Programmreform beim SWR – Quoten statt Qualität?

25. Juni 2014
Theaterhaus Stuttgart - Saal T4 – 19:30 Uhr
Eintritt frei

Der Südwestrundfunk will im Herbst mit einem runderneuerten TV-Programm starten.

Was haben die Zuschauer davon zu erwarten?
Kommt der SWR seinem Sendeauftrag noch nach oder wird die Qualität der Quote geopfert?
Müssen wir mit einer verstärkten Boulevardisierung des Nachrichtenprogrammes rechnen, und wie macht sich die Sparpolitik bei der Qualität der einzelnen Sender bemerkbar?

Über diese Themen werden diskutieren:
Stefanie Schneider - SWR Landessenderdirektorin Baden-Württemberg
Martina Zöllner - SWR Fernsehkulturchefin
Christian Dosch - Filmschaffender
Rino G. Iervolino - SWR Rundfunkratsmitglied
Werner Schretzmeier - Theatermanager

Moderation: Josef Otto Freudenreich - Journalist KONTEXT:Wochenzeitung

Eine Veranstaltung des Vereins für Informations- und Meinungsfreiheit artikel5 e.V.
in Kooperation mit KONTEXT:Verein für ganzheitlichen Journalismus e.V.

 










Vermittelten journalistische Begeisterung für Print:
Christiane Pfau, Thomas Mrazek (Mitte) und Josef-Otto Freudenreich (rechts)
Foto: Robert Bergmann

Bericht über den Journalistentag beim Bayerischen Journalisten-Verband e.V.:

http://www.bjv.de/news/journalist-muss-immer-mehr-wissen

 


Nachlese

14.06.2014 - Süddeutscher Journalistentag - Messe Stuttgart
Josef-Otto Freudenreich war im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen zum Thema:
Print lebt - in der Nische.

04.06.2014 - Lesung Politische Justiz - Clara-Zetkin-Haus, Stuttgart

09.05.2014 - Lesung Politische Justiz - Bürgerhaus Lauchhau-Lauchäcker, Stuttgart

27.04.2014 - Kopf Machen Konferenz - Stuttgart
KONTEXT war mit Stand bei der Bahnreform-Konferenz im Rathaus.

12.04.2014 - TAZ lab - Berlin
KONTEXT war mit Stand beim TAZ lab im Haus der Kulturen der Welt.

10.04.2014 - Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union - Heidelberg
Josef-Otto Freudenreich war im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen.

01.04.2014 - Veranstaltung zum SS-Massaker in Sant’Anna - Kulturamt Tübingen.
Hermann G. Abmayr las aus dem Buch "Politische Justiz".

27.03.2014 - Lesung Politische Justiz - Kulturhaus Schwanen, Waiblingen

27.03.2014 - TAZ Veranstaltung - Esslingen
KONTEXT war mit Stand bei der Veranstaltung zum Bildungsplan.

27.03.2014 - Rudolf Augstein Stiftung - Hamburg
Josef-Otto Freudenreich war bei der halbjährlichen Kuratoriumssitzung.

25.03.2014 - Lesung Politische Justiz - Weinheim
Die Weinheimer Nachrichten berichteten über die Veranstaltung (siehe scan).

25.03.2014 - Deutsche Journalistinnen- und Journalisten-Union - Freiburg
Josef-Otto Freudenreich war im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen.

 


Die Macht des geschriebenen Wortes

Wie manipulieren Medien die öffentliche Meinung?

Das wollten die Besucher des "Offenen Foyers" des Treffpunkts 50plus wissen. Von der Kontext:Wochenzeitung. Die Redakteure Anna Hunger und Jürgen Lessat haben interessierten Zuhörern im Stuttgarter Treffpunkt Rotebühlplatz anschauliche Beispiele gezeigt, wie Zeitungen und Fernsehen Stimmung für oder wider machen. Von ungläubigem Kopfschütteln bis "Das hab ich mir schon immer gedacht" reichten die Reaktionen auf den Vortrag.

Guter Journalismus bemüht sich um Sachgemäßheit in der Information. Doch was ist sachgemäß? "Nicht wenige haben das Gefühl, dass es heute oft nicht mehr um die Sachen geht, über die man eine verlässliche Information erhält, sondern dass Trends gesetzt und Mainstreams produziert werden", führte Iris Wittmann-Grözinger vom Treffpunkt 50plus in die Veranstaltung des "Offenen Foyers" ein.
Wie funktioniert Journalismus heute genau? In einer Zeit, in der die Menschen vom Aufwachen bis zum Einschlafen über die unterschiedlichsten Kanäle mit unzähligen Informationen überschüttet werden. Und wie groß ist der Einfluss von interessierten Kreisen, etwa aus Wirtschaft oder Politik, um die gewünschte Information zu verbreiten - oder auch umgekehrt: ihnen unangenehme Neuigkeiten zu unterdrücken?

