionsvertrag steht, man werde sich dafür einsetzen, dass die ausländischen AKW's sicherer werden. Aber nicht einmal das wird ernsthaft versucht.

              Peter LEIDINGER, 05.03.2014 16:40
              Nur die Nutzung, und die weitere, dauerhafte Nutzung, der Kernenergie sichert uns langfristig eine stabile Energieversorgung!

              Dank der bisher noch unerschlossenen Uranvorräte im Erzgebirge und im Schwarzwald wäre auch die Versorgung Deutschlands auf mittelfristige Sicht gewährleistet.

              Deshalb gilt es jetzt zügig, in Zusammenarbeit mit Frankreich, in die Neuplanung und den Neubau von Kernreaktoren zu investieren!

              Auch die Frage einer eigenständigen, deutschen WiederAufbereitungsAnlage gilt es wieder aufzunehmen und weiterzuverfolgen.

              FernDerHeimat, 05.03.2014 14:05
              Solange es eine Atomlobby gibt, die mit viel (Steuer-)Geldern unsere Politik kauft und unterwandert, wird diese Form der "nachhaltigen Umweltverschmutzung" leider nicht aufhören.

              Werner, 05.03.2014 13:40
              Was kümmert das uns(ere Politiker)?
              Radioaktiv verseuchte 200000 l Wasser, die täglich in den Pazifischen Ozean fließen? Was soll`s, unsere Küsten liegen an Nord-u. Ostsee.
              Kontaminierte Böden? Kann man ins Ausland verschaffen. Die Japaner müssten sich nur mit einschlägigen Stellen bei uns beschäftigen. Wir haben darin genug Erfahrung.
              55000 Kinder, bei denen Schilddrüsenveränderungen festgestellt wurden? Herrscht in Fernost nicht sowieso Überbevölkerung?
              Tschernobyl? Ist schon so lange her. Die dort an Krebs erkrankten müssten auch ohne dieses Leiden doch irgendwann sterben. Und haben diese die letzten 28 Jahre nicht flott überlebt?
              50 an Leukämie erkrankte US-Soldaten? Peanuts im Vergleich zu den im Nahen Osten in Kampfeinsätzen Gefallene.
              Also, Herr Alt, bitte keine weitere Panikmache. Vertrauen Sie einfach den japanischen und unseren Politikern. Die wollen doch alle nur unser Bestes.

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              Letzte Kommentare:

              Ausgabe 297 / Friedensgeklingel aus Oberndorf / Schwabe, 09.12.2016 15:46
              Sätze die man nicht oft genug wiederholen kann: "Alle 13 Minuten stirbt im Durchschnitt ein Mensch durch eine Kugel aus dem Lauf einer H&K-Waffe." "Cheflobbyist Volker Kauder (CDU) kann hier umso erfolgreicher hinter den Kulissen tätig...

              Ausgabe 297 / Der erfundene Grüne / Gela, 09.12.2016 13:13
              Ich glaub, ich bin im falschen Film, wenn ich die Kommentare lese! Da werden in einem Facebook-Account gezielt die Grünen mit einer Lügengeschichte denunziert, ein Grüner klärt das auf und wird daraufhin als "Internetspürhund " und...

              Ausgabe 297 / Intellektuell prügeln / Schwabe, 09.12.2016 12:27
              So kann ein Interview/Gespräch auch geführt werden! Video: Sahra Wagenknecht im Gespräch mit Albrecht Müller Schwerpunkt dieses Gesprächs ist die Suche nach einer gesellschaftspolitischen Alternative zum neoliberalen Modell. Es...

              Ausgabe 297 / Intellektuell prügeln / Thomas Hörner, 09.12.2016 09:47
              Ich kann mich der Kritik an der Interviewführung nur anschließen. Was sollen die läppischen Fragen nach "Superman" und "Hund oder Katze" ? Überlaßt dieses Niveau doch Euren "Kolleg/Innen" von STZN.

              Ausgabe 297 / Auf Schmetterlingsflügeln / Zaininger, 08.12.2016 23:57
              Wenn diese "Entscheidungsträger, Künstler und Wissenschaftler" dort, wo sie sich zur Finanzierung ihres täglichen Lebens mit z.T, verheerender Wirkung umtun, bemühten die Welt schöner und besser zu machen, bräuchten diese Heuchler...

              Ausgabe 297 / Intellektuell prügeln / adabei, 08.12.2016 22:26
              Fehlt eigentlich nur noch der „Querfront“-Vorwurf: Drehen wir doch die Sache doch einmal um: Hätte Frau Wagenknecht vielleicht solche Sätze fallen lassen sollen wie: "Es gibt keinerlei Kapazitätsgrenzen" oder "Wer Gastrecht...

              Ausgabe 297 / Intellektuell prügeln / Applaus für Frau Dr. Wagenknecht, 08.12.2016 16:19
              Wer sich angemessen mit S.W. und ihrer Politik auseinandersetzen möchte, höre doch die Bundestagsrede im O-Ton oder lese ihr aktuelles Buch „Reichtum ohne Gier“...

              Ausgabe 297 / Intellektuell prügeln / Daniel Neuburg, 08.12.2016 14:35
              @Jimmy: Was trifft auf Ihre Kommentare hier zu? a) Pauschalisierend b) Diffamierend c) Undifferenziert d) oder alles zusammen Mekrwürdig, dass die Rechte besonders im Westen (Frankreich) stark ist. Aber ich bin mir sicher,...

              Ausgabe 297 / Intellektuell prügeln / Georg Frank, 08.12.2016 14:11
              @Bernd Oehler: Habe ich behauptet, Sie würden dies tun? Ich habe so allgemein formuliert, wie Sie auch.

              Ausgabe 297 / Intellektuell prügeln / Bernd Oehler, 08.12.2016 14:07
              @Dr. Diethelm Gscheidle: Ihre redlichen Bemühungen in allen Ehren, aber Sie sehen doch, dass diese manchen Leuten komplett am Textverständnis vorbeigehen - um einen unredlichen Ausdruck zu vermeiden!

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