Rund 50 interessierte Zuhörer verfolgten am vergangenen Montag den Vortrag der Kontext-Redakteure, der unter der Überschrift "Die Macht des geschriebenen Wortes" Einblicke in den Medienbetrieb gewährte. Redakteurin Anna Hunger erläuterte zunächst das journalistische Selbstverständnis der Kontext:Wochenzeitung. Als Demonstrationsbeispiel hatten sich die Kontext-Journalisten ein Aufreger-Thema ausgesucht, das nicht nur in gedruckten Medien oft behandelt, sondern über das auch in allen TV-Talkshows gern heftig debattiert wird: den Strompreis.

Jüngster Anlass, um die Diskussionen wieder anzuheizen, war die Prognose der vier deutschen Übertragungsnetzbetreiber, wonach die EEG-Umlage zur Förderung von Solar-, Wind- und Biokraftanlagen im kommenden Jahr um einen auf 6,24 Cent pro Kilowattstunde steigt. "Luxus Strom", titelte der "Spiegel". "Die Stromkunden müssen im kommenden Jahr deutlich mehr für die Versorgung mit Energie ausgeben", verbreitete die "Berliner Zeitung". "Für einen Durchschnittshaushalt verteuert sich die Stromrechnung durch die Energiewende um 70 Euro im Jahr", verkündete "Plusminus"-Moderator Clemens Bratzler in der ARD.
"Moment mal", warf Kontext-Redakteur Jürgen Lessat an dieser Stelle ein. "Ein Vierpersonen-Haushalt verbraucht jährlich rund 3500 Kilowattstunden Strom - die Mehrkosten betragen nach Adam Riese also 35 Euro", rechnete er vor. Was noch oben draufkommt, geht im Grunde nicht auf das Konto der sauberen Stromkraftwerke: Der Staat kassiert über die Mehrwertsteuer mit. Zudem wird ein Obolus für den Netzausbau fällig, den die Netzbetreiber in der Vergangenheit vernachlässigt haben, klärte der Journalist die Zuhörer auf.

Über den Strompreis selbst sind viele Legenden im Umlauf. "Schon jetzt zahlen die deutschen Unternehmen im internationalen Vergleich die höchsten Strompreise", behauptete etwa die "Stuttgarter Zeitung" am 29. Januar 2013. Tatsächlich jedoch gehören die Industriestrompreise hierzulande zu den niedrigeren in Europa, widerlegten die Kontext-Journalisten die Behauptung des StZ-Leitartikels anhand von Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Erstaunen pur bei den Zuhörern.
"Wie weiß ich, was wahr ist?", wollte eine Zuhörerin von den Kontext-Redakteuren während der Diskussionsrunde wissen. Eine komplexe Frage, auf die es keine Standardantwort gibt. Vielleicht nur Tipps wie diesen: "Indem Sie nicht alles glauben, was gesagt und geschrieben wird."

Den Vortrag "Die Macht des geschriebenen Wortes" halten die Kontext-Redakteure gern vor weiterem Publikum.
Bei Interesse wenden Sie sich an: redaktion@kontextwochenzeitung.de.

 


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Ausgabe 307 / Sitzen verboten / Isolde Vetter, 18.02.2017 18:44
!***Aufruf zur FALTHOCKER-Spende für die AufseherInnen*** Hiermit rufe ich uns Leser zur Spende für FALTHOCKER für die AufseherInnen auf! Es soll welche geben, die kaum größer als ein Taschenschirm in der Hülle und ganz leicht auf-...

Ausgabe 307 / Kein Haus für alle / Dieter Seewald, 18.02.2017 18:26
Ein wunderbares "potemkinsches Dorf", das sich OB Burschardt hier mit seinem Gefolge aufgebaut hat. Kompliment für Herrn Lünstroth, der in diese Eiterbeule sticht.

Ausgabe 307 / Entfesselte Kettenhunde / Gela, 18.02.2017 17:54
Den Aussagen von Hans Christ stimme ich zwar weitgehend zu, aber ich möchte diem Probleme doch ein bisschen anders gewichten. Die Rückkehr totalitärer Muster und der "Kampf gegen die Wahrheit" ist beängstigend und dass die Angst vor...

Ausgabe 307 / Sitzen verboten / Kunstfreundin aus Berlin, 18.02.2017 14:39
Endlich! Endlich findet sich eine kritische Stimme, die noch lange nicht alle Machenschaften der Stasi-Galerie erwähnt hat. Mobbing und Bossing - das ist der Stil des Vorstandes. Nein, liebe Frau Ministerin, diese Direktorin gehört...

Ausgabe 307 / Raffkes mit Mandat / Hartmut Hendrich, 18.02.2017 12:51
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Ausgabe 307 / Verbote werden kommen / Schwabe, 18.02.2017 12:23
@thomase Wie wäre es für Sie mit Vanillepudding (ÖPNV)? Den können Sie sich bedenkenlos schmecken lassen! Ein flächendeckend landes-, besser noch bundesweiter Ausbau eines nachhaltigen und demokratisch kontrollierten öffentlichen...

Ausgabe 83 / Rassismus im Kinderzimmer / Hans Dierke, 17.02.2017 22:51
Man muss sich manchmal schon fragen, wo man eigentlich mit diesem linkspopulistischen um nicht zu sagen linksextremistischen Blödsinn in diesem Land hin will. Dürfen wir bald Alle nur noch die taz, die süddeutsche oder die Reinkarnation...

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